Beiträge von Snoopy

    Nachträglich auch Grüße.

    Ich bin auch noch da. Allerdings schreibe ich natürlich auch nicht sonderlich viel.

    Ich schaue trotzdem regelmäßig rein ;)

    Viele Leute, die sich als der christlichen Religion zugehörig sehen, praktizieren ostasiatische Meditation und Kampfsportarten, bei denen Buddha und andere nicht christliche religiöse Figuren, darunter auch Götter verehrt werden.

    Eins schließt doch das andere nicht aus. Weder Meditation noch Kampfsportart sprechen entgegen Religion. Es kommt aber auch immer darauf an, was man daraus macht. Buddha ist kein Gott und war es auch nie. Er wird auch von Buddhisten nicht als einer anerkannt. Ja, sie beten/sprechen zu ihm, hoffen, dass er hilft. Er ist aber definitiv kein Gott. Auch andere Buddhistische Glaubensrichtungen haben keinen Gott in dem Sinne. Im Buddhismus kann man Erleuchtung durch sich selbst erfahren. Erleuchtung, und damit der Ausbruch aus dem Kreislauf des Lebens mag auf den ersten Blick entgegen heidnischer Religion stehen, tut es aber tatsächlich nicht. Im Christentum gibt es nun keine Wiedergeburt. Wer also Buddhist ist, kann m.M.n. kein Christ sein. Jedenfalls kein "echter". Den Kampfsport lasse ich da mal außen vor. Wobei dieser auch entgegen Christentum steht (halte die andere Wange hin), nicht aber gegen heidnischen Glauben.

    Sie gehen zum Gottesdienst in die Kirche, zur Meditation ins buddhistische Kloster oder den buddhistischen Tempel und zum Kampfsport machen sich viele auch mit Praktiken vertraut, die oft sehr ostasiatisch-religiösen Charakter haben.

    Wie gesagt: Wenn man Buddha nicht als Gott sieht (was er nicht ist) sehe ich da persönlich aus heidnischer Sicht kein Problem.

    Übrigens, da Du von ostasiatisch-religiös sprichst: Die meisten Ostasiatischen Religionen haben keinen Gott in dem Sinne. Weder Taoismus noch Shintoismus und auch kein Buddhismus.

    Das alles ist nur dann ein Problem, wenn man es zu einem macht, idem man scharfe Grenzen zieht und sagt, dass eine Vermischung der Glaubensrichtungen, Religionen und Kulturen nicht gut, nicht wünschenswert oder gar schlecht und destruktiv weil blasphemisch ist.

    Eine Vermischung von Glaubensrichtungen ist schlecht. Das solltest Du, als ehemaliger (Alt-)katholik (und damit eigentlich streng gläubig (gewesen)) wissen. Entweder glaube ich an etwas, dann ist es aber auch das (für mich) einzig richtige. Oder ich glaube nicht dran. Eine Vermischung (abgesehen innerhalb der heidnischen Religion), ein Ausbau oder Umbau gibt es nicht.

    Vermischung von Kultur, die, wenn auch nicht ausschließlich, schädlich sein kann, lasse ich auch hier außen vor, da es um Religion geht.

    Ich bin mir siecher, dass Die Da Oben nicht so kleingeistig sind.

    Bist Du das? Woher weißt du das?

    Stell Dir mal vor dein Vater würde jetzt plötzlich irgendwen anders als seinen Sohn sehen, weil du ihm gerade nicht mehr passt. Er würde dem neuen Sohn alles vererben, dich nicht mehr anerkennen und wenn doch, dann nur als irgendwas nerviges. So ist es umgedreht eben mit den Göttern. Dein Vater ist dein Vater. Und du bist und bleibst sein Sohn. Egal was passiert. Da wird auch nichts vermischt oder umgebaut oder sonstwas. Das wird immer so bleiben. Ich habe mehrere Väter, nämlich die Götter. Aber es sind die heidnischen Götter. Und da werde ich definitiv nicht irgendwas umtauschen, erweitern, oder sonstwas.

    und vergessen dabei, dass wir eine Menschheit sind, die einen Planeten und eine Zukunft haben.

    Hat aber nichts mit dem Glauben zu tun...

    Wer auf der Stelle bleibt oder gar rückwärts geht, wer nur bei sich bleibt und andere von vorne herein ausschließt, bleibt irgendwann auf der Strecke und wird abgehängt.

    Du sprichst hier über das Leben und über Fortschritt und damit hast du Recht. Ich spreche hier aber über Religion. Und natürlich entwickelt sich auch Religion weiter (z.B. keine Menschen-/Tieropfer mehr). Aber das Grundgerüst bleibt gleich.

    Und noch was: Das Judentum mach aufgrund seiner Geschichte eine ziemlich instabile Religion sein, oder unstet und veränderbar (zumindest in ihrer Anfangszeit), aber es besteht bis heute, trotz allen Anfeindungen und dem Holocaust...

    Richtig. Weil es bequemer ist. Die Menschen suchen immer den einfachen Weg. Sie bauen sich ihre Religion zurecht und lassen die alte Fallen. Deshalb gibt es den heidnischen Glauben hier in Europa kaum noch. Weil die Menschen daran festgehalten haben. Weil sie nichts verändern wollten und weil sie das was ist als wahr und richtig empfunden haben und sie wurden gezwungen es loszulassen.

    Der christliche Glaube oder auch das Judentum wandeln sich. Es wird so gebaut und umgeschrieben wie es gebraucht wird.


    - Homosexuelle waren/sind in der katholischen Kirche nicht recht. Es ist einfach falsch. Trotzdem entsteht jetzt die Diskussion, dass es halt doch dazugehört. Früher wäre daran nicht zu denken gewesen.

    - Frauen gab es früher schlicht nicht in Führungspositionen der katholischen Kirche. Plötzlich muss man aber über eine Frauenquote nachdenken.

    - Die Ehe der Priester war ursprünglich OK, dann doch wieder nicht, um sie nicht vom Glauben/Beten abzuhalten und nun steht es wieder zur Dikussion

    - der wöchentliche Kirchenbesuch war gesetzt. Das war ein fixer Termin an dem es nichts zu rütteln gab.

    - Gleichgeschlechtliche Ehe war früher ein Unding. Heute akzeptiert es die Kirche.

    - Abtreitung hätte es früher niemals gegeben. Heute ist es für viele in der christlichen Kirche durchaus OK.

    - Andere Götter zu verehren ist gänzlich falsch. Aber "heilige" anzubeten ist in Ordnung.


    Das (angeblich) von Gott gegebene wird mit der Zeit umgeschrieben oder uminterpretiert, so dass es eben passt. Und genau das macht es für mich zu einem nicht vereinbaren Glauben. Etwas was angeblich von Gott gegeben wurde, kann ich nicht einfach verändern, nur weil es eben gerade zur Gesellschaft passt.


    Das hat alles nichts mit weiterentwickeln oder Fortschritt zu tun. Das ist Veränderung des Glaubens, damit es mir leichter fällt.

    Das ist unstet und schwach.

    Tja, man sollte nicht vergessen, dass der Schutzgott Israels erst im Laufe der Geschichte dieses Volkes zum einzigen Gott wurde.

    Ein Zeichen dafür, wie veränderbar und unstet dieser Glaube ist.

    Das heißt, dass er den Schutzgott Israels als einen unter vielen sieht, und nur diesen verehrt, jedoch die Existenz aller anderen Götter nicht infrage stellt.

    Folglich hält er sich an das erste Gebot (Keine anderen Götter neben JHWH zu haben bzw. zu verehren und anzubeten), räumt aber ein, dass es noch weitere Götter gibt, die respektiert, aber eben nicht verehrt und anbetet.


    Das ist doch Schön-rederei. Man kann sich auch selbst belügen. Also bitte.... Er nimmt an einem Ritual zugunsten der heidnischen Götter teil, bei dem man ernsthaft bei der Sache sein muss. Bei dem es um Reinheit des Glaubens ankommt. Bei dem man mit den Gedanken bei den Göttern ist. Bei dem man mit den Göttern spricht und sie anbetet...

    Und dann sagt er dass er ja niemand anderen anbetet? Dann hat er auch bei einem solchen Ritual nichts als Teilnehmer zu suchen. Denn entweder macht er tatsächlich mit, dann ist es eben doch Blasphemie oder er macht nicht mit und stört so die Reinheit und Heiligkeit des Rituals.


    Christentum und zum Islam! Gäbe es diese beiden Religionen mit Missionsauftrag nicht, dann würde es halt eine Religion geben, die nur einen Gott kennt, die aber nur eine unter vielen ist, von denen alle anderen mehrere Götter kennen.

    Auch im Judentum gibt es nur einen wahren Gott. Ob nun mit Missionierungsauftrag oder ohne.

    Und noch was (Insiderwissen als ehemaliger Theologiestudent): Es gibt eigentlich nur einen Grund weshalb das Judentum sich zu einer monotheistischen Religion entwickelt hat: Das Volk war damals ziemlich klein und unbedeutend*, also haben die Priester und Anführer etwas tun müssen, dass es sich stark fühlt

    Angenommen es gab tatsächlich mehrere Götter im Judentum (ursprünglich), wie kann man sich erdreisten mal eben so den anderen Göttern ihre Göttlichkeit abzuerkennen? Wenn Theologen im Studium so etwas lernen und das auch noch ungefragt hinnehmen, dann wundert mich nichts mehr. Auch hier wieder, wie unter dem ersten Zitat: Ein Zeichen dafür wie wandelbar und austauschbar dieser Glaube ist. Man bastelt ihn sich zusammen und wenn es einem nicht mehr passt, dann wird er halt umgebaut.

    Und wenn jemand einen Weg gefunden hat die Natur angemessen zu verehren, was ihm wohl ein großes Anliegen ist, wer bin ich ihn daran zu hindern, nur weil er meine Götter nicht verehrt?

    Er kann die Natur gerne verehren. Er kann gerne etwas für den Naturschutz tun und regelmäßig den Wald aufräumen oder ähnliches. Natürlich ist das gut und wichtig und niemand (auch ich nicht) will ihm das absprechen. Aber fremde Götter anbeten, an die man nicht glaubt, die man nicht als Götter anerkennt (für sich), dem spreche ich ganz klar ab an einem Ritual teilzunehmen, an welchem ernsthaft glaubende Teilnehmen wollen. Das ist natürlich nur meine Meinung.

    Und was mir immer ein Anliegen ist: Es m.E. sehr wichtig in dieser globalisierten, multikulturellen Welt, dass man nicht nur sein eigenes Süppchen kocht, sonder über den eigenen Tellerrand hinausschaut. Dieser Jude, der am 18. Mai dabei war tut genau das, er bleibt nicht in seiner Synagoge, sonder er schaut was es sonst noch so an Möglichkeiten gibt, seine Spiritualität zu leben. Und was kann daran falsch sein?

    Ich schau auch über den Tellerrand heraus. Denn sonst wäre ich auch immernoch Christ. Doch bin ich es nicht mehr. Unter anderem, weil mir dieses zusammenbasteln und umgestalten nicht gefällt. Aber da gibt's auch noch mehr Gründe.

    Glaube mir, Marcel, ich habe einiges durch. Und auch, wenn ich keine Theolige o.ä. studiert habe, so habe ich mich doch mit Islam, Christentum, Buddhismus und Taoismus beschäftigt, bis ich dann am heidnischen Glauben hängen geblieben bin. Ich behaupte also durchaus, dass auch ich über den Tellerand geschaut habe. Dennoch käme ich nie auf die Idee als Nicht-Christ in der Kirche den kirchlichen Gott anzubeten. Und warum nicht? Weil ich ihn respektiere und nicht abstreite, dass es ihn gibt. Aber ich glaube nicht an ihn und deshalb werde ich weder meine Götter betrügen, in dem ich den christlichen Gott anbete, noch werde ich den christlichen Gott belügen, in dem ich so tue als bete ich ihn an und meine es aber nicht so.


    Bezugnehmend auf deinen letzten und vorletzten Satz: Falsch, wenn man es so nennen mag, ist daran, dass er behauptet Jude zu sein (respektive Christ, Muslim oder Buddhist, etc.) und diesen Glauben auch auslebt. Sich dann nach etwas anderem umzuschauen, sogar andere Götter anzubeten, das ist für mich falsch.

    Entweder habe ich meinen Glauben, dann gehe ich auch davon aus, dass dieser richtig ist und bleibe ihm treu oder ich habe ihn nicht. Dann bin ich aber auch kein Christ, Jude, Muslim oder Buddhist mehr und bezeichne mich nicht als solchen.





    Ich möchte insgesamt noch sagen: Ich finde es gut, dass wir hier so sachlich diskutieren können :)

    ch habe übrigens zu Beltane, am 18. Mai, zum Blauen Mond das erste Mal ein Ritual geleitet. Es war ein pan-heidnisches Ritual, an dem mehrere Hexen, ein Matronengläubiger, ein Druide, ein Jude, der Mitglied in einem britischen Wicca-Coven ist, andere, deren Glauben ich noch nicht genau kenne und ein pan-heidnischer Angelotheist (meiner-einer).

    Wie so ein Ritual überhaupt wirksam sein soll erschließt sich mir nicht im Geringsten...

    Wie kann ein gläubiger Jude, dessen Gott andere Götter ausschließt wahrhaftig und aufrichtig an so etwas teilnehmen? Entweder ist es Blasphemie seines Gottes gegenüber oder es ist Blasphemie der heidnischen Götter.

    Eine tatsächliche reinliche Heiligkeit wird an so einem Ort nie erreicht werden...

    Ja, es war lange ruhig hier...

    Dann können wir ja ab jetzt dafür sorgen, dass es wieder lebhafter wird. :-)

    Praktisch war ich auch nicht mehr da... :D

    Bin aber nicht vom Glauben weg, sondern war nur hier nicht mehr Aktiv, weil eben nichts mehr los war (was ich mir allerdings auch selber ankreiden muss)

    Skirnir ist ja der Diener von Freyr.

    Ich habe Skirnir immer eher als Riesen verstanden. So habe ich es auch online gelesen.

    Ob das nun richtig ist weiß ich nicht. Aber da Skirnir ja die Sonnenstrahlen bzw. die Kraft der Sonnenstrahlen repräsentiert, würde das schon passen mit dem Riesen.

    Das stimmt. Natürlich muss die Rodung eingestellt werden. Das ist ja klar.

    Mein Gedankengang bezog sich auch nur darauf, dass man theoretisch die CO2 Ausstoßung aufhalten kann, wenn man denn genügend Bäume pflanzt.


    Aber letztlich ist das sowieso utopisches Denken. Leider.

    Das Geheimnis der Bäume soll sehr gut sein. Hat eine Bekannte von mir gelesen.

    der Mensch, mal ganz grundsätzlich, ist kein Problem. Wir sind genau so Teil der Natur, wie jedes andere Lebewesen auch.

    Hmm, da muss ich Dir leider Widersprechen. Wenn auch nicht zu 100%.

    Natürlich sind wir als Menschen Teil der Natur. Allerdings reguliert sich die Natur selbst.

    Der Mensch ist dahingehend ein Problem, dass er keine natürlichen Feinde hat. Das heißt wir werden immer mehr und mehr.

    Irgendwann wird der Mensch die berühmte Heuschreckenplage (wenn er es nicht schon ist). Wir brauchen Nahrung. Je mehr Menschen desto mehr Nahrung. Wo kommt sie her? Das ist das größte Problem. Natürlich kann man Fleischkonsum einschränken aber trotzdem wird es früher oder später darauf rauslaufen, dass wir zu viel Platz brauchen. Egal ob für Getreide, Gemüse oder Fleisch, ob für Häuser oder Verkehrsmittel. Irgendwann reicht der Platz aber nicht mehr aus.

    Da der Mensch aber keine natürlichen Feinde hat, können wir uns nur selbst vernichten. Auch, wenn das hin und wieder schon passiert (Terroranschläge, Krankheiten, etc.) werden wir doch immer mehr.


    In der Natur wird es von selbst geregelt. Finden Rehe nicht mehr genug zu essen, weil sie zu viele sind, sterben sie an Hunger. Zu viele Rehe -> weniger Nahrung -> weniger Rehe -> mehr Nahrung -> mehr Rehe.... etc.

    So geht es allen Lebenwesen auf der Erde. Nur eben dem Menschen nicht, weil wir züchten und uns selbst schützen können und vorausplanen.

    Das zusätzlich ausgestoßene CO2 lässt sich aber begrenzen in dem man mehr Bäume pflanzt als man rodet.

    Wenn ich das Beispiel mit dem Brunnen von oben nehme: Wir hängen den Schlauch rein, es kommt also zusätzliches Wasser rein, dann muss der Brunnen eben vergrößert werden. Bzw. es muss mehr Wasser verbraucht werden.


    Beim CO2 hieße das: Es müssen mehr Bäume gepflanzt werden (vergrößern) oder wir müssen mehr CO2 verbrauchen, respektive: Es müssen mehr Bäume gepflanzt werden.

    Ich denke, dass man das CO2 so auffangen könnte. Wie viel mehr Bäume dafür nötig wären weiß ich nicht. Aber so ließe sich das Ganze aufhalten. Das wird nur leider nicht passieren.


    Bzgl. des Methans gebe ich euch Recht. Das ist das weitaus größere Übel; da müsste endlich etwas passieren.

    Langen dir diese Zeichen der Götter nicht !

    Was willst Du mehr ? Sollen die Götter plötzlich vor dir stehen und mit menschlicher Sprache zu dir sprechen ( wie bei Don Camillo )

    Das ist ja genau mein Problem. Ich weiß nicht, was ich brauche... Eben... Sind es Zeichen? Oder Zufall? Das ist genau mein Problem. Und ich weiß nicht, wie ich das bekämpfen kann...

    Dein Problem ist Du glaubst nicht.

    Zumindest nicht so, wie es richtig wäre... Ich würde gerne aber... Tja, kann man nicht erklären.

    Möglicherweise hilft dir das Thema ja weiter, dort haben wir das Thema Opfergaben schon Mal diskutiert.

    Ach Du hast ja Recht. Vielen Dank. Habe ich total vergessen.

    Ich denke wenn es dir darum geht die Geistwesen/Götter uvm. wahr zu nehmen oder mit ihnen in Kontakt zu treten, dann wird dir lesen nicht viel bringen.

    Naja ich lese ja, um mehr über die Götter zu erfahren. Um sie gegebenenfalls besser zu verstehen oder erkennen zu können.

    Diese Verbindung muss aus deinem tiefsten Inneren selbst kommen. Ich weiß das ist schwer zu vermitteln aber eine universale Anleitung dafür gibt es wohl nicht.

    Leider... Es wäre so viel einfacher ;)^^

    Vielleicht hilft es dir wenn du in die Natur gehst und die Natur und das spirituelle versuchst aktiv war zu nehmen.

    Das versuche ich manchmal. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass einfach nichts passiert. Oder das ich mir Dinge einbilde. Nur weil irgendwo ein Rabe kräht, bilde ich mir ein "oh, das könnte was bedeuten". Oder wenn ich irgendwo Rehe sehe, oder ein Windhauch. Aber letztlich denke ich dann doch wieder ach ist doch Quatsch...

    Weil ich mich bei den Göttinnen und Göttern aufgehoben fühle.Ich fühle das SIE bei mir sind. Wenn ich meinen Opferplatz verlasse fliegen fast jedesmal 2 Raben über mich hin.

    Ich habe bisher 4 mal geopfert. Einen richtigen Opferplatz habe ich nicht. Ich suche mir ein schönes Fleckchen im Wald, ab der Wege unter einer Eiche oder so. Beim ersten Mal, wurden alle Vögel still. Es war plötzlich so ruhig, abgesehen von ab und zu Autogeräuschen in weiter Ferne. Beim zweiten Mal, als ich versuchte den Opferplatz vom ersten Mal zu finden, habe ich ein Reh gesehen, was mich angeschaut hat. Ich dachte, dass es ja lustig ist und bin dem Reh hinterher. Gerade wenn ich es aus den Augen verloren hatte und aufgeben wollte, weil ich dachte ich finde es eh nicht mehr, stand es plötzlich wieder irgendwo. Das ging 3 mal so und letztlich habe ich eine andere wunderbar freistehende Eiche gefunden, an der ich geopfert habe.

    Beim dritten Mal passierte nichts, bis auf 2 Rehe die ich weglaufen sah, als ich fertig war. Beim vierten Mal passierte einfach gar nichts. Keine Tiere, keine Stille, nichts besonderes.....


    Da frage ich mich eben ob ich einfach nicht vorbereitet war, ob ich irgendetwas falsch gemacht habe oder ob einfach alles Quatsch ist. Da komme ich dann wieder ins zweifeln und dann denke ich mir wieder ich bin gar nicht wirklich heidnisch und wünschte nur es wäre so... Und damit schließt sich der Kreis: "Wann bin ich eigentlich Heide?"


    Ein Teufelskreis...

    Ich weis leider nicht wie man ein Foto einfügen kann.So könnte ich euch meinen Opferplatz zeigen.

    Du kannst unter der Box wo du schreibst auf "Dateianhänge" gehen. Dort kannst Du ein Bild hochladen, welches nicht größer als 1MB ist. Ich würde mich sehr freuen ein Bild deines Platzes zu sehen. :)

    Sollte ich mich in irgendeinem Punkt irren, und das Wort Religion, abgeleitet von religere ist doch auf die heidnischen Glaubensrichtungen anzuwenden, dann bitte ich mich zu korrigieren und dies entsprechend zu begründen!

    Also ich kann weder Latein noch behaupte ich, dass es richtig ist was ich jetzt sage, jedoch kann man das meiner Meinung nach schon anwenden. Schließlich binde ich mich an einen Glauben bzw. an Götter (ob nun einen oder mehrere ist in diesem Kontext wohl egal).

    Das ist natürlich nur mein Verständnis...


    Was gutes Handeln ist und was schlechtes gibt ja zum Beispiel das Havamal Auskunft.

    Da hast Du Recht. Letztlich habe ich wohl immer noch dieses typisch gut-böse der monotheistischen Lehre im Kopf.


    Das ist doch ganz o.k. Wichtig ist das Du an unsere Göttinen und Götter glaubst , das ihre Schöpfung unsere beseelte Natur ehrst und sie nach deinen Mitteln beschützt ( zB deinen Abfall mit nach hause nimmst ) .

    Und dabei tue ich mich immer schwer. Ich verstehe was Du meinst, aber was sind denn meine Möglichkeiten?

    Das ist immer schwierig. Jeder könnte viel mehr machen. Und da setzt wieder mein Denken ein, dass ich ja eigentlich ein schlechter Heide bin (wenn ich denn einer bin), weil ich ja viel mehr machen könnte...


    Wenn ich im Wald an meinem Opferplatz opfere, dann bringe ich meiner Herrin Geschenke mit, die ich auf meinem Weg finde buntes Herbstlaub,Blumen, Früchte, eine schöne Feder,ein Schneckenhaus. Wenn ich Lebensmittel opfere, dann Sachen die von den Tieren gefressen werden und somit nicht verschwendet werden. Für die Naturwesen die Elfen und die Zwerge gebe ich etwas Kleingeld.


    Für die Götter räuchern tu ich nur zuhause, wegen der Waldbrandgefahr.

    Vielen Dank für deine Offenheit, was Du so mitnimmst.

    Dazu hätte ich ein paar Fragen:


    Du schreibst, dass Du z.B. Laub, Blumen, Früchte, Federn oder ein Schneckenhaus opferst.

    Auch solche Gedanken kamen mir schon. Ich denke mir dann aber immer, was wollen die Götter z.B. mit Laub, Federn einem Schneckenhaus o.ä. Das meiste findet man mal eben so (gerade z.B. Blätter, Laub, etc.). Laub sind ja quasi tote Blätter. Für mich persönlich war das also ein no-Go. Kann aber auch ein Denkfehler von mir sein. Wie siehst Du das? Aus welchem Grund entscheidest Du Dich für Laub, Schneckenhaus, Federn?

    Deine Gedanken dazu würden mich wirklich interessieren. Was denkst Du können diese Dinge überbringen, was "wollen die Götter damit"? Also mir ist klar, dass damit Gedanken, Gefühle, Wünsche überbracht werden sollen und nicht der materielle Gegenstand. Aber irgendwie werde ich da nicht richtig schlau...


    Auch mit dem Kleingeld. Ich mache mir bei sowas generell immer Gedanken ist es zu viel oder zu wenig was ich gebe. Würde ich bspw. Brot opfern, woher weiß ich ob es zu viel oder zu wenig ist? Opfer ich einen ganzen Laib oder nur einen halben? Oder nur einen Bissen?



    Sverker schrieb:


    Meine Opfer werden an genommen.

    Eine etwas eigenartige Frage aber: Woher weißt du das?




    Aber nun zurück zum Thema, da es sonst hier zu viel ums opfern geht (über eine Antwort, gerne auch per PN würde ich mich freuen).



    Was meint ihr, wäre es hilfreich sich "mehr heidnisch zu fühlen", wenn man z.B. zu Hause räuchert, Edda liest (Was ich ja schon tue), vielleicht zu Jul bewusst Kerzen anzündet, etc.

    Wie gesagt tue ich mich mit dem Opfern schwer aber ich denke für den Anfang könnte das doch schon reichen. Wie seht ihr das?

    Hallo Ancarus,


    vielen Dank für Deine Antwort.

    Das sich "Aufraffen" ist Teil deiner Zuwendung zu den Göttern und kann dir von niemanden abgenommen werden. Der "freie Mann" ist Bestandteil des germanisch heidnischen Ideals. Der "freie Mann" geht selbst seinen Weg und nimmt, gegebenenfalls, auch Mühsal auf sich, um das richtige zu tun. Gleichzeitig ist es auch eine geistige/spirituelle Weiterentwicklung sich von diesem anerzogenem Faul-sein zu lösen.

    Da hat uns schlicht auch das Christentum vergiftet, ist dieses Denken doch ganz im Sinne der christlichen "Herde-Ideologie"

    Nehme ich diesen Mühsal nicht auf mich, bin ich dann ein schlechter Heide? Stehe ich dann schlechter da? Gibt es überhaupt dieses Denken "guter Heide, schlechter Heide"?

    In den monotheistischen Religionen muss man Angst vor einer Hölle haben. Das muss man im Heidentum in dem Sinne nicht, jedenfalls nicht als normal-rechtschaffener Mensch.

    Sagen wir mal, jemand (hier: ich) kann sich nicht aufraffen zum Opfern. Hat das dann irgendwelche negativen Auswirkungen? Oder ist man dann gar "ungläubig"? Ich frage absichtlich so scharf, da es sicherlich viele Menschen gibt, die so etwas fragen würden.

    Abgesehen von den von mir beschriebenen Dingen ist noch eine Erkenntnis, nach meiner Meinung, ganz essentiel: Man "ist" nie wirklich Heide, sondern man "wird" zum Heiden. Heide sein bedeutet eine ständige Weiterentwicklung. Ganz so wie die Natur sich ständig neu und weiter entfaltet, so ist es auch mit dem "Heide sein". In unserer Existenz in und auf Midgard gibt es da keinen Endpunkt der Entwicklung. Das Wesen der Götter ist unendlich und in etwas unendlichem lässt sich kein Ende finden.


    Man "ist" nicht sondern man "wird". Das gefällt mir sehr gut. Das behalte ich mir auf jedenfall. Vielen Dank dafür!

    Hallo,


    mich würde mal eure Meinung interessieren wann man sich selbst als Heide bezeichnen kann und was ihr glaubt wann man tatsächlich Heide ist und die Gunst der Götter genießen kann, bzw. wann die Götter wohlwollender auf einen schauen; Ist etwas schwer zu erklären.


    Ich mache mal den Anfang zu meiner Denkweise, muss aber selbst gestehen, dass ich nicht wirklich weiß, ob ich mich selbst als Heide/heidnisch bezeichnen würde...




    In der Edda finden wir genügend Informationen um einen Einblick ins religiöse Leben zu bekommen. Dennoch ist es für jeden eine andere Interpretation.

    Daher gibt es ja auch leider so viele verschiedene Organisationen und Vereine, Meinungen.

    Für jeden gibt es andere Schwerpunkte, sind andere Dinge essenziell.


    Wenn ich die Edda lese eröffnen sich mir immer neue Erkenntnisse und trotzdem bin ich mir selbst unschlüssig darüber ob ich nun Heide bin oder nicht, ob ich heidnisch handel oder nicht. Ich bin weit davon entfernt ein Ideal zu sein. Vernachlässige die Natur oft genug und zweifel auch sehr häufig.

    Allerdings denke ich besonders oft an die Götter, erwische mich öfter auch dabei, wie ich mit den Göttern spreche.

    Ähnlich dem Beten, es ist jedoch mehr ein "erzählen".


    Die jährlichen Feste vergesse ich meist. Woran ich immer denke ist Sommersonnenwende, Wintersonnenwende und Ostara.

    Mit "daran denken" ist es bei mir leider aber auch schon erledigt.

    Ich bin in einer neutral religiösen Familie erzogen worden, war nur 2 mal im Jahr in der Kirche, bin allerdings konfirmiert und habe daher relativ viel Kontakt gehabt zum Christentum. Ich bin also eher der "faule" der weiß, wenn er zweimal in die Kirche geht ist schon OK, sonst muss ich nichts machen.

    Das ist logischerweise im Heidentum nicht so. Dennoch konnte ich mich bisher da noch nicht ganz von befreien. Also von dem "Faul-sein".

    Auch das Opfern fällt mir schwer. Ich bin so erzogen worden, dass man nichts verschwendet. Also fallen Lebensmittel für mich schonmal weg, weil ich mich dabei einfach nicht wohl fühle. Dinge selber sammeln.... Tja, dafür bin ich nun wieder zu faul.


    Und da setzt dann eben mein "Denken" ein. Wann ist man eigentlich ein Heide? Bin ich schon heidnisch, weil ich an die Götter glaube, in der Edda lese und ab und zu mit den Göttern spreche?

    Ab wann bin ich also ein Heide?


    Wie sind eure Meinungen dazu? Was ist für euch essenziell um ein Heide zu sein?

    Hallo Wolfbald,


    vielen Dank für deine Ausführungen.

    Woher hast Du all' diese Informationen, wenn ich fragen darf? Würde mich mal interessieren. Vielleicht kann ich da auch etwas über das Siedlungsgebiet der Chatten herausfinden...

    Danke für deine Ausführung,Snoopy.


    Nächste Frage. Wo kommen die Islamisten hin ? Doch nicht auch in unsere Totenreiche ?

    Selbstverständlich kommen sie dorthin. Nochmal: Nach meiner Auffassung gibt es nichts anderes.
    Grundsätzlich gibt es mit Sicherheit eine Art "Strafe"; sprich sie werden als etwas "niederes" wiedergeboren. Vielleicht werden sie auch als Juden wiedergeboren und müssen dann mit den Islamisten klarkommen um so zu lernen.


    Edit: Ancarus war etwas schneller... Ich habe vergessen abzusenden.

    Wenn wir Heiden gestorben sind,kommen wir nach Walhalla. Endweder zu Wotan oder in Freiya`s Hallen oder zu Hel. Aber wohin kommen unsere nichtheidischen Verwanten?

    Diese Aussage ist so pauschal nicht richtig.

    Spontan fällt mir da noch ein, dass die Ertrunkenen zu Ran kommen.

    Die Jungfrauen und Unverheirateten zu Gefion.

    Die Kranken und im Bett sterbenden kommen zu Hel.

    Wenn ich mich richtig erinnere, dann gibt es auch noch weitere Totenreiche.


    Die nichtheidnischen Verwandten kommen natürlich selbstverständlich in die gleichen Reiche. Es gibt ja nichts anderes. Wo sollen sie sonst hin?

    Es gibt nicht diese Bestrafungsart für "nichtgläubige".

    Die Schinetzen sowieso und spätestens seit Trump Präsident ist, die Amerikanzen auch! Man muss sich nur in irgendwelchen Reportagen oder anderen Sendungen die Dunstglocken über deren Großstädten anschauen! Laufen in China mit Mundschutz rum (oder war das Japan?) und machen einfach weiter mit der Luftverpestung! Und das Wort "Smog" kommt soweit ich weiß aus den USA! ein Wunder, den gibt's da ja mehr als genug!

    Abgesehen davon, dass ich deine Art der Tetulierung anderer Völker daneben finde, habe ich den Eindruck, dass du keine Ahnung von dem hast, was du schreibst. Warst du schonmal in China?

    China macht verdammt viel für den Umweltschutz. Aber ein einziges Land technisch, wirtschaftlich und politisch aufholen zu lassen und dabei trotzdem Vorreiter sein ist eben schwierig. Ein Land, welches flächenmäßig fast so groß ist wie Europa und mindestens ebenso viele unterschiedliche Kulturen und Menschen hat, muss man erstmal gleichmäßig regieren und eben entsprechend entwickeln.


    Da du von Atemmaske und Smog schreibst und ja so sehr auf China und Amerika schimpfst:

    Diesen Smog gibt es auch in Neu-Delhi, Vietnam, Dubai, Paris(!), Madrid, Stuttgart(!!!), New York und auch in Berlin sind die Werte schlecht. Und hier reden wir nicht von einer 20 Millionen Einwohner Stadt wie Peking, welches den Smog bei Südwind auch noch gegen die Berge drückt und eben nicht wegweht.

    Aber wenn Stuttgart schon über Autoverbot spricht (620.000 Einwohner) und Paris (2,2 Mio Einwohner) schon von Smog-Alarm redet, dann kann ich es einer 20 Mio Einwohner Stadt nicht verübeln. Und wusstest du, dass in Chinas Großstädten 90% Elektroroller rumfahren?

    Das dort Gebäude so gebaut werden, damit Windkanäle entstehen und eben nicht die Bürger so sehr belastet werden?

    China tut verdammt viel für die Umwelt. Das sie keine Vorreiter sein können ist bei dieser Menschenzahl, Ballungszentren, verständlich. Und trotz dem allem ist China weit vorne dabei...

    Ein Entaufungsritual ist nicht nötig der neu Ankömmling wir ja einen Taufritual unterzogen so wie die Neugebohrnen. So mit in die Sippe auf genohmen werden.

    Grundsätzlich ist eine Taufe vor dem christlichen Gott ohne Relevanz. Trotzdem kann es eine psychisiche Auswirkung haben. Für diesen Fall wäre ein Enttaufungsritual sicherlich sinnvoll.


    Ein "Neuankömmling" wird nicht zwingend einem Taufritual unterzogen. Das mag auf Wunsch möglich sein. Aber grundsätzlich voraussetzen würde ich das nicht.