Beiträge von Snoopy

    Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer. Vieleicht ist das so gemeint ?


    Hallo Sverker,
    aufgrund meiner bisherigen Erfahrung im Heidentum beantworte ich diese Frage mal ganz spontan aber entschieden mit Nein.
    Denn diese Aussage würde eine Aufforderung zur Tötung an Christen sein. Sowas gibt es im Heidentum nicht. Zumindest habe ich es noch nirgends gelesen/gehört.
    Meine Interpretation findest du weiter unten.



    »Dieß sing ich zum Achten, überfällt dich
    Die Nacht auf neblichem Wege,
    Nichts desto minder mag dir nicht schaden
    Ein getauftes todtes Weib.



    Lange habe ich überlegt. Sehr lange. Ich bin mir auch nicht wirklich sicher, ob meine Interpretation in die richtige Richtung geht.
    Zu einem Schluß bin ich leider noch nicht gekommen, aber ich möchte mal meinen bisherigen Weg vorstellen.
    Ich habe einfach mal versucht, die Wörter auseinander zu nehmen. Was bedeuten sie.
    Die Bedeutung von "Nichts" ist ja klar. "Desto minder" ist da schon schwieriger. Was heißt eigentlich desto minder?


    destominder = destoweniger.
    destoweniger = trotzdem, trotz allem, dessen ungeachtet,dennoch, nichtsdestotrotz
    nichtsdestotrotz = trotz alldem = zusätzlich (?)


    Mit getauft könnte tatsächlich auch das christliche Taufen gemeint sein.
    Dann würde es natürlich mehr Sinn ergeben, doch würde ja dann Tot keinen Sinn machen. Im Satzzusammenhang wäre es sinnlos, da es...da kommt mir eine Idee. Jetzt gerade...


    Nehmen wir die Strophen mal auseinander.


    1. ...überfällt dich
    Die Nacht auf nebligem Wege,


    2. Nichts desto minder mag dir nicht schaden
    Ein getauftes totes Weib.


    Beziehen wir den 2. Teil doch mal auf die Ahnen. Damals war es ja wichtig, dass die Familie einen guten Ruf hatte. Ahnen wurden verehrt oder, im krassen Gegenteil, die Ahnen waren einem peinlich.
    Hier in diesem Beispiel geht es um das (Ehe-)Weib. Natürlich war es schlimm, wenn die (geliebte) (Ehe-)Frau stirbt, wenn sie dann auch noch getauft war, dann war es für den Mann unter Umständen gegenüber anderen Menschen peinlich dies preiszugeben.


    In jeder Strophe wird ja Schutz gewünscht und Wohlergehen.
    Um das dann auch auf diese Strophe zu beziehen:
    Sie wünscht, dass die Nacht auf nebligem Wege keinen Schaden anrichtet, und zusätzlich auch eine getaufte und bereits eine (frisch) gestorbene Ehefrau keine negativen Folgen für den Mann hat.
    Ich versuche mich mal daran, die Strophe umzudichten und zwar so, dass es meiner Meinung nach Sinn ergibt.


    Dies sing ich zum achten, überfällt dich
    Die Nacht auf nebligem Wege,
    so sei dir Schutz gewiss.
    Zusätzlich soll dir
    Ein Weib welches christlich getauft wurde und dann auch noch verstorben ist (=schändlich)
    keine negativen Folgen bescheren.




    Was mich nur etwas verwirrt ist, dass es zwischen "getauftes" und "totes" kein Komma gibt. Ohne Komma ist es ja keine Aufzählung sondern gehört irgendwie zusammen.
    Ach ich weiß nicht. Aber so macht es halt wenigstens Sinn.



    Schwierig schwierig... Ich habe hier sehr durcheinander geschrieben, glaube ich. Ich hoffe, dass es trotzdem klar wurde, was ich meine. Wenn nicht, dann bitte Bescheid geben, dann versuche ich nochmal etwas anderes zu schreiben.
    Aber ich glaube, so kommt es am ehesten hin.

    ich feiere Yul ebenfalls für mich oder mit Gleichgesinnten, und wenn ich an den Feiertagen bei christlich orientierten Menschen Gast bin, wünsche ich freundlich "Frohe Weihenacht". Das hat bisher noch niemanden gestört, ich glaub sogar, das ist bisher keinem so richtig aufgefallen.


    Diese Variante gefällt mir sehr gut. Die könnte ich auch für mich annehmen und vor allem ist es ja im Prinzip nicht falsch. Also auch für Christen nicht. :)


    Danke Widogarda für diese Idee.

    1. Strophe:

    Zitat

    »Zum Andern sing ich dir, da
    du irren sollst
    Auf weiten Wegen wonnelos:
    Der Urd Riegel
    sollen dich allseits wahren,
    Wo du Schändliches siehst.


    Weite Wege, allseits. Das ist für mich offensichtlich nicht nur ein Ereignis sondern bezieht sich eben auf das gesamte Leben.
    Die Bedeutung von "Urd-Riegel" sehe ich auch so. Also man bekommt quasi eine Art Schutzschild, welches einen vor negativen äußeren Erscheinungen bewahrt.



    2. Strophe


    Ich denke, dass die "verderblich flutenden Flüße" hier die ganzen negativen Einflüsse und Gefahren des Lebens darstellen.
    Sie wünscht/segnet die Person damit, dass sie vor Unheil bewahrt bleibt. Ich denke mit Umleiten oder sowas hat es nichts zu tun. Es geht einfach darum, das die starken (negativen) und schlimmen Ereignisse fern bleiben bzw. nicht an die gesegnete Person rankommen.



    3.Stophe

    Zitat

    Dieß sing ich zum Vierten,
    so Feinde dir dräuend
    Am Galgenweg begegnen,
    Ihnen mangle der
    Muth, die Macht sei bei dir
    Bis sie zum Frieden sich fügen.


    Ich finde die Assoziation Galgenweg -> Galgen = Tod -> Feld der Toten etwas komisch. Wie man von einem Weg auf ein Feld kommt bleibt mir schleierhaft :D
    Meine Idee ist eher die folgende:


    Der Galgen ist ja die Stelle an der man stirbt (oder sterben sollte). So zu sagen das Ende. Der Weg zum Galgen (=Galgenweg) ist also so zu sagen die letzte Reise.
    Für mich bezieht sich das alles auf entweder auf den Lebensweg. Die Feinde, die einem auf dieser Reise (also in der Schlacht oder auf dem Lebensweg) begegnen, sollen keinen Mut bzw. weniger Mut haben, während ich immer tapfer sein soll und mich der Mut nie verlassen soll.


    Im Prinzip ist also also das ganze Leben ein Galgenweg. Also ich betrete quasi den Weg mit der Geburt (Eingang) und verlasse den Weg mit dem Tod (Ausgang). Der Tod ist der Galgen, der Weg ist der Galgenweg.
    Simpel, nicht wahr? :D



    So, ich hoffe ich konnte mich richtig ausdrücken.
    Früher habe ich in der Schule immer eins von meiner Lehrerin übern Kopf gezogen bekommen, weil ich generell alles anders interpretiert habe als der Rest der Klasse...
    Da meine Lehrerin nicht da ist, dürft ihr mir jetzt eins überziehen. :D

    Hallo Salgard,


    so, wie du es beschrieben hast, kannte ich es auch. Aufgrund meiner Recherchen bzw. zufälligen Funde hatte mich das etwas verwirrt.
    Nun habe ich eben, wie oben bei den Zitaten zu lesen wieder zwei Unterschiedliche Aussagen. Also das die Wilde Jagd in den Rauhnächten stattfindet steht eigentlich außer Frage.


    Was bleibt ist die Frage, ob eine Wilde Jagd auch öfter stattgefunden hat...

    von Salgard aus dem Thema "Frage zum Julfest" schrieb:

    ...am Tag nach der Wintersonnwende beginnen allerdings die Rauhnächte, die "wüsten Zwölfer", (sagt man hier im "Woid") in der Herr Wode mit der wilden Jagd unterwegs ist.


    von Ancarus aus dem Thema "Winternacht (samt Blótausarbeitung)" schrieb:

    Der Schleier zu den jenseitigen Welten wird durchlässiger und Wodan und Frigg ziehen mit ihrem Gefolge durch die Lüfte Midgards. Teil dieses „Umzugs“ sind die Seelen der Verstorbenen, vorallem auch die Einherjar, die ja zur Ragnarök, zur Schlacht ausziehen.


    Wenn mich nicht alles täuscht, bezieht sich doch beides auf die Wilde Jagd, oder nicht?
    Demnach wäre dieser öfter im Jahr und nicht nur während der Rauhnächte...!?

    Hallo Sascha,


    vielen Dank für die Veröffentlichung der Ausarbeitung.
    Vielen wird sicherlich die Frage im Kopf bleiben, was denn mit den Opfergaben passiert, die wir nicht verzehrt haben. Bleibe diese zurück? Nehmt ihr sie mit?
    Wie verfahrt ihr in der GdG?

    *Nochmal auskram*


    Wie ich gerade festgestellt habe, sind wir etwas vom Thema abgekommen.
    Nochmal zurück zur Wilden Jagd.


    Ich wiederhole die Frage, der Überichthalber, nochmal:


    Ist die Wilde Jagd mehrfach im Jahr oder nur einmal?


    Wann ist die Wilde Jagd?
    Laut den Aritkeln oben gibt es verschiedene Daten. Fastnacht, Karfreitag, Rauhnächte.
    Gibt es verlässliche Quellen, die ein genaues Datum bezeugen?


    Wenn die Wilde Jagd in den Rauhnächten war, war sie dann diese 13 Tage lang? Was war dann an Fastnacht?
    Ich denke Karfreitag können wir außen vor lassen. Das wird sich wahrscheinlich auf Ostara beziehen und der Einfachheit haben es die Christen auf ein festes Datum gelegt (wie alle anderen Feiertage auch)

    Ich verstehe auch deinen Gedanken, was da uns Menschen angeht. Nur halte ich sie in Bezug auf Loki für nicht ganz richtig. Loki ist eben nicht einfach ein Gott, wie Odin, Thor oder Baldr. Loki ist eben auch das Chaos, welches von den Göttern gebunden bzw begrenzt wird. Eine Verehrung Loki´s führt zu einer Stärkung dieses Chaos´und Chaos ist absolut lebensfeindlich. Es hat ja auch seinen Grund, warum in allen Mythen (wo Loki auftaucht) er in seine Schranken gewiesen wird bzw einen der Götter beigeordnet bekommt.


    Natürlich. Eine Verehrung durch Opferung o.ä. erachte ich auch als falsch.
    Worauf ich das bezogen habe waren ja eher die unterschiedlichen Wahrnehmungsebenen.
    Es gibt ja nicht nur die Naturmythologische sondern auch andere.
    Ein könnte vielleicht eine Spiegelung der menschlichen Charakterzüge sein.
    Jeder Gott vereint ja bestimmte Eigenschaften und Charakterzüge in sich selbst.
    Jeder Mensch ist anders und doch findet man immer wieder die gleichen Züge.
    Eine Ebene könnte also diese Charakterebene sein, auf welcher sich die Götter durch die Charakterzüge der unterschiedlichen Menschen zeigen.


    Wie gesasgt ein Mensch strebt nach Weisheit und will viel lernen,
    ein anderer fühlt sich als Beschützer eines schwächeren.
    Ein dritter ist "hinterhältig" und sucht sich nur seine Vorteile heraus.
    Ein vierter spiegelt vielleicht sogar einen Riesen oder einen Thursen wider, z.B. Verbrecher, Mörder, etc.


    Das wäre meine Idee bzgl. der unterschiedlichen Wahrnehmungsebenen. Schließlich tragen wir das Göttliche ja auch ins uns. Warum sollte sich das nicht auch irgendwie zeigen?

    Nicht ganz: In der Lokasenna "rühmt" sich Loki damit, mit Sif das Lager geteilt zu haben. Aus naturmythologischer Deutung heraus, würde ich auch Odin, als Vater, in Betracht ziehen.


    Naja, Loki als Vater von Ullr finde ich doch recht abwegig. Natürlich hast du Recht. Loki teilt angeblich das Lager mit Sif. So sagt er. Aber ob daraus auch ein Kind entsteht? Fraglich. Schließlich wäre ein Kind Lokis ja eine potenzielle Gefahr. Loki kümmert sich außerdem um seine anderen Kinder und ist, so scheint es zumindest, ein stolzer Vater. Warum sollte er gerade dieses Kind verschweigen, wenn er sogar zugibt mit/bei Sif geschlafen zu haben.
    Auch Naturmythologisch macht das ganze keinen Sinn. Sieht man Sif als goldenes Getreide und Loki als das (Wild)Feuer oder die extreme Sommerhitze so macht die Zeugung eines Wintergottes, der noch dazu nichts mit Fruchtbarkeit sondern mit Jagd und Zweikampf zu tun hat, doch gar keinen Sinn.


    Odin kommt da wohl eher in Frage. Als Jagd-, Winter-, und Kampf-/Kriegsgott passt Ullr eher zu ihm.




    Das würde dann allerdings auch gegen die Theorie Ullr = Tyr sprechen. Denn Tyrs Mutter ist ja eine Riesin. Zumindest verstehe ich das im Mythos so.
    Dort wird ja (im Hymirlied) gesagt, dass Tyr seine Ahnin trifft.

    Hymiskvida Strophe 7-9 schrieb:

    [...]Der Sohn fand die Ahne, die er ungern sah;
    Sie hätte der Häupter neunmal hundert.


    8 Eine andre [Ahne; Anm v. mir] kam allgolden hervor,
    Weißbrauig, und brachte das Bier dem Sohn.


    9 "Verwandte der Riesen, ich will euch beide,
    Ihr kühnen Männer, unter Kesseln bergen. [...]


    Scheinbar trifft er also seine Großmutter und seine Mutter.
    Sein "kraftreicher Vater" wie er Hymir in Strophe 5 bezeichnet bezieht sich wohl eher auf Stiefvater.



    Wie dem auch sei, ich hoffe, dass Sengwareis da eine genauere Aufstellung Schreiben kann.

    Loki ist das Feuer und genau wie das Feuer ist Loki sehr vielschichtig. Mal wärmt dich dich das Feuer im Kamin, schützt dich vielleicht sogar davor zu erfrieren und ein anderes Mal brennt dir das gleiche Feuer dein Heim nieder. Ebenso ist es mit Loki.


    Da gebe ich dir Recht. Loki ist unberechenbar. Naturmythologisch gesehen, spiegelt er sicherlich auch genau das wider.
    Er ist einfach die entgegenwirkende Kraft. Das Gleichgewicht. Er verändert eine Situation grundlegend. Nehmen wir das Beispiel Götter (gut) und Thursen (Böse).
    Eine Situation läuft in Richtung gut. Es geht also nach der Götter Willen. Loki verändert nun diese Situation und kippt sie in Richtung Böse. Also die Thursen gewinnen.
    Da es aber auch schlecht wäre, wenn diese gewinnen, so kippt er es wieder und hält es irgendwie im Gleichgewicht. Die Götter gewinnen letztlich aber eben doch nicht so klar wie beabsichtigt (siehe z.B. den Mythos mit dem Baumeister).



    Zum Thema Gut und Böse fällt mir aber auch eine andere Sichtweise ein.
    Das typisch Christliche Gut und Böse gab es damals ja so gar nicht. Kann man Loki daher als 'Böse' bezeichnen? Nur weil wir diese Werte heute kennen, heißt das ja nicht, dass es damals so aufgefasst wurde.
    Wäre er wirklich böse, dann würden ihn die Menschen doch wohl nicht als Gott verehren, sondern eher ignorieren.
    Wenn er böse wäre oder böse Gedanken hätte, warum würde ihn Odin als Blutsbruder wählen?
    Ich denke Loki ist nicht von Grund auf böse. Ich glaube, er spiegelt einfach den durchschnittlichen Menschen wider.
    Jeder Mensch versucht aus seinem Leben das für sich bestmögliche rauszuholen. Dabei wird nicht selten auch einfach mal die Seite gewechselt.
    Das hat auch nicht zwingend mit Gut oder Böse zu tun. Was für den einen gut ist ist für den anderen böse und umgedreht.


    Machen wir ein Beispiel:
    Person A und Person B sind jeweils König im eigenen Königreich.
    Person A hat Probleme mit seinen Bürgern, weil die Nahrung nicht ausreicht. Die Felder sind schlecht bewirtschaftet oder die Nutzfläche reicht einfach nicht aus.
    Also ist Person A gezwungen sein Land zu vergrößern und muss Person B angreifen.
    Für Person B, die ja nichts getan hat ist Person A böse.
    Für Person A ist Person B "böse", weil er das Land besitzt.
    Betrachtet man es von der Seite von A, dann ist er gezwungen so zu reagieren und es ist (für sein Volk) gut.
    Betrachtet man es von der Seite von B, dann ist Person A aber böse, weil er angreift und Land raubt.


    Alles eine Frage der Sichtweise. Bezieht man das jetzt auf einen Bauern, der gerade an der Grenze zu Land A lebt, dann entscheidet dieser sich vielleicht auf die Seite von König A zu wechseln, weil er selbst ja den größten Nutzen haben möchte. Doch ist seine Entscheidung deshalb Böse? (Lassen wir evtl. Eidbrüche mal außenvor).


    Loki spiegelt in den Geschichten, finde ich, genau diesen Bauern wieder. Läuft alles normal und Alltagsgetreu, dann geht von Loki keinerlei Gefahr für keine der Seiten aus. Gibt es jedoch Probleme, dann entscheidet er sich so, wie es für ihn am sinnvollsten ist. So wie der Bauer.



    Es gibt nun heutzutage Menschen, die richten ihr Leben nach dem "Vorbild Odin" aus. Also sind immer auf der Suche nach Wissen.
    Es gibt Menschen, die leben nach dem Vorbild Thor und richten ihr Leben dem Beschützen von anderen aus. Und so weiter.
    Es gibt eben aber auch Menschen, die leben heute nach Odin und weil es morgen besser passt eben nach Thor.
    Genau diese Drehung passt, finde ich, auf Loki. Weder ein Wechsel des Vorbildes noch die dauerhafte Lebensweise nach einem Vorbild ist irgendwie böse oder schädlich für andere.



    Naturmythologisch stellt Loki also sicherlich so etwas wie Feuer da. Auch da kann das Feuer, welches eben noch wärmend und klein war, plötzlich brennend und groß werden. Unberechenbar sein.
    Auf der... wie nennt man das? Also auf der Ebene, wo menschliche Charakter widergespiegelt werden, ist Loki sicherlich etwas was wir als unbeständige Person bezeichnen würden. Jemand der sich aus jeder Situation seine Vorteile rauszieht, vielleicht auch unehrenhaft.

    Das wäre besser in einem eigenen Thema aufgehoben, das würde sonst hier den Rahmen sprengen.



    Das fände ich sehr interessant. Würde mich freuen, wenn du, Sengwareis, da etwas einstellen könntest.

    *raschel raschel* *auskram*



    So, guten Abend. Nach laaaanger Zeit möchte ich diesen Beitrag nochmal auskramen; gibt es doch so viel darüber zu philosophieren. :-)


    Zu Beginn möchte ich mich nochmal selbst zitieren und dazu noch etwas sagen:



    Habe mir das Ganze gerade nochmal durchgelesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich mich, wie so oft, falsch oder eher unverständlich ausgedrückt habe.
    Ist aber auch egal. Die von Sengwareis genannten Sinnfragen sind allerdings sehr interessant. Und man kann aus dieser Geschichte natürlich unter anderem genau diese Dinge herauslesen. Es hat also sowas wie eine Moral, eine tiefere Bedeutung und vielleicht noch mehr.


    Um nochmal auf die Verbindung von Baldr und Loki einzugehen:


    Ich denke, dass da keine tiefere Verbindung besteht. Es gibt keinen Mythos von Baldr und Loki und auch sonst hat Loki ja keine großartigen Streitigkeiten mit Baldr (im Vergleich z.B. zu Heimdall).
    Meiner Meinung nach spiegelt Loki, wie schon gesagt, das tiefrote Feuer des Abendrotes wieder.
    Die Nacht (Hödr) kommt, der Mond fliegt über den Himmel (Mistelzweig), die Sonne fällt, das tiefrote Abendrot steht zwischen Nacht und Tag. Nanna als Frau der Sonne, als leicht schimmerndes Abendrot verschwindet kurz nach der Sonne. Loki als tiefrotes Abendrot verschwindet in die Nacht.


    So hat Loki keine direkte und tiefere Verbindung zu Baldr und ist doch unausweichlich mit ihm verbunden. Deshalb taucht er auch in diesem Mythos aus.
    Man könnte ja beim Abendrot auch meinen, dass der Horizont brennt.

    Hallo Leute,


    Samstag gibt es Teil 1 von "Die Frauen der Wikinger" auf ARTE, um 20:15 Uhr.Direkt im Anschluss gibt es Teil 2.
    Laut den Kritiken ist es wohl wieder nichts besonderes.


    Es soll um das Leben der Frauen gehen. Zwei der Damen haben keine Lust mehr mit ihren brutalen Männern zusammenzuleben und wollen nach Eisland (Island) auswandern, dort ein neues Leben anfangen.
    Nachdem, was ich gelesen habe gibt es nur drei verschiedene Arten von Menschen. Die brutalen Männer, die hilfsbereiten Männer und die mutigen Frauen.


    Ich kann es hier in China leider nicht gucken. Internet ist dazu zu langsam und im Fernsehen gibt's kein ARTE :P
    Ihr könnte ja mal berichten, wie es war.

    Ich habe gelesen, dass der Name "Tierkreis" eigentlich Týrkreis heißen sollte und das im Rahmen der Christianisierung umgewandelt wurde.
    Hat davon jemand schonmal was gehört? Belege bzw. weitere Vermerke habe ich bisher nicht gefunden.

    Punkt 8 und Punkt 9 finde ich persönlich recht schön, um das Ganze einfach zu festigen, die persönliche Einstellung zu stärken.
    Die andere Fragerei finde ich aber eher blöd. Ancarus hat da schon Recht.


    Man muss sich natürlich die Frage stellen: Wie wirksam ist eine christliche Taufe. Gibt es den Gott nicht, ist die Taufe sowieso unwirksam.
    Es gibt ja allerdings den schönen Placebo-Effekt. Selbst, wenn es den Gott nicht gibt, bleibt immernoch eine gewisse Magie, die bei der Taufe frei wird. Ob nun eingebildet oder real.
    Diese Magie legt sich auf den Körper und kann später ein Unwohlsein hervorrufen. Dafür kann eine "Enttaufung" schon sinnvoll sein.
    Das Ritual mit Verbrennung des Taufgewandes als Symbol für die bewusste Zukehr zu unseren Göttern und die bewusste "Abkehr" des christlichen Gottes finde ich aber schon Recht gut. Das stärkt den Glauben und ruft, zumindest bei mir, ein positives Gefühl hervor. Also wenn ich mir das jetzt so vorstelle.


    Zwingend notwendig halte ich eine Enttaufung nicht. Wer sie aber gerne durchführen möchte, weil er sich sonst nicht 100%ig lösen kann, der soll dies ruhig tun.
    Vielleicht in etwas abgewandelter Form ohne Fragerei.

    Ob unsere Ahnen einen Unterschied zwischen Rehen und Hirschen machten weiß ich nicht.
    Der Hirsch allerdings ist Freyr geweiht. Der Hirsch ist, wie der Eber und das Pferd, ein Krafttier von Freyr.


    Hirsche sowie Elche sind Sonnentiere.



    Ich denke in diesen Rehbegegnungen, wie sie mir und Chris widerfahren sind, kann man die Geister des Ortes sehen. Vielleicht sogar eine Götterbotschaft. Je nachdem, was aus der Begegnung resultiert. Mir wollte das Reh sicherlich den geeigneten oder meinen gewünschten Ritualplatz zeigen.


    Wie es bei Dir ist, Chris, das weiß ich nicht. Vielleicht sind es auch bei Dir die Geister der Umgebung. Vielleicht ist das Reh dein Krafttier.
    Ich werde mir wohl noch einige Zeit über meine Begegnung Gedanken machen :-)