Lassen sich Christentum und Polytheismus vereinbaren?

  • Ich halte Jaweh für einen Jotunen.


    Nicht umsonst stammt diese Religion aus einer kargen Region, die Sinai Halbinsel war lange vulkanisch aktiv. Jahwe manifestiert sich als dunkles vernichtendes Feuer, verbrennt mit dem Dornbusch das wenige Leben welches es dort gibt.....


    Die Israeliten, Syrer etc. verehrten zuerst den Baal.


    Jaweh gegenüber steht Baal als ein Fruchtbarkeits und Vegetationsgott, welcher als Herrscher über Donner und Blitz dem Donar entspricht. Baal entspricht auch dem Gott Adad.


    Das Christentum machte aus Baal den Belzebub bzw den Teufel.


    Hier hat also eine lebensfeindliche Energie welche die zerstörerische Kraft des Feuers vertritt, versucht in offene Konkurrenz zur lebensspendende Kraft des Donnergottes under Götter als solche zu treten. Nicht umsonst ist die Geschichte der Christenheit ein einziger Kreuzzug gegen alle anderen Götter.


    Nicht umsonst ist das heiligste Symbol der Christenheit das Kreuz, welches ein furchtbares Folterinstrument und ein Symbol des Todes ist.


    Für mich ist der Gott der Juden und Christen ganz klar ein Riese.

  • Wenn Jahwe eine böse Gestalt wäre, dann er hätte wohl kaum soviele gute Gebote erlassen z.B. du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht ehebrechen. Deine Aussage ist für mich und MILIARDEN anderer Menschen absolute Gotteslästerung. Du beleidigst damit auch deine eigenen Vorfahren (die sicherlich über viele Generationen lang christlich waren) und stellst sie auf eine Stufe mit Dämonenanbetern.

  • Dies ist ein heidnisches Forum und die Gefühle von Christen interessieren mich hier nicht. DEIN Gottkönig der Thursen ist der Zerstörer des Glaubens meiner Vorfahren, du brauchst dir von mir keinen überschwänglichen Respekt zu erwarten, wenn du dir anmaßt unter Heiden den Jaweh verehre zu wollen. Meine Christlichen Vorfahren jucken mich nicht.


    lg

  • Mit deiner Intoleranz gegenüber anderen Religionen und deinen irrsinnigen Behauptungen bist du keinen Deut besser als die Inquisition im Europa des 16, 17. Jahrhunderts oder die Franken im 8. Jahrhundert.

  • Ich zitiere hir mal Sverker, der dir schon folgendes geraten hat.

    Sverker schrieb:

    ich glaube Du bist hier am falschem Platz.


    such dir doch bitte ein christliches Forum. Du bist kein Heide und wirst es nie.


    Zitat

    Mit deiner Intoleranz gegenüber anderen Religionen und deinen irrsinnigen Behauptungen bist du keinen Deut besser als die Inquisition im Europa des 16, 17. Jahrhunderts oder die Franken im 8. Jahrhundert.

    Ich könnte hier jetzt einiges Schreiben aber dafür ist mir meine Zeit dann doch zu Schade.


    Adios.

  • Du bist kein Heide und wirst es nie.

    Woher willst du das wissen? Ich bin eindeutig Polytheist, da ich viele Götter und Göttinnen verehre. Und es gefällt mir nicht wenn Menschen sich anmaßen eine Gottheit zu beschimpfen und herabzuwürdigen. Bedeutet dein Glaube für dich, dass du andere Religionen herabwürdigen darfst? Wenn dem so sein sollte: Inwiefern bist du dann besser als die Inquisition oder Zwangschristianisierung in alten Zeiten? Ich versuche tolerant gegenüber jedem Glauben zu sein und keine Götter zu beleidigen, egal ob ich die jeweilige Gottheit für real und göttlich halte oder nicht.

  • Und mir gefällt es nicht, wenn Menschen andere Menschen aufgrund ihrer sexuellen Vorlieben mit Krankheiten gleich setzten, DAS ist Intoleranz und eine Art von Hass der mich sprachlos macht.


    Ich sage es noch ein letztes mal, du verehrst eine Gottheit die meine Gottheiten bekämpft und du erwartest dafür noch Respekt von mir? Und nur um den Spieß mal umzudrehen. Du kommst hier in ein heidnischnes Forum und beleidigst unsere Götter, unsere und deine heidnischen Vorfahren indem du hier kund tust Jaweh zu verehren.


    Aber ich möchte sehen das du zu einem Blot gehst und dich traust dort dem Jaweh zurufen. Aber du wirst dir den Zorn der Götter schon auch noch so zu ziehen. Unnötig ist jedes weitere Wort hier.





    Lg

  • Du kommst hier in ein heidnischnes Forum und beleidigst unsere Götter, unsere und deine heidnischen Vorfahren indem du hier kund tust Jaweh zu verehren.

    Dadurch habe ich weder die Götter noch unsere Vorfahren beleidigt. JHWH hat weder die Götter des Polytheismus noch unsere Vorfahren bekämpft. Es waren seine Anhänger, die seine Botschaft missverstanden und unseren Vorfahren großes Leid zufügten. Von Zwangschristianisierung und Inquisition distanziere ich mich ausdrücklich. Die Verehrung Jahwes ist keine Beleidigung der anderen Götter oder unserer polytheistischen Vorfahren.


    Ich hätte nicht gedacht, dass meine Frage in diesem Forum soviel Zorn entfesselt. Ich habe hier ernstgemeinten Rat und keinen Streit gesucht.

  • Grüße zusammen,

    Ich weiß, dass die Kirche in früheren Zeiten den Andersgläubigen oft schlimme Sachen angetan hat. Allerdings glaube ich nicht, dass der christliche Gott jemals selbst zur Gewalt aufgerufen hat. Ich denke es waren eher seine Anhänger, die seine Botschaft missverstanden haben.

    Interessant und damit zerlegst Du dann selbst das Fundament des Christentums.


    Außerdem ist die Kirche (jedenfalls heutzutage) anderen Glaubensrichtungen gegenüber keinesfalls so intolerant wie z.B. die Franken als sie die Sachsen christianisierten. Der Papst führt beispielsweise oft respektvolle Dialoge mit Vertretern anderer Religion z.B. dem Dalai Lama oder Vertretern des Hinduismus.

    Das ist sie ganz sicherlich nicht freiwillig. Zum Glück hat Europa die "Aufklärung" erlebt. Möchte man wissen, wie Europa sonst heute aussehen würde, muss man nur nach Arabien, Iran und co schauen.



    Das ist reine Glaubenssache. Du kannst nicht beweisen, dass es den christlichen Gott nicht gibt. Ebensowenig wie ich beweisen kann, dass es ihn gibt.

    Die GdG ist eine germanisch heidnische Gemeinschaft und dieses Forum ist germanisch heidnisch. Den Gott der Christen gibt es nicht. Diese Aussage ist hier gesetzt und wenn man das nicht hören oder lesen will, dann ist man hier schlicht falsch. Wenn ich mich in einem Forum für Angler anmelde, dann muss ich damit rechnen, das da Leute schreiben, die Angeln total toll finden.

    Gerne auch noch mal anders formuliert: Natürlich ist das Glaubenssache und wir sind halt gläubige germanische Heiden.



    Deine Aussage ist für mich und MILIARDEN anderer Menschen absolute Gotteslästerung. Du beleidigst damit auch deine eigenen Vorfahren (die sicherlich über viele Generationen lang christlich waren) und stellst sie auf eine Stufe mit Dämonenanbetern.

    Noch mal: Das hier ist kein Mischforum für alle religiösen und spirituellen Kulte, die es so weltweit gibt. Hier dürfen sich Heiden frei über ihren Glauben und ihre Spiritualität austauschen. Ein germanischer Heide, der seinen eigenen Glauben ernst nimmt, der kommt nicht umhin festzustellen, das es den christlichen Gott nicht geben kann. Dieses Forum ist nicht dazu da, um Christen ihre labile Religion schön zu reden. Dafür gibt es 1000 andere Foren.



    Mit deiner Intoleranz gegenüber anderen Religionen und deinen irrsinnigen Behauptungen bist du keinen Deut besser als die Inquisition im Europa des 16, 17. Jahrhunderts oder die Franken im 8. Jahrhundert.

    Einem germanischen Heiden, in einem germanisch heidnischem Forum vorzuwerfen, das seine religiösen Überzeugungen irrsinnig sind, ist enorm dreist. Noch so ein Ausfall und Du verlässt dieses Forum.



    Ich bin eindeutig Polytheist, da ich viele Götter und Göttinnen verehre. Und es gefällt mir nicht wenn Menschen sich anmaßen eine Gottheit zu beschimpfen und herabzuwürdigen. Bedeutet dein Glaube für dich, dass du andere Religionen herabwürdigen darfst?

    Wir nehmen unseren Glauben ernst, daraus ergeben sich logische Konsequenzen. Davon ab: Ich melde mich ja auch nicht in einem Forum für Katholiken an und beschwere mich da, das sie die Götter für Dämonen halten.



    Ich verstehe, das Du, Epanterias, sehr unsicher bist, was deinen religiösen Weg angeht. Dafür können aber Sverker und Wolfbald nichts. Die beiden sind sich ihrem Glauben und der eigenen Spiritualität sicher. Vielleicht wäre es eine Idee, dich mit der Edda ernsthaft auseinander zu setzen und auch der Bibel (wenn es dich denn so sehr zum Christentum zieht).


    Grüße

    Ancarus

  • Epanterias hat versucht seine Beiträge bzw dieses Thema zu löschen. Ich habe das soweit wiederhergestellt, wie es mir möglich war. Eigentlich hätte das gar nicht möglich sein sollen, da hat etwas bei der Zuweisung der Nutzungsrechte wohl leider nicht funktioniert.


    Nachtrag: Jeder Nutzer hat 10 Minuten Zeit, um einen Beitrag noch nachträglich zu ändern. Beim letzten Forenupdate hat sich diese Einstellung wohl leider reseted und ich hab es leider übersehen. Ich habe diesen Fehler nun korrigiert.


    Grüße

    Ancarus

  • Heil. Das ist ja mal ein interessantes Thema, das ich auch schon oft mit meinem pseudo-christlichen Bruder hatte (was dann meist in einem riesen Krach endete) der einfach nicht verstehen wollte, das es kein modernes, cooles und tolerantes Christentum gibt. Alles nur eine neue verkaufsstrategie, nach dem sie gemerkt haben, das Folter und Scheiterhaufen seit ein paar Jahren, nicht mehr so im Trend liegen. Er (mein Bruder) hält sich für naturverbunden, wäre aber wohl nie auf den Gedanken gekommen, mal tatsächlich in die Natur zu gehen. Ich hab ihn auf seinen Wunsch hin dann öfters mal mit in den Wald, zu meinem Kultplatz genommen und hatte auch kein Problem damit, das er am Blot dort teilgenommen hat. Allerdings würde ein echter Christ, der einen festen Glauben hat, wohl kaum an einem heidnischen Ritual teilnehmen. Ich hab sogar bei der Beerdigung eines Kumpels, letztes Jahr draussen vor der Kirche gewartet, bis das verlogene Getue des Pfaffen endlich vorbei war. Auf jeden Fall, versuchte ich meinem Bruder zu erklären, das ein Christ sich nicht an der Natur erfreuen sollte, da die physische Existenz des Menschen von Jewwie (wie ich Jehova immer nenne), als Strafe für seinen angeblichen Sündenfall gedacht war. Und nun zur eigentlichen Kernaussage: ich kann und werde keiner Religion auch nur den geringsten Respekt zollen, welche alles was uns Heiden heilig ist-z.B. nichts geringeres als die Natur, die Erdmutter selbst also, in den Dreck zieht und mit Füssen tritt!!! asaheil ok vana: Widulf

  • das es kein modernes, cooles und tolerantes Christentum gibt.

    Doch, das gibt es schon. In wie weit dieses Christentum noch an der originalen Lehre ist, ist aber ein anderes Thema. Auf jedenfall hat das Christentum (im Vergleich zum Islam) die Aufklärung mitgemacht und ist dadurch selbstverständlich toleranter und moderner. Und, wenn ich mir so die Gottesdienste in Amerika anschaue, wohl auch cooler...

    Er (mein Bruder) hält sich für naturverbunden, wäre aber wohl nie auf den Gedanken gekommen, mal tatsächlich in die Natur zu gehen.

    Eins schließt das andere ja nicht aus. Ich kann doch die Natur mögen, dafür Sorge tragen, dass ich sie nicht verschmutze, gerne aus dem Fenster sehen o.ä. ohne dort spazieren zu gehen. Ich gehe auch nicht viel spazieren, auch wenn ich gerade am Wochenende wohl könnte. Aber dennoch behaupte ich, dass ich sehr naturverbunden bin. Ich schaue mir gerade die Natur an, wenn ich z.B. arbeitsbedingt wiedermal im Auto sitze und über die Landstraße fahre. Ich weiß, wie ich mich in der Natur zu benehmen habe, macht gerne Natur- und Landschaftsaufnahmen. Dennoch bin ich trotzdem selten in der Natur.

    und hatte auch kein Problem damit, das er am Blot dort teilgenommen hat.

    Was mich sehr wundert... aber da komme ich unter dem nächsten Zitat genauer zu.

    Allerdings würde ein echter Christ, der einen festen Glauben hat, wohl kaum an einem heidnischen Ritual teilnehmen.

    Ich bin mal so frei und behaupte, dass ein echter Heide auch keinen (Pseudo-)Christ am hochheiligen Blot teilnehmen lassen würde. Denn die "Unreinheit" des Christen würde die Heiligkeit des Blots doch sehr stark einschränken können.

    Für den Fall, dass ein Pseudochrist teilnimmt, sollte vorher eine ausführliche Prüfung und Einschätzung des potenziellen Teilnehmers stattfinden. Mir persönlich wäre das zu heikel einen andersgläubigen teilnehmen zu lassen. Zuschauen, in gebührendem Abstand, außerhalb der Einhegung: Ja. Teilnehmen: Nein.

    Ganz einfach daher, dass ein Christ, egal ob Pseudo-,Freizeit- oder Hardcorechrist eben an den christlichen Gott glaubt. Demnach wird er die Götter und damit die Heiligkeit des Blots niemals mit dem nötigen Ernst wahrnehmen können und wir gedanklich immer "wo anders sein".

    letztes Jahr draussen vor der Kirche gewartet, bis das verlogene Getue des Pfaffen endlich vorbei war.

    Hass, Wut und böse Worte helfen niemandem. Weder Dir, noch dem Glauben.

    Vergiss nicht, dass das Christentum für diesen Pfarrer/Priester sehr wohl real ist (oder zumindest real sein sollte).

    Stelle Dich nicht auf die gleiche Stufe. Nur weil früher mal das Heidentum vom Christentum verteufelt wurde und Heiden gejagt wurden, musst Du das heute nicht andersrum tun.

    (Übrigens auch das ist ein Beitrag zu Zitat eins. Das Christentum ist durchaus tolerant geworden. Auch, wenn es das Heidentum nicht für toll erachtet, so hat es aber auch nichts dagegen.)

    das ein Christ sich nicht an der Natur erfreuen sollte da die physische Existenz des Menschen von Jewwie (wie ich Jehova immer nenne), als Strafe für seinen angeblichen Sündenfall gedacht war.

    Warum nicht? Ja, ein Christ soll sich die Natur untertan machen (laut Bibel), aber auch die Natur ist Gottgemacht. Warum also, mit welcher Begründung, sollte ein Christ sich nicht an Natur erfreuen sollen? Nur, weil sie Eichen fällen (gefällt haben?). Bäume sind für Christen nicht so beseelt wie es für Heiden ist. Demnach ist es für Christen nicht schlimm so etwas zu fällen. Zumal es wohl eher dazu gedacht war, den Heiden ihre Heiligtümer zu zerstören.

    Kein Heide wäre damals ausgerastet, nur weil man Bäume gefällt oder Büsche entfernt hat.

    Also meines erachtens nach können sich auch Christen (und sowieso jedes andere Lebewesen) immer an der Natur erfreuen. Jeder muss selber wissen, wie man damit umgeht.


    Nur, weil Adam und Eva aus dem Paradies verbannt wurden, heißt das doch nicht, dass sie sich nicht an der Natur erfreuen sollen. Gerade mit dem Verlust des Paradieses wäre es umso besser, wenn sie sich auch mit dem wenigen was unsere Natur hergibt erfreuen lassen könnten.


    ich kann und werde keiner Religion auch nur den geringsten Respekt zollen, welche alles was uns Heiden heilig ist-z.B. nichts geringeres als die Natur, die Erdmutter selbst also, in den Dreck zieht und mit Füssen tritt!!!

    Auch hier wieder: Hass und fehlender Respekt bringen niemanden weiter und führen wohl auch nicht mal im Ansatz zu Toleranz und Frieden. Ich sehe auch nirgends, wo die Christen heutzutage die Natur mit Füßen tritt. Früher wurden heilige Bäume gefällt, Kultstätten zerstört und bebaut. Das stimmt. Aber heutzutage?

    Auch Du solltest nicht zu sehr an der Vergangenheit festhalten und sowieso ein besseres Vorbild gegenüber anderen (egal welcher Religion) sein.

    Übrigens: bzgl. Kultstättenzerstörung haben auch Heiden so einiges zerstört und geplündert und Unschuldige missbraucht und getötet. Also eine weiße Weste haben auch die germanischen Heiden nicht. Stelle Dich nicht besser als anderen. Sondern hilf ihnen, den richtigen Weg zu finden.



    Zum ursprünglichen Thema:

    Für mich, wie bereits weiter oben schon beschrieben, ist eine Vereinbarung beides gleichzeitig zu praktizieren nicht möglich.

  • Heil, Snoopy. Was ich vergaß, über meinen Bruder zu erklären, ist das er durchaus eine spirituelle Ader hat. Ich weiss auch, das die meisten heidnischen Gruppen kein Problem damit haben, andersgläubige am Ritual teilnehmen zu lassen, solange sie den Göttern, der Gemeinschaft und dem Heiligtum Respekt entgegen bringen. Aber gerade weil er das tut, kann ich sein Christentum eben nicht ernst nehmen. Für ihn ist Gott das göttliche an für sich, was er aber nicht verstehen will, ist das es im Christentum um einen ganz bestimmten, bösartigen und rachsüchtigen Egomanen namens Jehova geht, nach dessen Pfeife alle tanzen sollen, der durch seine Minderwertigkeitskommplexe keine anderen Götter neben sich duldet und nach dessen Ansicht alles was nicht zum Himmelreich gehört, schmutzig, sündhaft und verkommen ist. Darauf bezog ich mich bei meinem Kommentar, mit der Erdmutter-da die Erde und alles darauf und darin im Christentum als unheilig/unrein gilt. Was die erwähnte Beerdigung angeht (ich war leider schon bei viel zu vielen, da die Leute in der Punkszene meist nicht all zu alt werden), hab ich es immer wieder erleben müssen, das ein Christen-priester, der den betreffenden gar nicht kannte, nur Blödsinn geredet hat. Und deswegen bleib ich auch in Zukunft lieber draussen. Gruss: Widulf

  • Hallo Widulf,

    wir sollten wieder zum eigentlichen Thema zurückkommen, der Vollständigkeithalber antworte ich Dir aber hier nochmal. Weiteres am Besten per PN, falls Du darauf antworten möchtest, sonst wird das Thema zu voll mit persönlichen Dingen :-)

    Ich weiss auch, das die meisten heidnischen Gruppen kein Problem damit haben, andersgläubige am Ritual teilnehmen zu lassen, solange sie den Göttern, der Gemeinschaft und dem Heiligtum Respekt entgegen bringen.

    Du findest es also in Ordnung andersgläubige am Ritual teilnehmen zu lassen. Am heiligsten überhaupt, sofern die anderen Respekt zollen. Du erwartest also quasi, dass sie anderen Göttern Respekt entgegen bringen, wenn Sie dies tun, vielleicht auch nur aus Neugier, dann kannst Du sie aber nicht mehr Ernst nehmen?

    Das Widerspricht sich doch irgendwie. Weiterhin erwartest Du den Respekt, den Du selbst nicht bereit bist zu geben.

    Für ihn ist Gott das göttliche an für sich, was er aber nicht verstehen will, ist das es im Christentum um einen ganz bestimmten, bösartigen und rachsüchtigen Egomanen namens Jehova geht, nach dessen Pfeife alle tanzen sollen, der durch seine Minderwertigkeitskommplexe keine anderen Götter neben sich duldet und nach dessen Ansicht alles was nicht zum Himmelreich gehört, schmutzig, sündhaft und verkommen ist.

    Versteh mich bitte nicht falsch. Ich möchte hier nicht das Christentum verteidigen. Ich habe allerdings das Gefühl, dass Du hier mit einer zu festen, abweisenden Einstellung herangehst.

    Versuch mal, Dich in die Lage eines (wahrhaft) gläubigen Christen zu versetzen. Es gibt nur einen einzigen wahren Gott. Warum also sollte man andere Götter (die es ja nicht gibt) neben diesem haben? Alles andere ist teuflisch und böse und wer diese vergöttlicht begeht Frevel.

    Gott hat Regeln erlassen (z.B. Gebote). Er lässt die Menschen aber nach eigenem Wunsch handeln. Daher passiert ja auch so viel böses auf der Welt. Er wird die Menschen allerdings später für ihr sündhaftes Leben bestrafen. Ob du also (auch als Christ) nach seiner Pfeife tanzt, ist allein dir überlassen.

    Wie gesagt: Das ist alles natürlich aus der Sicht eines Christ geschrieben. Ihre Lehre ist einfach anders. Man kann und sollte das nicht mit der Lehre des germanischen Heidentums vergleichen. Ob nun das eine Recht und Wahr ist oder das Andere wird niemand beweisen können. Das werden wir erst nach dem Tod erfahren. Bis dahin, sollten wir allen Gläubigen mit Toleranz entgegentreten und wir sollten jeden Glauben respektieren.


    hab ich es immer wieder erleben müssen, das ein Christen-priester, der den betreffenden gar nicht kannte, nur Blödsinn geredet hat.

    Nun, wenn ein Priester eine Beerdigung begleitet, wurde dieser von den Angehörigen (oder von der Stadt) ausgewählt. Wenn er die betreffende Person aber nicht (gut) kennt, dann haben die Angehörigen den Pfaffen nicht angemessen darauf vorbereitet und dann ist es für diesen eben extrem Schwer eine gefühlvolle und passende Rede zu halten.

    Stell dir mal vor, du müsstest eine bewegende Rede über eine Person halten, die du nicht kennst und dich auf die wenigen Informationen verlassen, die dir vom Bruder der Person mitgeteilt wurden. Das wird nicht so einfach.

    Und deswegen bleib ich auch in Zukunft lieber draussen

    Das ist Dein gutes Recht.


    Ein Beispiel von mir, um Dir einfach zu zeigen, wie ich es in der Vergangenheit gehandhabt habe.

    Als meine nichte getauft wurde bin ich mit in die Kirche gegangen. Das mache ich normalerweise nicht und gehe nur noch in Kirchen (zum Gottesdienst), wenn es ausdrücklicher Wunsch mir gegenüber ist.

    Ich halte mich beim Gottesdienst natürlich zurück. Bete nicht, stehe nicht auf, singe nicht mit. Trotzdem zolle ich dem christlichen Gott aber Respekt. Indem ich die Gemeinde beim Gottesdienst nicht störe, indem ich meine Kappe/Mütze/Hut beim Betreten des Gebäudes abziehe und indem ich mich einfach unauffällig und achtsam verhalte.


    Letztendlich spreche ich niemandem seinen Glauben ab. Und wer weiß schon, was wirklich wahr ist. Daher gehe ich dort mit Offenheit und Toleranz heran und lasse jeden das glauben, was er möchte. Ich muss es selbst nicht glauben oder gutheißen, ich muss nicht mitmachen. Aber ich kann es tolerieren und interessiert verfolgen. Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung. Ich denke einfach, dass man mit Hass und Uneinsichtigkeit nicht weiterkommt. Außerdem, bin ich doch toleranter und weltoffener (im Glauben) als meine christlichen Mitmenschen ;)

  • Heil, Snoopy. Hast recht: die Diskussion verheddert sich immer mehr. Ich will nur klarstellen das ich das Christentum eher verachte und bemitleide als Hasse, ich versuche einem Christen das aber nicht (zumindest nicht ohne Grund) auf die Nase zu binden. Zurück zum Thema: Bevor die Missionare und ihre stetig wachsenden christlich-germanischen Gemeinden im Frühmittelalter, anfingen den Kult den ihre immer noch heidnischen Stammesgenossen praktizierten zu verunglimpfen, hatten meines Wissens nach viele Heiden gar kein Problem damit, Christus, Maria oder auch diverse Heilige in ihr Pantheon mit auf zu nehmen. Es waren einfach nur ein paar neue Götter mehr. Und je mehr Götter man auf seiner Seite hatte, um so besser! Aus heutiger Sicht für die meisten Heiden wohl undenkbar-schon aus geschichtlichen Gründen, was ich natürlich auch so sehe. Gruss: Widulf

  • Ich will nur klarstellen das ich das Christentum eher verachte und bemitleide als Hasse

    Ich kann es mir nicht verkneifen :D Verachten und Hassen ist ja nun doch irgendwie das Gleiche. 8o

    hatten meines Wissens nach viele Heiden gar kein Problem damit, Christus, Maria oder auch diverse Heilige in ihr Pantheon mit auf zu nehmen. Es waren einfach nur ein paar neue Götter mehr. Und je mehr Götter man auf seiner Seite hatte, um so besser!

    Das stimmt. Früher haben viele Heiden auch Götter/Heilige aus anderen Religionen angebetet. Sicherlich war einer der Gründe "die gibt es ja eh nicht, also ist es egal und wenn es sie doch gibt, dann umso besser".

    Ich glaube aber auch, dass es unter anderem daran lag, dass die Kirche nach und nach die Götter mit ihren Heiligen ersetzt hat.

    Jesus Geburt liegt ja nicht umsonst auf dem 24.12. Und auch Ostern liegt ja nicht zufällig immer um Ostara herum.

    Das machte es den Heiden natürlich einfach vordergründig dem neuen Glauben zu huldigen, hintenrum aber eben ihren alten Glauben zu leben. Das war von der Kirche auch so beabsichtigt. Früher war das kein Problem, da die christliche Kirche noch sehr sehr jung war und die Menschen langsam an den "Ein-Gott-Glaube" herangeführt wurden.


    Heute ist diese Linie viel dicker. Man kann nicht einfach christlich sein und gleichzeitig die alten Götter anrufen.

  • Ich würde allerdings schon gerne den Gesichtsausdruck des Pfarrers sehen, wenn ihm sein Lämmchen nach dem Sonntags Gottesdienst sagt, im übrigen kann ich nächste Woche nicht zur Messe kommen, da opferte ich Wodan.

  • Hallo zusammen,

    im Großen und Ganzen kann ich mich hier der Meinung von Snoopy anschließen. Jedoch möchte ich noch gerne was zum Stichpunkt "Christen und Blót" etwas schreiben:


    Das Blót ist unser mächtigstes und heiligste Ritual. Diese Heiligkeit macht es einfach nötig, das man Regeln einzuhalten hat. Einer dieser Regeln ist das gemeinsame Anrufen des Gottes/der Götter. Damit diese Anrufung funktioniert, müssen alle Teilnehmer die gleiche Energie aufbringen. Zum Beispiel: Es wird Odin angerufen und drei Blótteilnehmer sind auch absolut auf Allvater fokusiert, aber der vierte Teilnehmer malt sich gedanklich aus, wie sehr er doch Jesus liebt, dann ist diese Energie gestört. Das Blót kann so nicht funktionieren.

    Auch finde ich, das es der besonderen Heiligkeit des Blóts nicht gerecht wird, wenn man das Ritual als offenes Happening veranstaltet. Das fühlt sich für mich schlicht falsch an. Für die GdG bedeutet das praktisch: Außerhalb der Einhegung darf gerne jeder zuschauen, aber teilnehmen dürfen nur Heiden.


    Grüße

    Ancarus

  • Ich würde behaupten beim Blot hat keiner außer einem Heiden was zu suchen. Auch kein Zuseher. Einzige Ausnahme sind für mich andere Naturgläubige, Heiden andere Pantheone zb.


    Lg