Beiträge von Snoopy

    Hallo Chris,


    Samstag ist mir ganz genau das gleiche passiert.
    War meine Erste Opferung und ich hatte auch viel Rehkontakt. Auch relativ nah. Keine 1-2 Meter aber dennoch ziemlich nah.


    Allerdings weiß auch ich noch nicht, was es bedeutet.
    Mir hat das Reh die Richtung gezeigt. Aber welche Bedeutung haben Rehe?

    Frigg ist eine äußerst komplexe und vielschichtige Göttin...


    Da hast du wohl Recht und hast Dir damit ein schwieriges Thema ausgesucht :D



    So sind zum Beispiel Jórd, Perchta und Frau Holle einfach weitere Namen von Frigg bzw bezeichnen sie in ihren verschiedenen Aspekten.

    Und wieder diese Frau Holle... :D
    Wo und wie ich diese einordne weiß ich immernoch nicht. Tendiere aber momentan auch eher zu Holle = Frigg :D


    Recht häufig lese ich davon, das Jórd, Perchte und gerade auch Frau Holle, alles eigenständige Göttinen verehrt werden. Das dies geschieht ist jetzt nicht zwangsläufig schlimm, da man mit den verschiedenen Namen ja auch sich besser auf die verschiedenen Aspekte Friggs konzentrieren kann. Dennoch verbergen sich unter den verschiedenen Namen immer Frigg.

    Hmm, für mich ist das jetzt etwas schwierig. Verschiedene Namen <-> verschiedene Aspekte ist OK. Aber eine Riesin und eine Asin ein und die selbe Person? Na ich weiß nicht.... Also ich denke, dass Fiörgyn (nicht zu verwechseln mit Fjörgynn), Jörd und Frigg ein und dieselbe Person ist.



    Jórd bezeichnet Frigg in ihrem riesischem Aspekt, als Erdgöttin. Hier dann aber nicht der fruchtbare, lebensspendende Aspekt der Erde, sondern einfach die Erde/Natur von ihrer neutralen Seite. Mit Jórd zeugt ja Odin Thor ---> Blitz entsteht durch das Zusammenspiel von Himmel (Odin) und Erde (Jórd). Das hier Frigg, als Jórd auftaucht hat einen einfachen Grund: Die Zeugung Thors war jetzt kein Lebensspendender Akt an sich, denn ein Blitzeinschlag ist ja eher negativ behaftet. Dieses Prinzip Ase = Gut, Riese = Neutral und Thurse = Böse finden wir überall in den Mythen.


    Damit könntest Du durchaus Recht haben. Die Mutter von Jörd (Nott) ist ja eine Riesin. Damit könnte dieser Teil tatsächlich die neutrale Seite zeigen.
    Trotzdem ist Jörd ein anderer Name für Frigg und damit einfach ein anderer Aspekt. Unabhängig von Ase, Jöte oder Thurse.



    Wirklich interessant Friggs Erscheinung, als Frau Holle. Denn Frau Holle beschreibt Frigg in ihrem Aspekt als Göttin des Todes. Schon Jacob Grimm und später auch die Germanistin Erika Timm identifizieren hinter Frau Holle Frigg. Holle heißt, die Huldvolle oder Holde (lässt sich auch mit verhüllende übersetzen, was auch sehr gut passt) und in der Voluspa finden wir Holle unter dem Namen Hlyodin. In der Gylfaginning können wir weiter lesen, das Hlyodin Jórd entspricht.

    Wo genau findest Du denn etwas zu Hlyodin? Ich habe jetzt nochmal in der Gylfaginning und auch in der Völuspa geschaut aber finde nirgends diesen Namen bzw. einen Vergleich.



    Das Frigg eben auch Totengöttin ist erklärt dann Gylfaginning 20:
    Seine Frau heißt Frigg und weiß aller Menschen geschick, obgleich sie es keinem vorhersagt.


    Hmm naja, nur weil sie aller Menschen Geschick kennt hat das ja nicht zwingend mit Totengöttin zu tun. Allein aus diesem Absatz geht das also m.M.n nicht hervor.
    Totengöttin ist für mein Verständnis eine Göttin, die die Toten betreut bzw. über deren "Weiterleben" urteilt.
    Nimmt man zu Frigg den Aspekt der Holle dazu, dann macht es mehr Sinn.



    Denn als Göttin der Erde kommen ja alle Toten zu ihr. Was mich dann nämlich weiter dazu führt, das zwischen Hel und Frigg eine sehr enge Verbindung besteht. Hel ist nämlich zuerst einmal nur die Beschreibung des Totenreiches ganz allgemein. Rein mal sprachlich betrachtet, könnte man sagen: Hel = Reich von Frau Holle. Beide Begriffe haben den gleichen Wortstamm der eben verbergen/verhüllen bedeutet. Man spricht ja auch heute noch vom „Jenseitsschleier“ der ja nichts anderes tut, als die Welt der Toten zu verhüllen. Naturmythologisch betrachtet nimmt die Erde die Toten in sich auf (Beerdigung, Verwesung usw) und verbirgt sie somit vor uns.

    "Zuerst einmal" glaube ich nicht. Hel hat einfach verschiedene Bedeutungen. Es gibt die Göttin (Hel) oder das Totenreich (Helheim). Bezüglich der Beschreibung hast Du Recht. Es kommt beides von unsichtbar machen bzw. verschleiern.



    Interessant ist auch, das Hel, als Riesein, wohl so nur von unseren nördlichen Ahnen erkannt wurde. In den südlichen Gebieten hingegen nicht. Auch dies ist aber nicht automatisch ein Widerspruch, denn bemerkenswerterweise wird Hel ja oft so dargestellt, das eine Körperseite „normal“ ist und die andere blau. Frigg wird häufig mit einem blauen Kleid dargestellt.


    Das ist mir neu. Hel wird halb schwarz und halb weiß beschrieben. Von Blau habe ich noch nichts gehört. So steht es zumindest in Gylfaginning 34: Sie ist halb schwarz, halb menschenfarbig, also kenntlich genug durch grimmiges, furchtbares Aussehen.

    Man opfert die Energie des Opfer-Gegenstandes bzw teilt diese mit den Göttern. Opfert man also Met, dann opfert man nicht die alkholoische Verbindung, sondern man gibt, wofür der Met steht --> Weisheitsmet --> Edel


    Genau, man könnte aber rein theoretisch damit auch Wasser als Zeichen für Leben(skraft) als Verbindung nutzen? Natürlich nicht Leitungswasser oder Wasser aus dem Supermarkt aber vielleicht frisches Quellwasser.
    Mit diesem Aspekt muss man ja nicht zwingend Met nehmen bzw. ist nicht Met auch automatisch das Beste Mittel?

    geht man davon aus das die götter direkt und unmittelbar auf die bildung der mythen eingewirkt haben werden sie doch wohl auch mitbedacht haben das es auch leute gibt die nicht um 16 ecken denken wollen um die wahrheit zu finden.

    Ich glaube kaum, dass sich die Götter nach den Menschen richten und es ihnen wohl auch egal ist ob wir Lust dazu haben oder nicht.
    Du darfst nicht vergessen, dass es eine skaldische Dichtung ist, von jemandem der die Mythen und den Glauben erhalten wollte. Hätte er alles direkt geschrieben so wäre die Edda sofort als heidnisches Gut verbrannt worden. Also war Snorri auch dazu gezwungen so verschachtelt zu schreiben. Weiterhin war das Verständnis der Mythen früher ganz anders als heute. Den meisten Menschen war sofort klar was sie dort hören, weil sie es tagtäglich sehen konnten.
    Sie mussten nicht in der Form darüber nachdenken, wie wir es heute müssen. Schließlich war die Sprache allgemein früher nicht so direkt wie heute.


    auf dem einfachen weg.
    An ragnaröck beteiligt sie sich mit ihren truppen am krieg gegen die götter. in meinen augen macht sie das zu einer feindin der götter, also einer thursin.
    sie hat gute gründe für ihr verhalten und ich halte sie auch für hoch ehrenhaft aber sie hat sich eben für ihre seite entschieden.

    Moment, Feinde der Götter sind nicht gleich Thursen. Loki beispielsweise ist sicherlich auch kein Thurse sondern defintiv ein Riese (zumindest halb). Er kämpft nachher eben auch gegen die Götter aber wird damit nicht zu einem Thursen. Es ist einfach seine Natur. Das Wildfeuer ist nicht zu kontrollieren.
    Seine Tochter Hel begleitet ein. Zum Einen ist es nunmal ihr Vater und früher hielt man zur Sippe. Des weiteren bringt das Feuer immer Tod mitsich. Damit ist auch naturmythologisch die Hel mit Loki untrennbar verbunden.


    loki und seine kinder, sind insgesamt eine extrem komplexe thematik über die es eben so viele meinungen wie heiden gibt.

    Richtig, daher finde ich persönlich auch Loki sehr sehr interessant. :-)


    ...ist eine erfindung der romantik.
    es gibt keine zeitgenössische überlieferung die sie in dieser weise schildert.

    Hast du dazu eine Quelle?
    Ich kann es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. In der Edda, genauer im Grimnismal, Strophe 14 steht:


    14. Volkwang ist die neunte: da hat Freyja Gewalt
    Die Sitze zu ordnen im Saal.
    Der Walstatt Hälfte wählt sie täglich,
    Odin hat die andre Hälfte.


    Walstatt ist das Schlachtfeld. Sie wählt die Hälfte der Toten. Diese werden/sind Walküren. Das ist für mich eindeutig. ?(

    Ancarus schrieb:

    Wie kommst du darauf, das Hel eine Thursin ist?
    Die Mythen beschreiben Hel, als eine Tochter von Loki. Wenn man jetzt die Herkunft da also herleiten möchte, dann wäre Hel eine Riesin. Riesen und Thursen sind nicht zwangsläufig identisch. Wäre Hel eine Thursin, würden die Götter ihr kaum die Toten überlassen und Baldr würde sich erst recht nicht in ihre Halle begeben. Hel hat aber auch eine vielschichtige Bedeutung in den Mythen und deswegen muss man sich einfach auch immer die Mythen selbst anschauen, um zu sehen, was gemeint ist. Denn Hel lässst sich sehr verschiedentlich deuten.


    Hel ist mit Sicherheit keine Thursin. Sie ist eine Riesin, welche den Göttern zumindest nicht abgeneigt ist. Das zeigt auch das Beispiel, dass sie Baldr tatsächlich zurückkehren lassen möchte, sofern alle weinen.


    Ancarus schrieb:

    In Bezug, auf diesen Mythos, ist Hel Lókis Tochter, weil Feuer Tot bringt. Dahin weitergehend ist Hel der traurige und oft auch schmerzliche Aspekt des Todes bzw einfach der Tod. Wenn also Helden den Helweg antreten, bedeutet das jetzt nicht, das sie nicht nach Valhall eingehen. Es kann auch einfach heißen: "Sie sterben". MIt Hel ist also nicht immer unbedingt die Riesin Hel gemeint, sondern einfach der Tod. Desweiteren kann auch Hel einfach auch eine Umschreibung des Totenreiches, ganz allgemein, sein.


    Den Helweg bestreiten heißt sicherlich sterben bzw. sich auf dem Weg des Sterbens befinden.
    Hel als Ort meint das Totenreich.
    Hel selbst ist die Göttin des Todes. Sie ist allerdings nicht zwingend böse oder negativ, auch wenn später vermutlich aus Hel die christliche Hölle geworden ist.
    Die Tochter Lokis wird als halb weiß (hellhäutig) und halb schwarz beschrieben, welches eben die Gute wie auch die Böse Seite Hels aufzeigt. Gute, rechtschaffende Menschen sehen sicherlich die weiße Seite Hels.
    Böse Menschen, Verbrecher, etc. werden wohl eher die schwarze bzw. dunkle Seite sehen, die erschreckender aussieht.
    Baldr ist wohl, da müssten wir uns wohl alle einig sein, keine böse Person, kein Verbrecher o.ä. und kommt trotzdem zur Hel. Das allein ist Beweis genug, dass Hel nicht nur negativ sein kann.


    Ancarus schrieb:

    Denn das Interessante ist auch, das man Hel sehrwohl auch zu Frigg stellen kann, Hel also ein Aspekt von Frigg ist. Ich habe jetzt leider grad nicht die Zeit, das auszuführen. Ich möchte es jetzt nur anführen, um aufzuzeigen, das es da manigfaltige Deutungsmölgichkeiten gibt. Daher können Mythen auch vielleicht sich wiedersprechend erscheinen, auch wenn dem nicht so ist, sobald man sich mit dem Kern der Deutung beschäftigt.


    Ich würde mich freuen, wenn du das nochmal bei Gelegenheit näher ausführen könntest. Das würde sicherlich ein sehr interessanter und lehrreicher Beitrag hier im Forum werden.
    Es gibt tatsächlich Stimmen, die sagen, das Hel, Frigg, Freya, Jörd und Holle ein und dieselbe Person in unterschiedlichen Eigenschaften beschreibt.
    Ich bin mir da nicht so sicher. Trotzdem gehören sie sicher irgendwo zusammen.
    Freya als Führerin der Walküren, Frigg und Jörd als Erdgöttinen, wohin alles Leben wieder verschwindet und Hel natürlich als Totengöttin schlechthin. Sie alle vereinen den Totenaspekt in unterschiedlicher Form. Ob es sich nun tatsächlich um die gleiche Person handelt, ist allerdings eine andere Frage.
    Fakt ist, dass es tatsächlich viele verschiedene Deutungsmöglichkeiten gibt und diese Variante nur eine unter vielen ist.


    Jedoch ist heute die rechtliche Stellung der Frau auch anders. So sind ja auch Frauen voll erberechtigt und können den Familiennamen weiter geben.


    Das stimmt. Damals war wohl auch der Glaube vorherrschend, dass die Frau das Kind nur ausgetragen hat und das Kind zu 100% dem Mann gehörte und zu 100% mit ihm (genetisch) identisch ist. Heute wissen wir ja, dass das Kind eben auch zum Teil aus den Genen der Frau besteht und somit kann also auch die Frau, wie Ancarus auch geschrieben hat, den Familiennamen weitergeben.



    Ich denke auch mal, dass Männer damals ziemlich treu waren. Wahrscheinlich haben sie sich woanders befriedigt bzw. befriedigen lassen, wenn die Frau nicht konnte oder wollte. Das halte ich auch für durchaus legitim, wenn die Frau damit einverstanden ist (heutzutage) bzw. wenn damals die Mentalität einfach so war und das selbstverständlich war.

    Ein sehr gutes Video.
    Was mich allerdings verwirrt ist die Sache mit dem Met.
    Der Met ist nicht das Geschenk, sondern die guten Wünsche, die Stärkungen etc. für die Götter. Soweit so gut.
    Nur dachte ich, dass eben (auch) der Met das Opfer ist und man auch mit den Göttern gemeinsam von dem Met trinkt. Also bzw. natürlich ein wenig auf den Boden schüttet aber halt auch trinkt.


    So wie er das erklärt, könnte man ja auch Wasser nehmen. Das "leitet" zwar nicht so gut wie Met aber wäre, nach seiner Erklärung, auch möglich.

    Das höre ich ehrlich gesagt zum ersten Mal. Soweit ich weiß war eine polygame Beziehung bei unseren Vorfahren bzw. Verwandten aus dem Norden nicht normal. Eine monogame Beziehung hingegen als ganz natürlich. Würde mich mal interessieren woher diese Inforamtion kommt. 8|


    Also mittlerweile habe ich ja weitergelesen.
    Auch wenn ihr den Namen nicht gerne hört... Also Geza hat geschrieben, dass Männer sehr wohl zwei oder mehr Frauen haben durften. Allerdings nur Unverheiratete.
    Diese Thesa habe ich ebenfalls öfter mal bei WodansErben gelesen.


    Mich würden allerdings auch mal ein paar Quellen interessieren.

    Hallo,


    habe heute einen Artikel im Focus gelesen. Dabei bin ich über etwas gestolpert, was ich anders in Erinnerung hatte.
    Es geht um diesen Artikel: klickst du hier


    Genauer um diese Aussage:

    Focus schrieb:

    Ein Mann konnte mehrere Frauen haben, umgekehrt war das undenkbar.


    Das verwundert mich eher. War es denn nicht eher verpöhnt mehrere Frauen zu haben bzw. seine Frau zu betrügen?
    Im Netz finde ich verschiedene Aussagen dazu und auch verschiedene Aussagen über das Verhältnis Mann <-> Frau allgemein.


    Die eine Quelle sagt die Frau war dem Mann gleichgestellt und wurde erst im Christentum untergeordnet, die andere Quelle sagt, dass Frau schon immer vom Vater bzw. vom Mann bevormundet wurden, nicht heiraten durfte wen sie wollte. Auch rechtlich war sie schlechter gestellt, wenn auch leicht besser als später im Christentum.


    Was genau stimmt denn jetzt? Auch im Havamal habe ich nichts konkretes über das Verhältnis Mann <-> Frau gefunden. Jedenfalls nicht zur jeweiligen Behandlung des anderen.

    Hallo Asgrimm,


    vielen Dank für die Mühe.
    Wenn du diesen Text veröffentlichen möchtest, dann würde ich ihn nochmal auf Rechtschreibfehler prüfen. Es sind doch sehr viele drin und es liest sich anders einfach besser ;)
    Das tut aber dem Inhalt selbst keinen Abbruch.


    Zu einigen Dingen möchte ich auch etwas sagen, allerdings möchte ich vorher noch etwas anmerken.
    Sollte ich in meinen Antworten etwas schreiben wie "das ist nicht richtig", dann bezieht sich das auf meine Meinung und nicht auf die Allgemeingültigkeit. Ich versuche zwar solche Formulierungen zu vermeiden aber es kann ja immer mal was dazwischen rutschen :P


    Nun aber zu meinen Bemerkungen:


    Das ist tatsächlich irgendwie verwirrend. Doch ich bin sicher, dass es da eine Lösung geben muss. Vielleicht ist es, aus der Sicht der Skalden, sogar ganz eindeutig und bei einem sind mit Wurzeln nicht die tatsächlichen Wurzeln des Baumes gemeint, sondern vielleicht die Wurzel des Lebens (=Asgard). Das kann ich aber bisher nur vermuten.


    In Asgard haben die meisten Asen ihre Hallen.


    Nicht nur die Meisten sondern sogar alle.
    Njörd, Freyr und Freya sind ja keine 100%igen Asen. Ebenso wie Loki. Alle anderen sind in Asgard anzutreffen.


    Gímle ist ein Reich der Glückseligkeit das von Snorri (Gylfaginning 3) in eine Himmel/Hölle Analogie mit Helheimr gesetzt wird.[...]


    Gimle ist wohl eher ein Palast, wie in Gylfaginning 17 zu lesen ist. Dieser wird auch nach dem Weltenbrand stehen bleiben.
    Die edelsten Menschen werden in Gimle zusammen mit Odin leben. Für mich lässt das nur den Schluß zu, dass in Gimle die edlen Menschen sind. Die guten und starken Kämpfer kommen nach Walhall.


    Ich gehe mal vom Namen aus. Die Jöten sind zwar nicht unbedingt Freunde
    der Götter, stehen diesen aber auch nicht grundsätzlich feindlich
    gegeüber (im gegensatz zu den Thrusr).


    Genau so ist es.


    Nach Helheimr gehen bekanntermaßen all jene toten die nicht von Göttern beansprucht werden.


    Nein, die unverheirateten kommen zu Gefjon, welche vermutlich der Freya entspricht. Die ertrunkenen kommen zu Ran.
    So gibt es also mehrere Möglichkeiten in welches Totenreich man kommen kann.
    Auch Hel entspricht nicht der christlichen Hölle, wenn auch vermutlich der Name daher kommt.
    Wie in Gylfaginning 3 ebenfalls zu lesen ist ("Aber böse Menschen fahren zu Hel und danach gen Niflheim...") kommen böse Menschen nach Hel, genauso wie Menschen, die den Strohtod sterben.
    Die Hel muss also mehrere Reiche oder eher Bereiche haben. Die Bösen kommen zu Hel und werden dort dann Niflhel zugeteilt. Menschen, die den Strohtod sterben kommen sicher in einen anderen Bereich der Hel.
    Gerade auch Balder und Nanna sind ja ebenfalls in Hel und ihnen geht es dort wohl sehr gut.


    Snori lässt offen bzw. mach nicht eindeutig klar ob diese beiden nun Teil von Ginnugagap sind oder eigenständige Welten.


    In Gylfaginning 5 ist folgender Satz zu lesen: "[...]und so legte eine Eislage sich über die andere bis in Ginnungagap." Ginnungagap ist damit ein extra Bereich zwischen den zwei Welten.
    Es ist, wie auch oft beschrieben, eine große Spalte.


    Nicht zu verwechselnist dieses jedoch mit Nifelhel das ebenso in der älteren- wie auch
    in der Snorraedda genannt wird. Dorthin sollen all jene kommen die in
    der Hel sterben, weswegen ich davon ausgehen würde das es eine weitere,
    noch tiefer gelegene Welt ist.


    Wie weiter oben beschrieben denke ich, dass Niflhel eher ein Unterbereich von Hel ist.
    Abgesehen davon ist man in Hel bereits tot. So dass man dort nicht nochmal sterben kann.




    Das ist mein Beitrag zu diesem Thema. Zumindest bis jetzt. :D

    Hallo Leute,


    ich habe heute mal wieder diesen Mythos gelesen und mir gedacht, dass ich mich gerne mal an einer Interpretation versuchen möchte.
    Ich bin noch nicht bis zum Ende gekommen aber möchte hier schonmal aufführen was ich bisher habe.
    Vielleicht habt ihr auch ein paar Ideen.
    Ich möchte hier auf die naturmythologische Seite eingehen und beziehe mich auf 59. Skaldskäparmal nach Snorri, ab dem Zusammentreffen von Thor und Hrungnir auf Girotunagardar.




    Zuerst gehe ich auf die Namen selbst ein.


    Hrungnir: der Lärmer; Könnte hier für Gebirge bzw. für den Lärm eines Felssturz stehen
    Möckrkalfi: Nebelkalb, Nebelwade (=Nebel)
    Thor: Donnerer, Blitz
    Thialfi: Keine eindeutige Bedeutung. Hier: Diener Thors (=des Gewitters) und damit für mich die Wolke(n)
    Grjotunagard: Steinplatz, Platz mit Steinen, Steingehege
    Magni: der Starke, Kraft


    Es beginnt also damit, das Hrungnir Asgard verlässt und sich zu Hause auf den Kampf mit Thor vorbereitet. Da alle mächtig Angst vor Thor haben wird ein Lehmriese mit Namen Möckrkalfi erschaffen. Dieser wird mit dem Herz einer Stute belebt. Vermutlich soll das die Pferdestärke (PS :D ) darstellen. Pferde waren ja damals wohl so ziemlich die stärksten Tiere. ;) Und er soll ja schließlich im Kampf gegen Thor große Kraft unter Beweis stellen.


    Nun soll der Kampf beginnen und Thialfi nähert sich dem steinernen Hrungnir (Kopf aus Stein, Schild aus Stein, Herz aus Stein).
    Die (Geiwtter-)Wolke nähert sich also dem Gebirge/Berg. Es entsteht Nebel. Bzw. die Wolke wird eigentlich zum Nebel.
    Berührt eine Wolke den Boden (kommt ja regelmäßig im Gebirge vor), dann spricht man von Nebel (=aufliegende Bewölkung).


    Der Berg schützt sich also nun auch von unten, während er auf dem Platz voller Steine (=Gjotunagard) steht.
    Dann bricht das Gewitter los. Ein Blitz mit ungeheurer Kraft rast auf den Berg zu. Dieser versucht seine Waffe (Stein) dem Blitz entgegenzusetzen.
    Doch der Blitz durchdringt den Stein und spaltet ihn in zwei Teile (vermutlich eher viele Teile). Diese regnen zu Boden. Daher kommen die Wetzsteine.
    Den Namen Lärmer könnte er von dem Getöse bekommen haben, welches der Steinschlag (möglicherweise kombiniert mit dem Echo) verursacht.
    Während der Blitz scheinbar unter den massiven Felsbrocken des zerschlagenen Kopfes versinkt löst sich das Gewitter langsam auf. Der Nebel ist besiegt und löst sich langsam auf.
    Doch noch immer ist die "belastende Luft" zu spüren, die um und im Gebirge "liegt".
    Nur Magni, der Starke Sohn des Thor vermag es eben diesem wieder aufzuhelfen. Magni könnte hier also für die erstarkte Luft (die ionisierte Luft (=Gesundheitsfördernd)) stehen.
    Sie übernimmt sozusagen und hilft dem Vater das Gebiet zu verlassen.


    Übrigens ist es auch kein Wunder, dass ausgerechnet hier Loki nicht teilnimmt, der ja sonst Thor fast überall hin begleitet.
    Schließlich entsteht kein Feuer, wenn der Blitz in einen Berg einschlägt.




    Dies ist nur eine kurze, von mir überlegte Interpretation. Natürlich muss meine Interpretation nicht richtig sein und sie ist auch sicherlich nicht die Einzige. Mich würde aber mal eure Meinung dazu interessieren.

    Der Vollständigkeit halber mal ein paar Kommentare zu dem Artikel.
    Danke Alb dafür. Schöner Text =)


    Alb schrieb:

    Am Abend des 30. April sollen die Hexen zum Brocken
    geritten sein, um sich dort am Feuer mit dem Teufel zu paaren.


    Der Gedanke der fliegenden Hexe bzw. dass sie auf Besen fliegen kommt übrigens daher, dass die Frauen damals Stöcke/Äste/Reisig dabei hatten für die Einhegung des Ritualplatzes.


    Zitat

    Der Walpurgis-Kult hat aber auch christliche Ursprünge. So ist der 1. Mai einer von zwei Namenstagen der Volksheiligen Walpurga.


    Die Frage ist nur, ob da nicht einfach nur ein Name drübergelegt wurde...

    habe hier mal einen sehr interessanten link zum Jahreskreis gefunden mit sehr ausführlichen Beschreibungen: Altes und neues Wissen zum Jahreskreis 

    Hallo Mattes, danke für den Link. Leider ist dort eher von der keltischen Seite aus geschrieben aber die Feste selbst kann man dort gut erlesen und bekommt ein gewisses Verständnis dafür. Leider wird auch hier bei Walpurgis nicht auf das Siegopfer oder den evtl. germanisch-heidnischen Ursprung eingegangen.


    Zitat

    Der Maifeiertag am 1.Mai glaube ich ist auch neuerer Zeit und hat wohl eher mit dem Tag der Arbeit zu tun.


    Naja, z.B. das Maibaumstellen hat wohl eher nichts mit Tag der Arbeit zu tun sondern eher mit Fruchtbarkeit, Erneuerung und Wiederbeleben der Natur.
    Auch die (rituellen) Tänze gehören wohl eher nicht zum Tag der Arbeit. Ich gehe schon davon aus, dass es (germanisch-)heidnischen Ursprung hat.
    Unter Mattes' Link steht dazu folgendes:

    Jahreskreis.info schrieb:

    Mit dem 1. Mai beginnt bei den Kelten das Sommerhalbjahr, das vor allem durch Fröhlichkeit, Wärme, Licht, Feste und Feiern gekennzeichnet war.
    Der 1. Mai liegt zwischen der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche und der Sommersonnwende.
    Beltane wurde früher wohl am nächstgelegenen Vollmond, heute allerdings vorwiegend in der Nacht auf den 1. Mai gefeiert.


    Dann würde es wohl doch zum Siegopfer passen, welches ja immer +/- 2 Wochen um den 1. Mai stattfindet.
    Irgendwann hat wahrscheinlich wirklich der Einfachheit halber das auf den 1. Mai gelegt, damit man einfach ein festes Datum hat.
    Gerade der Maibaum ist ja germanisch-heidnischen Ursprungs.


    Wer weiß wann der Name "Tag der Arbeit" festgelegt wurde.
    Aber der soll ja jetzt laut unseren lieben Politikern auch auf "Tag der Gerechtigkeit" umbenannt werden...


    Naja, back to topic...

    So,


    wie es der Zufall so will habe ich wohl gerade etwas gefunden oder mir ist ein Licht aufgegangen oder wie auch immer.
    Scheinbar gibt es für uns germanische Heiden tatsächlich kein Fest direkt für den 1. Mai, sondern es gibt das Siegopfer, welches am 2. Vollmond nach Ostara gefeiert wird. Ende.
    Wahrscheinlich wurde dieses Fest dann einfach auf den 1. Mai gelegt, damit es eben ein festes Datum hat. Passt ja auch gut... :)


    Nur was es jetzt mit Pfingsten auf sich hat, das weiß ich nicht....

    Hallo Leute,


    passend zum Datum mal eine Frage zum 1. Mai.
    Ich bin schon seit Wochen am recherchieren was da eigentlich gefeiert wird und von wem.


    Sigrblot/Maifest ist ja am 2. Vollmond nach Ostara. Also 14. Mai. Das kann es also nicht sein. Oder doch?
    Ich dachte eher, dass sich das Maifest auf Pfingsten bezieht. Da Pfingsten aber dieses Jahr am 8. Juni ist, fällt das wohl auch flach?!


    Rein vom Inhalt des Rituals her macht für mich der 1. Mai schon Sinn.
    Der Maibaum symbolisiert den Phallus des Mannes, während der Kranz die Vagina der Frau darstellen soll. (Wenn die Leute nur wüssten was sie da jährlich aufstellen :D )
    Es wird für Fruchtbarkeit geopfert und gebetet. Der rituelle Sex in der Nacht soll wahrscheinlich vom Mensch auf die Felder übertragen werden.
    Mit dem ersten Maitag begann für unsere Ahnen der Sommer.
    So gesehen macht es also durchaus alles Sinn.
    Die Kelten nannten/nennen diesen Tag Beltaine bzw. Walpurgisnacht. Das heißt sie hatten dafür einen extra Namen und haben diesen Tag auch gefeiert. Bei uns finde ich dazu aber nichts näheres.


    Ich finde das alles sehr verwirrend. Ich habe auch schon einiges gelesen, dass die Germanen den 1. Mai gar nicht gefeiert haben.
    Aber gerade die Traditionen dazu sind doch heidnisch...


    Kann mich mal bitte jemand aufklären? :D

    Das hingegen trifft zu. Wegen der Entdeckung des leeren Grabes Jesu „früh am Morgen, als eben die Sonne aufging“ (Markusevangelium 16,2) ist die Morgenröte im Christentum ein Symbol der Auferstehung ihres "Herrn". Die Canones Hippolyti (um 350) gaben daher für die Osternacht die Weisung: Nemo igitur illa nocte dormiat usque ad auroram („Niemand soll in dieser Nacht schlafen, sondern wach bleiben bis zur Morgenröte“). Dieser Brauch wird auch heute noch von Christen gepflegt. Allerdings spricht das meiner Meinung eher dafür, dass die bisherigen Bräuchen UMSO LEICHTER überlagert werden konnten. Die Germanen ehrten eine Göttin des herannahenden Frühlings, die sich mit der Morgenröte zeigte. Die Christen ihren "Heiland", der ihnen in der Morgenröte angeblich erschienen war.


    Hallo Sengwareis,


    ja, dieses Thema halte ich, gerade auch für Neulinge, für sehr wichtig.
    Das oben zitierte wusste ich tatsächlich nicht. So genau kenne ich auch die Bibel nicht ;)
    Es macht natürlich Sinn, wenn tatsächlich die Morgenröte direkt mit der Auferstehung in Verbindung gebracht wird.


    Es ist natürlich schwierig von dem einen aufs andere zu schließen. Die beiden Frauen gingen des Morgens, als die Sonne aufging, zum Grab. Das stimmt soweit.
    Sind sie aber schon am Grab als sie aufging oder kamen sie erst später an? Außerdem saß bereits ein Mann im Grab, sodass die Auferstehung schon früher stattgefunden hat.
    Das ist natürlich Haarspalterei. Aber es ist ein Denkansatz ;-)
    Nichts desto trotz möchte ich ja nicht gegen alles sprechen. Es kann also durchaus möglich sein, wie du es sprichst.


    Einen kleinen Seitenhieb kann ich mir aber nicht verkneifen: Als ich früher mit meinen Eltern in den Ostergottesdienst gegangen bin, habe ich absolut keinen Millimeter Morgenröte in diesem kalten und dunklen Gemäuer gesehen ;-)

    In unserem Vetterland Schweden ist es Brauch, dass Frauen bei Nacht heimlich und schweigend an eine Quelle gehen (idealerweise eine geheiligte), um das sogenannte Osterwasser zu schöpfen. Wenn es ihnen gelingt, dabei nicht gesehen zu werden (womöglich deshalb das Schweigen) und mit dem Wasser ihren Liebsten zu benetzen, dann erobern sie damit seine Liebe (für mich ein Verweis darauf, dass Ostara auch eine Liebesgöttin gewesen sein mag).


    Hallo Sengwareis,


    meines Wissens nach ist das ein wenig anders.
    Während der Frühlingstag- und Nachtgleiche gehen die Frauen am frühen morgen, bevor die Sonne aufgegangen ist, schweigend zur Quelle und schöpfen dort Wasser. Wichtig ist, das das Wasser während des Sonnenaufgangs geschöpft und anschließend getrunken wirdl. Dies fördert die Fruchtbarkeit.


    Das mit dem Benetzen habe ich noch nicht gehört. Allerdings habe ich gelesen, wo weiß ich leider nicht mehr, dass die Jungs/Männer versuchen die Mädchen zum Lachen zu bringen und somit das Schweigen zu brechen. Was genau das dann aber bringen soll weiß ich nicht.
    Evtl. ließe sich darauf schließen, dass die Männer verhindern wollen, dass die Frauen die "falschen" Männer mit dem Wasser benetzen.
    Das ist allerdings nur eine Vermutung.

    Hallo,


    habe heute durch Zufall folgenden Artikel im Focus gefunden: klick


    Meiner Meinung nach ist der Artikel sehr einseitig geschrieben und für mich machen die Begründungen keinen Sinn.
    Es ist eindeutig erkennbar, dass man einen Christ interviewed hat.



    Um mal ein paar Argumente zu "entkräften":


    Zitat

    Häufig werde argumentiert, dass schon der Name des Osterfests auf seinen heidnischen Ursprung hindeutet. Er stamme angeblich von einer germanischen Frühlingsgöttin namens Ostara. Diese aber ist eine Erfindung des 19. Jahrhunderts.


    Es ist keine Erfindung sondern, ethymologisch gesehen, eine durchaus wahrscheinliche Möglichkeit. Ostara hat die gleichen Wurzeln wie lateinisch Aurora (Morgenröte) bzw. griechisch "Eos" (= Morgenröte). Weiterhin gibt es den altdeutschen Monatsnamen Ostarun. Im altenglischen gibt es wohl Eostre.
    Letztendlich hat das Ganze wohl auch mit der Himmelsrichtung zu tun. Osten. Da wo die Sonne aufgeht, wo die Frühlingswärme ihren Anfang nimmt.



    Zitat

    Die Morgenröte spiele eine so große Rolle, weil am Ostermorgen ein Gottesdienst gefeiert wird, der vor Tagesanbruch beginnt und die Morgenröte erlebt, sagt der Theologe.


    Das ist ja wohl lächerlich... Ostern (nach christlichem Verständnis) ist doch wohl die Auferstehung Josuhas und hat wenig bis gar nichts mit Morgenröte zu tun.
    Im Gegenteil. Wenn es tatsächlich mit der Morgenröte zu tun hätte, wäre es kein "Jesu-Auferstehungsfest" sondern ein "Frühlingsfest" und wohl damit kein christliches Fest.



    Zitat

    Als drittes Argument ziehen Neopaganen die Symbolik heran. Ostereier und Osterfeuer seien heidnischen Ursprungs: Das Ei sei ein altes Fruchtbarkeitssymbol, die Osterfeuer seien Teil des germanischen Sonnenkults. Sie sollten den Winter vertreiben und die Saat vor bösen Geistern zu schützen. Zudem wurde den Flammen erneuernde Kraft zugeschrieben.


    So ist es. Das Ei ist schon immer ein Symbol für Fruchtbarkeit. Auch in den anderen heidnischen Kulten.
    Das Feuer bzw. die Feuerräder haben auch heute noch reinigende Wirkung. Also auch das war sicherlich früher schon so.
    Gerade die Christen haben ja diesen Gedanken im Sinne des reinigenden Fegefeuers aufgegriffen.


    Zitat

    Rot gefärbt, steht es für die Farbe des Blutes, und damit für das Grab Christi, in dem das Leben nicht erloschen ist.“


    Es steht für das Blut und gleichzeitig für das nicht erloschene Leben???? Verstehe ich nicht. Sorry. Für mich ist das total widersprüchlich. Oder ist es das gleiche frische, reinigende Regelblut wie bei Ostara?


    Zitat

    Letztlich haben alle großen Religionen voneinander und von älteren Kulturen geborgt.


    Ein paar beschwichtigende Worte, die das vorher Gesagte weiter entkräften...





    Mich würde aber eure Meinung mal interessieren.

    Vielen Dank für die ausführliche Erklärung.


    Und nach dem (Gänse-)Essen können natürlich Sumbel zu Ehren der Ahnen abgehalten werden. Während des Essens sollte ein Platz/Gedeck für kürzlich Verstorbene leer bleiben, obwohl man selbstverständlich deckt und auch Essen aufträgt.Entsprechend dem „Martinsumzug“ kann man einen Fackelumzug machen, der auch an den Gräbern vorbeiführt, wo man Gaben hinterlegt.


    Ich dachte immer, dass Sumbel eher etwas Neuheidnisches ist? Wurde/wird das nicht von den Altheiden eher abgelehnt? Kann sein ich täusche mich, so habe ich es allerdings in Erinnerung.

    also das Buch von Kris Kershaw kann ich sehr empfehlen (ist auch unter Buchempfehlungen hier im Forum). Aber du solltest dich für Etymologien und Sprachen interessieren, denn davon bietet die Autorin recht viel (wobei man das auch außer Acht lassen kann, denn sie bringt auch viele Sagen und Überlieferungen aus allen möglichen Mythologien von Griechen über Kelten bis hin zu Osseten).


    Naja, sagen wir mal so. Etymologien und Sprache(n) interessieren mich sehr. Können tu ich es aber nicht :P
    Ich werde das Buch auf jedenfall mal suchen.


    Zitat

    Naja, seinen eigenen Gott findet man am besten durch das analysieren seiner Charakter-Eigenschaften. Ist man aufbrausend oder eher ruhig und gelassen? Stichelt man gerne oder ist man ein kühler Denker? Prügelt man sich gerne und liebt die Konfrontation oder geht man lieber etwas hinterrücks vor? Ganz banal kann man sich auch fragen: Was wäre meine Waffe? Schwert, Speer, Bogen, Axt/Hammer oder bloße Hände und alles was mir gerade unter die Finger kommt? Aber nimm dir dafür ruhig viel Zeit.


    Die Sache ist nur, selbst wenn ich das alles weiß, wer ist dann mein Gott. Und es ist es wirklich "mein Gott" nur weil er am ehesten zu meinem Charakter passt? Ich finde das unheimlich schwierig. Aber werde mir das mal ganz in Ruhe überlegen und irgendwann klärt es sich vielleicht von selbst. :-)