Beiträge von Skog

    Ich muss leider zugeben, dass mir keine Pflanzen mehr einfallen.
    Wenn euch noch Pflanzen einfallen zu denen ich noch nichts schrieb schaue ich ob mir zu denen noch etwas einfällt.

    Zitronenmelisse


    Standort
    Die Zitronenmelisse wächst auf nährstoffreichen, lehmigen Böden. Da sie ursprünglich aus dem Mittelmeerraum kommt findet man sie hauptsächlich in Gärten. Manchmal wächst die Zitronenmelisse wild an Wegrändern.


    Merkmale
    Die Zitronenmelisse kann einen Meter hoch werden.
    An den aufrechten Stielen wachsen eiförmige gekerbte Blätter. Die Blüten wachsen in den oberen Achseln zu dritt bis zu siebt in Halbquirlen. Sie blühen weiß oder hell rosa. Wenn man die Blätter zerreibt riecht es nach Zitrone.


    Sammelzeit
    Blätter: April bis September


    Wirkstoffe
    Rosmarinsäure, Glykoside, Flavonoide, Saponine


    Verwendung
    Wundbehandlung: Durch die Rosmarinsäure hilft Zitronenmelisse gegen Bakterien und Viren.
    Magenbeschwerden:
    Einschlafstörungen:
    Hautkrankheiten: Zitronenmelisse hilft auch gegen Herpes. Gegen Hautkrankheiten kann man auch ein Bad mit Zitronenmelisse nehmen. So ein Bad benutzt man auch um sich zu entspannen.
    Küche: 


     [IMG:https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e6/Melissa_officinalis_-_K%C3%B6hler%E2%80%93s_Medizinal-Pflanzen-094.jpg


    Das Bild stammt aus Franz Eugen Köhlers Buch "Köhler's Medizinal-Pflanzen"



    Acker-Witwenblume


    Standort
    Die Acker-Witwenblume wächst auf nährstoffreichen Böden. Meistens ist sie auf Wiesen oder Wegrändern zu finden.
    kleine violette oder rosafarbene Blüten. Sie ergeben eine Kugel.




    Sammelzeit
    Wurzeln: September bis April
    Blätter: April bis Juli


    Wirkstoffe
    Flavonoide, Bitterstoffe


    Verwendung
    Entzündungen hemmen: Die das Witwenblume gegen Entzündungen helfen soll wird es innerlich gegen Entzündungen im Mund oder Rachen, aber auch gegen Heiserkeit verwendet. Äußerlich wird es zur Wundbehandlung oder zur Behandlung von Hautkrankheiten genutzt.


     [IMG:https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f7/Illustration_Knautia_arvensis0.jpg

    Bildquelle: Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé "Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz", 1885

    Wasserminze


    Standort
    Die Wasserminze wächst auf feuchten Böden. An Bachufern, Gräben, Nasswiesen und Mooren. Meistens wächst es zusammen mit Röhrichtpflanzen.


    Merkmale
    Die Wasserminze kann bis zu 70 Zentimeter hoch werden. Die eiförmigen Blätter wachsen gestielt, gegenständig am aufrechtem und rechteckigen Stängel.
    Die Blüten wachsen direkt über den oberen Blättern. Am Ende des Stängels wachsen die kleinen Blüten kugelförmig. Die Blütenansammlungen, die weiter unten wachsen, wachsen in Scheinquirlen. Die Blüten sind hellviolett, vielleicht auch hellrosa.


    Sammelzeit
    Blätter: April bis September


    Wirkstoffe
    ätherische Öle


    Verwendung
    Fieber:
    Akne:
    Gegen beide Krankheiten hilft ein Tee aus der Wasserminze. Wasserminze schmeckt milder als die Pfefferminze, welche aus einer Kreuzung zwischen Wasser- und Grüne Minze entstand, und kann deshalb auch zwischendurch als Tee genossen werden.


    Früher nutzte man die Wasserminze auch dafür die Seitenstiche zu bekämpfen.

    Waldmeister
    auch: Wohlriechendes Labkraut, Mariengras


    Standort
    Am häufigsten findet man den Waldmeister in Buchenwäldern, aber auch in anderen schattigen Laubwäldern ist er zu findet. Dort wächst er auf lockeren und nährstoffreichen Böden.


    Merkmale
    Der Waldmeister kann bis zu vierzig Zentimetern hoch werden. Da er ebenso wie andere Labkräuter Blattquirle mit länglichen, ganzrandigen Blättern ausbildet kann man ihn mit diesen verwechseln. Aber auch die anderen Labkräuter sind ungiftig. Von anderen Pflanzen kann man den Waldmeister dadurch unterscheiden, dass ihm nur unverzweigte Stängel wachsen an dem mehrere Blattquirle mit jeweils sechs bis acht Blättern wachsen.
    Die Blüten bestehen aus vier weißen Blütenblättern und vier Staubblättern.


    Sammelzeit
    Blätter: Mai bis Juli
    Wurzeln: Juli bis Mai
    Wenn man mit den Blättern kochen oder zum Beispiel eine Maibowle herstellen möchte sammelt man die Blätter noch vor der Blüte.
    Möchte man den Waldmeister gegen Krankheiten einsetzen wird er auch noch während der Blüte gesammelt.


    Wirkstoffe
    Cumarin-Glykosid, Flavonoide, Asperulosid


    Erst wenn man die Blätter welken lässt wird aus dem Cumarin-Glykosid das Cumarin, welches dem Waldmeister seinen typischen Geruch, Geschmack und seine Heilwirkung verleiht.


    Anwendung
    Wundbehandlung: Waldmeister wirkt entzündungshemmend. Legt man ein frisches, zerdrücktes Blatt in eine blutende Wunde wird die Blutung gestoppt.
    Schlafmittel:
    Frauenleiden: In der Volksmedizin ist der Waldmeister auch als ein Mittel gegen Frauenleiden bekannt.
    Insektenabwehr: Um zum Beispiel Motten von der Kleidung im Kleiderschrank fern zu halten hängt man einfach etwas Waldmeister in den Schrank. Man soll mit Waldmeister auch Geister vertreiben könne.
    Färben: Mit der Wurzel kann man Stoffe rot färben.


    Wichtig: Cumarin ist leicht giftig und verursacht Kopfschmerzen. Wenn man häufiger Waldmeister zu sich nimmt kann auch die Leber geschädigt werden.


    [IMG:https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2f/Illustration_Galium_odorata0.jpg
    Das Bild ist von Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé aus "Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz"

    Vogelmiere
    auch: Hühnerdarm


    Standort
    nährstoffreiche Böden, meist in Gärten und auf Wiesen


    Merkmale
    Die Vogelmiere wird bis zu 30 cm hoch. Ihre Blätter wachsen im unteren eil der Pflanze an kleinen Stängel. Oben sitzen die Eiförmigen Blätter, die aber spitz zulaufen, direkt am Stängel. Der Stängel der nur eine Reihe haare hat macht die Vogelmiere unverwechselbar.
    Die Blüte weist fünf grüne Kelch- und fünf weiße Kronblätter auf. Da die Kronblätter sehr tief eingeschnitten sind sehen sie aus wie zwei Blätter. In der Mitte befinden sich drei bis zehn violette Staubbeutel.


    Sammelzeit
    Das Kraut wird zur Blütezeit gesammelt. Da die Vogelmiere bei guter Witterung das ganze Jahr über blühen kann, könnte sie das ganze Jahr über gesammelt werden.


    Inhaltsstoffe
    in relativ großen Mengen: Saponine, Vitamin C
    in relativ geringen Mengen: Flavonoide, Mineralstoffe, Cumarine


    Verwendung
    Aufgrund der Saponine sollte man nicht zu viel Vogelmiere zu sich nehmen.
    Hautkrankheiten: 
    Wundbehandlung: Die Vogelmiere soll vor Entzündungen schützen und gleichzeitig den schmerz lindern
    Husten: Die Vogelmiere wirkt vor allem schleimlösend
    Gelenkschmerzen: Um Gelenkschmerzen zu behandeln legt man einen Umschlag auf die betroffenen Gelenke

    Sowohl zur äußerlichen Anwendung, als auch zur innerlichen wird ein Tee aus der Vogelmiere gekocht. Bei Gelenkschmerzen wird auch ein Extrakt aus der Vogelmiere verwendet.

    Man kann die Vogelmiere aber auch roh als Wildgemüse essen.

    Vergissmeinnicht


    Standort
    Bevorzugt feucht, nährstoffreiche Böden. Deswegen findet man sie oft in Ufernähe


    Merkmale
    Das Vergissmeinnicht hat meist leicht flaumige Blätter und Stängel. Allerdings können sie auch kahl sein.Die Blätter sind länglich und haben einen glatten Blattrand.
    Die Blüte besteht aus fünf Blütenblätter, die meist bau bis violett sind. In seltenen Fällen können die Blütenblätter auch weiß, gelb oder pink sein. In der Mitte der Blüte befindet sich eine gelbe Kronröhre. Es sieht so aus, als wenn von dieser Kronröhre fünf Strahlen abgehen würden. Diese "Strahlen" sind hellere Stellen auf den Blütenblättern.
    Man könnte das Vergissmeinnicht mit dem Gedenkemein verwechseln. Das Gedenkemein ist allerdings ungiftig.


    Sammelzeit
    Blüten: Mai bis Oktober


    Wirkstoffe
    Rosmarinsäure, Gerbstoffe, Alkoloide


    Verwendung
    Erkältung: Man setzt das Vergissmeinnicht in der Volksheilkunde gegen Erkältung ein. Dafür bereitet man einen Tee aus den Blüten zu. Die Blätter und Stängel werden nicht verwendet, da sich in ihnen kleine Mengen eines Alkaloides befinden, dass die Leber schädigt.


     [IMG:https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/94/Illustration_Myosotis_scorpioides0.jpg] Das Bild ist aus "Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz" von Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé

    Thymian (sowohl "echter Thymian" als auch "Feld-Thymian")
    Der Feldthymian wird auch Quendel genannt


    Merkmale
    Der Thymian ist ein Lippenblütler, der 35 cm hoch werden kann. Seine Blätter sind klein, immergrün und ledrig. Die Blätterdes feldthymians sind allerdings breiter als die des echten Thymians. Die älteren Triebe verholzen nach einiger Zeit.
    An einen Trieb wachsen immer mehrere Blüten, die Weiß bis hell Lila sein können


    Standort
    Am besten wächst der Thymian auf trockenen, kalkhaltigen Böden. Deswegen findet man ihn häufig auf Magerwiesen und auf steinigen Böschungen.


    Sammelzeit
    Blätter: April bis September
    Blüten:Juni bis Oktober


    Wirkstoffe
    Flavonoide, Thymol, Rosmarinsäure, Gerb-, Bitterstoffe, ätherische Öle


    Verwendung
    Am bekanntesten dürfte es sein, dass man den Thymian als Gewürzpflanze nutzen kann. Besonders geeignet ist der Thymian für fette Speisen, da er, durch die Gerbstoffe, solche Speisen bekömmlicher macht. Er hilft also auch bei Verdauungsbeschwerden.
    Wundbehandlung: Bei der Wundbehandlung soll der Thymian die Wunde desinfizieren. Erreicht wird das durch die Rosmarinsäure, welche gegen Bakterien und Viren wirkt.
    Krampflösend: Hierzu nutzt man vorzugsweise den echten Thymian, da er mehr ätherische öle besitzt, als der Feldthymian.


    Der Feldthymian wird, zumindest in der Volksmedizin, zum Appetitanregen und gegen Atemwegserkrankungen wie Husten eingesetzt.
    Um Atemwegserkrankungen loszuwerden kann man Tee aus Thymian trinken oder ein heißes Bad nehmen, dem man Thymian beigemischt hat. Durch die Hitze sollen die ätherischen Öle verdampfen, welche dann direkt in den Atemwegen wirken können.



    Färben: Thymian färbt Stoffe gelb. manchmal kann das gelb auch ins bräunliche gehen.


     [IMG:https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/12/Thymus_vulgaris_-_K%C3%B6hler%E2%80%93s_Medizinal-Pflanzen-271.jpg

    Das Bild zeigt den echten Thymian und ist aus dem Buch " Köhler's Medizinal-Pflanzen" von Franz Eugen Köhler kopiert worden.

    Außer geschmacklich sind die beiden Pflanzen nicht vergleichbar.



    Äußerlich unterscheiden sich beide Pflanzen hauptsächlich dadurch, dass die Wilde Möhre im Gegensatz zur Süßdolde häufig eine "Mohrenblüte" aufweist, weniger und kleinere Blätter hat und deutlich tiefer wurzelt.
    Geschmacklich unterscheiden sich beide Pflanzen dadurch, dass jedes Pflanzenteil der Süßdolde leicht süßlich und nach Anis schmeckt, während nur die Samen der Wilden Möhre geschmacklich an Anis erinnern können. Sie sollen gegen einen Kater helfen.


    Und am wichtigsten: Die Süßdolde wird gegen Husten und Magenschwäche verwendet. Die Wilde Möhre wird meistens bei Ernährungsstörungen bei Kleinkindern und Säuglingen verwendet. Besonders bei Vitamin-A-Mangel. Sie hilft auch gegen Durchfall und entwässert. In der Volksmedizin nutzt man die Wilde Möhre aber auch zur Wundbehandlung.Und natürlich um die Sehkraft zu verbessern.

    Süßdolde


    Standort
    Die Süßdolde wächst auf kalkhaltigen Böden. Sie ist meist in Gebirgen oder auf Fettwiesen zu finden.


    Merkmale
    Die Süßdolde kann bis zu zwei Metern hoch werden. An ihrem Stängel, der sich im oberen bereich verzweigt, wachsen aus den Knoten die gefiederten Blätter. Ihre Dolden sind weiß. Die Samen der Süßdolde wachsen in aufrecht stehenden, bis zu 2,5 cm langen Schoten, die erst grün und später braun sind.
    Durch diese Früchte und den an Anis erinnernden Geruch kann man die Süßdolde von anderen Pflanzen unterscheiden.



    Sammelzeit
    Wurzel: September bis Mai
    Blätter: März bis Juni
    Blüten: Mai bis August
    Früchte: Juli bis September



    Inhaltsstoffe
    Flavonoide
    ätherische Öle


    Verwendung
    Hauptsächlich nutzt man die Süßdolde als Gewürzpflanze. Dafür nutzt man die Blätter oder die Samen. Beide Pflanzenteile schmecken nach Anis und sind leicht süßlich. Die Samen erntet man entweder, wenn die Samenkapseln reif und braun sind oder kurz bevor sie reif sind. Dann sollen die Samen am intensivsten schmecken.
    Gekocht sind auch die Wurzeln essbar.
    Blutreinigung, Husten, Magenschwäche: in der Volksmedizin nutzt man die Süßdolde um Husten und Magenschwäche zu behandeln oder um das Blut zu reinigen. In der Regel trinkt man dafür zwei bs drei Tassen Tee aus den Blättern und Blüten der Süßdolde am Tag.


     [IMG:https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1f/Illustration_Myrrhis_odorata0.jpg



    Bildquelle: Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany

    Stiefmütterchen


    Das Stiefmütterchen hat seinen namen durch ihre Blüte erhalten. Das untere Blütenblatt stellt die Stiefmutter da, die auf zwei "Stühlen" sitzt. Links und rechts dadrüber sind die beiden Töchter, die jeweils auf einen Stuhl sitzen. Ganz oben müssen sich die beiden Stieftöchter einen Stuhl teilen.


    Merkmale
    Das Stiefmütterchen kann 20 cm hoch werden. Die Blätter sind fiederteilig. Die Blüten der heimischen Stiefmütterchen sind entweder weiß mit einem, nahe der Mitte, gelben Stiefmütterchen oder oben lila, in der Mitte weiß, und unten gelb. Allerdings sind die dreifarbigen Stiefmütterchen seltener.


    Standort
    Die Stiefmütterchen wachsen auf nährstoffreichen Böden auf die relativ viel Sonne gelangt.


    Sammelzeit
    Blätter: April bis Juli
    Blüten: Mai bis November


    Wirkstoffe
    Schleimstoffe, Flavonoide,Saponine, Salicylsäure


    Verwendung
    Kopfschmerzen: Aufgrund der Salicylsäure hilft das Stiefmütterchen gegen Kopfschmerzen
    Hauterkrankungen: Gegen Hauterkrankungen helfen die Schleimstoffe und Saponine
    Husten: Durch die Schleimstoffe soll das Stiefmütterchen besonders gegen "trockenen" Husten helfen

    Bitte entschuldigt, dass ich in den letzten Tagen nichts mehr von mir hab hören lassen.
    Mein Laptop hat plötzlich den Geist aufgegeben. Sobald ich einen neuen habe folgen neue Beiträge.

    gelber Steinklee


    Standort
    trockene Böden mit mäßigen Nährstoffgehalt, Schuttplätze und Wegränder


    Merkmale
    Der Steinklee kann einen Meter hoch werden. Die Blüten wachsen in Trauben. Die Blätter wachsen in Dreiergruppen und sind gezähnt.


    Sammelzeit
    Blätter: Mai bis September
    Blüten: Mai bis September


    Wirkstoffe
    Cumarin-Glykosid, Flavonoide


    Verwendung
    Entzündungen: Gegen Entzündungen nutzt man meist Umschläge aus dem Steinklee.
    Krampfadern, Venenleiden, Hämorrhoiden: Gegen alle drei Krankheiten hilft das Cumarin-Glykosid.
    Schlafstörungen: Der Steinklee soll, besonders inhaliert, leicht narkotisierend wirken.


    wichtig: Der Steinklee steht im Verdacht die Leber zu schädigen und soll innerlich eingenommen Kopfschmerzen verursachen.


    Das Bild ist aus dem Buch " Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz" von Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé



    [IMG:https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f4/Illustration_Melilotus_officinalis0.jpg]

    Schneeball


    Standort
    helle Standorte


    Merkmale
    Der Schneeball kann bis zu vier Meter hoch werden. Seine Blätter sind meist wechselständig und haben einen glatten oder gezähnten Blattrand.
    Die Blüten wachsen in Scheindolden und sind weiß. Die Blüten am Rand der Scheindolde sind größer als die in der Mitte.
    Die Früchte sind rot, schwarz oder gelb und haben einen herzförmigen Kern.
    Da unter den Begriff "Schneebeere" mehre Pflanzen der Gattung Schneebeere fallen kann das Erscheinungsbild abweichen.


    Sammelzeit
    Rinde: März bis Juli
    Früchte: August bis Dezember
    Erst die reifen Früchte sollen ihre Giftigkeit verloren haben.


    Wirkstoffe
    Glykoside, Bitterstoffe


    Verwendung
    Die Rinde der Schneeballarten soll krampflösend wirken und wird auch bei Menstruationsbeschwerden eingesetzt.
    Aus den Beeren wird meistens Gelee gekocht oder es werden mit ihnen Stoffe gefärbt.

    Scharbockskraut


    Standort
    feuchte, lehmige Böden


    Merkmale
    Das Scharbockskraut ist ein Hahnenfußgewächs, dass 25 cm hoch werden kann. Es bildet, zur Speicherung von Stärke, an den Wurzeln Knollen aus. Die herzförmigen Blätter mit gekerbten Rand sind meist einzelnd auf glatten Stielen. Sie glänzen leicht. Die gelben Blüten haben zwischen acht und zwölf Blütenblätter. die sternförmig angeordnet sind.


    Sammelzeit
    Blätter: März bis Mai


    Die Zeit in der man das Scharbockskraut sammeln sollte ist so kurz, da es in allen Teilen giftig ist. Sobald das Kraut blüht ist die Konzentration des Giftes meistens dermaßen hoch, dass es nicht mehr bedenkenlos zu sich genommen werden kann.
    Da die Giftstoffkonzentration nicht von der Blüte abhängig ist empfiehlt es sich vor dem sammeln zu probieren. Schmeckt es sehr bitter sollte man es besser stehen lassen. Eine leichte Herbe ist allerdings unbedenklich.
    Durch das Trocknen soll verliert das Scharbockskraut seine Giftigkeit.


    Wirkstoffe
    Vitamin C


    Verwendung
    Vitamin-Mangelerscheinungen: Durch den hohen Gehalt an Vitamin C kann man mit den Scharbockskraut Krankheiten bekämpfen, wie zum Beispiel Skorbut, die durch ein Vitamin C-Mangel hervorgerufen werden.
    Hautleiden: Eine Verwendung gegen Hautleiden ist mir nur aus der Volksheilkunde bekannt. Dazu brüht man das Scharbockskraut mit heißem Wasser auf und wäscht die betroffenen Stellen mit der Abkochung. Durch die Hitze soll da Kraut seine Giftigkeit verlieren.


    Das Bild ist aus "Deutschlands Flora in Abbildungen" von Johann Georg Sturm
     [IMG:https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1f/Ranunculus_ficaria_Sturm59.jpg]

    Schafgarbe


    Standort
    Wiesen, Wald-/Wegränder


    Merkmale
    Die Schafgarbe kann eine Höhe von 150cm erreichen. Aus der Blattrosette wächst ein Stängel, an dem wechselständig gefiederte Blätter wachsen.
    Die Blüten wachsen in Scheindolden und sind gelb, rosa oder weiß.
    Man könnte die Schafgarbe mit dem Rainfarn verwechseln. Allerdings kann man beide Pflanzen leicht am Geruch unterscheiden.



    Sammelzeit
    Blätter: März bis Juli
    Blüten: Juni bis Oktober


    Wirkstoffe
    Ätherische Öle, Flavonoide, Bitter-/Gerbstoffe


    Verwendung
    Verdauungsbeschwerden: 
    Wundbehandlung/Gesichtspflege: Die ätherischen Öle der Schafgarbe sollen desinfizierend und entzündungshemmend wirken. Zur Gesichtspflege nimmt man in der Regel einen Auszug aus den Blüten.
    Schleimlösend: Auch hier sollen die ätherischen Öle helfen.
    Frauenleiden: Gegen Frauenleiden verwendet man nur die Blüten der rosafarbenen Schafgarbe.
    Küche: Die Jungen Blätter kann man Salaten hinzugeben oder als Gewürz für fette Speisen verwenden.
    Färben: Mit Hilfe der Schafgarbe können Stoffe gelb gefärbt werden.




    Sanikel


    Standort
    In Wäldern, auf kalkreichen Böden


    Merkmale
    Der Sanikel kann bis zu einen halben Meter hoch werden. Er ist eine ausdauernde Pflanze mit dunkelgrünen, grundständigen Blättern. Die Blätter sind leicht gesägt. Der Sanikel gehört zu den Doldenblütler. Seine Blüten sind meistns weiß und selten rosa.


    Sammelzeit
    Gesammelt werden nur die Grundblätter.
    Blätter: Mai bis August


    Wirkstoffe
    Saponine, Gerb- und Bitterstoffe


    Verwendung
    Meistens nimmt man den Sanikel in Form eines Tees ein. Dazu brüht man einen Tee aus zwei Teelöffeln des getrockneten Krautes. Hat man nur frischen Sanikel nimmt man zwei Esslöffel auf 200 mL Wasser.
    Husten: Durch die Saponine, die schleimlösend wirken, wird das abhusten erleichtert.
    Magenbeschwerden:


    Das Bild ist aus dem Buch "Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz" von Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé



    [IMG:https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/19/Illustration_Sanicula_europaea0.jpg]

    Ringelblume
    auch: Goldblume


    Standort
    lockere, nährstoffreiche Böden, häufig in Ortschaften


    Merkmale
    Die Ringelblume ist ein Korbblütler, der bis zu einen halben Meter hoch werden kann. Die Blüten können gelb oder orange sein.
    Die Blätter sind länglich und die Stiele behaart.


    Sammelzeitpunkt
    Blüte: Juni bis Oktober


    Inhaltsstoffe
    Flavonoide, Glykoside, Carotinoide


    Verwendung
    Mit Hilfe der Ringelblume wird versucht das Wetter vorherzusagen. Dazu guckt man, ob die Blüten um sieben Uhr morgens noch geschlossen sind. Sind sie es wird der Tag regnerisch.
    Auch um herauszufinden, wen man später heiratet wurde die Ringelblume benutzt.
    Wundheilung/Quetschungen: 
    Verbrennungen: 
    Ausschläge: 
    Gegen jedes dieser Leiden verwendet man entweder Tinkturen, Auszüge oder Salben aus der Ringelblume.


     [IMG:https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/ba/Calendula_officinalis_-_K%C3%B6hler%E2%80%93s_Medizinal-Pflanzen-024.jpg


    Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen