Beiträge von Snoopy

    Danke für die Antwort.
    Ich habe mal gegooglet aber keine deutsche Lex Salica gefunden. Des Lateinischen bin ich leider nicht mächtig. :D
    Da muss ich nochmal weitersuchen.

    Auch finde ich, das man aus dem Text gut erkennen kann, wie hart das damalige Leben war.


    Das stimmt. Man kann auch erkennen, wie strukturiert das ganze damals doch schon war. Auch, wenn es etwas komishe Strafen teilweise sind hatte man doch für so gut wie alles eine passende Strafe.
    Das finde ich sehr bemerkenswert.
    Gerne wüsste ich auch, wie es noch früher war. Bevor also das Christentum anfing Einzug zu halten.

    Das stimmt, aber in Bezug auf die Eheschließung hatte es eben einen bestimmten Grund, warum Ursprünglich der Brautvater die Zeremonie durchführte.


    Darüber ließe sich diskutieren. Natürlich ist deine Begründung schlagkräftig, kann aber auch eben einfach damit zusammen hängen, dass auch ein Vater wusste, wie ein Ritual abzuhalten war.


    Rein jetzt auf die Hochzeitszeremonie bezogen sehe ich das etwas anders. Die Hochzeit stellt kein Opferritual dar. Es ist auch kein Fest zu Ehren der Götter, sondern primär ein Fest der Sippe und ein Fest um die Verbindung zweier Menschen zu ehren.


    Hmm. Also ich bin da anderer Meinung. Klar, es stellt kein Opferritual dar. Dennoch ist es ein Fest mit den Göttern. Man will ja den Bund der Ehe vor den Göttern bekräftigen. Dazu muss man sie einladen.
    Damit sie aber auch tatsächlich über eine Anwesenheit nachdenken, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden.
    Ich sehe da keinen großen Unterschied zum Blot (was Sauberkeit, Reinheit und Einhegung angeht). Bis zu dem Teil, wo im Blot geopfert wird, finde ich, sollte der Ablauf ähnlich sein.
    Die Anrufung ist ja schließlich das Gleiche. Nur der Zweck ist ein anderer.



    Das habe ich doch auch gar nicht geschrieben?


    Da hast du Recht, ich hatte folgende Sätze vermischt:


    - Aktuell gehe ich davon aus, das eine Eheschließung in dem Moment wirksam wird, ab dem das Paar seinen Willen zur Hochzeit gegenüber den Göttern und Ahnen erklärt hat.
    - Die weitere und genaue Ausgestaltung der Hochzeit liegt jedoch beim zukünftigen Ehepaar.
    - Hierbei kann es natürlich hilfreich sein, jemand Drittes als Zeremonieleiter einzusetzen.
    - Für die reine Wirksamkeit der Hochzeit ist dies aber nicht erforderlich.


    Dabei habe ich dann in etwa folgendes im Kopf gehabt: "Die Eheschließung wird wirksam, wenn das Paar den Willen zur Hochzeit erklärt, ein Gode (ich hab es dann mit "ein Ritual" vermischt) muss nicht gemacht werden. Für die Wirksamkeit wäre es egal."


    Also mein Fehler. Sorry. :P:D

    Hallo Ancarus,


    danke für die Ausführung.


    Frauen galten damals nicht als Rechtsfähig. Aufs heutige Recht bezogen, hatten Frauen den gleichen bzw ähnlichen Status, wie ihn heute Minderjährige besitzen. Dieser Umstand ist aber (nach meiner Auffassung) nicht göttliches Gebot, sondern einfach den Umständen der damaligen Zeit geschuldet. Damals gab es keine zentrale Staatsgewalt, welche für den rechtlichen Ausgleich aller Gesellschaftsmitglieder Sorge trug und somit herrschte das Recht des Stärkeren.


    Nicht zu vergessen ist hier allerdings, dass die Frau damals das Sagen im Haus hatte. Wenn die Frau Anweisungen gab, dann wurde auch vom Mann nicht widersprochen.
    Auch die Kindererziehung war Aufgabe der Frauen, da sie ja die Kinder jeden Tag und den ganzen Tag bei sich hatte. Erst später, wenn die Jungs älter wurden, ging die "Kriegserziehung" auf die Männer über.



    Die heidnische Hochzeitszeremonie war früher vor allem Sache der Sippe. So leitete der Brautvater die Zeremonie und kein Priester oder Gode.


    Was aber bestimmt auch daran lag, das früher so ziemlich jeder wusste wie ein Ritual abzuhalten war, was zu beachten war, etc.
    Heut zu tage wissen es die Meisten nicht bzw. gehören die Eltern/Schwiegereltern einem anderen Glauben an. Damit ist meiner Meinung nach ein Gode bzw. ein erfahrener Ritualleiter unabdingbar.
    Gerade was die Anrufung angeht ist es durchaus wichtig, dass man eben nichts falsch macht.


    Ancarus schrieb:

    jemand Drittes als Zeremonieleiter einzusetzen. Für die reine Wirksamkeit der Hochzeit ist dies aber nicht erforderlich.


    Naja, wie oben schon gesagt, ist es wichtig, dass der Ablauf stimmt und keine gravierenden Fehler auftauchen.
    Einfach einen Wunsch aussprechen ("ich möchte heiraten") und dabei die Götter nicht anrufen bzw. einladen halte ich für nicht wirksam.
    Es sollte eine Art Eid bzw ein Versprechen mit und gegenüber den Göttern stattfinden.

    Der Übersicht halber ein extra Beitrag:


    Ich habe ein schönes Video gefunden welches die Wurzeln von Weihnachten nochmal genauer beleuchtet.
    Persönlich finde ich es sehr interessant und wer 20 Minuten Zeit hat sollte da mal reinhören.
    Im Prinzip ist es auch nur wichtig den Ton zu hören. Ein Bild läuft nicht.


    https://www.youtube.com/watch?v=CqNzOCKhdTY


    Edit:
    Hier ist auch der ungefähre Text dazu zum selber lesen.
    Von folgender Seite: klick mich


    Hallo Stannis,


    vielen Dank für das Einstellen dieses Textes. Das klingt sehr interessant.


    Besonders interessant ist hier tatsächlich der Bestattungsritus. Dazu habe ich dann auch noch kleinere Ergänzungen, die ich als wichtig erachte, die in Deinem Text aber nicht auftrauchen.


    Der Bericht endet mit einer sehr präzisen Erzählung über einen Bestattungsritus, welchen die Esten ausübten. Der Verstorbene verbleibt, ohne beerdigt zu werden, über mehrere Monate in seinem Haus...


    Hier ist wichtig wie der Status und Reichtum des Toten war. Je reicher und je Bekannter, desto länger wurde er dort aufgebahrt. Normalerweise aber nur bis zu einem Monat oder eventuell mal zwei. Nur sehr reiche und bekannte Menschen blieben auch teilweise bis zu einem halben Jahr im Haus liegen.


    Bis die Beerdigung stattfindet, treffen sich die Angehörigen und gedenken dem Toten mit Festen und Trinkgelagen. Entschließt man sich dazu den Verstorbenen beerdigen zu wollen, erfolgt zuvor jedoch noch die Erbteilung, welche durch ein Pferderennen um die größten Anteile stattfindet. Sobald das Erbe aufgeteilt ist, so der Bericht, wird der Tote verbrannt und mit seinen Waffen beigesetzt.


    Das Feiern wird durch das Geld des Verstorbenen bezahlt. Ist das Geld aus oder die Aufbahrungszeit zu Ende wird der Tote beerdigt.


    Auffällig ist außerdem, dass dem Bericht über die Beisetzung angehängt wurde, dass es unter den Esten Personen gibt, welche den Leichnam so kühlen, dass dieser nicht verwest bevor die Überreste bestattet werden.

    Hier finde ich besonders interessant, dass es nicht nur Personen gibt, die den Leichnam kühlen, sondern es wird davon gesprochen, dass "die Esten"(unbestimmte Mehrzahl!) die Magie des "(Ein-)frierens" beherrsch(t)en. Der Leichnam wird also durch Magie gekühlt bzw. gefroren; und zwar solange, wie die Magie aufrechterhalten wird.

    Hallo Ancarus,


    dazu nochmal, wenn auch zu spät: Was kann man denn an Winternacht opfern? Gehört ja auch zum Thema ;)


    Meine Ideen: Äpfel, Nüsse/Kastanien, Korn, Brot



    Weiterhin: Wie sieht die Einhegung aus?
    Normalerweise gab es ja eine statische Einhegung mit z.B. Haselstangen und einem oder drei Bändern.
    Man kann außerdem die Othala Rune nutzen.


    Aber wie sieht es mit kurzfristigen bzw. "spontanen" Opferungen aus? Reicht da die Hammarsmark in alle Richtungen oder wie sieht es da aus?
    Was, wenn man keine Haselstangen hat und der Boden z.B. zu hart zum einritzen ist?

    Hallo Ancarus,


    danke für diese Ausführung.


    In der Gylfagynning lesen wir über ihn:
    „Freyr ist der trefflichste unter den Asen. Er herrscht über Regen und Sonnenschein und das Wachstum der Erde und ihn soll man anrufen um Fruchtbarkeit und Frieden.“


    Gerade dieses Zitat macht dann auch deutlich, warum Yngvi-Freyr solch eine hohe Verehrung gebührt. Etwas verkürzt ausgedrückt, war und ist der „fruchtbare Frieden“ der Ideal-Zustand unserer Existenz und Yngvi-Freyr ist jener Gott, welcher uns diesen Zustand schenken kann.


    Dazu noch folgendes: Der "fruchtbare Frieden" ist nicht nur der Idealzustand, sondern er bedeutet auch Reichtum. Warum? Fruchtbar in Bezug auf Pflanzen wie auch auf Tiere bedeutete damals eine Menge. Wer genug zu Essen haben wollte brauchte fruchtbare Böden und sich schnell und gut vermehrendes Vieh. Gerade damals spielte ja auch Geld keine bzw. eine untergeordnete Rolle und daher war es eben doppelt wichtig genügend Ressourcen zu haben. Nicht nur, damit man genug zu Essen hatte sondern auch um etwas davon gegen z.B. Kleidung zu tauschen.

    Hi,


    auch ich danke für die Ausführung.


    Wie wichtig ist es denn tatsächlich den Namen der Gottheit jeweils dreimal zu nennen?
    Muss man das tun oder sollte man es tun oder ist es nur als Teil des Rituals eben so drin?

    Wünsche ich euch auch.


    Dazu aber mal eine Frage: Leinernte ist ja vor der Ernte. Gibt es denn auch ein Fest, welches quasi dem Erntedankfest entspricht?

    Im Zuge dessen wäre einfach auch wieder ein stärkeres Bewusstsein dafür wünschenswert


    Um dieses Bewusstsein zu steigern habe ich vor, ein Praktikum beim Fleischer zu machen.
    In meinem Heimatort schlachtet der Metzger noch selber (glaube ich zumindest). Ich hoffe dort ein Praktikum zu bekommen, in dem ich auch beim Schlachten, etc. dabei sein kann.
    Ich möchte dadurch einfach mein Bewusstsein gegenüber den Tieren steigern und nicht immer stupide im Supermarkt ins Regal greifen und das Fleisch nehmen, nur weil es halt da ist.


    Die Jagd ist glaube ich nichts für mich, daher lasse ich das mit dem Jagdschein. Das war eigentlich sogar die erste Überlegung aber letztlich ist es doch die Idee mit dem Fleischer geworden.


    Jehovah schrieb:

    Mich würde jetzt interessieren, was in der Edda und/oder anderen heidnischen Schriften über dieses Thema steht! Gibt es eine Weisung der Götter, wie die Menschen mit der Umwelt und ihren Mitgeschöpfen umgehen sollen? Ein Aufruf zum Leben im Einklang mit der Natur?


    Ich weiß zwar jetzt nicht, ob es da irgendwo ganz spezielle Anweisungen zu gibt. Glaube aber eher nicht. Wozu auch? Die Natur ist göttlich. Jedes Lebewesen und auch die Pflanzen tragen etwas göttliches in sich. Es ist doch logisch, dass wir von der Natur nur das nehmen, was wir brauchen und nicht mehr. Lebst du mit dem Wissen, dass Bäume beseelt sind, dann hast du automatisch auch ein ganz anderes Verhältnis zu ihnen.
    Mit den Tieren ist es natürlich noch viel intensiver. Ich töte z.B. nichts "einfach so".
    Was ich töte sind Spinnen und Mücken aber(!) diese Quäle ich nicht unnötig. Ich haue auch auf Mücken 2-3mal drauf um sicher zu sein, dass sie tot sind und keine Qualen haben. Gleiches gilt für Spinnen (oder eben auch andere Tiere).

    Hallo Sascha,


    ich finde die Homepage bzw. die Farben gut.
    Was mir persönlich nicht so gefällt ist die Schrift von oben nach unten. Lässt sich etwas blöd lesen.
    Vielleicht könntest du die "Balken" statt rechts und links einfach oben und unten machen und den Text dann ganz normal schreiben?


    Das Logo ist aber, wie bereits schon erwähnt, super! :)


    Hier liegt meiner Meinung nach schon der (erste) Fehler.
    Punkt zwei besagt ja, dass ich etwas denken (vorstellen) kann, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann mit dem Zusatz, dass es real existiert. Damit ist es eben doch größer als Punkt 1.
    Nur weil ich mir etwas vorstellen kann, heißt es aber nicht, dass es tatsächlich existiert. Ich kann also Punkt 2 nicht als Grundlage für eine Argument nehmen, weil es eben nur gedacht ist.
    Wenn ich mir vorstelle, dass ich zu Hause eine Milliarde Euro liegen habe, dann ist das für mich vielleicht durchaus real (Stichwort Halluzination/Geisteskrankheit). Das heißt aber nicht, dass es dort wirklich liegt.


    Weiter geht es hiermit:



    Der Weg zu Punkt 4 ist aufgrund der Annahme aus Punkt 2 schon falsch. Und daher ist dieses Argument leider völlig hinfällig.
    Es klingt ja alles schön logisch aber aufgrund einer Vorstellung "etwas existiert real" eben dieses als wirklich real existentes hinzustellen ist nicht möglich. Leider ... :P

    Auch wenn ich jetzt Schellte ernte.Ich sehe in Freya die dreieinige Göttin.Die jugendliche,die Liebe spendende ;die Fruchttragende und dann auch die Reife. ( Freya, Frigg,Hel ) Zum einen auf den Lebenszücklus,zum anderen auf den Jahreskreis gesehen.


    Hallo Sverker,


    davon habe ich schon öfter gehört.
    Wie stehst du dazu, dass Hel laut Edda Lokis Tochter ist, von Odin ins Totenreich verbannt wird.
    Gibt es dort nicht einen Widerspruch? Warum sollte Hel ein Aspekt der Freya sein aber von einem "nicht-Gott" abstammen?

    Soweit ich weiß passierte diese Opferung früher regelmäßig bei sämtlichen Stämmen. Vermutlich zum Einen, weil es zu teuer war sie mitzuernähren, zum Anderen, weil ein Mensch natürlich ein "großes" Opfer ist und die Verbindung zu den Göttern vermutlich besonders gut hergestellt werden konnte.


    Bzgl. Quellen bin ich gerade überfragt, könnte aber gut sein, dass bei Tacitus etwas darüber steht.

    Ich denke mal, das Noth altdeutsch(?) für Not ist.
    Schwertgeschmückt verstehe ich als stark bewaffnet.


    Die Strophe als Ganzes:


    Wenn du einmal in die Not kommst mit einem gutbewaffneten Gegner (in dem Falle Jote) zu streiten, so mögen dir immer die rechten Worte einfallen.



    So mal ganz grob vom Handy getippt :)

    Hallo,


    mir kam gerade eine Frage zum Adventskranz. Ist dieser heidnischen Ursprungs?
    Ich habe ein (Neuheidnisches)Lied gehört, in dem gesungen wird, dass erst 4 Kerzen gelöscht werden und dann alle wieder angezündet werden.
    Klingt irgendwie logisch. Kerzen werden gelöscht als Sinnbild für die zunehmende Dunkelheit. Zu Jul werden alle angezündet als Wiedergeburt des Lichts.


    Bloß wo gibt es Quellen dazu? War das tatsächlich so?
    Warum sind es 4 Kerzen?