Beiträge von Wolfbald

    Hallo,


    ja solche Träume gibt es, welche dann meist nach längerer Zeit genau so eintreten. Das ist ähnlich wie bei einem Dejavu nur das ein Dejavu eher das Gefühl ist, etwas schon mal so ähnlich erlebt zu haben. Diese Träume hingegen sind eine Art Blick in die Zukunft und lassen sich wahrscheinlich nicht erzwingen. Hierbei scheinen aber Frauen eher das Talent zu haben und möglich das Ihnen die Göttermutter Frick das Geschick verleiht.


    Die 12 rauhen Nächte sind von magischer Natur die Grenze zwischen der Anderswelt und unserer Welt verschwimmt, es ist die Zeit der Toten und der Wilden Jagd. Damit auch die Zeit der Perchta hinter der sich Frick verbirgt. Wenn Hel ein Aspekt der Frick ist sowie die Perchta, sehe ich darin auch den Grund warum zu dieser Zeit traditionell Holunder geräuchert wird. Er ist nicht nur eine Totenbaum sondern auch der Hel und somit auch der Perchta geweiht.


    Zur Mitte der 12 Nächte, zu Silverster also soll die Wilde Jagd aufbrechen und so können auch Ahnengeister zu dieser Zeit zurück in Ihrer alten Wohnstätten wandern, vielleicht flüstern sie den Schlafenden das Eine oder Andere.


    Die Raunächte galt früher auch als die Zeit der Orakel, da sich Weissagungen mittels Runen etc. zu dieser Zeit besser durchführen lassen. Daher ist es auch so, dass zu dieser Zeit, Träume intensiver sind und man Träume haben kann die von der Zukunft künden.


    Ein weiterer Aspekt ist das los lassen vom alten Jahr und das Vorbereiten auf ein Neues.



    lg

    Zitat

    Ancarus schrieb: Es ist ja da die Frage, wie man hier "Mörder" und Plünderer" definiert? Das Töten eines Feindes im Zweikampf ist kein Mord. Stichst Du jemanden hinterrücks ab, dann ist das Mord. Ersteres widerspricht nicht der göttergewollten Ethik. Das zweite sehr wohl und zweiteres führt einen dann auch nicht nach Walhall (jetzt als isolierte Tat betrachtet).


    Zweikampf oder töten als Selbstverteidigung sind sicher kein Mord. Meiner Meinung handelt es sich auch beim Kampf zwischen zwei Armeen nicht um Morden, das ist eben Krieg.


    Zitat

    Ancarus schrieb: Das mit dem Plündern finde ich schwierig: Ich selbst finde es nicht, das man solch eine Lebensweise anstreben sollte und es fällt mir auch schwierig darin etwas ehrenhaftes zu finden. Doch geht es ja dabei um das Urteil der Götter und nicht meine persönlichen Vorlieben. Ich denke das es auf den ganzen Kontext angeht: Wer wird geplündert? Warum wird geplündert? Was passiert mit dem Plündergut?

    Ich denke, das die germanisch heidnische Ethik nicht so platt ist, wie es zum Beispiel die christliche ist.

    Ich meinte damit explizit die geplanten Raubzüge der Westskandinavier auf England zum Beispiel.


    Dabei ging es nicht um Ehre oder solche Dinge, hier ging es ja einzig darum, Gold, Silber usw. zu erbeuten und das die Wikinger oftmals wahllos gemordet haben ist ja archäologisch mit unzähligen Funden belegt.


    Der Krieger hat natürlich seine Daseinsberechtigung, aber die liegt meiner Meinung danach, für seine Sippe, seinen Stamm oder sein Land zu kämpfen bzw. dieses zu Verteidigung.


    Angriffskriege zu führen, Zivilbevölkerung zu ermorden um Angst und Terror zu verbreiten, gehören damit meiner Meinung nach nicht dazu.



    lg

    Ich persönlich bin der Meinung das der Mythos von Walhall nach dem Ragnarök-Mythos, einer der meist missinterpretieren Mythen der germanischen Mythologie überhaupt ist.


    Wahrscheinlich wurde der Mythos absichtlich so verändert und propagiert um Massen zu mobilisieren. Ich sehe hier in diesem Kriegerwahn der Wikingerzeit durchaus Parallelen zum Dschihad oder den Kreuzzügen.


    Wenn wir uns Walhall ansehen, so ist es eine der heiligsten Stätten die noch dazu in der Welt der Götter liegt. Wenn Gímle die höchste der Welten ist und dort nur die reinsten Seelen sich Wiederfinden werden, warum sollte dann Asgard/Walhall Mördern und Plünderern eine Heimstatt sein?


    Betrachten wir das Wesen der Götter und sehen uns Baldur, Forseti & Heimdall zum Beispiel an, sind das weise Götter des Lichts. Von Forseti wird gesagt, dass er noch weiser ist als sein Vater. Er ist der himmlische Richter und weiß alle Zwietracht & Streit zu schlichten. Auch Baldur ist weise und Heimdall gilt neben Baldur als der Strahlendste und lichteste der Götter. Neben dem wacht Heimdall auch noch über Bifröst und hält das Böse fern von Asgard.


    Warum sollten die lichten, reinen und Weißen Götter also dieses Kriegertum gut heißen?


    Warum sollten also kriegerische Menschen, die rauben, plündern morden und dabei noch Walhalla oder gar Odin brüllen, Einlass in die Welt der Götter erhalten? Vielmehr besudeln diese Taten unseren Glauben und die Götter.


    Wenn der Kriegertod eine Fahrkarte nach Walhall sein sollte, dann sicher nur wenn es ein selbstloser Tod ist. Zb. Wenn jemand bei der Verteidigung seine Landes, seiner Familie etc sein Leben opfert.


    Sollte es den momentan sehr populären Ragnar wirklich gegeben haben, so ist er doch in Wirklichkeit ein tragische Figur. Letzen Endes, haben ihn die Götter für seine Taten verlassen und er fand in der Schlangengrube sein wohl verdientes Ende.


    lg

    Gerne geschehen. Im Übrigen hat man früher frisch geschnittene Haselstöcke auch ins Erdreich neuer Gräber gesteckt.

    Somit konnte der Stock neue Triebe bilden und oftmals erwuchs aus dem Grab eine neuer Haselstrauch. Der Haselstrauch schlug somit eine Brücke in das Reich der Toten und in die Anderswelt, es heißt dass die Seelen frisch verstorbener Menschen sich darin manifestieren können. Dadurch wird es möglich mit Ahnengeistern zu interagieren und Ahnengeister können auf diese Weise helfen. Den Verstorbenen gab man als Wegzehrung auch oft Haselnüsse mit ins Grab.

    Lg

    Als wirksamste magische Einhegung gilt die Hasel. Die Hasel ist wie die Eibe ein magisches Gehölz und schütz wie die Eibe vor Dämonen und bösen Geistern. Die Hasel verbindet die unsere Welt mit der Anderswelt. Haselstöcke wurden und werden auch zum Schutz vor Blitzschläge verwendet.


    lg

    Mir fällt da noch ein das die Eulen auch gut zu Forseti passen. Forseti als weiser Gott und göttlicher Richter hat da sicherlich eine Verbindung zu den Eulen die in ihrer Symbolik für die Weisheit stehen.


    lg

    Zur Ergänzung


    Uller ist der Sohn der Sif und somit auch der Stiefsohn Donars.


    Da er als meisterhafter Bogenschütze gielt, ist Ihm die Eibe geweiht.


    Nach dem Autor Voenix sind weitere Namen überliefert.: Wulpus ,Wulduf, Ollerus, Mithodin, Wuldor, Wulder,

    Hallo,


    ich bin mir bewusst, dass das jetzt vielleicht nicht unbedingt zu diesem Thema passt.


    Aber zum Thema Heidentum im Alltag möchte ich dann doch die Pallas Athene Statue in Wien erwähnen. Das hat jetzt vielleicht nichts mit Heidentum im Sinne praktizierter religiöser Handlungen zu tun....


    Aber ich finde es doch sehr bemerkenswert, dass es in einem katholischen Land, eine mehrere Meter hohe Statue einer heidnischen Göttin gibt. So zusagen wacht die große Göttin symbolisch über eine Millionenstadt, ohne das sich die meisten Bewohner dessen überhaupt bewusst sind.


    Unten der Link.


    https://de.wikipedia.org/wiki/…a_Parlament_Athena_bw.jpg


    lg

    Hallo Ancarus,


    Hab erst jetzt bemerkt das du noch was geschrieben hattest.😋 Vieles von Storl harmoniert ganz gut zu meinen Ansichten, auch wenn er jetzt nicht unbedingt germanischer Heide ist.


    Das mit der Wiedergeburt halt nicht auch für sehr Wahrscheinlich.


    Lg

    Hallo,


    ich schließe mich den Ausführungen von Ancarus an.


    Im Übrigen bin ich der Meinung daß man es Snoopy aber schon hoch anrechnen muss, dass er sich damit auseinander setzt. Für viele Andere hätte sich die Sache wohl schon längst erledigt und wären bereits Atheisten. Von daher würde ich persönlich nicht automatisch sagen daß er garnicht glaubt.




    Lg

    Hallo Snoopy,


    Möglicherweise hilft dir das Thema ja weiter, dort haben wir das Thema Opfergaben schon Mal diskutiert.


    Opfergaben


    Snoopy schrieb:

    Was meint ihr, wäre es hilfreich sich "mehr heidnisch zu fühlen", wenn man z.B. zu Hause räuchert, Edda liest (Was ich ja schon tue), vielleicht zu Jul bewusst Kerzen anzündet, etc.

    Wie gesagt tue ich mich mit dem Opfern schwer aber ich denke für den Anfang könnte das doch schon reichen. Wie seht ihr das?

    Ich denke wenn es dir darum geht die Geistwesen/Götter uvm. wahr zu nehmen oder mit ihnen in Kontakt zu treten, dann wird dir lesen nicht viel bringen.


    Diese Verbindung muss aus deinem tiefsten Inneren selbst kommen. Ich weiß das ist schwer zu vermitteln aber eine universale Anleitung dafür gibt es wohl nicht.


    Vielleicht hilft es dir wenn du in die Natur gehst und die Natur und das spirituelle versuchst aktiv war zu nehmen.


    Tut mir leid eine bessere Ausführung kann ich dir nicht bieten.


    Lg

    Hallo Sverker,


    gerne geschehen.


    Altbayern, Österreich und Südtirol wurden nach dem Zusammenbruch des römischen Reiches von den Baiowaren besiedelt und sind unsere direkten Vorfahren.


    Wobei die Baiowaren wohlmöglich ein Zusammenschluss der keltischen Boiern mit verschieden germanischen Stämmen sind . Sueben, Quaden, Westgoten, Langobarden, Heruler, Allamanen etc.


    Nachdem römischen Zusammenbruch sprießen deren germanische Königreiche zwischen Alpen-Adria Raum und der Toskana etc. nur so aus dem Boden wie die Schwammerl.


    Jedenfalls ging aus diesem "Konglomerat" das baiowarische Stammesherzogtum hervor. Wann genau das geschah ist glaube ich nicht ganz geklärt und ist umstritten. Diesem Herzogtum gehört auch Österreich bis 1156 an.


    Nicht zu vergessen die Awaren, von Osten her und diverse Slawen.


    Mit den Slawen waren die Baiern lange Zeit im Krieg und Grenzen zwischen Baiern und Slawen verschwimmt. Jeden falls haben die die Germaniesierug recht schnell vorangetrieben.


    Dann hatten die Franken, Merowinger ja auch noch ihre Finger mit im Spiel.




    Lg