Beiträge von Snoopy

    Ich will nur klarstellen das ich das Christentum eher verachte und bemitleide als Hasse

    Ich kann es mir nicht verkneifen :D Verachten und Hassen ist ja nun doch irgendwie das Gleiche. 8o

    hatten meines Wissens nach viele Heiden gar kein Problem damit, Christus, Maria oder auch diverse Heilige in ihr Pantheon mit auf zu nehmen. Es waren einfach nur ein paar neue Götter mehr. Und je mehr Götter man auf seiner Seite hatte, um so besser!

    Das stimmt. Früher haben viele Heiden auch Götter/Heilige aus anderen Religionen angebetet. Sicherlich war einer der Gründe "die gibt es ja eh nicht, also ist es egal und wenn es sie doch gibt, dann umso besser".

    Ich glaube aber auch, dass es unter anderem daran lag, dass die Kirche nach und nach die Götter mit ihren Heiligen ersetzt hat.

    Jesus Geburt liegt ja nicht umsonst auf dem 24.12. Und auch Ostern liegt ja nicht zufällig immer um Ostara herum.

    Das machte es den Heiden natürlich einfach vordergründig dem neuen Glauben zu huldigen, hintenrum aber eben ihren alten Glauben zu leben. Das war von der Kirche auch so beabsichtigt. Früher war das kein Problem, da die christliche Kirche noch sehr sehr jung war und die Menschen langsam an den "Ein-Gott-Glaube" herangeführt wurden.


    Heute ist diese Linie viel dicker. Man kann nicht einfach christlich sein und gleichzeitig die alten Götter anrufen.

    Hallo Widulf,

    wir sollten wieder zum eigentlichen Thema zurückkommen, der Vollständigkeithalber antworte ich Dir aber hier nochmal. Weiteres am Besten per PN, falls Du darauf antworten möchtest, sonst wird das Thema zu voll mit persönlichen Dingen :-)

    Ich weiss auch, das die meisten heidnischen Gruppen kein Problem damit haben, andersgläubige am Ritual teilnehmen zu lassen, solange sie den Göttern, der Gemeinschaft und dem Heiligtum Respekt entgegen bringen.

    Du findest es also in Ordnung andersgläubige am Ritual teilnehmen zu lassen. Am heiligsten überhaupt, sofern die anderen Respekt zollen. Du erwartest also quasi, dass sie anderen Göttern Respekt entgegen bringen, wenn Sie dies tun, vielleicht auch nur aus Neugier, dann kannst Du sie aber nicht mehr Ernst nehmen?

    Das Widerspricht sich doch irgendwie. Weiterhin erwartest Du den Respekt, den Du selbst nicht bereit bist zu geben.

    Für ihn ist Gott das göttliche an für sich, was er aber nicht verstehen will, ist das es im Christentum um einen ganz bestimmten, bösartigen und rachsüchtigen Egomanen namens Jehova geht, nach dessen Pfeife alle tanzen sollen, der durch seine Minderwertigkeitskommplexe keine anderen Götter neben sich duldet und nach dessen Ansicht alles was nicht zum Himmelreich gehört, schmutzig, sündhaft und verkommen ist.

    Versteh mich bitte nicht falsch. Ich möchte hier nicht das Christentum verteidigen. Ich habe allerdings das Gefühl, dass Du hier mit einer zu festen, abweisenden Einstellung herangehst.

    Versuch mal, Dich in die Lage eines (wahrhaft) gläubigen Christen zu versetzen. Es gibt nur einen einzigen wahren Gott. Warum also sollte man andere Götter (die es ja nicht gibt) neben diesem haben? Alles andere ist teuflisch und böse und wer diese vergöttlicht begeht Frevel.

    Gott hat Regeln erlassen (z.B. Gebote). Er lässt die Menschen aber nach eigenem Wunsch handeln. Daher passiert ja auch so viel böses auf der Welt. Er wird die Menschen allerdings später für ihr sündhaftes Leben bestrafen. Ob du also (auch als Christ) nach seiner Pfeife tanzt, ist allein dir überlassen.

    Wie gesagt: Das ist alles natürlich aus der Sicht eines Christ geschrieben. Ihre Lehre ist einfach anders. Man kann und sollte das nicht mit der Lehre des germanischen Heidentums vergleichen. Ob nun das eine Recht und Wahr ist oder das Andere wird niemand beweisen können. Das werden wir erst nach dem Tod erfahren. Bis dahin, sollten wir allen Gläubigen mit Toleranz entgegentreten und wir sollten jeden Glauben respektieren.


    hab ich es immer wieder erleben müssen, das ein Christen-priester, der den betreffenden gar nicht kannte, nur Blödsinn geredet hat.

    Nun, wenn ein Priester eine Beerdigung begleitet, wurde dieser von den Angehörigen (oder von der Stadt) ausgewählt. Wenn er die betreffende Person aber nicht (gut) kennt, dann haben die Angehörigen den Pfaffen nicht angemessen darauf vorbereitet und dann ist es für diesen eben extrem Schwer eine gefühlvolle und passende Rede zu halten.

    Stell dir mal vor, du müsstest eine bewegende Rede über eine Person halten, die du nicht kennst und dich auf die wenigen Informationen verlassen, die dir vom Bruder der Person mitgeteilt wurden. Das wird nicht so einfach.

    Und deswegen bleib ich auch in Zukunft lieber draussen

    Das ist Dein gutes Recht.


    Ein Beispiel von mir, um Dir einfach zu zeigen, wie ich es in der Vergangenheit gehandhabt habe.

    Als meine nichte getauft wurde bin ich mit in die Kirche gegangen. Das mache ich normalerweise nicht und gehe nur noch in Kirchen (zum Gottesdienst), wenn es ausdrücklicher Wunsch mir gegenüber ist.

    Ich halte mich beim Gottesdienst natürlich zurück. Bete nicht, stehe nicht auf, singe nicht mit. Trotzdem zolle ich dem christlichen Gott aber Respekt. Indem ich die Gemeinde beim Gottesdienst nicht störe, indem ich meine Kappe/Mütze/Hut beim Betreten des Gebäudes abziehe und indem ich mich einfach unauffällig und achtsam verhalte.


    Letztendlich spreche ich niemandem seinen Glauben ab. Und wer weiß schon, was wirklich wahr ist. Daher gehe ich dort mit Offenheit und Toleranz heran und lasse jeden das glauben, was er möchte. Ich muss es selbst nicht glauben oder gutheißen, ich muss nicht mitmachen. Aber ich kann es tolerieren und interessiert verfolgen. Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung. Ich denke einfach, dass man mit Hass und Uneinsichtigkeit nicht weiterkommt. Außerdem, bin ich doch toleranter und weltoffener (im Glauben) als meine christlichen Mitmenschen ;)

    Hallo Widulf,

    aber wenn ich mich zu einem Glauben bekenne und zu bestimmen Begriffen (Asatru, Wicca, Celtoi etc.) sollte ich mich auch darüber informieren und nicht einfach nur darauf hoffen, das jemand in einem Forum bereits für mich recherchiert hat. Und da es auch in jedem heidnischen Forum genug Einträge zu allen möglichen Themen gibt ( in diesem Fall: Opfer/Opfergaben, Blot, Gebet, Ritual) zeigt mir das nur wie unselbstständig und ehrlich gesagt faul viele Menschen heutzutage sind.

    Richtig, da gebe ich dir Recht! Ich verstehe deinen Gedanken dahinter und teile ihn auch. Ich muss allerdings immer mit mir kämpfen bei der Frage "beantworte ich diese Frage jetzt zum 1000. Mal oder verlinke ich auf die Suche". Meistens entscheide ich mich diese Frage wieder und wieder zu beantworten, weil nur so Menschen geholfen wird. Auch, wenn man Eigeninitiative fordern kann (und sollte), so sind manche einfach faul. Lieber jemand Faulen zu Göttern geleitet haben als ihn aus dem Forum und damit vielleicht auch dem Glauben verschreckt zu haben ;)

    Aber ich kenne leider genug Leute in meinem persönlichen Umfeld, die (wohl nicht zuletzt durch die Serie "Vikings") einen Mjöllnir-anhänger tragen, sich selbst "heidnisch" nennen und mich dann aber fragen, warum da Nahrungsmittel und Getränke auf meinem Altar stehen.

    Das stimmt. Da kenne ich auch ein paar. Das Problem taucht auch sehr gerne bei Metallern auf. Aber auch hier wieder: Es mag durch Vikings, Marvel oder Metal sicherliche sehr viele Menschen geben, die nur aufgrund dessen auf den Glauben aufmerksam geworden sind. Wenn von, ich sage mal, 1000 Leuten nur einer zum germanisch heidnischen Glauben findet, dann ist das besser als eben keiner ;)

    Da man früher nicht fragte, an welche Götter jemand GLAUBT, sondern welchen Göttern man OPFERT, muss ich davon ausgehen das der persönliche Glaube und die eigentliche Kulthandlung, zwei verschiedene Dinge waren.

    Für mich ist das beides das Gleiche. Früher nochmehr als heute. Früher gab es keine Alternative. Es stellte sich gar nicht die Frage nach welchem Glauben. Für die Christen war es selbstverständlich, dass es ihren Gott gab. Da gab es gar nichts dran zu rütteln. Gleiches für die Heiden oder Muslimen. Ein wahrer Gläubiger würde nicht auf die Idee kommen einem fremden Gott zu opfern und dabei an andere Götter zu glauben. Glaube und Opfer gebührten nur einer Religion. Da nehme ich jetzt mal die vorgespielten Gebete raus, die aufgrund von Zwang und Todesangst erbracht wurden. Also Heiden, die zu dem christlichen Gott gebetet haben, weil die Inquisition nunmal gerade vor ihnen stand.

    was die Allmacht der Hohen angeht, nur darauf hinweisen, das auch sie sich dem wyrd, dem Schicksalsspruch der Nornen beugen müssen.

    Oder sich dem Schicksalsspruch der Nornen beugen wollen ;)

    Selbstauferlegte Gesetzmäßigkeit :-)

    Auf einer anderen Metaebene haben die Nornen keinen Zugriff auf das Leben der Götter.

    das es kein modernes, cooles und tolerantes Christentum gibt.

    Doch, das gibt es schon. In wie weit dieses Christentum noch an der originalen Lehre ist, ist aber ein anderes Thema. Auf jedenfall hat das Christentum (im Vergleich zum Islam) die Aufklärung mitgemacht und ist dadurch selbstverständlich toleranter und moderner. Und, wenn ich mir so die Gottesdienste in Amerika anschaue, wohl auch cooler...

    Er (mein Bruder) hält sich für naturverbunden, wäre aber wohl nie auf den Gedanken gekommen, mal tatsächlich in die Natur zu gehen.

    Eins schließt das andere ja nicht aus. Ich kann doch die Natur mögen, dafür Sorge tragen, dass ich sie nicht verschmutze, gerne aus dem Fenster sehen o.ä. ohne dort spazieren zu gehen. Ich gehe auch nicht viel spazieren, auch wenn ich gerade am Wochenende wohl könnte. Aber dennoch behaupte ich, dass ich sehr naturverbunden bin. Ich schaue mir gerade die Natur an, wenn ich z.B. arbeitsbedingt wiedermal im Auto sitze und über die Landstraße fahre. Ich weiß, wie ich mich in der Natur zu benehmen habe, macht gerne Natur- und Landschaftsaufnahmen. Dennoch bin ich trotzdem selten in der Natur.

    und hatte auch kein Problem damit, das er am Blot dort teilgenommen hat.

    Was mich sehr wundert... aber da komme ich unter dem nächsten Zitat genauer zu.

    Allerdings würde ein echter Christ, der einen festen Glauben hat, wohl kaum an einem heidnischen Ritual teilnehmen.

    Ich bin mal so frei und behaupte, dass ein echter Heide auch keinen (Pseudo-)Christ am hochheiligen Blot teilnehmen lassen würde. Denn die "Unreinheit" des Christen würde die Heiligkeit des Blots doch sehr stark einschränken können.

    Für den Fall, dass ein Pseudochrist teilnimmt, sollte vorher eine ausführliche Prüfung und Einschätzung des potenziellen Teilnehmers stattfinden. Mir persönlich wäre das zu heikel einen andersgläubigen teilnehmen zu lassen. Zuschauen, in gebührendem Abstand, außerhalb der Einhegung: Ja. Teilnehmen: Nein.

    Ganz einfach daher, dass ein Christ, egal ob Pseudo-,Freizeit- oder Hardcorechrist eben an den christlichen Gott glaubt. Demnach wird er die Götter und damit die Heiligkeit des Blots niemals mit dem nötigen Ernst wahrnehmen können und wir gedanklich immer "wo anders sein".

    letztes Jahr draussen vor der Kirche gewartet, bis das verlogene Getue des Pfaffen endlich vorbei war.

    Hass, Wut und böse Worte helfen niemandem. Weder Dir, noch dem Glauben.

    Vergiss nicht, dass das Christentum für diesen Pfarrer/Priester sehr wohl real ist (oder zumindest real sein sollte).

    Stelle Dich nicht auf die gleiche Stufe. Nur weil früher mal das Heidentum vom Christentum verteufelt wurde und Heiden gejagt wurden, musst Du das heute nicht andersrum tun.

    (Übrigens auch das ist ein Beitrag zu Zitat eins. Das Christentum ist durchaus tolerant geworden. Auch, wenn es das Heidentum nicht für toll erachtet, so hat es aber auch nichts dagegen.)

    das ein Christ sich nicht an der Natur erfreuen sollte da die physische Existenz des Menschen von Jewwie (wie ich Jehova immer nenne), als Strafe für seinen angeblichen Sündenfall gedacht war.

    Warum nicht? Ja, ein Christ soll sich die Natur untertan machen (laut Bibel), aber auch die Natur ist Gottgemacht. Warum also, mit welcher Begründung, sollte ein Christ sich nicht an Natur erfreuen sollen? Nur, weil sie Eichen fällen (gefällt haben?). Bäume sind für Christen nicht so beseelt wie es für Heiden ist. Demnach ist es für Christen nicht schlimm so etwas zu fällen. Zumal es wohl eher dazu gedacht war, den Heiden ihre Heiligtümer zu zerstören.

    Kein Heide wäre damals ausgerastet, nur weil man Bäume gefällt oder Büsche entfernt hat.

    Also meines erachtens nach können sich auch Christen (und sowieso jedes andere Lebewesen) immer an der Natur erfreuen. Jeder muss selber wissen, wie man damit umgeht.


    Nur, weil Adam und Eva aus dem Paradies verbannt wurden, heißt das doch nicht, dass sie sich nicht an der Natur erfreuen sollen. Gerade mit dem Verlust des Paradieses wäre es umso besser, wenn sie sich auch mit dem wenigen was unsere Natur hergibt erfreuen lassen könnten.


    ich kann und werde keiner Religion auch nur den geringsten Respekt zollen, welche alles was uns Heiden heilig ist-z.B. nichts geringeres als die Natur, die Erdmutter selbst also, in den Dreck zieht und mit Füssen tritt!!!

    Auch hier wieder: Hass und fehlender Respekt bringen niemanden weiter und führen wohl auch nicht mal im Ansatz zu Toleranz und Frieden. Ich sehe auch nirgends, wo die Christen heutzutage die Natur mit Füßen tritt. Früher wurden heilige Bäume gefällt, Kultstätten zerstört und bebaut. Das stimmt. Aber heutzutage?

    Auch Du solltest nicht zu sehr an der Vergangenheit festhalten und sowieso ein besseres Vorbild gegenüber anderen (egal welcher Religion) sein.

    Übrigens: bzgl. Kultstättenzerstörung haben auch Heiden so einiges zerstört und geplündert und Unschuldige missbraucht und getötet. Also eine weiße Weste haben auch die germanischen Heiden nicht. Stelle Dich nicht besser als anderen. Sondern hilf ihnen, den richtigen Weg zu finden.



    Zum ursprünglichen Thema:

    Für mich, wie bereits weiter oben schon beschrieben, ist eine Vereinbarung beides gleichzeitig zu praktizieren nicht möglich.

    Hallo Wildulf,


    das ist ein sehr schwieriges Thema, welches man sehr sehr lange fortführen könnte und doch zu keinem Ende kommt. Ich möchte trotzdem versuchen auf einige Deiner Punkte einzugehen.

    das mich immer tierisch aufgeregt hat, waren Leute, die sich als Heiden/Asatru bezeichnet haben und dann aber fragten wie man denn überhaupt opfert

    Also aufregen sollte man sich darüber auf keinen Fall. Ist doch das reine Interesse am germanischen Heidentum weit näher an den Göttern als Ignoranz. Es zeigt außerdem, dass sich die Menschen, die diese Frage stellen, dafür interessieren. Sie möchten eben keine Fehler machen. Auch ich gehöre zu den Personen, die das anfangs gefragt haben.

    Man kann bei einem Blot sehr viel falsch machen. Natürlich zählt hauptsächlich der positive Gedanke dahinter. Allerdings können unpassende Opfergaben schon die Wirkung einschränken. Eine falsche oder gar fehlende Einhegung kann das gesamte Blot unwirksam machen oder sogar das Gegenteil heraufbeschwören. Auch eine unzureichende Anrufung der Götter könnte theoretisch dazu führen, dass die Götter gar nicht erst am Blot teilnehmen. Demnach halte ich die Frage nach dem richtigen opfern erstmal für sehr löblich.

    das Opfer selbst ist ja der Schwerpunkt des Rituals-also die Sitte an für sich, so kann jemand der eben nicht opfert, meiner Meinung nach auch nicht Teil der alten Sitte sein, sondern lediglich daran interessiert

    Meiner Meinung nach kann man auch ohne Opfer sehr gut teil des (germanischen) Heidentums sein. Wichtig ist hierbei die Bekenntnis zu den Göttern. Auch ohne Opfer können die Götter sehr gut leben. Und auch ich kann ohne Opfer gut leben. Die Götter sind nicht auf das Opfer angewiesen. Ganz im Gegenteil, es drückt dank der Menschen aus, oft verbunden mit einem Wunsch. Wer nun nicht rituell opfert, der dankt den Göttern vielleicht auf anderen Wegen. Vielleicht auch gar nicht, aber ich denke nicht, dass das die Götter groß interessiert. Natürlich werden sie vermutlich jemanden der gar nicht dankt evtl. weniger bevorzugen als jemand, der regelmäßig opfert. Das mag sein. Doch die Entscheidung selbst liegt bei den Göttern und diese werden wohl nicht traurig oder zornig sein, wenn jemand nicht opfert.

    ab und zu in Gedanken beten (!!!) Wenn die Götter telepathisch veranlagt wären, bräuchte Wotan nicht jeden Morgen Hugin und Munin auszuschicken um zu erfahren, was in den 9 Welten vor sich geht

    Die Götter sind allmächtig. Damit können sie auch Gedanken lesen, in Herzen gucken, usw.

    Odin muss Hugin und Munin nicht ausschicken um zu erfahren, was auf und in den Welten vor sich geht. Er ist bereits allwissend.

    Selbst, wenn er nicht allwissend wäre (was er ist), dann kann er von Hlidskjalf alle Welten überblicken.

    Hugin und Munin, Gedanke und Erinnerung. Es ist natürlich nur eine von vielen Deutungen aber Odin sendet die beiden Raben aus, damit sie die Gedanken und Erinnerungen der Lebewesen einsammeln und zu ihm bringen. Gleichzeitig bringen sie aber auch Erinnerungen in die Welten. Es ist also nicht für ihn nötig sondern für die Lebewesen in den 9 Welten.

    Nichts desto trotz: Wie denkst Du denn, gelangen die Opfergaben und wünsche zu den Göttern, wenn nicht telepathisch oder astral? Ein Opfer, egal ob nun Blut, Brot oder Blätter steigt ja nun nicht physisch zu den Göttern in den Himmel. Also muss es eine transzendente Ebene geben. Und über diese (oder eine ähnliche) gelangen auch Gebete, Gedanken, Gespräche, etc. zu den Göttern.

    wenn sie die Gedanken von uns Menschen (die wir ja ihre Nachkommen sind und ihnen somit ähnlich) lesen könnten, dann ja wohl auch die anderer Wesen (zB. Riesen oder Zwerge), oder auch anderer Götter.

    Können sie ja auch, so sie denn wollen.

    Aber dann würden die Geschichten in der Edda ganz anders ausgehen!

    Die Götter sind allmächtig und allwissend. Begeben sich aber innerhalb der Welten in ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten und halten sich auch an diese. Daher gehen die Geschichten der Edda so aus, wie sie ausgehen.

    Weiterhin sind eben, je nach Deutung, die Geschichten so, wie sie gemäß Natur sein müssen. Baldur z.B. muss sterben und leitet somit den Beginn von Ragnarök ein. Natürlich wusste Frigga um den nicht geleisteten Schwur der Mistel. Und auch Odin und jeder andere wusste davon. Und doch konnte (bzw. wollte) man es nicht abwenden, da es für den Lauf der Natur und der Geschichte passieren musste. Natürlich gibt es da noch viele viele weitere Beispiele.


    und ob ihr laut oder nur in Gedanken betet.

    Ich bin wahrlich kein "Vorzeige-Heide" und spreche selten zu den Göttern direkt. Ich denke öfter mal an sie und wenn ich mit ihnen spreche, dann so, wie es mir gerade beliebt. Ob nun laut, leise oder in Gedanken ist mir dabei egal. So wie es mir eben gerade geht.

    Ich bin davon überzeugt, dass sie es auch hören können, wenn ich es nur in Gedanken (Hugin :-) ) denke.

    Da es den christlichen Gott nicht gibt, ist eine Taufe nicht nur unwirksam, sondern auch völlig belanglos.

    Demnach muss man sich davon auch nicht lossagen.


    Wie Ancarus schreibt, wäre eine Zuwendung zu den Göttern als bewusste Entscheidung wesentlich sinnvoller.

    und bin mir nicht sicher welcher Weg der richtige für mich ist.

    Dieses Problem habe auch ich. Wobei ich für mich noch keine Alternative gefunden habe.

    Etwa 2 Jahre später bin ich wiedereingetreten.

    Warum? Wieso bist du wieder eingetreten? Was gab es denn für einen Grund? Zumal man ja theoretisch auch den christlichen Gott glauben kann ohne in der Kirche zu sein.

    und plane dieses Jahr meine Firmung nachzuholen.

    Also bist du doch hier schon einen Schritt weiter. Die Firmung nachzuholen bedeutet doch, sich zum christlichen Gott zu bekennen. Also glaubst du doch bereits an diesen und möchtest dich ihm gegenüber "unterwerfen".

    Gleichzeitig untergräbst du damit ja den alten Glauben.

    (mit Ausnahme der Ablehnung des Polytheismus) größtenteils teile.

    Das ist aber doch der springende Punkt. Ich bin (und deshalb habe ich noch keine Alternative gefunden) der Meinung, dass man einen Glauben leben sollte wie er "vorgeschrieben" ist bzw. nach den Erfahrungen, die man gemacht hat. Nun predigt ja das Christentum, dass es nur einen Gott gibt. Wenn ich also der christlichen Kirche angehöre, dann schließe ich damit aus, dass es andere Götter gibt. Zu sagen, dass es eben doch andere Götter gibt widerspricht doch diesem Glauben zu 100%.

    bete auch gelegentlich die ,,alten" Götter an.

    Hier musst du mir behilflich sein. Wie kannst du gelegentlich die alten Götter anbeten und damit ein Gebot des Christentums ignorieren? Die alten Götter wüssten sich doch irgendwie "verarscht", da du ja eigentlich/normalerweise den Christengott anbetest. Und sollte es diesen Wiederum geben, dann "verarschst" du ihn doch auch, da du ja andere Götter anbetest, die es nach christlicher Auffassung gar nicht gibt.

    Desweiteren gefällt mir der Bezug zur Natur und Tierwelt

    Das wird durch das Christentum doch nicht ausgeschlossen. Auch die Natur ist nunmal Gottes Schöpfung, nicht beseelt wie im Heidentum aber dennoch durch Gott erschaffen.

    Auch die Vorstellung, dass alle Völker letzendlich die selben Götter (unter verschiedenen Namen) verehren finde ich sehr schön.

    Um "finde ich sehr schön" geht es ja nicht. Ich finde es auch schön, dass sich das Christentum der Nächstenliebe verschrieben hat und wir nur dadurch Institutionen wie "die Tafel" oder "Caritas" haben. Aber das heißt doch nicht, dass ich deshalb den auch den Glauben haben muss/kann/soll.

    Muss ich mich also für eine der beiden Religionen entscheiden

    Das solltest du tun. Es gibt da keine zeitliche Vorgabe aber je schneller desto besser, würde ich sagen.

    Ich habe mich selbst seit mittlerweile 12 Jahren nicht entschieden. Und manchmal fühle ich mich schlecht deswegen. Und denke, dass ich ein "schlechter Gläubiger" bin.

    oder lassen sie sich vielleicht miteinander vereinen?

    Oberflächlich, wie Ancarus schrieb, ja. Möchtest Du aber ernsthaft und tief glauben, dann nein.

    war sondern eher eine Ergänzung.

    Auch hier: Wie Ancarus schrieb.

    Was haltet ihr von diesem Gedanken?

    Tja, für mich sind die beiden Religionen nicht vereinbar. Ehrlich gesagt sehne ich mich nach einer Glaubensgemeinschaft, wie sie die christliche Kirche (oder auch der Islam) pflegt. Aber ich kann es nunmal einfach nicht glauben. Es gibt zu viele Ungereimtheiten, zu viele widerlegte Dinge, verschobene Feiertage (Weihnachten im Winter z.B.), zu viele Fragen, die mir von Pfarrern/Priestern nicht beantwortet werden können. Ich möchte gerne glauben, kann es aber eben nicht. Also jedenfalls nicht christlich.


    Für das germanische Heidentum gehört z.B. opfern ganz klar ins rituelle Leben. Ich tue mich aber unfassbar schwer damit und kann es nicht ruhigen Gewissens machen. Ich fühle mich "komisch" dabei. Also denke ich, dass ich eben ein schlechter Heide bin und irgendwo kommen dann natürlich Zweifel, ob das dann der richtige Glauben für mich ist.

    Trotzdem würde ich zum jetzigen Zeitpunkt und auch in den letzten Jahren immer wieder sagen, dass ich mich zum germanischen Heidentum zähle. Jedenfalls weit weit mehr als zu irgendetwas anderem. Dieses ist für mich einfach das Plausibelste und passendste.

    Die Welt ist auch immerhin keine Scheibe mehr.

    Die Welt war schon damals keine Scheibe. Und das hat auch niemand geglaubt. Bis dann die Priester des Wüstengottes kamen...



    Nein, vielleicht von andere fremde Götter, aber nicht von Asen und Wanen.

    Denn bei uns gibt es nur neun Welten.

    Warum nicht von Asen und Wanen? Es ist durchaus möglich, dass es in einem Paralleluniversum oder einfach neben unserem Universum noch weitere Erden gibt. Die Neun Welten, die beschrieben werden müssen doch nicht zwanghaft auf unserer Metaebene liegen (das tun sie sogar ganz sicher nicht). Weiterhin könnte Midgard (theoretisch) auch jegliche für Menschen gemachte Welt beschreiben und muss nicht zwingend auf die Erde begrenzt sein.


    Es gibt da natürlich unendlich viele Deutungsmöglichkeiten. Fakt ist aber die Asen und Wanen sind die einzigen und wahren Götter.

    Aktuell muss ich also leider sagen, das ich die Frage für mich, nicht befriedigend beantworten kann. Das Skirnir jedoch riesischer Abstammung sein soll, erscheint mir (aktuell) unwahrscheinlich. Weil ich mir nicht so recht vorstellen kann, das Freyr, als lichter Vanengott und König der Alben, einen Riesen ist sein engstes Gefolge aufnehmen würde.

    Es erscheint dir unwahrscheinlich. OK, dagegen kann ich ja nichts sagen.

    Allerdings möchte ich hier an den restlichen Text von dir anknüpfen.

    Die Edda ist unverfälscht und wahr. Demnach sagt Skirnir selbst, dass er kein Alf/Alb, kein Ase und kein Wane sei.

    Was bliebe also übrig? Riesen, Menschen und was gäbe es denn noch für "Lebewesen"?

    Riesen sind den Göttern mindestens neutral gegenüber. Demnach spräche hier nichts dagegen, wenn er die Jugend bereits mit Freyr verbracht hätte.


    Skirnir ist hier, in der Naturmythologischen Deutung, eine Naturkraft (Sonneneinstrahlung). Naturkräfte sind meistens Riesen, wenn mich nicht alles täuscht. Für mich persönlich bleibt da keine andere Möglichkeit.

    Versuche Dich doch mal an einer Erklärung, was er sein könnte. Denn Alfen schließt er ja selber aus...

    Die Lösung des Problems ist und bleibt Atomkraft.

    Kernspaltung oder noch besser Kernfusion.

    Bei der Kernfusion werden 2 Wasserstoffatome verschmolzen. 2 Atome. Die Energie die daraus resultiert reicht für das Doppelte der Menschheit und es entsteht nichts radioaktives. Es muss daran geforscht werden und daran müssen Gelder verwendet werden. Denn nur das ist wirklich Umweltschonend. Denn Wasserstoffe-Atome sind quasi unbegrenzt verfügbar.


    Kernspaltung ist ebenfalls ein Thema. Ja, dabei entsteht radioaktiver "Müll". Es muss allerdings nicht bei Müll bleiben. Es gibt Forschung und Versuche diese Müll zu verwenden. Es gibt Methoden (leider weiß ich gerade nicht mehr wie diese Methode heißt) um die Halbwertszeit soweit zu reduzieren, dass das Material bereits nach 300 Jahren quasi nicht mehr strahlt.

    In dieser Zeit (auch dazu gibt es Versuche) kann man aus dem Müll Batterien machen. Batterien, die nicht mehr strahlen als herkömmliche Batterien auch, die aber eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten hat.


    Entwickelt man diese Möglichkeiten weiter, dann haben wir für alle Zeit mit Energieproblemen ausgesorgt und die Natur muss nicht mit Wasser- und Windkraftwerken zerstört werden.

    Die bereits bestehenden Atomkraftwerke sind veraltet. Die Reaktoren sind aus der 1. Generation (vielleicht aus der 2.). Aber gerade die Reaktoren der 4. Generation sind weitaus sicherer. Es müsste nur mal verbessert werden.


    Die Forschung investiert am falschen Ende und die Medien und die Politik tun ihr Übriges, um den Mythos der Solar oder Windenergie zu verbreiten. Ich halte von alldem nichts. Ja, es mag übergangsweise helfen, aber wenn man mal vergleicht, was man an Ressourcen verbraucht für Wind-/Solarenergie und wie man damit auch auf lange Sicht der Natur schadet und welche Energie daraus gewonnen wird, dann wird man feststellen, dass Atomkraft die einzige langfristige Lösung sein kann.

    Nachträglich auch Grüße.

    Ich bin auch noch da. Allerdings schreibe ich natürlich auch nicht sonderlich viel.

    Ich schaue trotzdem regelmäßig rein ;)

    Viele Leute, die sich als der christlichen Religion zugehörig sehen, praktizieren ostasiatische Meditation und Kampfsportarten, bei denen Buddha und andere nicht christliche religiöse Figuren, darunter auch Götter verehrt werden.

    Eins schließt doch das andere nicht aus. Weder Meditation noch Kampfsportart sprechen entgegen Religion. Es kommt aber auch immer darauf an, was man daraus macht. Buddha ist kein Gott und war es auch nie. Er wird auch von Buddhisten nicht als einer anerkannt. Ja, sie beten/sprechen zu ihm, hoffen, dass er hilft. Er ist aber definitiv kein Gott. Auch andere Buddhistische Glaubensrichtungen haben keinen Gott in dem Sinne. Im Buddhismus kann man Erleuchtung durch sich selbst erfahren. Erleuchtung, und damit der Ausbruch aus dem Kreislauf des Lebens mag auf den ersten Blick entgegen heidnischer Religion stehen, tut es aber tatsächlich nicht. Im Christentum gibt es nun keine Wiedergeburt. Wer also Buddhist ist, kann m.M.n. kein Christ sein. Jedenfalls kein "echter". Den Kampfsport lasse ich da mal außen vor. Wobei dieser auch entgegen Christentum steht (halte die andere Wange hin), nicht aber gegen heidnischen Glauben.

    Sie gehen zum Gottesdienst in die Kirche, zur Meditation ins buddhistische Kloster oder den buddhistischen Tempel und zum Kampfsport machen sich viele auch mit Praktiken vertraut, die oft sehr ostasiatisch-religiösen Charakter haben.

    Wie gesagt: Wenn man Buddha nicht als Gott sieht (was er nicht ist) sehe ich da persönlich aus heidnischer Sicht kein Problem.

    Übrigens, da Du von ostasiatisch-religiös sprichst: Die meisten Ostasiatischen Religionen haben keinen Gott in dem Sinne. Weder Taoismus noch Shintoismus und auch kein Buddhismus.

    Das alles ist nur dann ein Problem, wenn man es zu einem macht, idem man scharfe Grenzen zieht und sagt, dass eine Vermischung der Glaubensrichtungen, Religionen und Kulturen nicht gut, nicht wünschenswert oder gar schlecht und destruktiv weil blasphemisch ist.

    Eine Vermischung von Glaubensrichtungen ist schlecht. Das solltest Du, als ehemaliger (Alt-)katholik (und damit eigentlich streng gläubig (gewesen)) wissen. Entweder glaube ich an etwas, dann ist es aber auch das (für mich) einzig richtige. Oder ich glaube nicht dran. Eine Vermischung (abgesehen innerhalb der heidnischen Religion), ein Ausbau oder Umbau gibt es nicht.

    Vermischung von Kultur, die, wenn auch nicht ausschließlich, schädlich sein kann, lasse ich auch hier außen vor, da es um Religion geht.

    Ich bin mir siecher, dass Die Da Oben nicht so kleingeistig sind.

    Bist Du das? Woher weißt du das?

    Stell Dir mal vor dein Vater würde jetzt plötzlich irgendwen anders als seinen Sohn sehen, weil du ihm gerade nicht mehr passt. Er würde dem neuen Sohn alles vererben, dich nicht mehr anerkennen und wenn doch, dann nur als irgendwas nerviges. So ist es umgedreht eben mit den Göttern. Dein Vater ist dein Vater. Und du bist und bleibst sein Sohn. Egal was passiert. Da wird auch nichts vermischt oder umgebaut oder sonstwas. Das wird immer so bleiben. Ich habe mehrere Väter, nämlich die Götter. Aber es sind die heidnischen Götter. Und da werde ich definitiv nicht irgendwas umtauschen, erweitern, oder sonstwas.

    und vergessen dabei, dass wir eine Menschheit sind, die einen Planeten und eine Zukunft haben.

    Hat aber nichts mit dem Glauben zu tun...

    Wer auf der Stelle bleibt oder gar rückwärts geht, wer nur bei sich bleibt und andere von vorne herein ausschließt, bleibt irgendwann auf der Strecke und wird abgehängt.

    Du sprichst hier über das Leben und über Fortschritt und damit hast du Recht. Ich spreche hier aber über Religion. Und natürlich entwickelt sich auch Religion weiter (z.B. keine Menschen-/Tieropfer mehr). Aber das Grundgerüst bleibt gleich.

    Und noch was: Das Judentum mach aufgrund seiner Geschichte eine ziemlich instabile Religion sein, oder unstet und veränderbar (zumindest in ihrer Anfangszeit), aber es besteht bis heute, trotz allen Anfeindungen und dem Holocaust...

    Richtig. Weil es bequemer ist. Die Menschen suchen immer den einfachen Weg. Sie bauen sich ihre Religion zurecht und lassen die alte Fallen. Deshalb gibt es den heidnischen Glauben hier in Europa kaum noch. Weil die Menschen daran festgehalten haben. Weil sie nichts verändern wollten und weil sie das was ist als wahr und richtig empfunden haben und sie wurden gezwungen es loszulassen.

    Der christliche Glaube oder auch das Judentum wandeln sich. Es wird so gebaut und umgeschrieben wie es gebraucht wird.


    - Homosexuelle waren/sind in der katholischen Kirche nicht recht. Es ist einfach falsch. Trotzdem entsteht jetzt die Diskussion, dass es halt doch dazugehört. Früher wäre daran nicht zu denken gewesen.

    - Frauen gab es früher schlicht nicht in Führungspositionen der katholischen Kirche. Plötzlich muss man aber über eine Frauenquote nachdenken.

    - Die Ehe der Priester war ursprünglich OK, dann doch wieder nicht, um sie nicht vom Glauben/Beten abzuhalten und nun steht es wieder zur Dikussion

    - der wöchentliche Kirchenbesuch war gesetzt. Das war ein fixer Termin an dem es nichts zu rütteln gab.

    - Gleichgeschlechtliche Ehe war früher ein Unding. Heute akzeptiert es die Kirche.

    - Abtreitung hätte es früher niemals gegeben. Heute ist es für viele in der christlichen Kirche durchaus OK.

    - Andere Götter zu verehren ist gänzlich falsch. Aber "heilige" anzubeten ist in Ordnung.


    Das (angeblich) von Gott gegebene wird mit der Zeit umgeschrieben oder uminterpretiert, so dass es eben passt. Und genau das macht es für mich zu einem nicht vereinbaren Glauben. Etwas was angeblich von Gott gegeben wurde, kann ich nicht einfach verändern, nur weil es eben gerade zur Gesellschaft passt.


    Das hat alles nichts mit weiterentwickeln oder Fortschritt zu tun. Das ist Veränderung des Glaubens, damit es mir leichter fällt.

    Das ist unstet und schwach.

    Tja, man sollte nicht vergessen, dass der Schutzgott Israels erst im Laufe der Geschichte dieses Volkes zum einzigen Gott wurde.

    Ein Zeichen dafür, wie veränderbar und unstet dieser Glaube ist.

    Das heißt, dass er den Schutzgott Israels als einen unter vielen sieht, und nur diesen verehrt, jedoch die Existenz aller anderen Götter nicht infrage stellt.

    Folglich hält er sich an das erste Gebot (Keine anderen Götter neben JHWH zu haben bzw. zu verehren und anzubeten), räumt aber ein, dass es noch weitere Götter gibt, die respektiert, aber eben nicht verehrt und anbetet.


    Das ist doch Schön-rederei. Man kann sich auch selbst belügen. Also bitte.... Er nimmt an einem Ritual zugunsten der heidnischen Götter teil, bei dem man ernsthaft bei der Sache sein muss. Bei dem es um Reinheit des Glaubens ankommt. Bei dem man mit den Gedanken bei den Göttern ist. Bei dem man mit den Göttern spricht und sie anbetet...

    Und dann sagt er dass er ja niemand anderen anbetet? Dann hat er auch bei einem solchen Ritual nichts als Teilnehmer zu suchen. Denn entweder macht er tatsächlich mit, dann ist es eben doch Blasphemie oder er macht nicht mit und stört so die Reinheit und Heiligkeit des Rituals.


    Christentum und zum Islam! Gäbe es diese beiden Religionen mit Missionsauftrag nicht, dann würde es halt eine Religion geben, die nur einen Gott kennt, die aber nur eine unter vielen ist, von denen alle anderen mehrere Götter kennen.

    Auch im Judentum gibt es nur einen wahren Gott. Ob nun mit Missionierungsauftrag oder ohne.

    Und noch was (Insiderwissen als ehemaliger Theologiestudent): Es gibt eigentlich nur einen Grund weshalb das Judentum sich zu einer monotheistischen Religion entwickelt hat: Das Volk war damals ziemlich klein und unbedeutend*, also haben die Priester und Anführer etwas tun müssen, dass es sich stark fühlt

    Angenommen es gab tatsächlich mehrere Götter im Judentum (ursprünglich), wie kann man sich erdreisten mal eben so den anderen Göttern ihre Göttlichkeit abzuerkennen? Wenn Theologen im Studium so etwas lernen und das auch noch ungefragt hinnehmen, dann wundert mich nichts mehr. Auch hier wieder, wie unter dem ersten Zitat: Ein Zeichen dafür wie wandelbar und austauschbar dieser Glaube ist. Man bastelt ihn sich zusammen und wenn es einem nicht mehr passt, dann wird er halt umgebaut.

    Und wenn jemand einen Weg gefunden hat die Natur angemessen zu verehren, was ihm wohl ein großes Anliegen ist, wer bin ich ihn daran zu hindern, nur weil er meine Götter nicht verehrt?

    Er kann die Natur gerne verehren. Er kann gerne etwas für den Naturschutz tun und regelmäßig den Wald aufräumen oder ähnliches. Natürlich ist das gut und wichtig und niemand (auch ich nicht) will ihm das absprechen. Aber fremde Götter anbeten, an die man nicht glaubt, die man nicht als Götter anerkennt (für sich), dem spreche ich ganz klar ab an einem Ritual teilzunehmen, an welchem ernsthaft glaubende Teilnehmen wollen. Das ist natürlich nur meine Meinung.

    Und was mir immer ein Anliegen ist: Es m.E. sehr wichtig in dieser globalisierten, multikulturellen Welt, dass man nicht nur sein eigenes Süppchen kocht, sonder über den eigenen Tellerrand hinausschaut. Dieser Jude, der am 18. Mai dabei war tut genau das, er bleibt nicht in seiner Synagoge, sonder er schaut was es sonst noch so an Möglichkeiten gibt, seine Spiritualität zu leben. Und was kann daran falsch sein?

    Ich schau auch über den Tellerrand heraus. Denn sonst wäre ich auch immernoch Christ. Doch bin ich es nicht mehr. Unter anderem, weil mir dieses zusammenbasteln und umgestalten nicht gefällt. Aber da gibt's auch noch mehr Gründe.

    Glaube mir, Marcel, ich habe einiges durch. Und auch, wenn ich keine Theolige o.ä. studiert habe, so habe ich mich doch mit Islam, Christentum, Buddhismus und Taoismus beschäftigt, bis ich dann am heidnischen Glauben hängen geblieben bin. Ich behaupte also durchaus, dass auch ich über den Tellerand geschaut habe. Dennoch käme ich nie auf die Idee als Nicht-Christ in der Kirche den kirchlichen Gott anzubeten. Und warum nicht? Weil ich ihn respektiere und nicht abstreite, dass es ihn gibt. Aber ich glaube nicht an ihn und deshalb werde ich weder meine Götter betrügen, in dem ich den christlichen Gott anbete, noch werde ich den christlichen Gott belügen, in dem ich so tue als bete ich ihn an und meine es aber nicht so.


    Bezugnehmend auf deinen letzten und vorletzten Satz: Falsch, wenn man es so nennen mag, ist daran, dass er behauptet Jude zu sein (respektive Christ, Muslim oder Buddhist, etc.) und diesen Glauben auch auslebt. Sich dann nach etwas anderem umzuschauen, sogar andere Götter anzubeten, das ist für mich falsch.

    Entweder habe ich meinen Glauben, dann gehe ich auch davon aus, dass dieser richtig ist und bleibe ihm treu oder ich habe ihn nicht. Dann bin ich aber auch kein Christ, Jude, Muslim oder Buddhist mehr und bezeichne mich nicht als solchen.





    Ich möchte insgesamt noch sagen: Ich finde es gut, dass wir hier so sachlich diskutieren können :)

    ch habe übrigens zu Beltane, am 18. Mai, zum Blauen Mond das erste Mal ein Ritual geleitet. Es war ein pan-heidnisches Ritual, an dem mehrere Hexen, ein Matronengläubiger, ein Druide, ein Jude, der Mitglied in einem britischen Wicca-Coven ist, andere, deren Glauben ich noch nicht genau kenne und ein pan-heidnischer Angelotheist (meiner-einer).

    Wie so ein Ritual überhaupt wirksam sein soll erschließt sich mir nicht im Geringsten...

    Wie kann ein gläubiger Jude, dessen Gott andere Götter ausschließt wahrhaftig und aufrichtig an so etwas teilnehmen? Entweder ist es Blasphemie seines Gottes gegenüber oder es ist Blasphemie der heidnischen Götter.

    Eine tatsächliche reinliche Heiligkeit wird an so einem Ort nie erreicht werden...

    Ja, es war lange ruhig hier...

    Dann können wir ja ab jetzt dafür sorgen, dass es wieder lebhafter wird. :-)

    Praktisch war ich auch nicht mehr da... :D

    Bin aber nicht vom Glauben weg, sondern war nur hier nicht mehr Aktiv, weil eben nichts mehr los war (was ich mir allerdings auch selber ankreiden muss)

    Skirnir ist ja der Diener von Freyr.

    Ich habe Skirnir immer eher als Riesen verstanden. So habe ich es auch online gelesen.

    Ob das nun richtig ist weiß ich nicht. Aber da Skirnir ja die Sonnenstrahlen bzw. die Kraft der Sonnenstrahlen repräsentiert, würde das schon passen mit dem Riesen.

    Das stimmt. Natürlich muss die Rodung eingestellt werden. Das ist ja klar.

    Mein Gedankengang bezog sich auch nur darauf, dass man theoretisch die CO2 Ausstoßung aufhalten kann, wenn man denn genügend Bäume pflanzt.


    Aber letztlich ist das sowieso utopisches Denken. Leider.

    Das Geheimnis der Bäume soll sehr gut sein. Hat eine Bekannte von mir gelesen.

    der Mensch, mal ganz grundsätzlich, ist kein Problem. Wir sind genau so Teil der Natur, wie jedes andere Lebewesen auch.

    Hmm, da muss ich Dir leider Widersprechen. Wenn auch nicht zu 100%.

    Natürlich sind wir als Menschen Teil der Natur. Allerdings reguliert sich die Natur selbst.

    Der Mensch ist dahingehend ein Problem, dass er keine natürlichen Feinde hat. Das heißt wir werden immer mehr und mehr.

    Irgendwann wird der Mensch die berühmte Heuschreckenplage (wenn er es nicht schon ist). Wir brauchen Nahrung. Je mehr Menschen desto mehr Nahrung. Wo kommt sie her? Das ist das größte Problem. Natürlich kann man Fleischkonsum einschränken aber trotzdem wird es früher oder später darauf rauslaufen, dass wir zu viel Platz brauchen. Egal ob für Getreide, Gemüse oder Fleisch, ob für Häuser oder Verkehrsmittel. Irgendwann reicht der Platz aber nicht mehr aus.

    Da der Mensch aber keine natürlichen Feinde hat, können wir uns nur selbst vernichten. Auch, wenn das hin und wieder schon passiert (Terroranschläge, Krankheiten, etc.) werden wir doch immer mehr.


    In der Natur wird es von selbst geregelt. Finden Rehe nicht mehr genug zu essen, weil sie zu viele sind, sterben sie an Hunger. Zu viele Rehe -> weniger Nahrung -> weniger Rehe -> mehr Nahrung -> mehr Rehe.... etc.

    So geht es allen Lebenwesen auf der Erde. Nur eben dem Menschen nicht, weil wir züchten und uns selbst schützen können und vorausplanen.

    Das zusätzlich ausgestoßene CO2 lässt sich aber begrenzen in dem man mehr Bäume pflanzt als man rodet.

    Wenn ich das Beispiel mit dem Brunnen von oben nehme: Wir hängen den Schlauch rein, es kommt also zusätzliches Wasser rein, dann muss der Brunnen eben vergrößert werden. Bzw. es muss mehr Wasser verbraucht werden.


    Beim CO2 hieße das: Es müssen mehr Bäume gepflanzt werden (vergrößern) oder wir müssen mehr CO2 verbrauchen, respektive: Es müssen mehr Bäume gepflanzt werden.

    Ich denke, dass man das CO2 so auffangen könnte. Wie viel mehr Bäume dafür nötig wären weiß ich nicht. Aber so ließe sich das Ganze aufhalten. Das wird nur leider nicht passieren.


    Bzgl. des Methans gebe ich euch Recht. Das ist das weitaus größere Übel; da müsste endlich etwas passieren.

    Langen dir diese Zeichen der Götter nicht !

    Was willst Du mehr ? Sollen die Götter plötzlich vor dir stehen und mit menschlicher Sprache zu dir sprechen ( wie bei Don Camillo )

    Das ist ja genau mein Problem. Ich weiß nicht, was ich brauche... Eben... Sind es Zeichen? Oder Zufall? Das ist genau mein Problem. Und ich weiß nicht, wie ich das bekämpfen kann...

    Dein Problem ist Du glaubst nicht.

    Zumindest nicht so, wie es richtig wäre... Ich würde gerne aber... Tja, kann man nicht erklären.