Beiträge von Angelotheist

    Ich merke, dass unsere Positionen und Ansichten zum Teil doch sehr weit auseinander liegen. Zumindest bei dem aktuellen Thema.

    Wir könnten jetzt noch ewig hin- und herreden und uns gegenseitig unsere Meinungen kundtun, aber das führt auf die Dauer zu nichts.

    Lassen wir es also dabei bewenden, Ihr habt Eure Meinung, ich meine. Das ist unser gutes Recht!

    Polenpaule (also Papst Johannes Paul II.) hat mit seinen interreligösen Treffen in Assisi auch einiges an Kritik abbekommen, und zwar von Konservativen aus den drei monotheistischen Religionen. Aber die meisten Leute fanden das gut.

    Ein Bekannter von mir (ziemlich streng römisch-katholisch) hat es nicht gut gefunden, dass eine Buddha-Statue bei diesem interreligiösen Treffen auf dem Tabernakel stand. "Ob sich da der arme Jesus (also das geweihte Brot im Tabernakel, das ja der Leib Christi ist) nicht unwohl gefühlt hat?", meinte er. Ich konnte schon damals, noch als Christ, nur innerlich den Kopf schütteln und fragte ihn warum er das meine. Ob er sich nicht vorstellen könne, dass Jesus und Buddha sogar gute Freunde sind (im Jenseits). Er war der Meinung, dass das vielleicht ... möglich wäre, aber eine Buddha-Statue auf einem Tabernakel, das gehe gar nicht!


    Viele Leute, die sich als der christlichen Religion zugehörig sehen, praktizieren ostasiatische Meditation und Kampfsportarten, bei denen Buddha und andere nicht christliche religiöse Figuren, darunter auch Götter verehrt werden. Konservative Christen, wie jener Bekannte von mir, finde das schrecklich und blasphemisch. Aber diejenigen, die das tun, tun das weil es ihnen gut tut. Sie kommen bei der Zen-Meditation zur Ruhe und schöpfen bei Aikido, Judo oder Karate kraft und lernen nebenbei wie man sich selbst verteidigen kann, wenn man angegriffen wird. Buddha oder z.B. hinduistische, chinesische oder japanische Gottheiten dabei zu verehren, das ist für diese Christen kein Problem. Sie gehen zum Gottesdienst in die Kirche, zur Meditation ins buddhistische Kloster oder den buddhistischen Tempel und zum Kampfsport machen sich viele auch mit Praktiken vertraut, die oft sehr ostasiatisch-religiösen Charakter haben.


    Das alles ist nur dann ein Problem, wenn man es zu einem macht, idem man scharfe Grenzen zieht und sagt, dass eine Vermischung der Glaubensrichtungen, Religionen und Kulturen nicht gut, nicht wünschenswert oder gar schlecht und destruktiv weil blasphemisch ist. Eine typisch menschliche Denkweise; Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und alles was neu, anders, horizonterweiternd oder einfach nicht der Gewohnheit entsprechend ist, wird (erstmal) abgelehnt. Ich bin mir siecher, dass Die Da Oben nicht so kleingeistig sind.

    Wir Menschen versuchen noch immer in unseren Kreisen, Sippen, Familien, Völkern, ... zu bleiben, und vergessen dabei, dass wir eine Menschheit sind, die einen Planeten und eine Zukunft haben. Jeder will sein eigenes Süppchen kochen und wenn jemand anders sagt "Tu doch mal etwas von diesem Gewürz rein" und man kennt das Gewürz nicht, dann heißt es "Nein!".

    So werden wir aber nicht weiterkommen! Das zeigt auch die EU-Wahl! Erschreckend viele Stimmen sind an EU-feindliche, rechte Parteien und Gruppierungen gegangen. Zum Glück aber auch an die Grünen und andere progressive Kleinparteien.


    Warum komme ich mit der EU-Wahl? Weil Politik und Religion in vielen Dingen sehr ähnlich sind! Sowohl hier als auch da gibt es konservative und progressive, ausschließende und offene Tendenzen. Und konservativ und ausschließend ist nicht zukunftsförderlich! Wer auf der Stelle bleibt oder gar rückwärts geht, wer nur bei sich bleibt und andere von vorne herein ausschließt, bleibt irgendwann auf der Strecke und wird abgehängt.


    Es gibt da ein schönes Bild: Wenn Du mit dem Rad fährst, dann kannst Du auf Dauer nur das Gleichgewicht halten, wenn Du dich vorwärts bewegst.

    Oder: Nur tote Fisch schwimmen mit dem Strom.

    Oder: Wer nur bei sich selbst bleibt, bleibt alleine.


    Und noch was: Das Judentum mach aufgrund seiner Geschichte eine ziemlich instabile Religion sein, oder unstet und veränderbar (zumindest in ihrer Anfangszeit), aber es besteht bis heute, trotz allen Anfeindungen und dem Holocaust...

    P.S.: Und bevor jemand meint ich wolle eine Lanze für das Judentum brechen, ja klingt so, aber letztlich lege ich nur die Fakten auf den Tisch, die ich als jemand der Theologie studiert hat kenne.

    Und was mir immer ein Anliegen ist: Es m.E. sehr wichtig in dieser globalisierten, multikulturellen Welt, dass man nicht nur sein eigenes Süppchen kocht, sonder über den eigenen Tellerrand hinausschaut. Dieser Jude, der am 18. Mai dabei war tut genau das, er bleibt nicht in seiner Synagoge, sonder er schaut was es sonst noch so an Möglichkeiten gibt, seine Spiritualität zu leben. Und was kann daran falsch sein?

    Wie es unten steht: Unendliche Möglichkeiten in unendlichen Kombinationen.


    In diesem Sinne, Euch allen ein schönes Wochenende!

    Wie so ein Ritual überhaupt wirksam sein soll erschließt sich mir nicht im Geringsten...

    Wie kann ein gläubiger Jude, dessen Gott andere Götter ausschließt wahrhaftig und aufrichtig an so etwas teilnehmen? Entweder ist es Blasphemie seines Gottes gegenüber oder es ist Blasphemie der heidnischen Götter.

    Eine tatsächliche reinliche Heiligkeit wird an so einem Ort nie erreicht werden...

    Tja, man sollte nicht vergessen, dass der Schutzgott Israels erst im Laufe der Geschichte dieses Volkes zum einzigen Gott wurde. Wahrscheinlich frühestens um 1000 v.d.Z., als zur Zeit Davids, eher später, zu Zeit des Babylonischen Exils, also um 500 v.d.Z.


    Dieser Jude ist von ähnlichem Schlag wie ich, was seine Religiosität angeht, er ist auf ähnliche Weise Monolatrist statt Monotheist, wie ich in den letzten zwei bis drei Jahren, als ich noch Christ war. Das heißt, dass er den Schutzgott Israels als einen unter vielen sieht, und nur diesen verehrt, jedoch die Existenz aller anderen Götter nicht infrage stellt. Folglich hält er sich an das erste Gebot (Keine anderen Götter neben JHWH zu haben bzw. zu verehren und anzubeten), räumt aber ein, dass es noch weitere Götter gibt, die respektiert, aber eben nicht verehrt und anbetet.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Wicca-Coven einen Juden aufnimmt, ohne ihn vorher auf Herz und Nieren überprüft zu haben!


    Eure Bedenken kann ich nachvollziehen, aber ich lebe auch nach der Philosophie, die ich als Signatur unten stehen habe, und die nichts anderes sagt als: Schau über Deinen Tellerrand und erweitere Deinen Horizont! Würde ich das nicht tun und hätte das vor vier bis fünf Jahren nicht schon gemacht, dann wäre ich heute noch immer Christ!


    Und noch etwas ist m.E. nach sehr entscheidend! Das Judentum ist keine Religion mit Missionsauftrag, ganz im Gegensatz zum Christentum und zum Islam! Gäbe es diese beiden Religionen mit Missionsauftrag nicht, dann würde es halt eine Religion geben, die nur einen Gott kennt, die aber nur eine unter vielen ist, von denen alle anderen mehrere Götter kennen.


    Und noch was (Insiderwissen als ehemaliger Theologiestudent): Es gibt eigentlich nur einen Grund weshalb das Judentum sich zu einer monotheistischen Religion entwickelt hat: Das Volk war damals ziemlich klein und unbedeutend*, also haben die Priester und Anführer etwas tun müssen, dass es sich stark fühlt (wie die Sache mit dem Zaubertrank bei Asterix). Und wie macht man das in einer Welt, in der es viele Völker mit vielen mächtigen Göttern gibt (vor rund 3000 bis 4000 Jahren)? Man stilisiert einen der eigenen Götter zum höchsten aller Götter hoch (Henotheismus bzw. Monolatrie) und wenn das nicht ausreicht erklärt man diesen Gott zum einzigen Gott und spricht allen anderen ihre Existenz ab.

    Der Erfolg liegt auf der Hand: Das Judentum und das Volk Israel existieren bis heute. Problem für dieses Volk: Aus seiner Mitte hat sich eine Konkurrenz-Religion entwickelt, das Christentum, und dann kam auch noch dieser Kaufmann aus Mekka und verwurstete Judentum, Christentum und alt-arabisches Heidentum zu einer dritten monotheistischen Religion! Beide missionarisch! Im Gegensatz zum Original (wenn man so will), denn Jude zu werde, wenn man nicht als solcher geboren wird, ist schwerer als die Konversion in jede andere Religion! Raus kommt man da viel leichter!


    Lange Rede, kurzer Sinn: Bei einem Juden, der die Geschichte seiner Religion kennt halte ich es für leichter sich zu sagen, dass sein Gott letztlich einer unter vielen ist, als bei einem Christen oder Mohammedaner, die ja beide auch noch den Auftrag haben den eigenen Monotheismus allen Menschen aufzudrängen, oder ihnen zumindest zu sagen, dass es besser wäre ihn anzunehmen!

    Ein Jude würde das nie tun, denn der hat keinen Missionsauftrag...


    Und wenn jemand einen Weg gefunden hat die Natur angemessen zu verehren, was ihm wohl ein großes Anliegen ist, wer bin ich ihn daran zu hindern, nur weil er meine Götter nicht verehrt? Ich verehre auch nicht alle Götter (die meisten kenne ich gar nicht), aber ich respektiere sie! Und wenn er seinen Gott verehrt, aber die anderen respektiert, so what?


    *Heute ist es noch immer sehr klein, aber nicht gerade unbedeutend. Naja, kommt auf die Sichtweise an...

    Ja, es war lange ruhig hier...


    Ich habe übrigens zu Beltane, am 18. Mai, zum Blauen Mond das erste Mal ein Ritual geleitet. Es war ein pan-heidnisches Ritual, an dem mehrere Hexen, ein Matronengläubiger, ein Druide, ein Jude, der Mitglied in einem britischen Wicca-Coven ist, andere, deren Glauben ich noch nicht genau kenne und ein pan-heidnischer Angelotheist (meiner-einer).

    Kommenden Samstag feiere ich mit Leuten aus den Eldaring-Rheingold ein Freya-Blót.


    Euch allen ein schönes Wochenende!

    Ja, Snoopy, da muss ich Dir Recht geben!

    Und so seltsam oder vielleicht für einige bescheuert es klingt, ein dritter Weltkrieg oder eine globale Katastrophe (Supervulkan, großer Einschlag eines Kometen oder Meteoriten, weltweite Seuche ...), bei dem/bei der ein relativ großer Prozentsatz der Menschheit drauf geht, wäre für den Planeten gut. Und die Überlebenden Menschen würden, sofern sie nicht alle dumm sind, wahrscheinlich zusehen, dass sie sich danach so verhalten, dass es besser wird, als vorher

    Es würde ja schon fast reichen, wenn ein großer EMP alles lahmlegt und wir sozusagen in die vorindustrielle Zeit zurückfallen würden. Und dann noch eine kleine Seuche oder Yellowstone geht hoch...

    Klingt fies, aber für den Planeten und die gesamte Umwelt wäre es gut...

    Mehr Bäume Pflanzen ist schön und gut! Aber es werden jährlich gewaltige Flächen an Urwald in Lateinamerika abgeholzt, und nicht nur dort! Und wofür? Für Weide- und Ackerland und für Holz zum Bauen und Verbrennen... Und diese Bäume sind allesamt sehr langsam wachsende Urwaldriesen, die hunderte oder tausende von Jahren brauchen um so groß zu werden, wie sie es jetzt sind! Die sind unwiederbringlich verloren, und die Tiere, die in dem Wald leben auch, ebenso wie die Ureinwohner, die zum Teil auch noch nicht in Berührung mit der sogenannten Zivilisation gekommen sind! Zu deren Glück!


    Und hier? In Europa? Hier müsste ein gesunder Mischwald her, nicht die schnell wachsenden Nadelbäume, mit denen aufgeforstet wird!

    Dieser Autor hat einige sehr interessante Bücher geschrieben, in denen u.a. erklärt wird, warum die hiesige Forstwirtschaft nicht das Gelbe vom Ei ist:


    https://www.google.de/search?c…iz.......0i67.rb_zPfkofAA


    Peter Wohlleben heißt der Mann, und seine Bücher sind kein Fachchinesisch, sonder alle gut verständlich und schon fast spannend und trotzdem sehr informativ geschrieben.

    Auch auf die Gefahr hin, das dass jetzt etwas naiv klingt, aber: Die Natur hat das CO2 in Kohle, Öl und Co gebunden und in dieser Form war es auch völlig neutral. Nur der Mensch ist wieder so "schlau" gewesen und setzt dieses "Gift" wieder frei.

    Nicht naiv, sonder meine Abhandlung in einem Satz zusammengefasst! 8):thumbup:

    Leider nicht ausreichend, denn es werden fossile Brennstoffe verbrannt.

    Das in der Kohle und im Erdöl und Erdgas gebundene CO2 ist der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt. Würden wir nur erneuerbare Energieträger verwenden, dann wäre es ein Kreislauf. Wir verbrennen Holz, das nachwächst, dann wird das CO2 aus dem verbrannten Holz wieder in dem Holz gebunden, das als neue Bäume nachwächst.

    So wäre es, wenn wir keine Kohle und andere fossile Brennstoffe verbrennen würden! So setzen wir aber CO2 frei, das vor Millionen von Jahren in der Erde gebunden wurde, von Bäumen und anderen Pflanzen, die nicht nachwachsen können, da sie zu Teil längst ausgestorben sind.

    Dieses CO2 nicht vollständig in heute Nachwachsenden Bäumen gebunden werden, da es unterm Strich mehr ist, als vorhanden wäre, wenn es aus einem Kreislauf stammen würde.

    Wenn Du ein geschlossenes System nimmst, einen Brunnen zum Beispiel, bei dem das Wasser aus einem Rohr in ein Becken fliest, dann durch einen Abfluss und Rohrleitungen wieder nach oben gepumpt wird und wieder in das Becken fliest, dann beginnt der Kreislauf von neuem und es ist immer die gleiche Menge Wasser im Becken, es läuft also nicht über. So wäre es, wenn wir nur erneuerbare Energien nutzen würden. Die Gleichung geht auf.

    Wenn man jetzt aber diesen Brunnen nimmt und mit einem Feuerwehrschlauch Wasser in das Becken dazu gibt, dann läuft das Becken irgendwann über, weil mehr Wasser von außen dazu kommt. Das passiert mit dem CO2 seit der Mensch Kohle und andere fossile Brennstoffe verbrennt. Es wird Energie verwendet, die schon seit sehr lager Zeit nicht mehr im System verfügbar war.

    Wir menschen haben einen Feuerwehrschlauch an einen Hydranten geschlossen und haben das Becken des Brunnen so lange zusätzlich zu dem Wasser, das im System des Brunnens war gepumpt, bis der Brunnen übergelaufen ist. Nun wunder sich viele warum den Brunnen übergelaufen ist oder behaupten gar, dass er gar nicht übergelaufen ist (Trump lässt grüßen!).

    Das Problem ist, dass ein überlaufender Brunnen kein allzu großes Problem darstellt, zu viel CO2 und Methan in der Atmosphäre jedoch schon! Und Methan ist das wesentlich schlimmere Treibhausgas! Produziert wird es bei der Verdauung im Magen-Darmtrakt von Wiederkäuern. Kühen zum Beispiel, die in Massen gezüchtet und in Fleischproduktionsbetrieben gehalten werden, damit wir täglich unser Beef-Steak und unsere Rindsbratwurst essen können.

    Das Methan wird von den Rinder tonnenweise ausgeschieden wird, trägt noch viel mehr zur Erderwärmung bei, als das CO2 aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen, und es kann nicht durch Bäume gebunden werden, wie das CO2! Es ist nämlich CH4, ein brennbares Gas aus Molekülen, die aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen.

    Ich weiß nicht um wieviel mehr das Methan stärker den Treibhauseffekt verursacht, als CO2, aber alle Klimaforscher sagen, dass es deutlich mehr zur Erderwärmung beiträgt!

    Unterm Strich ist es so, dass wir den Anstieg der Durchschnittstemperatur des Weltklimas nur stoppen können, wenn wir den Ausstoß von Methan und CO2 drastisch reduzieren. Also weniger Fleisch essen, vor allem Rindfleisch und keine fossilen Brennstoffe mehr verbrennen, sowie insgesamt Energie sparen.


    So, das war jetzt viel Text, ich weiß! Aber vielleicht hilft es auch den Film "Eine unbequeme Wahrheit" von Al Gore mal zu sehen, oder die Zusammenhänge zu durchdenken und sich ähnliche Beispiele, wie das mit dem Brunnen dazu zu holen.


    Euch allen einen schönen Sonntag!

    Jeder schreit Klimawandel , Katastrope, aber keiner sieht ,oder will die Ursache sehen. Die Urwälder auf unserem Planeten bestimmen das Weltklima. Durch die katastrophale Abholzung auch der Urwälder Russlands ist unser Klima durch einander geraten. Der sofortige Stop der Waldvernichtung und maßiver Wiederaufforstung kann dem Einhalt geboten werden . Das WEltklima wird sich wieder erholen.

    Sehr richtig! Das und eine Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bernstein-Waldschabe


    Und der größte Witz an der Sache ist, dass die Kälte vom Klimawandel bzw. der Erderwärmung kommt! Süßwasser vom Eisschild auf Grönland, der durch die Erderwärmung langsam, aber sicher abschmilzt, tropft in den Nordatlantikstrom, der vom karibischen Golfstrom gespeist wird und Mittel- und Westeuropa mit Wäre versorgt.

    Das Klima auf gleicher Breite ist in Amerika deutlich kälter, ebenso wie das in Osteuropa.

    Der Nordatlantikstrom ist nun durch das eintropfende Süßwasser vom Grönlandeis gestört. Die Folge ist dieser kühle, nasskalte Frühling.

    Trotzdem wird der Sommer wahrscheinlich heiß und trocken wie der im letzten Jahr.

    Es sei denn die Wettergötter haben andere Pläne bzw. regel die von uns Menschen verursachte Störung auf andere Weise, als die Wissenschaftler es vorausberechnet haben.

    Den letzten Satz meine ich durchaus ernst! Schließlich wissen wir alle, dass die Wettervorhersagen in Fernsehen, Radio und den Wetter-Apps oft nicht zutreffend sind! Wie oft hat es schon geregnet, obwohl Sonne angekündigt war, oder umgekehrt? Und das obwohl für genau den Ort, wo man gerade war, nachgeschaut wurde!

    Interessantes Thema!


    Deine Einstellung finde ich gut, Sverker.

    Meine Schwägerin und mein Pfälzer Bruder sind streng römisch-katholisch und würden deswegen nie verhüten. O-Ton meiner Schwägerin: "Egal wieviele Kinder kommen, wir freuen uns auf jedes!". Zwei Neffen habe ich schon, der eine dreieinhalb, der andere bald ein Jahr.

    Ich bin da hin und her gerissen, vernünftig wäre bei den beiden zu bleiben, aber wenn ich sie so sehe hätte ich nichts gegen weitere Neffen und Nichten...

    Hallo zusammen!


    Letztlich sind alle alten Glaubensrichtungen, die vor dem Aufkommen des Monotheismus schon da waren heidnisch. Auch der griechisch-römische, der keltische und z.B. der ägyptische Glaube sind heidnisch. Genau wie eben der nordisch-germanische Glaube heidnisch ist.

    Ich spreche in diesem Zusammenhang absichtlich nicht von Religionen, weil das lateinische Wort religere "sich anbinden" oder "sich zurückbinden" bedeutet. Und zwar an eine bestimmte Gottheit, wie das ja im Monotheismus der fall ist. Die Schäfchen im Christentum binden sich an den Hirten, die Gläubigen Mohammedaner unterwerfen sich Allah, die Juden haben einen ewigen Bund mit JHWH.

    Heiden hingegen gehen eine Bindung dieser Art, bei der sie sich einem Gott unterwerfen oder einen ewigen Bund als Volk mit ihm eingehen, nicht ein. Als Heide glaubt man an die Götter und vertraut sich ihnen ggf. an. Vielleicht hat man im Asatru auch einen Fulltrui (richtig geschrieben?), aber an den bindet man sich nicht auf die Art, wie es die Monotheisten an jeweils ihren Gott tun.

    (Sollte ich mich in irgendeinem Punkt irren, und das Wort Religion, abgeleitet von religere ist doch auf die heidnischen Glaubensrichtungen anzuwenden, dann bitte ich mich zu korrigieren und dies entsprechend zu begründen!)


    Guten Start in die neue Woche!

    LG

    Marcel

    Einiges von dem was Ihr da schreibt wusste ich ja schon, aber gerade das im letzten Beitrag von Sverker wusste ich nicht!

    Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass ich mal einem Hirten begegnet bin, der seine Schafe tatsächlich auf einer zaunlosen Weide ohne Hunde geweidet hat. Damals hab ich mir darüber nicht viele Gedanken gemacht, aber wenn ich das lesen, was Wolfbald geschrieben hat... :cursing:

    Da schämt man sich ja fast der Art Mensch anzugehören! X/