Beiträge von Angelotheist

    Ja, Snoopy, da muss ich Dir Recht geben!

    Und so seltsam oder vielleicht für einige bescheuert es klingt, ein dritter Weltkrieg oder eine globale Katastrophe (Supervulkan, großer Einschlag eines Kometen oder Meteoriten, weltweite Seuche ...), bei dem/bei der ein relativ großer Prozentsatz der Menschheit drauf geht, wäre für den Planeten gut. Und die Überlebenden Menschen würden, sofern sie nicht alle dumm sind, wahrscheinlich zusehen, dass sie sich danach so verhalten, dass es besser wird, als vorher

    Es würde ja schon fast reichen, wenn ein großer EMP alles lahmlegt und wir sozusagen in die vorindustrielle Zeit zurückfallen würden. Und dann noch eine kleine Seuche oder Yellowstone geht hoch...

    Klingt fies, aber für den Planeten und die gesamte Umwelt wäre es gut...

    Mehr Bäume Pflanzen ist schön und gut! Aber es werden jährlich gewaltige Flächen an Urwald in Lateinamerika abgeholzt, und nicht nur dort! Und wofür? Für Weide- und Ackerland und für Holz zum Bauen und Verbrennen... Und diese Bäume sind allesamt sehr langsam wachsende Urwaldriesen, die hunderte oder tausende von Jahren brauchen um so groß zu werden, wie sie es jetzt sind! Die sind unwiederbringlich verloren, und die Tiere, die in dem Wald leben auch, ebenso wie die Ureinwohner, die zum Teil auch noch nicht in Berührung mit der sogenannten Zivilisation gekommen sind! Zu deren Glück!


    Und hier? In Europa? Hier müsste ein gesunder Mischwald her, nicht die schnell wachsenden Nadelbäume, mit denen aufgeforstet wird!

    Dieser Autor hat einige sehr interessante Bücher geschrieben, in denen u.a. erklärt wird, warum die hiesige Forstwirtschaft nicht das Gelbe vom Ei ist:


    https://www.google.de/search?c…iz.......0i67.rb_zPfkofAA


    Peter Wohlleben heißt der Mann, und seine Bücher sind kein Fachchinesisch, sonder alle gut verständlich und schon fast spannend und trotzdem sehr informativ geschrieben.

    Auch auf die Gefahr hin, das dass jetzt etwas naiv klingt, aber: Die Natur hat das CO2 in Kohle, Öl und Co gebunden und in dieser Form war es auch völlig neutral. Nur der Mensch ist wieder so "schlau" gewesen und setzt dieses "Gift" wieder frei.

    Nicht naiv, sonder meine Abhandlung in einem Satz zusammengefasst! 8):thumbup:

    Leider nicht ausreichend, denn es werden fossile Brennstoffe verbrannt.

    Das in der Kohle und im Erdöl und Erdgas gebundene CO2 ist der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt. Würden wir nur erneuerbare Energieträger verwenden, dann wäre es ein Kreislauf. Wir verbrennen Holz, das nachwächst, dann wird das CO2 aus dem verbrannten Holz wieder in dem Holz gebunden, das als neue Bäume nachwächst.

    So wäre es, wenn wir keine Kohle und andere fossile Brennstoffe verbrennen würden! So setzen wir aber CO2 frei, das vor Millionen von Jahren in der Erde gebunden wurde, von Bäumen und anderen Pflanzen, die nicht nachwachsen können, da sie zu Teil längst ausgestorben sind.

    Dieses CO2 nicht vollständig in heute Nachwachsenden Bäumen gebunden werden, da es unterm Strich mehr ist, als vorhanden wäre, wenn es aus einem Kreislauf stammen würde.

    Wenn Du ein geschlossenes System nimmst, einen Brunnen zum Beispiel, bei dem das Wasser aus einem Rohr in ein Becken fliest, dann durch einen Abfluss und Rohrleitungen wieder nach oben gepumpt wird und wieder in das Becken fliest, dann beginnt der Kreislauf von neuem und es ist immer die gleiche Menge Wasser im Becken, es läuft also nicht über. So wäre es, wenn wir nur erneuerbare Energien nutzen würden. Die Gleichung geht auf.

    Wenn man jetzt aber diesen Brunnen nimmt und mit einem Feuerwehrschlauch Wasser in das Becken dazu gibt, dann läuft das Becken irgendwann über, weil mehr Wasser von außen dazu kommt. Das passiert mit dem CO2 seit der Mensch Kohle und andere fossile Brennstoffe verbrennt. Es wird Energie verwendet, die schon seit sehr lager Zeit nicht mehr im System verfügbar war.

    Wir menschen haben einen Feuerwehrschlauch an einen Hydranten geschlossen und haben das Becken des Brunnen so lange zusätzlich zu dem Wasser, das im System des Brunnens war gepumpt, bis der Brunnen übergelaufen ist. Nun wunder sich viele warum den Brunnen übergelaufen ist oder behaupten gar, dass er gar nicht übergelaufen ist (Trump lässt grüßen!).

    Das Problem ist, dass ein überlaufender Brunnen kein allzu großes Problem darstellt, zu viel CO2 und Methan in der Atmosphäre jedoch schon! Und Methan ist das wesentlich schlimmere Treibhausgas! Produziert wird es bei der Verdauung im Magen-Darmtrakt von Wiederkäuern. Kühen zum Beispiel, die in Massen gezüchtet und in Fleischproduktionsbetrieben gehalten werden, damit wir täglich unser Beef-Steak und unsere Rindsbratwurst essen können.

    Das Methan wird von den Rinder tonnenweise ausgeschieden wird, trägt noch viel mehr zur Erderwärmung bei, als das CO2 aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen, und es kann nicht durch Bäume gebunden werden, wie das CO2! Es ist nämlich CH4, ein brennbares Gas aus Molekülen, die aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen.

    Ich weiß nicht um wieviel mehr das Methan stärker den Treibhauseffekt verursacht, als CO2, aber alle Klimaforscher sagen, dass es deutlich mehr zur Erderwärmung beiträgt!

    Unterm Strich ist es so, dass wir den Anstieg der Durchschnittstemperatur des Weltklimas nur stoppen können, wenn wir den Ausstoß von Methan und CO2 drastisch reduzieren. Also weniger Fleisch essen, vor allem Rindfleisch und keine fossilen Brennstoffe mehr verbrennen, sowie insgesamt Energie sparen.


    So, das war jetzt viel Text, ich weiß! Aber vielleicht hilft es auch den Film "Eine unbequeme Wahrheit" von Al Gore mal zu sehen, oder die Zusammenhänge zu durchdenken und sich ähnliche Beispiele, wie das mit dem Brunnen dazu zu holen.


    Euch allen einen schönen Sonntag!

    Jeder schreit Klimawandel , Katastrope, aber keiner sieht ,oder will die Ursache sehen. Die Urwälder auf unserem Planeten bestimmen das Weltklima. Durch die katastrophale Abholzung auch der Urwälder Russlands ist unser Klima durch einander geraten. Der sofortige Stop der Waldvernichtung und maßiver Wiederaufforstung kann dem Einhalt geboten werden . Das WEltklima wird sich wieder erholen.

    Sehr richtig! Das und eine Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bernstein-Waldschabe


    Und der größte Witz an der Sache ist, dass die Kälte vom Klimawandel bzw. der Erderwärmung kommt! Süßwasser vom Eisschild auf Grönland, der durch die Erderwärmung langsam, aber sicher abschmilzt, tropft in den Nordatlantikstrom, der vom karibischen Golfstrom gespeist wird und Mittel- und Westeuropa mit Wäre versorgt.

    Das Klima auf gleicher Breite ist in Amerika deutlich kälter, ebenso wie das in Osteuropa.

    Der Nordatlantikstrom ist nun durch das eintropfende Süßwasser vom Grönlandeis gestört. Die Folge ist dieser kühle, nasskalte Frühling.

    Trotzdem wird der Sommer wahrscheinlich heiß und trocken wie der im letzten Jahr.

    Es sei denn die Wettergötter haben andere Pläne bzw. regel die von uns Menschen verursachte Störung auf andere Weise, als die Wissenschaftler es vorausberechnet haben.

    Den letzten Satz meine ich durchaus ernst! Schließlich wissen wir alle, dass die Wettervorhersagen in Fernsehen, Radio und den Wetter-Apps oft nicht zutreffend sind! Wie oft hat es schon geregnet, obwohl Sonne angekündigt war, oder umgekehrt? Und das obwohl für genau den Ort, wo man gerade war, nachgeschaut wurde!

    Interessantes Thema!


    Deine Einstellung finde ich gut, Sverker.

    Meine Schwägerin und mein Pfälzer Bruder sind streng römisch-katholisch und würden deswegen nie verhüten. O-Ton meiner Schwägerin: "Egal wieviele Kinder kommen, wir freuen uns auf jedes!". Zwei Neffen habe ich schon, der eine dreieinhalb, der andere bald ein Jahr.

    Ich bin da hin und her gerissen, vernünftig wäre bei den beiden zu bleiben, aber wenn ich sie so sehe hätte ich nichts gegen weitere Neffen und Nichten...

    Hallo zusammen!


    Letztlich sind alle alten Glaubensrichtungen, die vor dem Aufkommen des Monotheismus schon da waren heidnisch. Auch der griechisch-römische, der keltische und z.B. der ägyptische Glaube sind heidnisch. Genau wie eben der nordisch-germanische Glaube heidnisch ist.

    Ich spreche in diesem Zusammenhang absichtlich nicht von Religionen, weil das lateinische Wort religere "sich anbinden" oder "sich zurückbinden" bedeutet. Und zwar an eine bestimmte Gottheit, wie das ja im Monotheismus der fall ist. Die Schäfchen im Christentum binden sich an den Hirten, die Gläubigen Mohammedaner unterwerfen sich Allah, die Juden haben einen ewigen Bund mit JHWH.

    Heiden hingegen gehen eine Bindung dieser Art, bei der sie sich einem Gott unterwerfen oder einen ewigen Bund als Volk mit ihm eingehen, nicht ein. Als Heide glaubt man an die Götter und vertraut sich ihnen ggf. an. Vielleicht hat man im Asatru auch einen Fulltrui (richtig geschrieben?), aber an den bindet man sich nicht auf die Art, wie es die Monotheisten an jeweils ihren Gott tun.

    (Sollte ich mich in irgendeinem Punkt irren, und das Wort Religion, abgeleitet von religere ist doch auf die heidnischen Glaubensrichtungen anzuwenden, dann bitte ich mich zu korrigieren und dies entsprechend zu begründen!)


    Guten Start in die neue Woche!

    LG

    Marcel

    Einiges von dem was Ihr da schreibt wusste ich ja schon, aber gerade das im letzten Beitrag von Sverker wusste ich nicht!

    Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass ich mal einem Hirten begegnet bin, der seine Schafe tatsächlich auf einer zaunlosen Weide ohne Hunde geweidet hat. Damals hab ich mir darüber nicht viele Gedanken gemacht, aber wenn ich das lesen, was Wolfbald geschrieben hat... :cursing:

    Da schämt man sich ja fast der Art Mensch anzugehören! X/

    Tja, der Mensch, der einst Teil der Natur war, wie jedes andere Tier auch, hat si h so weit von ihr entfernt, dass er nun Angst vor ihr hat, und sie an allen Ecken und Enden bekämpft!

    Das wird sein Untergang sein, wenn er es nicht schafft über seinen Schatten zu springen und sich der Natur wieder anzunähern!

    Und die Menschen, die dies schon geschafft haben, müssen damit klar kommen, dass ein Großteil der Menschheit es noch nicht geschafft hat! Und die Natur ebenso, nur die weiß sich auf ihre Weise zu wehren!

    Also, ich habe vor keinem der großen Raubtiere Angst. Im Gegenteil, ich finde sie faszinierend!


    Ich denke mal dass das ein schleichender Prozess seit der Mensch zum Viehhirten wurde ist, der durch das negative Bild vom Wolf als Bestie im Christentum zusätzlich verstärkt wurde. Das Christentum stammt ja bekanntlich aus dem Judentum, und das alte Volk Israel war nunmal ein Volk von Viehzüchtern und Hirten, die den Wolf und andere Raubtiere fürchteten. Das Christentum hat dann dieses Feindbild übernommen, und so wurde der Wolf zum "bösen Wolf", der in den Märchen Kinder und kleine Geißlein verschlingt. Auch in den Fabeln kommt der Wolf als Isegrimm selten gut weg. Viel schlechter als Bär, Löwe und Fuchs! Wohl weil Bären seltener sind, Löwen als majestätisch gelten und in fernen Ländern leben, und Füchse klein sind, und eher dem Federvieh nach gehen... Und Wölfe gelten ls gefräßig, Füchse hingegen als schlau und eher genügsam und Bären als tollpatschig und eher gierig nach Honig, als nach Vieh oder gar Menschen. Löwen sind, wie gesagt, weit weg.

    Stimmt! Wagner & Co. sind sicher keine guten Quellen! Mir ist nur aufgefallen, dass beide, Wodan und Hagen, einäugig dargestellt werden. Und wenn Hagen tatsächlich schon seit altersher als einäugig beschrieben wird, dann ist es ja nur ein weiterer Stein im Mosaik! Wenn nicht sogar eine ganze Hand voll Steine, die einen wichtigen Teil des Mosaiks zusammensetzt! ;)

    Dann lasst uns weiter forschen und philosophieren, denn so lernt man mehr über seinen Glauben und damit sich selbst!


    LG

    Marcel

    Bist du dir sicher das überhaupt jemals Christ warst ;) Ich habe mich gewaltig in dir getäuscht! ;)Ich freue mich das ich offenbar nicht der Einzige bin der die Parallele zwischen Wotan und Hagen sieht.

    Ich war Christ durch und durch! Insbesondere in den 14 Jahren, in denen ich alt-katholisch war! Aber ich war schon als Christ äußerst weltoffen! Für einige andere praktizierende Christen (viel) zu weltoffen! Und ich habe mich schon lange für die germanisch-nordische und die griechisch-römische Mythologie interessiert! Daher habe ich mich mit beiden schon seit Jahren immer wieder befasst!


    Was die Parallelen zwischen Hagen und Wodan angeht, so ist das für mich alles schlicht un einfach logisch! Man braucht sich nur die beiden anzuschauen, wie sie in der Kunst (ob auf Bildern und Gemälden, von Schauspielern oder von Opernsängern) dargestellt werden! Die Ähnlichkeit der beiden ist eigentlich offensichtlich! Das problem ist nur, dass die Menschen wollen, dass der Gott Wodan der "Gute" ist, und der Antagonist Hagen der "Böse"! Deswegen bekommen wohl nur wenige es hin die beiden als ein und den selben zu erkennen! Weil ein Großteil der Menschen weitgehend schwarz/weiß denkt!

    Ich habe nicht viele Talente und in meinem Leben nicht viel erreicht, aber ich habe es mir sehr bald angeeignet nicht schwarz/weiß, sonder bunt bzw. in Schattierungen zu denken! ;)

    Und genau deswegen konnte ich schon als Christ so offen für das Heidentum sein und war nie missionarisch!

    (Ich war halt schon seit meiner Jugend ein Fan von Spock! Kol-ut-shan!)


    Sich in jemandem zu täuschen ist menschlich! Es zuzugeben, dass man sich in jemandem getäuscht hat, wenn man ihn negativ eingeschätzt hat (aber auch umgekehrt) ist ein sehr großer Schritt, den nicht viele schaffen! 8)


    in diesem Sinne ... ;)

    Hallo Wolfbald!


    Das ist eine noch viel interessantere Theorie! Vor allem, weil Du die Parallele zu der Geschichte von König Geirrödr ziehst, die ich erst kürzlich wieder gelesen habe!

    Ist zwar nicht wirklich äquivalent, aber die Motivation Wodans, auf diese Weise, in der Gestalt Hagens von Tronje einzugreifen, klingt, wenn man die Geschichte von König Geirrödr parallel liest, durchaus schlüssig! Und Wodan ist, wie Du mit seinem Namen "Der Maskierte" sagst, in der Gestalt des Wanderers sehr wandelbar!

    Interessanter Weise wird Hagen oft auch einäugig, oder zumindest mit einem verdeckten Auge dargestellt:


    https://www.google.de/search?q…_AUICigB&biw=1366&bih=625


    Das deutet ziemlich eindeutig auf Wodan hin!

    Eine sehr interessante Sichtweise und m.E. nach logisch schlüssig!


    Ich habe bei Wagners Ring mir schon öfter die Frage gestellt, wie es sein kann, dass Wotan den Ring überhaupt berührt, wo er doch den Fluch Alberichs hört, und wie Siegfried, der zwar in dieser Version nicht von vorne herein, wohl aber später vom Fluch weiß, den Ring/Schatz behalten kann, bzw. nichts tut, damit ihn keine Anderer kriegt!

    Und in Wagner Ring spielen die Götter nicht gerade fair, als sie den Ring den Riesen überlassen, ohne sie zu warnen (wenn auch widerwillig)!

    Aber das ist Wagner, und nicht die Mythologie...