Lassen sich Christentum und Polytheismus vereinbaren?

  • Hallo allerseits. Ich mache mir in letzter Zeit sehr viele Gedanken um meinen Glauben und bin mir nicht sicher welcher Weg der richtige für mich ist. Ich bin katholisch getauft und mit 10 Jahren zur ersten Kommunion gegangen. Als ich etwa 11 Jahre alt war habe ich angefangen an die ,,alten" Götter zu glauben. Mit dem christlichen Glauben hatte ich danach lange Zet nicht mehr viel zu tun. Mit 18 Jahren bin ich sogar aus der Kirche ausgetreten. Etwa 2 Jahre später bin ich wiedereingetreten. In den letzten Monaten habe ich mich sehr viel mit Ahnenforschung und der Geschichte meiner Familie beschäftigt. Ich sehe meine Ahnen als Vorbilder für mein eigenes Leben an. Ich habe auch ihre Mentalität und Weltanschauung versucht nachzuvollziehen und dadurch sehr zu schätzen gelernt. Alle meine (mir namentlich bekannten) Vorfahren müttelicherseits waren (wahrscheinlich) gläubige Katholiken. In letzter Zeit habe ich mich daher auch mit der römisch-katholischen Kirche und ihren Werten beschäftigt und plane dieses Jahr meine Firmung nachzuholen. Mir ist auch aufgefallen, dass ich die Moralvorstellungen der katholischen Kirche (mit Ausnahme der Ablehnung des Polytheismus) größtenteils teile. Auf der anderen Seite bin ich auch dem polytheistischen Glauben weiterhin sehr zugeneigt und bete auch gelegentlich die ,,alten" Götter an. Insbesondere zugeneigt bin ich der slawischen und römisch-griechischen Götterwelt. Schließlich ist der slawische Glaube auch der Glaube meiner Vorfahren (wenn man weit genug in meiner Ahnenreihe zurück geht). Desweiteren gefällt mir der Bezug zur Natur und Tierwelt in der vorchristlichen Religion sehr gut. Auch die Vorstellung, dass alle Völker letzendlich die selben Götter (unter verschiedenen Namen) verehren finde ich sehr schön. Muss ich mich also für eine der beiden Religionen entscheiden oder lassen sie sich vielleicht miteinander vereinen? Ich habe z.B. gelesen, dass in der Antike und im Mittelalter für einige Menschen das Christentum kein Widerspruch zu ihrem traditionellen Glauben war sondern eher eine Ergänzung. Was haltet ihr von diesem Gedanken?


    Mit besten Grüßen


    Edek (Epanterias)

  • Hallo Edek,

    Muss ich mich also für eine der beiden Religionen entscheiden oder lassen sie sich vielleicht miteinander vereinen?

    Es kommt da darauf an, was Du mit "vereinen" genau meinst? Bei einigen Aspekten stellt es faktisch kein Problem da, wenn man sie vermischt. Das sind dann aber eher sehr oberflächliche Dinge bzw manchmal ist es ja auch so, das angeblich christliche Traditionen schlicht auf heidnischen basieren.

    Möchte man aber tatsächlich seine Religion auch in der Tiefe leben, dann ist eine Vermischung von Christentum und Heidentum nicht machbar. Angefangen von den verschiedenen "Ideen" der Weltschöpfung oder des Menschenbildes bis zur Auslegung der Rolle der Priester. Da ist einfach viel zu viel Widerspruch drin, als das sich das wirklich vereinen ließe.


    Ich habe z.B. gelesen, dass in der Antike und im Mittelalter für einige Menschen das Christentum kein Widerspruch zu ihrem traditionellen Glauben war sondern eher eine Ergänzung.

    Gerade zur Zeit der europäischen Missionierung war die Kirche sehr darin bemüht den Heiden die Konvertierung sehr "leicht" zu gestalten. So wurden zum Beispiel auf alten Heiligtümern Kirchen errichtet oder heidnische Feiertage wurden übernommen. Die Kirchen haben sogar Opfer angenommen. So mag es dann damals vielleicht auch erstmal als eine Ergänzung zum eigenen, heidnischen, Glauben gewirkt haben.

    Nur später hat dann die Kirche Heiligtümer zerstört und geschändet, Nicht-Christen getötet und heidnisches Brauchtum verboten. Da war dann nichts mehr mit "Ergänzung".


    Grüße

    Ancarus

  • und bin mir nicht sicher welcher Weg der richtige für mich ist.

    Dieses Problem habe auch ich. Wobei ich für mich noch keine Alternative gefunden habe.

    Etwa 2 Jahre später bin ich wiedereingetreten.

    Warum? Wieso bist du wieder eingetreten? Was gab es denn für einen Grund? Zumal man ja theoretisch auch den christlichen Gott glauben kann ohne in der Kirche zu sein.

    und plane dieses Jahr meine Firmung nachzuholen.

    Also bist du doch hier schon einen Schritt weiter. Die Firmung nachzuholen bedeutet doch, sich zum christlichen Gott zu bekennen. Also glaubst du doch bereits an diesen und möchtest dich ihm gegenüber "unterwerfen".

    Gleichzeitig untergräbst du damit ja den alten Glauben.

    (mit Ausnahme der Ablehnung des Polytheismus) größtenteils teile.

    Das ist aber doch der springende Punkt. Ich bin (und deshalb habe ich noch keine Alternative gefunden) der Meinung, dass man einen Glauben leben sollte wie er "vorgeschrieben" ist bzw. nach den Erfahrungen, die man gemacht hat. Nun predigt ja das Christentum, dass es nur einen Gott gibt. Wenn ich also der christlichen Kirche angehöre, dann schließe ich damit aus, dass es andere Götter gibt. Zu sagen, dass es eben doch andere Götter gibt widerspricht doch diesem Glauben zu 100%.

    bete auch gelegentlich die ,,alten" Götter an.

    Hier musst du mir behilflich sein. Wie kannst du gelegentlich die alten Götter anbeten und damit ein Gebot des Christentums ignorieren? Die alten Götter wüssten sich doch irgendwie "verarscht", da du ja eigentlich/normalerweise den Christengott anbetest. Und sollte es diesen Wiederum geben, dann "verarschst" du ihn doch auch, da du ja andere Götter anbetest, die es nach christlicher Auffassung gar nicht gibt.

    Desweiteren gefällt mir der Bezug zur Natur und Tierwelt

    Das wird durch das Christentum doch nicht ausgeschlossen. Auch die Natur ist nunmal Gottes Schöpfung, nicht beseelt wie im Heidentum aber dennoch durch Gott erschaffen.

    Auch die Vorstellung, dass alle Völker letzendlich die selben Götter (unter verschiedenen Namen) verehren finde ich sehr schön.

    Um "finde ich sehr schön" geht es ja nicht. Ich finde es auch schön, dass sich das Christentum der Nächstenliebe verschrieben hat und wir nur dadurch Institutionen wie "die Tafel" oder "Caritas" haben. Aber das heißt doch nicht, dass ich deshalb den auch den Glauben haben muss/kann/soll.

    Muss ich mich also für eine der beiden Religionen entscheiden

    Das solltest du tun. Es gibt da keine zeitliche Vorgabe aber je schneller desto besser, würde ich sagen.

    Ich habe mich selbst seit mittlerweile 12 Jahren nicht entschieden. Und manchmal fühle ich mich schlecht deswegen. Und denke, dass ich ein "schlechter Gläubiger" bin.

    oder lassen sie sich vielleicht miteinander vereinen?

    Oberflächlich, wie Ancarus schrieb, ja. Möchtest Du aber ernsthaft und tief glauben, dann nein.

    war sondern eher eine Ergänzung.

    Auch hier: Wie Ancarus schrieb.

    Was haltet ihr von diesem Gedanken?

    Tja, für mich sind die beiden Religionen nicht vereinbar. Ehrlich gesagt sehne ich mich nach einer Glaubensgemeinschaft, wie sie die christliche Kirche (oder auch der Islam) pflegt. Aber ich kann es nunmal einfach nicht glauben. Es gibt zu viele Ungereimtheiten, zu viele widerlegte Dinge, verschobene Feiertage (Weihnachten im Winter z.B.), zu viele Fragen, die mir von Pfarrern/Priestern nicht beantwortet werden können. Ich möchte gerne glauben, kann es aber eben nicht. Also jedenfalls nicht christlich.


    Für das germanische Heidentum gehört z.B. opfern ganz klar ins rituelle Leben. Ich tue mich aber unfassbar schwer damit und kann es nicht ruhigen Gewissens machen. Ich fühle mich "komisch" dabei. Also denke ich, dass ich eben ein schlechter Heide bin und irgendwo kommen dann natürlich Zweifel, ob das dann der richtige Glauben für mich ist.

    Trotzdem würde ich zum jetzigen Zeitpunkt und auch in den letzten Jahren immer wieder sagen, dass ich mich zum germanischen Heidentum zähle. Jedenfalls weit weit mehr als zu irgendetwas anderem. Dieses ist für mich einfach das Plausibelste und passendste.

  • Das wird durch das Christentum doch nicht ausgeschlossen. Auch die Natur ist nunmal Gottes Schöpfung, nicht beseelt wie im Heidentum aber dennoch durch Gott erschaffen.

    Der große Unterschied ist : Bei den Christen heist es " Macht euch die Welt untertan " , wir Heiden leben im Einklang mit der beseelten Natur.

  • Hallo Snoopy!


    Warum? Wieso bist du wieder eingetreten? Was gab es denn für einen Grund? Zumal man ja theoretisch auch den christlichen Gott glauben kann ohne in der Kirche zu sein.

    Ich bin wieder eingetreten, weil ich finde, dass die Kirche heutzutage gegen den allgemeinen Werteverfall in der Gesellschaft eintritt. Ich finde es z.B. ziemlich schlimm, dass Homo...uelle heiraten und Kinder adoptieren dürfen oder, dass sich fast jeder mit 16, 17 Jahren entjungfern lässt. Wenn man vor der Ehe enthaltsam lebt (was ich tue) wird man hierzulande meistens ausgelacht. Gegen diese Sachen tritt die Katholische Kirche ein und ich fand und finde, dass ich sie dabei unterstützen sollte. Desweiteren gehört meine Familie schon sehr lange zur Katholischen Kirche und fast alle meiner Familienmitglieder mütterlicherseits sind auch heute noch Mitglieder. Ich will nicht mit einer alten Familientradition brechen.

    Hier musst du mir behilflich sein. Wie kannst du gelegentlich die alten Götter anbeten und damit ein Gebot des Christentums ignorieren? Die alten Götter wüssten sich doch irgendwie "verarscht", da du ja eigentlich/normalerweise den Christengott anbetest. Und sollte es diesen Wiederum geben, dann "verarschst" du ihn doch auch, da du ja andere Götter anbetest, die es nach christlicher Auffassung gar nicht gibt.

    Das ist mein Problem. Zurzeit prakitiere ich eine Art Synkretismus. Ich weiß nicht ob das der richtige Weg ist. Allerdings hat es Synkretismus zwischen Polytheismus und Christentum schon früher gegeben u.a. bei einigen Römern, Nordgermanen und Slawen.


    Beste Grüße


    Edek (Epanterias)

  • Desweiteren gehört meine Familie schon sehr lange zur Katholischen Kirche und fast alle meiner Familienmitglieder mütterlicherseits sind auch heute noch Mitglieder. Ich will nicht mit einer alten Familientradition brechen.

    Das mit christlicher Tradition ist so ne Sache. Deine Familie ist maximal 1200 Jahre christlich, Davon vielleicht 600 Jahre katholisch. Die 35.000 Jahre davor aber nicht.



    dass sich fast jeder mit 16, 17 Jahren entjungfern lässt. Wenn man vor der Ehe enthaltsam lebt (was ich tue) wird man hierzulande meistens ausgelacht. Gegen diese Sachen tritt die Katholische Kirche ein und ich fand und finde, dass ich sie dabei unterstützen sollte.

    Auch auf die Gefahr hin, das ich jetzt echt die Büchse der Pandora öffne: Ich finde die Sexualmoral der monotheistischen Religionen so widerlich und heuchlerisch. Wenn zwei Menschen Freude mit- und einander haben, ist daran absolut nichts verwerfliches. Der menschliche Körper ist nicht verdorben und Lust zu haben, ist nichts verwerfliches.

    Davon ab ist die Erfindung der Ehe keine Erfindung des Christentums. Gerade jedoch die katholische Version der Ehe, ist mehr ein Gefängnis, als eine Zuflucht zweier liebender Menschen. Gerade die Frau wird hier völlig entrechtet, wie übrigens überhaupt im Katholizismus.

    Ist das aber halt ein Ideal für dich, so ist das natürlich deine Entscheidung und gehört respektiert.


    Allerdings hat es Synkretismus zwischen Polytheismus und Christentum schon früher gegeben u.a. bei einigen Römern, Nordgermanen und Slawen.

    Wie ich schon schrieb: Das ist so ne Sache. Auf jeden Fall ist das Heidentum da sehr viel toleranter und aufnahmefähiger, als das Christentum. Die Inquisition, die peinliche Befragung und die Hexenverbrennungen sind jedenfalls keine Erfindung des Christentums.


    Grüße

    Ancarus

  • Ancarus schrieb:

    Gerade jedoch die katholische Version der Ehe, ist mehr ein Gefängnis, als eine Zuflucht zweier liebender Menschen. Gerade die Frau wird hier völlig entrechtet, wie übrigens überhaupt im Katholizismus.

    ja wie im Islam ist sie ein wesentlicher Berstandteil der Unterwerfung der Frau.


    Ich bin mit meiner Partnerin mehr als 10 Jahre zusammen, wir lehnen die Ehe in jeder Weise ab und für uns kommt maximal eine eingetragene Partnerschaft in Frage sofern mal Kinder da sind. Aber sicher keine Eheschließung. Was eigenltich für homosexulle Paare geschaffen wurde, aber hauptsächlich von heterosexuellen Paaren genutzt wird.


    Zitat

    Das mit christlicher Tradition ist so ne Sache. Deine Familie ist maximal 1200 Jahre christlich, Davon vielleicht 600 Jahre katholisch. Die 35.000 Jahre davor aber nicht.

    So ist es.


    Wer Heide ist kann kein Christ sein und auch umgekehrt geht das nicht.


    Zitat

    Ich bin wieder eingetreten, weil ich finde, dass die Kirche heutzutage gegen den allgemeinen Werteverfall in der Gesellschaft eintritt. Ich finde es z.B. ziemlich schlimm, dass Homo...uelle heiraten und Kinder adoptieren dürfen oder

    Das sind doch auch nur Menschen, lass sie leben wie sie wollen. Sie lassen dich doch auch in Ruhe.


    In der Natur ist Homosexualität nichts ungewöhnliches. Überhaupt sind alle diese Moralvorstellungen und Werte, alles nur massenkulturelle Zwangsneurosen die denn Sinn und Zweck haben die Nachfahren in selbe Korsett gesellschaftlischer Zwänge und Regeln zu zwängen.....


    lg

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  • Wer Heide ist kann kein Christ sein und auch umgekehrt geht das nicht.

    Warum nicht? Christ zu sein bedeutet doch, dass man den christlichen Gott verehrt. Aus polytheistischer Sicht sollte das doch kein Problem sein. Es ist schließlich im Polytheismus nicht verboten andere Religionen zu praktizieren. Die alten Römer z.B. verehrten oft neben den olympischen Göttern auch die Götter anderer Völker z.B. Mithras aus Persien, ohne dabei den römischen Göttern abzuschwören. Kaiser Julian betrachtete den abrahamischen Gott sogar als Teil des römischen Pantheons.

    In der Natur ist Homosexualität nichts ungewöhnliches.

    Andere Krankheiten wie Krebs oder Schizophrenie auch nicht. Trotzdem sit jedem klar, dass das behandlungsbedürftig ist und nicht normal. Meiner Meinung nach gilt das auch für Homo...ualität und Trans...ualität. Aber das ist wohl Ansichtssache und glücklicherweise herrscht bei uns Meinungsfreiheit.


    Beste Grüße


    Edek

  • Andere Krankheiten wie Krebs oder Schizophrenie auch nicht. Trotzdem sit jedem klar, dass das behandlungsbedürftig ist und nicht normal. Meiner Meinung nach gilt das auch für Homo...ualität und Trans...ualität. Aber das ist wohl Ansichtssache und glücklicherweise herrscht bei uns Meinungsfreiheit.

    Diese Aussage ist indiskutabel. ich glaube Du bist hier am falschem Platz.:cursing:

  • Epanterias, es gefällt mir nicht, was du über Homosexuellen schreibst. Sie können auch nicht dafür, dass sie anders sind. Sie sind auch nur Menschen. Sie haben sich selbst nicht ausgesucht.

    Im dritten Reich wurden sie nicht akzeptiert und vernichtet. Auch Islamisten tun das heute mit Menschen, die anders sind.

    Das passt nicht.


    Aber, du wirst noch viel Erfahrungen sammeln, ich bin doppelt so alt wie du und damals, als ich 21 war, habe ich auch viel unüberlegtes gedacht und gesagt.

    Also ok. ;)

  • Aus polytheistischer Sicht sollte das doch kein Problem sein. Es ist schließlich im Polytheismus nicht verboten andere Religionen zu praktizieren. Die alten Römer z.B. verehrten oft neben den olympischen Göttern auch die Götter anderer Völker z.B. Mithras aus Persien, ohne dabei den römischen Göttern abzuschwören.

    Das Heidentum ist, wie ein Baum. Das germanische, keltische, griechische, römische Heidentum sind alles Zweige dieses Baumes. Die abrahamistischen Religionen sind Steine. Das lässt sich nicht vergleichen.



    Kaiser Julian betrachtete den abrahamischen Gott sogar als Teil des römischen Pantheons.

    Zur Zeit Kaiser Julians fühlte sich die Kirche auch noch nicht mächtig genug, um allen anderen Religionen den Krieg zu erklären. Es wurden noch keine Heiligtümer zerstört oder andersgläubige hingerichtet. Die abrahamistischen Religionen sind absolut auf Missionierung ausgelegt. Toleranz hört da auf, wo der andere einen zerstören will.

    Zum Glück leben wir mittlerweile in einer Zeit, wo wir alle friedlich miteinander leben können. Diese Toleranz kommt aber von den einzelnen Menschen und nicht den christlichen Kirchen. Das Christentum erscheint nur deswegen etwas toleranter, weil sich ein bedeutender Teil der Menschen, der aggressiven Doktrin des Christentums, widersetzen. Das ändert aber nichts daran, das dass Christentum darauf abzielt, jede andere Glaubensform zu zerstören.


    Andere Krankheiten wie Krebs oder Schizophrenie auch nicht. Trotzdem sit jedem klar, dass das behandlungsbedürftig ist und nicht normal. Meiner Meinung nach gilt das auch für Homo...ualität und Trans...ualität. Aber das ist wohl Ansichtssache und glücklicherweise herrscht bei uns Meinungsfreiheit.

    Standpunkt der GdG zum Thema "Homosexualität"

    Ich hab da sogar wissenschaftliche Artikel verlinkt. Mir ist schon klar, das dich da Fakten nicht so sehr interessieren, aber der Vollständigkeithalber, der Hinweis.


    Eigentlich ist es mir echt zuwider auf deinen Vergleich von Schizophrenie und Krebs einzugehen. Denn wenn Du es vorher geschafft hättest, deinen unkontrollierten Hass mal für einen Moment zu zügeln, wäre es Dir selbst aufgefallen:

    Krebs tötet seinen "Wirt" und das Spektrum der schizophrenen Krankheitsbilder führt auch zu Leid und schlimmstenfalls auch zum Tod.


    Natürlich darfst Du deine Meinung haben, aber Du musst halt mit Gegenrede und Gegebenenfalls mit den Konsequenzen umgehen können. Meinungsfreiheit heißt nicht, das man ein Recht darauf hat, das man ohne Widerworte alles sagen kann.


    Sollte es also noch nicht deutliche genug gewesen sein: Ich dulde hier solch eine Herabwürdigung von Menschen nicht. 



    Das hier ist ein Forum für und über das germanische Heidentum. Natürlich können hier auch Themen, wie Homosexualität oder Transsexualität erörtert werden. Dies hat aber respektvoll und auf Basis unserer Überlieferungen zu erfolgen.


    Nachtrag: Wenn man es aber nicht mal über sich bringt, das Wort "Homosexualität" oder "Transsexualität" aus zuschreiben, sollte sich da vielleicht erstmal mit sich selbst auseinandersetzen, bevor man andere Menschen, als "Krank" beschimpft.


    Grüße

    Ancarus

  • Ich danke euch für die vielen Antworten. Wie gesagt fällt es mir zurzeit sehr schwer mich für eine der beiden Religionen zu entscheiden, da ich mich beiden verbunden fühle. Ich werde also wohl zunächst beide praktizieren. Wenn es euch nicht stört werde ich auch hier weiterhin aktiv bleiben. Ich denke, dass ich diesen Synkretismus mit meinem Gewissen vereinen kann. Die Götter des Polytheismus haben schließlich kein Problem damit andere Götter zu dulden. Ich denke sogar mittlerweile, dass auch der christliche Gott es mir nicht allzu übel nimmt wenn ich noch andere Götter verehre. Schließlich sind die Götter des traditionellen Polytheismus keine bösen Geister oder Dämonen sondern Lichtgestalten, die gegen das Böse kämpfen. Ich bin also nun ein ,,katholischer Polytheist".

    Im dritten Reich wurden sie nicht akzeptiert und vernichtet. Auch Islamisten tun das heute mit Menschen, die anders sind.

    Das passt nicht

    Ich will dazu sagen, dass ich mich klar vom Rechtsextremismus und Islamismus distanziere. Mit der Ideologie des dritten Reiches habe ich nichts zu tun. Gegen den normalen Islam habe ich nichts. Wohl aber etwas gegen radikalen Islamismus.


    Beste Grüße


    Edek (Epanterias)

  • . Wenn es euch nicht stört werde ich auch hier weiterhin aktiv bleiben.

    Sicher kannst Du hier aktiv bleiben, so lange Du nicht Forenregeln und den Forenkonsens achtest. Dir muss nur halt bewusst sein, das Du für deine Ideen hier dann oft nicht viel Beifall bekommen wirst.



    Ich bin also nun ein ,,katholischer Polytheist".

    Nichts für ungut, aber das ist wie ein Veganer, der gerne Steak isst.



    Grüße

    Ancarus

  • Eine Gottheit welche vorgibt die einzige wahre Gottheit zu sein, gemeinsam mit eben jenen Göttern zu verehren, welche dieser "Gott" als Dämonen defamiert und für deren Vereehrung er das Fegegfeuer androht, das halte ich wahrlich für Kühn.


    Man kann nicht Heide sein und gleichzeitig jener Religion angehören, die das Heidentum verteufelt, seine Anhänger gefoltert und ermordet hat.


    EDIT: Meinen Beitrag bezüglich Homosexualität geändert bzw. das Geschriebene dazu gelöscht, da ich nicht will dass das Thema hier eskaliert. Bringt ja eh nix mit homophoben Personen zu streiten, die haben eh nur Angst vor ihrer eigenen Sexualität.


    lg

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  • Ich weiß, dass die Kirche in früheren Zeiten den Andersgläubigen oft schlimme Sachen angetan hat. Allerdings glaube ich nicht, dass der christliche Gott jemals selbst zur Gewalt aufgerufen hat. Ich denke es waren eher seine Anhänger, die seine Botschaft missverstanden haben. Außerdem ist die Kirche (jedenfalls heutzutage) anderen Glaubensrichtungen gegenüber keinesfalls so intolerant wie z.B. die Franken als sie die Sachsen christianisierten. Der Papst führt beispielsweise oft respektvolle Dialoge mit Vertretern anderer Religion z.B. dem Dalai Lama oder Vertretern des Hinduismus. Das soll jetzt keine Werbung für die Kirche sein, sondern nur eine Erklärung wieso ich es für möglich halte beide Religionen zu praktizieren.


    Zum Thema Homo...ualität schreibe ich lieber erst einmal nichts mehr. Ich will nicht die Forumsregeln missachten und/oder mich zum Hassobjekt des gesamten Forums machen, da ich merke, dass viele von euch andere Ansichten diesbezüglich vertreten als ich.


    Beste Grüße


    Edek