Beiträge von Ancarus

    Hallo zusammen,

    ich empfinde eine körperliche Betätigung auch als wichtig. Im Idealfall fordert und fördert man Körper und Geist gleichermaßen.


    Grüße

    Ancarus

    Obwohl wir hierzulande kein Atomkraftwerk haben, kommt ein großer Teil der Energie aus Atomkraftwerken aus dem Ausland, selbst bei Ökostromanbietern ist nur ein Teil der Energie erneuerbar. Daher halten wir unseren Energieverbrauch niedrig. Außerdem fahren wir hauptsächlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. in die Arbeit ausschließlich mit dem Zug. Auch bei Waschmitteln und Spülmittel achten wir darauf ökologisch abbaubare Produkte zu kaufen.

    Das ist sehr ehrbar.


    Schön und gut,das mit dem Ökostrohm ist eh eine große Lüge egal was für Strom,Windkraftt- Sonnenkolektoren-,Kohlekraft- oder Atomstrom alles kommt aus einer Leitung.Strom sparen muß man schon aus Kostengründen.

    Der Anteil der jeweiligen Stromquellen spielt aber schon eine Rolle. Wenn man einen Ökostromanbieter für den Strom bezahlt, wird dieser für das Geld seine Quellen für erneuerbare Energien ausbauen können, dieses Geld fehlt dann dem konventionellen Stromerzeuger für den Ausbau klassischer Energiequellen. Mit der Zeit verschiebt sich dann also das Verhältnis immer weiter.



    .Das mit den öffentlichen Verkehrsmitteln funktsoniert am Land nicht. Wir haben noch einen Bahnhof, Fußweg 2 Km . Zum Einkaufen in die nächste Stadt wieder 2 bis 3 Km in den Ortskern und wohin mit den Einkäufen ( großer Rucksack , Trolli ) Einen meiner Söhne besuchen, eine Tagesreise , kein Bahnanschluß ,3 oder 4 Busse täglich. Ohne PrivatPKW geht nichts.

    Du handelst doch dann nicht falsch. Jeder von uns tut was er kann. Die Götter verbieten uns ja nicht zu leben.

    Da ist es eher vielleicht eine Frage, was für einen PKW Du nutzt und wie du fährst.


    Das wir nachhaltig leben eine Selbstverständlichkeit.Nur wir können die Verbrechen an der Umwelt ( Vernichtung der Wälder weltweit,Raubbau an Bodenschätzen aus reiner Profitgier,Übermüllung ) nicht verhindern oder heilen. Leider nicht. Das geht nur auf Regierungsebene und auch nur weltweit.

    Ich denke auch nicht, das es darum geht. Ich kann zum Beispiel auch nichts daran ändern, das der Präsident von Brasilien dabei zuschaut, das Zweige "seiner" Industrie den Regenwald anzünden. Ich kann aber darauf achten, das ich keinen deutschen Bolsonaro wähle oder unbedacht mit Feuer im Wald hantiere.


    Aber wenn heute jedes Familienmitglied ein Handy, Tablet oder Laptop hat oder man den ganzen Tag vorm PC hängt oder in jedem Raum ein Fernseher steht, dann wird klar das hier das Problem bereits beim Endnutzer beginnt. Wenn der Endnutzer sein Verhalten nicht ändert und nur sagt ja das muss der Staat regulieren, dann sind wir ohnehin verloren.

    Ich verstehe was Du meinst und Du hast da auch ein ganz weites Stück Recht mit. Jedoch ist mein Blickwinkel da ein wenig anders und Blicke da auf die Effizienz. Als Beispiel: LED sind so ungleich effizienter als Glühbirnen. Wenn wir Forschung und Entwicklung weiter in diese Richtung antreiben, dann kann das auch unserem Planeten helfen.



    Jedoch lasst uns nicht zu sehr auf die technische Schiene gehen. Fakt ist ja, das uns ganz dringend etwas am Erhalt unseres Planeten liegen muss. Die Natur ist heilig und das muss unser Handeln auch beeinflussen.



    Grüße

    Ancarus

    Hallo Snoopy,

    meine Gedanken dazu:

    Die Edda ist unverfälscht und wahr. Demnach sagt Skirnir selbst, dass er kein Alf/Alb, kein Ase und kein Wane sei.

    Die Überlieferungen der Edda sind wahr. Ob wir die Wahrheit darin aber immer erkennen, ist etwas anderes.

    Möglicherweise meint Skirnir in Strophe 18, das er nicht von den Alfen, Asensöhnen oder Wanen ist, sondern der Diener Freyrs ist.

    Er nimmt sich zurück, damit der Fokus von Gedr auf seinen Herren, Freyr fällt.

    Skirnir verneint dann also nicht seine Herkunft, sondern seinen Status.


    Skirnir ist hier, in der Naturmythologischen Deutung, eine Naturkraft (Sonneneinstrahlung). Naturkräfte sind meistens Riesen, wenn mich nicht alles täuscht. Für mich persönlich bleibt da keine andere Möglichkeit.

    Skirnir ist der Sonnenstrahl, den Freyr, die Sonne aussendet. Auf die naturmythologische Deutung und die Ausdeutung des Namens "Skirnir" bezogen, würden die Alben passen, genauer die Lichtalben.

    Mir ist keine Assoziation der Riesen mit der Sonne und dem lichten bekannt. Die Riesen finden sich eher in den zerstörerischen Aspekten der Natur zu finden. Dies führt nicht immer zur Opposition gegenüber den Göttern, aber diese betreffenden Riesen sind dann weiblich, wie eben Gerdr oder Skadi zum Beispiel.


    Grüße

    Ancarus

    Hallo Wolfbald,

    mir gefällt dein Gedankengang sehr gut. Möglicherweise lässt sich daraus auch ableiten, das man sich der Gunst Allvaters und der Götter immer wieder würdig erweisen muss und man sich, ob dieser Gunst, niemals ausruhen darf (?)


    Grüße

    Ancarus

    Hallo zusammen,

    in der "Skirnisför" heißt es:

    Skirnir

    (18) Bin nicht von den Alfen noch den Asensöhnen,

    Noch den weisen Wanen;

    Durch flackender Flamme doch fuhr ich allein

    Eure Säle zu schauen


    Hier sagt also Skirnir selbst, das er weder Alfe, Ase oder Wane sei. Nichtsdestotrotz wird er von verschiedenen Autoren mythischer Nacherzählungen, wie zum Beispiel Neil Gaiman oder Harry Eilenstein, als Lichtalbe bezeichnet. Grundsätzlich würde dies ja auch Sinn ergeben, weil Freyr ja König der Alfen ist und so wäre es nur plausibel, wenn Skirnir eben auch zu den Alfen/Alben gehören würde. Auch die Bedeutung des Namens "Skirnir" als Leuchten/Strahlen, lässt an die Alfen/Alben denken.

    Am Anfang der Skirnisför spricht Skirnir auch davon, das er mit Freyr die "Tage der Jugend" geteilt hat. Sie sind also zusammen aufgewachsen, was mich auch dann an die Alfen/Alben denken lässt.


    Aktuell muss ich also leider sagen, das ich die Frage für mich, nicht befriedigend beantworten kann. Das Skirnir jedoch riesischer Abstammung sein soll, erscheint mir (aktuell) unwahrscheinlich. Weil ich mir nicht so recht vorstellen kann, das Freyr, als lichter Vanengott und König der Alben, einen Riesen ist sein engstes Gefolge aufnehmen würde.


    Grüße

    Ancarus

    Ich kann mich hier Snoopy anschließen, möchte aber auch noch etwas eigenes dazu schreiben:


    Meditation und Kampfsport sind nicht mit einem Blót/Opfer zu vergleichen. Das Heidentum ist sehr viel offener, als es die abrahamistischen Religionen je waren oder sind. Sich an "fremden" Kampfformen oder Meditationspraktiken zu "bedienen" stellt keinerlei Problem dar. Darum geht es mir überhaupt nicht. Mir geht es um das Blót/Opfer.


    Das Blót ist absolut und unbedingt heilig und diese Heiligkeit bedingt einfach von sich aus ein paar Dinge. Um das jetzt hier aber nicht ausarten zu lassen, beschränke ich mich dabei auf einen Aspekt, nämlich die Anrufung:


    Die Anrufung ist grundlegender Bestandteil des Blóts, denn der Gott oder die Götter sollen ja auch anwesend sein, sonst ist das Opfer wirkungslos. Damit die Anrufung (und auch das gesamte Blót) die richtige Wirkung entfaltet, braucht es (spirituelle) Energie. Diese Energie muss gebündelt und zielgerichtet sein. Gibt es nun aber 10 Teilnehmer mit 10 verschiedenen Götter- und Glaubensvorstellungen, ist es so, als wenn man diese Energie durch ein Prisma jagt, sie zerstreut sich in alle Himmelsrichtungen.


    Ich opfer nicht unser heiligstes Ritual dem Zeitgeist. Ich weiß, das dass voll uncool ist, weil es In ist, alle Normen und Regeln über Bord zu werfen. Nur einige dieser Normen und Regeln sind aber aus gutem Grund seit tausenden von Jahren da.


    PS: Anglotheist, in deinen Texten lese ich einen gewissen Vorwurf heraus, das wir hier engstirnig und illiberal sind. Das traditionelle germanische Heidentum ist weit offener und größer in seinem Kosmos der Möglichkeiten, als es die monotheistischen Religionen je sein könnten.


    Grüße

    Ancarus

    So ein Pan-Religiöses-Ritual ist bestimmt ein tolles Happening, aber unter einem spirituell, religiös sinnstiftendes Ritual stelle ich mir etwas anderes vor. Es hat doch nichts mit "Über den Tellerrand schauen" zu tun, wenn man nun alle religiösen Sichtweisen in einen Topf wirft.


    Grüße

    Ancarus

    Der Mensch ist dahingehend ein Problem, dass er keine natürlichen Feinde hat. Das heißt wir werden immer mehr und mehr.

    Der Mensch hat sich selbst, als Feind.



    Irgendwann wird der Mensch die berühmte Heuschreckenplage (wenn er es nicht schon ist). Wir brauchen Nahrung. Je mehr Menschen desto mehr Nahrung. Wo kommt sie her? Das ist das größte Problem. Natürlich kann man Fleischkonsum einschränken aber trotzdem wird es früher oder später darauf rauslaufen, dass wir zu viel Platz brauchen. Egal ob für Getreide, Gemüse oder Fleisch, ob für Häuser oder Verkehrsmittel. Irgendwann reicht der Platz aber nicht mehr aus.

    Das ist ja aktuell nur reine Spekulation, weil wir nicht Wissen, wie sich Mensch und Natur weiter entwickeln. Aktuell wird genug Nahrung produziert, das alle Menschen davon leben können. Das nicht alle Menschen nicht genug Zugang zu Nahrungsmitteln haben, liegt nicht an ihrer Knappheit, sondern an der Gier Einzelner. Ich bezweifel auch, das die Götter und die Natur es zulassen werden, das jemals eine solch kritische Masse (an Menschen) erreicht wird.

    Die angebliche Macht des Menschen ist eine Illusion. Es reicht ein Virus, eine Naturkatastrophe und die "Herrschaft" des Menschen ist beendet. Es gibt dafür ja auch Beispiele in der Geschichte.


    Grüße

    Ancarus

    Der Mensch greift ständig in funktionierende Systeme ein und wundert sich dann, das danach etwas schief geht. Alles wird nur noch als Wirtschaftsressource gesehen. Den Begriff "Nutzwald" kann ich mittlerweile nicht mehr hören.


    Auch auf die Gefahr hin, das dass jetzt etwas naiv klingt, aber: Die Natur hat das CO2 in Kohle, Öl und Co gebunden und in dieser Form war es auch völlig neutral. Nur der Mensch ist wieder so "schlau" gewesen und setzt dieses "Gift" wieder frei.


    Grüße

    Ancarus

    Hallo zusammen,

    der Mensch, mal ganz grundsätzlich, ist kein Problem. Wir sind genau so Teil der Natur, wie jedes andere Lebewesen auch. Auf der anderen Seite tut der Mensch aber alles, um ein Problem zu werden bzw zu sein. Dieses Problem liegt aber nicht in unserer reinen Existenz begründet (meiner Meinung nach). Es liegt darin, wie wir uns verhalten und mit dem umgehen, was uns die Götter geschenkt haben. Verhalten ist aber erzieh- und veränderbar.


    Daher sehe ich kein Problem darin, Kinder zu bekommen, Man muss sie halt erziehen und richtig anleiten.



    Grüße

    Ancarus

    Hallo Sverker,

    vielen Dank für diese Anektdote. Auch wenn ich auch schon hellsichtig geträumt habe, kann ich nicht sagen, das dies bei mir während der Zwölfen mehr ist. Wobei für mich die Nacht zum 21. für mich schon besonders war. Jedenfalls glaube ich an die besondere Wirkkraft der Raunächte.


    Grüße

    Ancarus

    Gerne geschehen. Im Übrigen hat man früher frisch geschnittene Haselstöcke auch ins Erdreich neuer Gräber gesteckt.

    Somit konnte der Stock neue Triebe bilden und oftmals erwuchs aus dem Grab eine neuer Haselstrauch. Der Haselstrauch schlug somit eine Brücke in das Reich der Toten und in die Anderswelt, es heißt dass die Seelen frisch verstorbener Menschen sich darin manifestieren können.

    Von seiner Symbolik auch einfach wunderschön. Das lässt mich auch an Lif und Lifthrasil denken.


    Grüße

    Ancarus

    Hallo Wolfbald,

    meine Gedanken zu dem Thema:


    Ich persönlich bin der Meinung das der Mythos von Walhall nach dem Ragnarök-Mythos, einer der meist missinterpretieren Mythen der germanischen Mythologie überhaupt ist.

    Das sehe ich ähnlich, aber nicht so in der Schärfe.



    Wenn wir uns Walhall ansehen, so ist es eine der heiligsten Stätten die noch dazu in der Welt der Götter liegt. Wenn Gímle die höchste der Welten ist und dort nur die reinsten Seelen sich Wiederfinden werden, warum sollte dann Asgard/Walhall Mördern und Plünderern eine Heimstatt sein?

    Es ist ja da die Frage, wie man hier "Mörder" und Plünderer" definiert? Das Töten eines Feindes im Zweikampf ist kein Mord. Stichst Du jemanden hinterrücks ab, dann ist das Mord. Ersteres widerspricht nicht der göttergewollten Ethik. Das zweite sehr wohl und zweiteres führt einen dann auch nicht nach Walhall (jetzt als isolierte Tat betrachtet).


    Das mit dem Plündern finde ich schwierig: Ich selbst finde es nicht, das man solch eine Lebensweise anstreben sollte und es fällt mir auch schwierig darin etwas ehrenhaftes zu finden. Doch geht es ja dabei um das Urteil der Götter und nicht meine persönlichen Vorlieben. Ich denke das es auf den ganzen Kontext angeht: Wer wird geplündert? Warum wird geplündert? Was passiert mit dem Plündergut?

    Ich denke, das die germanisch heidnische Ethik nicht so platt ist, wie es zum Beispiel die christliche ist.


    ahrscheinlich wurde der Mythos absichtlich so verändert und propagiert um Massen zu mobilisieren. Ich sehe hier in diesem Kriegerwahn der Wikingerzeit durchaus Parallelen zum Dschihad oder den Kreuzzügen.

    Das würde ich so nicht sagen:


    Natürlich sollte man auch den gesellschaftlichen Kontext betrachten, in der "Walhalla-Mythos" niedergeschrieben wurde. Er ist nicht falsch, sondern der Fokus liegt auf dem kriegerischen Aspekt, einfach weil das Kriegswesen der "Wikinger" überproportional wichtig war. Der Fanatismus von Dschihadisten und Kreuzzüglern ist da dann doch noch ne ganz andere Stufe: Das lässt sich ja auch schon daran sehen, das die Wikingerzüge auch sehr positive Aspekte hatte, wie zum Beispiel Reichsgründungen, die auch heute noch nachhallen und der sehr rege Handel.


    Betrachten wir das Wesen der Götter und sehen uns Baldur, Forseti & Heimdall zum Beispiel an, sind das weise Götter des Lichts. Von Forseti wird gesagt, dass er noch weiser ist als sein Vater. Er ist der himmlische Richter und weiß alle Zwietracht & Streit zu schlichten. Auch Baldur ist weise und Heimdall gilt neben Baldur als der Strahlendste und lichteste der Götter. Neben dem wacht Heimdall auch noch über Bifröst und hält das Böse fern von Asgard.


    Warum sollten die lichten, reinen und Weißen Götter also dieses Kriegertum gut heißen?

    Frieden ist auch im germanischen Heidentum das erstrebenswerte Ziel, das galt auch für die Nordmannen, auch wenn man das durch die Sagas vielleicht etwas aus den Augen verlieren kann. Jedoch ist das Kriegertum deswegen nicht damit automatisch etwas gottloses. Die Götter selbst sind ja auch "Krieger". Es kommt darauf an, das "Kriegertum" richtig zu interpretieren. Vielleicht bietet es sich da an, noch ein separates Thema zu erstellen?


    Wenn der Kriegertod eine Fahrkarte nach Walhall sein sollte, dann sicher nur wenn es ein selbstloser Tod ist. Zb. Wenn jemand bei der Verteidigung seine Landes, seiner Familie etc sein Leben opfert.

    Ich stimme dir da zu. Wobei die Gleichung Schlachtentod=Walhall so auch gar nicht stimmt und so auch nicht in den Mythen steht. Denn neben Walhall gibt es ja auch noch Volkswang, welche Schlachtote aufnimmt.



    Grüße

    Ancarus