Beiträge von Sjard

    Hallo Ancarus,


    natürlich hast du da recht, aber so weit ich dieses Buch verstanden habe ging es Wilhelm Hauer darum zu beschreiben, das
    die Runen einen indogermanischen Ursprung haben und nicht in semitischen Kulturen beheimatet waren, wie es zu seiner
    Zeit noch vorherrschende Lehrmeinung war.


    Grüße,


    Sjard

    Habe gerade gelesen das "Wuodan" das "Wüten" bezeichnet, aber das Element Wasser kann ja auch wütend sein.
    Sein Auge gab Odin / Wodan in Mimirs Brunnen hin als Gegengabe für Wissen und Weisheit.


    Kann das als Symbol für die Wasseroberfläche gesehen werden, das ja auch ein Auge ist wenn man hinein
    blickt und sich gespiegelt sieht...


    Das sind jetzt nur meine Gedanken, entschuldigt wenn sie vielleicht zu sehr abschweifen....



    Asenheil,


    Sjard

    Hallo miteinander,


    neulich habe ich gelesen, das in indogermanischen Sprachen das Wort für "Wasser" = "Woda", "Wada" bedeutet.
    Kann das im Bezug zum Gott "Wodan" stehen ?


    Hört sich auf jedenfall sehr ähnlich an "Wodan" und "Woda".


    Asenheil,


    Sjard

    Wilhelm Hauer - Schrift der Götter


    in diesem Buch wird der Ursprung der Runen behandelt, die heiligen Schriftzeichen der Germanen.
    Der Weltberühmte Indologe und Religionswissenschaftler Prof. Wilhelm Hauer beweist in
    diesem Buch mit einer großen Anzahl sprachwissenschaftlicher und semiotischer Belege,
    daß sich die Runen aus den Heilszeichen und Symbolen der Westindogermanen entwickelten,
    von denen wir abstammen.


    Grüße,


    Sjard

    Hallo,


    weiß von euch jemand eigentlich ob die germanisch-heidnischen Gesellschaften ein Patriarchat oder ein Matriarchat waren ?
    Das die Germanen viele weibliche Gottheiten verehrten, spricht eigentlich eher für ein Matriarchat.


    Der monotheistische Wüstengott der Bibel ist nachweislich ein Patriarch, der den Menschen mit seiner Rachsucht und seinen
    vielen Regeln droht.


    Grüße,


    Sjard

    Interessanter Artikel. Neulich habe ich aber gelesen das die Hunnen, Awaren und Bulgaren ursprünglich tatarische
    Reitervölker gewesen sein sollen.
    Die Awaren sollen sich nach einem ihrer Anführer namens Avarus ( "der Goldgierige") benannt haben.


    Asenheil,


    Sjard

    7. Der Bezug zum eigenen Körper


    Im Leben unserer heidnischen Ahnen herrschte eine große Körperfreundlichkeit
    und ein ausgewogener und natürlicher Bezug zum eigenen Körper.
    An manchen Festen im Jahreskreis hatte man keine Scheu sich nackt
    voreinander zu zeigen.



    7.1. Der Bezug zum eigenen Körper nach der Christianisierung


    Der Bezug zum Körperlichen wurde als "sündhaft" diffamiert und
    eine leibesfeindliche und ablehnende Einstellung zu allem Körperlichen
    wurde dem vorgezogen. Christliche Sekten wie die Flagellanten sahen den
    eigenen Körper als Ursache "des sündhaften Fleisches" und peitschten
    sich selbst aus, um natürliche Triebe zu unterdrücken oder sich für
    diese zu bestrafen.
    Das in die Alltagssprache eingegangene Wort "der Leibhaftige" als
    Synonym für den Teufel ist ebenfalls ein Ausdruck einer
    damals und auch heute noch vorherrschenden körperfeindlichen Ansicht.



    Grüße,


    Sjard

    Nächster Punkt:


    6. Die Monatsnamen


    Die germanischen Monatsnamen lauten:


    1.Eismond oder Hartung
    2.Hornung
    3.Lenzing oder Lenzmond
    4.Ostermond
    5.Maien oder Wonnemond
    6.Brachet
    7.Heuet
    8.Ernting oder Erntemond
    9.Scheiding oder Herbstmond
    10.Gilbhard oder Weinmond
    11.Nebelung oder Nebelmond
    12.Julmond oder Wintermond


    6.1 Die germanischen Monatsnamen nach der Christianiserung


    1.Januar
    2. Februar
    3.März
    4. April
    5. Mai
    6.Juni
    7.Juli
    8. August
    9. September
    10. Oktober
    11.November
    12 Dezember


    Die heute gebrauchten Monatsnamen sind also bis auf "Maien" bzw. "Mai" aus dem Lateinischen
    stammende Bezeichnungen.


    Wie ich hörte bemühte sich der deutsche Sprachverein seit 1927 um die Einführung der
    heidnischen Monatsbezeichnungen anstelle der lateinischen, allerdings erfolglos.


    Der Jahresbeginn wurde auf den 1. Januar verlegt, anstatt wie zur heidnischen Zeit am 21.12.
    zur Sonnenwende gefeiert.


    Grüße,


    Sjard

    Danke Ancarus,


    wünsche ich dir auch. Freut mich, das der Blot den ihr gehalten habt schön war.


    Grüße,


    Sjard

    Man könnte noch folgenden Punkt hinzufügen:


    5. Das Leben im Diesseits und Jenseits


    Im Heidentum hat das Leben im Diesseits und Jenseits gleichermaßen Gewicht und
    Bedeutung. Wobei das Leben im Diesseits genauso wichtig war wie das
    nach dem eigenen Tod.



    5.1. Das Leben im Diesseits und Jenseits nach der Christiansierung


    Das neue Testament stellt "das Leben im Jenseits" dem Leben im
    Diesseits vollkommen hinten an.
    Die natürliche Freude am Leben wurde als "sündhaft" eingeordnet,
    da alles diesseitige Leben nur als Vorstufe zu dem "wirklichen Leben"
    nach dem Tod galt und jeder ja schon als "Sünder" geboren war
    und seine daraus resultierende "Schuld" im Diesseits abtragen sollte.


    Grüße,


    Sjard

    Hallo Sverker


    hast du dafür eine Quelle, das der Marienglaube aus der Verehrung von Freya stammt ?
    Das ist mir neu. Maria war eine Jüdin und die Mutter von Jesus.
    Folglich hätte Freya die Mutter von Balder ( ihn sehen manche als germanisch-heidnische Entsprechung von Jesus )
    sein müssen, was sie aber nachweislich nicht war.


    Asenheil,


    Sjard

    Meines Wissens gibt es schon Gleichnisse in der Bibel aber nur von Jesus und die sind auch als solche bezeichnet.
    Es ist nicht so, das dass Überlieferte der Propheten und Apostel der Bibel in Gleichnissen, Metaphern und Rätseln
    zu verstehen ist. Vieles ist schon sehr unmissverständlich formuliert.


    Was mir auffiel, war das Propheten wie Moses einerseits gepredigt haben
    "Du sollst nicht töten" ( nachdem er die 10 Gebote erhielt ) aber dann im alten Testament deutlich nachzulesen
    ist, das Moses mit 18 Jahren einen Ägypter, der einen seiner Glaubensbrüder misshandelte, erschlug,
    so das Moses ausser Landes fliehen musste und sein Mord ungesühnt blieb.
    Das nennt man wohl Doppelmoral......


    Grüße,


    Sjard


    Ganz unabhängig von der jeweiligen Konfession, sollte man mit Begriffen wie "Richtig" und "Falsch", in Bezug auf die Auslegung von (heiligen) Schriften, ganz vorsichtig sein. Selbst in Religionen wie dem Christentum oder dem Islam, die ja sogar "nur" eine "heilige" Schrift haben, gibt es anscheinend genug Interpretationsspielraum, das es da unzählige Splittergruppen gibt. Fakt ist auf jeden Fall, das der Ahnenkult, wie ihn die Germanen kannten, so heute nicht mehr praktiziert wird. Natürlich mag es so sein, das die christlichen Kirchen auch der Verstorbenen gedenken. Trotzdem ist das meilenweit von einem Ahnenkult entfernt.


    Grüße
    Ancarus


    Besser und treffender hätte man es nicht ausdrücken können.


    Grüße,


    Sjard