Beiträge von Ancarus

    Aber wie sieht es eigentlich mit der Unterweltsgöttin Hel/Hella aus? Einerseits gibt es ja viele, die ihr opfern (zumindest zum Ahnenfest), da die meisten von uns wohl in Helheim landen werden. Andererseits wird sie aber zu den Weltenfeinden gezählt.

    Hel ist nicht gleich Hel. Gerade in neuheidnischen Kreisen werden da verschiedene Aspekte in einen Topf geworfen, was sicherlich auch daran liegt, das die Quellenlage da nicht einfach zu verstehen ist. Auch weil wir wohl davon ausgehen müssen, das gewisse Überlieferungen auch einfach verloren gegangen sind.

    Nachfolgend versuche ich eine kleine Übersicht zu geben:


    Hel(heim) - Die Welt der Toten


    Hel ist die Welt der Toten. Das bedeutet, Valhalla, Folgswangr usw befinden sich in Hel. Das ist nicht leicht erlesbar aus den Quellen, aber Hel ist nicht einfach ein Haus, sondern ein ganzer "Landstrich".

    Die heutigen MIssverständnisse rühren wohl von den Wikingern, da ihre Überlieferung von Hel und Valhall nur noch verkürzt überliefert ist bzw da einen ganz bestimmten Schwerpunkt hat: Den Heldentod, Der wird an anderer Stelle wieder etwas revidiert, aber bei den meisten bleibt halt Valhalla = Kriegertod hängen. Dabei sagen nicht mal die Wikinger, das alle Schlachttoten nach Valhalla kommen, aber das will ich jetzt nicht weiter ausführen. Also wieder zu Hel:

    Verkürzt sagen die Wikinger, das Krieger, welche nicht auf dem Schlachtfeld sterben, nicht nach Valhalla kommen, sondern nach Hel. Stichwort: Strohtod. Ich gehe davon aus, das dies so gemeint ist, das dass Lebensziel eines Wikingerkriegers war, auf dem Schlachtfeld zu sterben. Stirbt also ein Wikingerkrieger nun außerhalb der Schlacht, hat er sein Lebensziel verfehlt und erhält kein Zugang zu Valhalla, er/sie muss in folge dessen durch Hel wandern. Dieses "Wandern" muss hier aber nicht als Umschreibung von "Obdachlosigkeit" gedeutet werden, sondern könnte bedeuten, das solche Menschen direkt wieder geboren werden, um ihr Lebensziel weiter zu verfolgen. Diese Thematik Krieger-Valhalla-Hel ist aber zu umfassend, als das ich jetzt hier davon weiter schreiben kann. Das würde sonst jeden Rahmen sprengen.

    Also kurze Zusammenfassung: Hel kann bzw ist die Umschreibung für die Welt der Toten, ganz allgemein.


    Hel - Die Riesin


    In den nordgermanischen Überlieferungen taucht dann Hel nicht nur als Bezeichnung für die Welt der Toten auf, sondern auch als die Bezeichnung für die Herrin, dieser Welt, Hel die Riesin. Das Bemerkenswerte ist hier, das Hel nur bei den Nordgermanen überliefert ist, alle anderen germanischen Stämme kennen sie nicht bzw es gibt da keine Überlieferungen (mehr). Dazu aber später mehr.

    Warum wird Hel nun aber als Riesin identifiziert?

    Der Tod hat viele Aspekte, wie jeder Teil der Existenz. So sind Götter und Riesen eben auch Primat über Aspekte. Deswegen gibt es mehrere Sonnengötter, Feuergötter usw. Hel ist der kalte, verlustbringende Aspekt des Todes. Dieser Tod mag nötig sein, aber er bringt keine Freude. Infolge dessen, wurde Hel nicht geopfert und man sollte hier auch heute nicht opfern. Niemand kann ernsthaft wollen, das diese Aspekte im eigenen Leben Stärkung finden.


    Hel - Frau Holle


    Der Tod ist aber nicht nur kalt und verlustbringend. Er verheißt auch Frieden und Rückkehr (auch in verschiedener Hinsicht). In diesem Aspekt finden wir Frau Holle. Wobei Frau Holle schlicht ein Beiname von Frigg ist, Mutter Erde. Frigg weiß die Geschicke aller Menschen, weil alle Menschen zu ihr zurückkehren. Denn die Toten gehen ja alle in die Erde. So umarmt uns Frigg nicht nur im Leben, sondern auch im Tod und verbindet uns so auch, in gewissermaßen, mit unseren verstorbenen Lieben.

    Ich plädiere ganz stark dafür, Frigg/Frau Holle zu opfern, wenn es um Ahnenfeste und ähnliches geht.



    Natürlich ist jetzt die Frage, warum die Südgermanen anscheinend die Riesin Hel nicht gekannt haben?


    Ich denke, das dieser Teil des südgermanischen Heidentums im Sand der Zeit verloren gegangen ist bzw vergraben wurde in den Tiefen von Volksmärchen und Mythen. Man muss sich halt auch vor Augen führen, das dass Christentum im Bereich der Südgermanen sehr viel früher und sehr viel stärker war, als es für lange Zeit im Bereich der Nordgermanen der Fall war. Uns ist unheimlich viel Wissen verloren gegangen.


    Nachtrag: Ich denke, das die Hindus, in dieser Vielschichtigkeit von Mutter Erde und Tod, die Göttin Kali erkannt haben.



    Nachtrag 2: Die Übersicht ist gröber ausgefallen, als zuerst von mir geplant. Sie ist damit bei weitem nicht vollständig. Es gibt so viele Aspekte, die man da betrachten könnte, aber ich denke das würde aber hier jeden Rahmen sprengen.



    Grüße

    Ancarus

    Ich wollte auch eher zum Ausdruck bringen, das viele Menschen ein Problem mit negativen Themen, wie Tod, Verlust oder auch der eigenen dunklen Seite in sich selbst haben. Natürlich sollte aber das göttliche Licht an sich, das Ideal sein nach dem man strebt. Aber ohne Licht kein Schatten und ohne Hindernisse, auch keine Weiterentwicklung.

    Gerade im Umstand dieser Weiterentwicklung sehe ich einen (oder vielleicht auch den) Grund für unsere Existenz.



    . Im übrigen hab ich es mir angewöhnt, zwischen den Jötun im allgemeinen und ihren schadbringenden Verwandten, den Thursen, zu unterscheiden,

    Das halte ich auch so.


    Grüße

    Ancarus

    Hallo Widulf,

    Falls ich mit meinen Gedankengängen nicht komplett auf dem Holzweg bin, würde das bedeuten, das es Wotan selbst war der aus dem Eis geschaffen wurde, dann würde auch der (norddeutsche?) Erntespruch einen Sinn ergeben:" Er wurd NICHT GEBOREN und wird nicht aĺt- Wold, Wold, Wold" (Wold=Wotan). Vielleicht weiht er sich auch deshalb dem Odhin, also er sich selbst?! Sind nur ein paar Ideen die mir schon länger durch den Kopf gehen. Gruß: Widulf

    ich möchte mal Vorab sagen, das ich deine Gedankengänge sehr mag.


    z.B. Nebelheim und Funkenheim, welche ja schon vor den Asen und selbst vor den Riesen existierten. Wer hat sie erschaffen?

    Ich gehe davon aus, das dies Allvater war. Mir ist aber jetzt keine Überlieferung bekannt, welche die Erschaffung von Nebelheim und Funkenheim beschreibt. Die Erschaffung von Yggdrasil wird ja auch nirgends beschrieben. Jedoch ist Allvater, halt Allvater und daher gehe ich auch davon aus, das er eben auch jene Welten erschaffen hat.


    Ich hab schon öfters über ein -angeblich den Göttern übergeordnetes- Schöpferwesen namens Fimbultyr gelesen. Aber ging dieser Titel später lediglich auf Wotan über, oder kann man ihn quasi als eine Art physische Inkarnation dieser (vermutlich ätherischen) Urgottheit betrachten; das nach dem Urknall, als Fimbultyr aus sich selbst heraus die materielle Existenz schuf, auch ein Teil seiner Selbst stofflich wurde?

    Nach meinem Verständnis ist die ganze Existenz in verschiedenen Ebenen unterteilt und in all diese Ebenen inkarniert sich Allvater. So sind Fimbultyr, Bori, Bor, ja selbst Wodan jeweils die Inkarnationen Allvaters auf den verschiedenen Ebenen der Existenz. Ich denke, wir haben da den gleichen Gedanken.


    Und könnte es sein das Wotans zwei Vorväter (Buri und Bor), sowie seine zwei Brüder (Hönir und Lodur) eher Aspekte des Allvaters darstellen (drei Generationen mal drei Brüder), welche mit ihm zusammen, sogesehen (3×3) die heilige Zahl neun ergeben?

    Hönir und Lodur habe ich bisher nicht als Erscheinungsformen, Allvaters, in Betracht gezogen. Vielen Dank für diesen Gedanken. Da werde ich mir die kommenden Tage Gedanken machen. Jedoch bin ich absolut davon überzeugt, das die Zahlengröße 3 da absolut eine wichtige Rolle spielt.



    Falls ich mit meinen Gedankengängen nicht komplett auf dem Holzweg bin, würde das bedeuten, das es Wotan selbst war der aus dem Eis geschaffen wurde, dann würde auch der (norddeutsche?) Erntespruch einen Sinn ergeben:" Er wurd NICHT GEBOREN und wird nicht aĺt- Wold, Wold, Wold" (Wold=Wotan). Vielleicht weiht er sich auch deshalb dem Odhin, also er sich selbst?! Sind nur ein paar Ideen die mir schon länger durch den Kopf gehen. Gruß: Widulf

    Ich finde, Du bist da überhaupt nicht auf dem Holzweg. Ich habe die gleichen Überlegungen:

    Allvater ist aus sich selbst heraus entstanden. Der Eddavers:


    Ich weiß, daß ich hing am wichtigen Baum

    Neun lange Nächte,

    Vom Speer verwundet, dem Odhin geweiht,

    Mir selber ich selbst,

    Am Ast des Baums, dem man nicht ansehn kann

    Aus welcher Wurzel er sproß


    Ist ein Echo dieser Selbsterschaffung. Es ist ein Mysterium, in dem große Schönheit liegt. Das man nicht sehen kann, aus welchen Wurzeln Yggdrasil sproß ist auch eine Umschreibung dieses Mysteriums. Den grundsätzlichen Beginn des "Seins" lässt sich nicht beschreiben, noch begreifen.


    Grüße

    Ancarus

    Bisher hatte die Einhegung für mich eher einen symbolischen Charakter, aber wenn das so entscheidend ist,

    Ich halte die Einhegung für wesentlich. Man könnte vielleicht darüber diskutieren, ob eine Einhegung erst nötig ist, wenn man ein Blót mit höherer Teilnehmerzahl begeht, aber ich hege immer rituell ein. Egal, wie viele Teilnehmer das Blót hat.

    Ich vergleiche das immer mit dem Anschnallen im Auto: Unangeschnallt muss nicht gleich was passieren, nur wenn dann etwas passiert, ist es dumm.


    Grüße

    Ancarus

    Allerdings finde ich immer nur eher spärliche Informationen darüber.

    Leider gibt es keine detaillierten Überlieferungen mehr, die über die Rolle der Eidringe groß Auskunft geben können. Jedoch müssen sie sehr wichtig gewesen sein und der Brauch der Eidringe, auch wenn er mit der Zeit variiert hat, ist sehr alt.


    Überliefert ist ja, das er seinen Platz auf dem Altar hat, aber wie sieh es eigentlich mit der praktischen Nutzung aus?

    Wie gesagt, es gibt leider keine Überlieferungen mehr über genauere kultische Beispiele. Der Kult und die Tradition um die Eidringe muss von uns neu mit Leben gefüllt werden.


    In einem YouTube -Video ist zB. Zu sehen, das die isländischen Asatruer vor dem Trankopfer oder vor dem Sumbel, den Met durch die Ringöffnung in das Blothorn schütten.

    Klingt für mich nach einem sinnvollen Ritual. Hält man den Eidring heilig, so sollte er ja schon eine große segnende Wirkung besitzen. Diese dann auch auf das Trankopfer übertragen zu wollen ist dann ja schon sinnig.



    Im Asatruforum stand auch, man könne ihn bei Anrufungen oder auch Gebeten in der Hand halten.

    Nach meinem Empfinden ist das Trennen von Eidring und Altar eine sehr Bedeutungsschwere Handlung, weil ich von einer besonderen Heiligkeit des Rings ausgehe. So würde ich dies dann auch nur Ritualen tun, die besonders wichtig sind. Wie zum Beispiel zu einem der Hauptfeste.

    Da ich einen Schwur-grade den Göttern gegenüber- sehr ernst nehme, leiste ich so gut wie nie irgendeinen Eid

    Für mich findet ein Schwur/Eid immer vor den Göttern stand. Deswegen halte ich das genauso, wie Du,


    Grüße

    Ancaurs

    . Aber wenn Dag/Tag der Sohn der Nott/Nacht ist, müsste er doch genau wie sie, auch ein Riese sein und somit eine negative (böse) Wesenheit.

    Bei unseren Ahnen ging die Zuordnung zum Stand bzw die Zugehörigkeit zum Stamm von der Herkunft des Vaters aus. Der Vater von Nótt ist ein Riese. Deswegen wird auch Nótt zu den Riesen gezählt. Der Vater von Dágr ist Dellingr und ich gehe davon aus, das Delligr zu den Asen zu rechnen ist. Dies würde Dágr auch zu einem Asen machen. Jedoch ist auch nicht auszuschließen, das Dellingr zu den Alfen gehört, dann wäre Dágr eine Alfe.

    Riesen sind nicht unbedingt "gut". Ob sie aber damit unbedingt gleich und immer von negativem Wesen sind, würde ich trotzdem nicht sagen.

    Bis jetzt war ich eigendlich immer der Ansicht, das sowohl das Licht als auch der Schatten, gleichberechtigt (und ohne moralische Wertung) ihren berechtigten Platz in dieser Welt hätten.

    Die Gleichung Licht und Dunkelheit erhält insofern eine moralische Wertung, als das Licht und das Lichte immer als Synonym für Gut und Edel in unseren Überlieferungen benutzt wird.


    Ich opfere auch bevorzugt bei Tag oder noch besser, bei Tagesanbruch aber zum Ahnenfest zB. Gehört für mich Dunkelheit-schon allein wegen der Atmosphäre, oder zu Jul, bzw. zur Mütternacht, woraus (denke ich mal) der heutige heilige Abend wurde.

    Das stimmt, hier gilt es dann aber zum Tag hin zu feiern. Man wendet sich dann auch symbolisch dem Licht zu.



    Grüße

    Ancarus

    Bei mir ist es bisher immer eher ein Gefühl, so blöd es sich auch anhören mag.

    An solchen Gefühlen ist gar nichts blöd. Diese Form der Feinfühligkeit ist eine wertvolle Eigenschaft und gehört gepflegt.



    Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass Verwandte, zu denen man ein enges Verhältnis hatte (oder aber auch Freunde etc.) sich dazu entscheiden können, auf die Personen Acht zu geben, die ihnen wichtig sind! Finde den Gedanken dabei auch wirklich schön.

    Das Band zwischen Familienmitgliedern verbindet diese über alle Welten. Das gleiche kann auch für das Band gelten, welches sich durch Liebe zwischen zwei Menschen bildet.

    Ich trage z.B. auch meinen Thorshammer an einer Kette, die ursprünglich mal meiner Oma gehört hatte! So habe ich sie stets bei mir und verbinde das Ganze noch mit meinem Glauben!

    Das ist gelebter Ahnenkult. Auch ich finde das sehr schön.


    Grüße

    Ancarus

    Hallo zusammen,

    im Großen und Ganzen kann ich mich hier der Meinung von Snoopy anschließen. Jedoch möchte ich noch gerne was zum Stichpunkt "Christen und Blót" etwas schreiben:


    Das Blót ist unser mächtigstes und heiligste Ritual. Diese Heiligkeit macht es einfach nötig, das man Regeln einzuhalten hat. Einer dieser Regeln ist das gemeinsame Anrufen des Gottes/der Götter. Damit diese Anrufung funktioniert, müssen alle Teilnehmer die gleiche Energie aufbringen. Zum Beispiel: Es wird Odin angerufen und drei Blótteilnehmer sind auch absolut auf Allvater fokusiert, aber der vierte Teilnehmer malt sich gedanklich aus, wie sehr er doch Jesus liebt, dann ist diese Energie gestört. Das Blót kann so nicht funktionieren.

    Auch finde ich, das es der besonderen Heiligkeit des Blóts nicht gerecht wird, wenn man das Ritual als offenes Happening veranstaltet. Das fühlt sich für mich schlicht falsch an. Für die GdG bedeutet das praktisch: Außerhalb der Einhegung darf gerne jeder zuschauen, aber teilnehmen dürfen nur Heiden.


    Grüße

    Ancarus

    Epanterias hat versucht seine Beiträge bzw dieses Thema zu löschen. Ich habe das soweit wiederhergestellt, wie es mir möglich war. Eigentlich hätte das gar nicht möglich sein sollen, da hat etwas bei der Zuweisung der Nutzungsrechte wohl leider nicht funktioniert.


    Nachtrag: Jeder Nutzer hat 10 Minuten Zeit, um einen Beitrag noch nachträglich zu ändern. Beim letzten Forenupdate hat sich diese Einstellung wohl leider reseted und ich hab es leider übersehen. Ich habe diesen Fehler nun korrigiert.


    Grüße

    Ancarus

    Grüße zusammen,

    Ich weiß, dass die Kirche in früheren Zeiten den Andersgläubigen oft schlimme Sachen angetan hat. Allerdings glaube ich nicht, dass der christliche Gott jemals selbst zur Gewalt aufgerufen hat. Ich denke es waren eher seine Anhänger, die seine Botschaft missverstanden haben.

    Interessant und damit zerlegst Du dann selbst das Fundament des Christentums.


    Außerdem ist die Kirche (jedenfalls heutzutage) anderen Glaubensrichtungen gegenüber keinesfalls so intolerant wie z.B. die Franken als sie die Sachsen christianisierten. Der Papst führt beispielsweise oft respektvolle Dialoge mit Vertretern anderer Religion z.B. dem Dalai Lama oder Vertretern des Hinduismus.

    Das ist sie ganz sicherlich nicht freiwillig. Zum Glück hat Europa die "Aufklärung" erlebt. Möchte man wissen, wie Europa sonst heute aussehen würde, muss man nur nach Arabien, Iran und co schauen.



    Das ist reine Glaubenssache. Du kannst nicht beweisen, dass es den christlichen Gott nicht gibt. Ebensowenig wie ich beweisen kann, dass es ihn gibt.

    Die GdG ist eine germanisch heidnische Gemeinschaft und dieses Forum ist germanisch heidnisch. Den Gott der Christen gibt es nicht. Diese Aussage ist hier gesetzt und wenn man das nicht hören oder lesen will, dann ist man hier schlicht falsch. Wenn ich mich in einem Forum für Angler anmelde, dann muss ich damit rechnen, das da Leute schreiben, die Angeln total toll finden.

    Gerne auch noch mal anders formuliert: Natürlich ist das Glaubenssache und wir sind halt gläubige germanische Heiden.



    Deine Aussage ist für mich und MILIARDEN anderer Menschen absolute Gotteslästerung. Du beleidigst damit auch deine eigenen Vorfahren (die sicherlich über viele Generationen lang christlich waren) und stellst sie auf eine Stufe mit Dämonenanbetern.

    Noch mal: Das hier ist kein Mischforum für alle religiösen und spirituellen Kulte, die es so weltweit gibt. Hier dürfen sich Heiden frei über ihren Glauben und ihre Spiritualität austauschen. Ein germanischer Heide, der seinen eigenen Glauben ernst nimmt, der kommt nicht umhin festzustellen, das es den christlichen Gott nicht geben kann. Dieses Forum ist nicht dazu da, um Christen ihre labile Religion schön zu reden. Dafür gibt es 1000 andere Foren.



    Mit deiner Intoleranz gegenüber anderen Religionen und deinen irrsinnigen Behauptungen bist du keinen Deut besser als die Inquisition im Europa des 16, 17. Jahrhunderts oder die Franken im 8. Jahrhundert.

    Einem germanischen Heiden, in einem germanisch heidnischem Forum vorzuwerfen, das seine religiösen Überzeugungen irrsinnig sind, ist enorm dreist. Noch so ein Ausfall und Du verlässt dieses Forum.



    Ich bin eindeutig Polytheist, da ich viele Götter und Göttinnen verehre. Und es gefällt mir nicht wenn Menschen sich anmaßen eine Gottheit zu beschimpfen und herabzuwürdigen. Bedeutet dein Glaube für dich, dass du andere Religionen herabwürdigen darfst?

    Wir nehmen unseren Glauben ernst, daraus ergeben sich logische Konsequenzen. Davon ab: Ich melde mich ja auch nicht in einem Forum für Katholiken an und beschwere mich da, das sie die Götter für Dämonen halten.



    Ich verstehe, das Du, Epanterias, sehr unsicher bist, was deinen religiösen Weg angeht. Dafür können aber Sverker und Wolfbald nichts. Die beiden sind sich ihrem Glauben und der eigenen Spiritualität sicher. Vielleicht wäre es eine Idee, dich mit der Edda ernsthaft auseinander zu setzen und auch der Bibel (wenn es dich denn so sehr zum Christentum zieht).


    Grüße

    Ancarus

    . Wenn es euch nicht stört werde ich auch hier weiterhin aktiv bleiben.

    Sicher kannst Du hier aktiv bleiben, so lange Du nicht Forenregeln und den Forenkonsens achtest. Dir muss nur halt bewusst sein, das Du für deine Ideen hier dann oft nicht viel Beifall bekommen wirst.



    Ich bin also nun ein ,,katholischer Polytheist".

    Nichts für ungut, aber das ist wie ein Veganer, der gerne Steak isst.



    Grüße

    Ancarus

    Da ich mich nun endgültig entschieden habe, mich den einzig wahren Göttern zu verschreiben - auch wenn ich wie gesagt eigentlich noch ganz am Anfang stehe - denke ich, würde ich persönlich durchaus eine Art Enttaufung durchzuführen wollen, um mich von allem zu reinigen und ohne Altlasten den Göttern widmen zu können.

    Ich würde es sinnvoller finden, wenn Du dann die Zuwendung hin zu den Göttern rituell und feierlich begehen würdest, als die Abkehr vom Christentum zu "feiern".


    Ich empfinde es als einen Grundsatz unseres Glaubens, das unser Fokus auf positiver Zuwendung hin zu den Göttern liegt. Man schwört also nicht dem Negativen ab, sondern man schwört dem Positiven zu folgen. Auch wenn beides ähnlich klingt, so ist doch die Herangehensweise und der "Geist" ein anderer.


    Die "Altlasten" fallen von Dir, wenn Du deinen Weg weiter gehst. Das ist ein Prozess, der Zeit zur Entwicklung braucht. Auf der anderen Seite weiß ich natürlich nicht, was Du da mit "Altlasten" so alles meinst. Denn diese "Altlasten" haben dich jetzt zu den Göttern geführt, vielleicht müssen die ja gar nicht alle von Dir abfallen?


    Grüße

    Ancarus

    Aus polytheistischer Sicht sollte das doch kein Problem sein. Es ist schließlich im Polytheismus nicht verboten andere Religionen zu praktizieren. Die alten Römer z.B. verehrten oft neben den olympischen Göttern auch die Götter anderer Völker z.B. Mithras aus Persien, ohne dabei den römischen Göttern abzuschwören.

    Das Heidentum ist, wie ein Baum. Das germanische, keltische, griechische, römische Heidentum sind alles Zweige dieses Baumes. Die abrahamistischen Religionen sind Steine. Das lässt sich nicht vergleichen.



    Kaiser Julian betrachtete den abrahamischen Gott sogar als Teil des römischen Pantheons.

    Zur Zeit Kaiser Julians fühlte sich die Kirche auch noch nicht mächtig genug, um allen anderen Religionen den Krieg zu erklären. Es wurden noch keine Heiligtümer zerstört oder andersgläubige hingerichtet. Die abrahamistischen Religionen sind absolut auf Missionierung ausgelegt. Toleranz hört da auf, wo der andere einen zerstören will.

    Zum Glück leben wir mittlerweile in einer Zeit, wo wir alle friedlich miteinander leben können. Diese Toleranz kommt aber von den einzelnen Menschen und nicht den christlichen Kirchen. Das Christentum erscheint nur deswegen etwas toleranter, weil sich ein bedeutender Teil der Menschen, der aggressiven Doktrin des Christentums, widersetzen. Das ändert aber nichts daran, das dass Christentum darauf abzielt, jede andere Glaubensform zu zerstören.


    Andere Krankheiten wie Krebs oder Schizophrenie auch nicht. Trotzdem sit jedem klar, dass das behandlungsbedürftig ist und nicht normal. Meiner Meinung nach gilt das auch für Homo...ualität und Trans...ualität. Aber das ist wohl Ansichtssache und glücklicherweise herrscht bei uns Meinungsfreiheit.

    Standpunkt der GdG zum Thema "Homosexualität"

    Ich hab da sogar wissenschaftliche Artikel verlinkt. Mir ist schon klar, das dich da Fakten nicht so sehr interessieren, aber der Vollständigkeithalber, der Hinweis.


    Eigentlich ist es mir echt zuwider auf deinen Vergleich von Schizophrenie und Krebs einzugehen. Denn wenn Du es vorher geschafft hättest, deinen unkontrollierten Hass mal für einen Moment zu zügeln, wäre es Dir selbst aufgefallen:

    Krebs tötet seinen "Wirt" und das Spektrum der schizophrenen Krankheitsbilder führt auch zu Leid und schlimmstenfalls auch zum Tod.


    Natürlich darfst Du deine Meinung haben, aber Du musst halt mit Gegenrede und Gegebenenfalls mit den Konsequenzen umgehen können. Meinungsfreiheit heißt nicht, das man ein Recht darauf hat, das man ohne Widerworte alles sagen kann.


    Sollte es also noch nicht deutliche genug gewesen sein: Ich dulde hier solch eine Herabwürdigung von Menschen nicht. 



    Das hier ist ein Forum für und über das germanische Heidentum. Natürlich können hier auch Themen, wie Homosexualität oder Transsexualität erörtert werden. Dies hat aber respektvoll und auf Basis unserer Überlieferungen zu erfolgen.


    Nachtrag: Wenn man es aber nicht mal über sich bringt, das Wort "Homosexualität" oder "Transsexualität" aus zuschreiben, sollte sich da vielleicht erstmal mit sich selbst auseinandersetzen, bevor man andere Menschen, als "Krank" beschimpft.


    Grüße

    Ancarus

    Ancarus, ja das stimmt, wenn es nach Edda gehen würde.

    Ich denke, wir interpretieren hier die Edda unterschiedlich. Denn ich sehe in der Edda keine Limitierung der Götter.


    Freue mich auf deine Offenheit.

    Ich möchte da mal was allgemein anmerken: Mit jemanden mal nicht einer Meinung zu sein, heißt nicht automatisch, man wäre nicht offen. Also wenn ich hier mal gegen die Aussage von jemanden Argumentiere, habe ich trotzdem Respekt vor der Person. Heutzutage werden da gerne ein paar Sachen durcheinander geworfen.



    Die Neun Welten, die beschrieben werden müssen doch nicht zwanghaft auf unserer Metaebene liegen (das tun sie sogar ganz sicher nicht). Weiterhin könnte Midgard (theoretisch) auch jegliche für Menschen gemachte Welt beschreiben und muss nicht zwingend auf die Erde begrenzt sein.

    Ich bin der Auffassung, das Midgard eben nicht nur Planet Erde meint, sondern unsere Metaebene.


    Es gibt da natürlich unendlich viele Deutungsmöglichkeiten. Fakt ist aber die Asen und Wanen sind die einzigen und wahren Götter.

    Ich sehe das letztendlich auch so sehen, würde es aber etwas anders formulieren: Die Asen und Wanen sind die Götter.


    Grüße

    Ancarus

    Desweiteren gehört meine Familie schon sehr lange zur Katholischen Kirche und fast alle meiner Familienmitglieder mütterlicherseits sind auch heute noch Mitglieder. Ich will nicht mit einer alten Familientradition brechen.

    Das mit christlicher Tradition ist so ne Sache. Deine Familie ist maximal 1200 Jahre christlich, Davon vielleicht 600 Jahre katholisch. Die 35.000 Jahre davor aber nicht.



    dass sich fast jeder mit 16, 17 Jahren entjungfern lässt. Wenn man vor der Ehe enthaltsam lebt (was ich tue) wird man hierzulande meistens ausgelacht. Gegen diese Sachen tritt die Katholische Kirche ein und ich fand und finde, dass ich sie dabei unterstützen sollte.

    Auch auf die Gefahr hin, das ich jetzt echt die Büchse der Pandora öffne: Ich finde die Sexualmoral der monotheistischen Religionen so widerlich und heuchlerisch. Wenn zwei Menschen Freude mit- und einander haben, ist daran absolut nichts verwerfliches. Der menschliche Körper ist nicht verdorben und Lust zu haben, ist nichts verwerfliches.

    Davon ab ist die Erfindung der Ehe keine Erfindung des Christentums. Gerade jedoch die katholische Version der Ehe, ist mehr ein Gefängnis, als eine Zuflucht zweier liebender Menschen. Gerade die Frau wird hier völlig entrechtet, wie übrigens überhaupt im Katholizismus.

    Ist das aber halt ein Ideal für dich, so ist das natürlich deine Entscheidung und gehört respektiert.


    Allerdings hat es Synkretismus zwischen Polytheismus und Christentum schon früher gegeben u.a. bei einigen Römern, Nordgermanen und Slawen.

    Wie ich schon schrieb: Das ist so ne Sache. Auf jeden Fall ist das Heidentum da sehr viel toleranter und aufnahmefähiger, als das Christentum. Die Inquisition, die peinliche Befragung und die Hexenverbrennungen sind jedenfalls keine Erfindung des Christentums.


    Grüße

    Ancarus