Außerirdische und unser Glaube!

  • Hallo allerseits. Angenommen es würde den Wissenschaftlern gelingen nachzuweisen, dass es Außerirdisches Leben gibt. Wie würdet ihr darauf reagieren? Wärt ihr überrascht? Würdet ihr die Außerirdischen auch als Geschöpfe der Götter ansehen? Glaubt ihr an die Existenz von Leben im Weltall? Ich persönlich bin nicht davon überzeugt, dass es Außerirdische gibt. Es gibt zwar Billiarden von Sternen und Planeten im Universum aber wir wissen nicht genau wie Leben entsteht. Also können wir auch nicht abschätzen wie wahrscheinlich es ist, dass Leben auf anderen Planeten entsteht. Ich glaube aber trotzdem, dass man Außerirdische mit unseren religiösen Vorstellungen vereinbaren könnte, auch wenn in den alten Überlieferungen (soweit ich weiß) nichts davon erwähnt wird.

  • Hallo Epanterias,


    Würdet ihr die Außerirdischen auch als Geschöpfe der Götter ansehen?

    Das würde ich



    Glaubt ihr an die Existenz von Leben im Weltall?

    Alleine in Anbetracht der schieren Größe des Universums: Gehe ich davon aus, das es noch mehr Leben gibt, als das auf der Erde.



    Ich glaube aber trotzdem, dass man Außerirdische mit unseren religiösen Vorstellungen vereinbaren könnte, auch wenn in den alten Überlieferungen (soweit ich weiß) nichts davon erwähnt wird.

    Außerirdische spielen den Überlieferungen keine Rolle, weil es eben keine Rolle spielt, ob es da draußen noch anderes Leben gibt. Auf der anderen Seite lässt sich in den Überlieferungen "Midgard" nicht nur als Planet Erde verstehen, sondern auch als Kenningar für unsere Existenzebene.


    Aber unabhängig von alldem: Die mögliche Existenz von außerirdischen Leben hat überhaupt keinen Einfluss auf unseren Glauben bzw auf unsere Religion.


    Grüße

    Ancarus

  • Selbst die meisten Wissenschaftler gehen heute davon aus das es da draußen Leben gibt und wahrscheinlich ist es besser wenn wir ihnen niemals begegnen. Denn für jene die weniger entwickelt sind wird es wohl so ausgehen, wie für die Indianer nachdem die Europäer kamen.


    Ich halte die Prä-Astronautik zwar für ganz großen Schwachsinn, unsere Götter sind keine Außerirdischen, allerdings muss ich zu geben das es doch einige bildliche Darstellungen gibt die an die Darstellung Außeridischer erinnen. Dies liegt aber daran das unser "modernes" Hirn diese Bildnisse mit Dingen verbindet die wir aus Filmen oder durch bereits exitierenden Technologien kennen, für die Hersteller dieser Bildnisse hatte das gänzlich andere Bedeutung.

    LG

  • Wenn man nachweisen würde, dass es Außerirdische gibt dann würde ich diese auch als Geschöpfe der Götter betrachten. Bis dahin bin ich aber eher skeptisch bezüglich der Existenz von Au?erirdischen. Die große Anzahl an Galaxien, Sternen und Planeten ist für mich kein Beweis, da wir ja nicht wissen wie Leben entsteht. Wie sollen wir also abschätzen können ob noch Leben außerhalb der Erde entstanden ist. Vielleicht war die Entstehung des Lebens ja kein natürlicher Prozess, sondern von höheren Mächten (Götter, Geister) verursacht. Wenn die Götter noch woanders Leben erschaffen haben, dann hätten sie doch vermutlich in den Überlieferungen Hinweise darauf gegeben. Und wenn es Außerirdische gäbe, dann müssten sich die Götter ihnen ja auch offenbart haben (vermutlich unter anderen Namen und Gestalt). Jedenfalls müssten die Außerirdischen auch eine Religion haben oder wenigstens gehabt haben!

  • Ich beschränke mich jetzt mal auf den religiösen/spirituellen Aspekt:



    Vielleicht war die Entstehung des Lebens ja kein natürlicher Prozess, sondern von höheren Mächten (Götter, Geister) verursacht.

    Die Götter haben das Leben erschaffen und das ist per se ein natürlicher Prozess, weil die Götter durch die Natur wirken. Natur und Götter lässt sich nicht trennen.



    Wenn die Götter noch woanders Leben erschaffen haben, dann hätten sie doch vermutlich in den Überlieferungen Hinweise darauf gegeben.

    Das kommt darauf an, wie man da "woanders" definiert. Die Überlieferungen sind voll von anderen Formen von "Lebewesen". Im übrigen beschreiben die Überlieferungen auch nur die Entstehung des Menschen mit einer näheren, örtlichen Angabe. Ob es jetzt menschenähnliche Lebenwesen irgendwo draußen im Universum auch noch existiert, ist für unser Leben und unsere religiöse Praxis völlig unerheblich und findet daher auch keinen Platz in den Überlieferungen.


    Und wenn es Außerirdische gäbe, dann müssten sich die Götter ihnen ja auch offenbart haben (vermutlich unter anderen Namen und Gestalt). Jedenfalls müssten die Außerirdischen auch eine Religion haben oder wenigstens gehabt haben!

    Ich gehe davon aus, das wir dies niemals erfahren werden. Finde ich, persönlich, auch nicht weiter schlimm.


    Grüße

    Ancarus

  • Wie würdet ihr darauf reagieren? 


    Keine Ahnung


    Wärt ihr überrascht? Würdet ihr die Außerirdischen auch als Geschöpfe der Götter ansehen?


    Nein, vielleicht von andere fremde Götter, aber nicht von Asen und Wanen.

    Denn bei uns gibt es nur neun Welten.


    Glaubt ihr an die Existenz von Leben im Weltall?


    Ja, möglich.

  • Die Welt ist auch immerhin keine Scheibe mehr.

    Die Welt war schon damals keine Scheibe. Und das hat auch niemand geglaubt. Bis dann die Priester des Wüstengottes kamen...



    Nein, vielleicht von andere fremde Götter, aber nicht von Asen und Wanen.

    Denn bei uns gibt es nur neun Welten.

    Warum nicht von Asen und Wanen? Es ist durchaus möglich, dass es in einem Paralleluniversum oder einfach neben unserem Universum noch weitere Erden gibt. Die Neun Welten, die beschrieben werden müssen doch nicht zwanghaft auf unserer Metaebene liegen (das tun sie sogar ganz sicher nicht). Weiterhin könnte Midgard (theoretisch) auch jegliche für Menschen gemachte Welt beschreiben und muss nicht zwingend auf die Erde begrenzt sein.


    Es gibt da natürlich unendlich viele Deutungsmöglichkeiten. Fakt ist aber die Asen und Wanen sind die einzigen und wahren Götter.

  • Ancarus, ja das stimmt, wenn es nach Edda gehen würde.

    Ich denke, wir interpretieren hier die Edda unterschiedlich. Denn ich sehe in der Edda keine Limitierung der Götter.


    Freue mich auf deine Offenheit.

    Ich möchte da mal was allgemein anmerken: Mit jemanden mal nicht einer Meinung zu sein, heißt nicht automatisch, man wäre nicht offen. Also wenn ich hier mal gegen die Aussage von jemanden Argumentiere, habe ich trotzdem Respekt vor der Person. Heutzutage werden da gerne ein paar Sachen durcheinander geworfen.



    Die Neun Welten, die beschrieben werden müssen doch nicht zwanghaft auf unserer Metaebene liegen (das tun sie sogar ganz sicher nicht). Weiterhin könnte Midgard (theoretisch) auch jegliche für Menschen gemachte Welt beschreiben und muss nicht zwingend auf die Erde begrenzt sein.

    Ich bin der Auffassung, das Midgard eben nicht nur Planet Erde meint, sondern unsere Metaebene.


    Es gibt da natürlich unendlich viele Deutungsmöglichkeiten. Fakt ist aber die Asen und Wanen sind die einzigen und wahren Götter.

    Ich sehe das letztendlich auch so sehen, würde es aber etwas anders formulieren: Die Asen und Wanen sind die Götter.


    Grüße

    Ancarus

  • Grüß euch!


    Wir glauben an das göttliche Wirken auf Midgard und den anderen Weltenebenen. Doch wie sieht es mit dem gesamten Kosmos aus?

    Das Universum außerhalb unserer Atmosphäre ist für 99% aller Lebewesen der Erde ein absolut tödlicher Ort. Bis dato haben wir auch kein anderes intelligentes Leben außer uns gesichtet (Was nicht heißt, dass es das nicht gibt).


    Gehen wir einfach mal davon aus, wir fänden anderes intelligentes Leben, gleichgültig ob uns ähnlich oder unähnlich. Wären unsere Götter dann auch für diese Planeten zuständig? Wenn sie es wären - wie erfüllen diese Wesen dann eine heidnische Lebensweise oder Rituale, die wir für uns unter bestimmte Richtlinien setzen? Was ist mit all dem Raum dazwischen der für uns "nicht lebendig" ist, wie wirken die Götter hier?


    Ich poste hier absichtlich meine Meinung erst etwas später, um eure Beiträge dazu nicht zu beeinflussen bzw. jeden Gedankengang lesen zu können. Zu diesem Thema habe ich auch noch ganz viele weitere Überlegungen, aber das kommt Schritt für Schritt, ich will noch nicht den Rahmen sprengen im ersten Beitrag dieses Themas.


    Ich bin gespannt wie ein Bogen!

  • Heil.

    Gibt es hier nicht schon einen Beitrag,

    zum Thema: Außerirdische und unser Glaube, oder so ähnlich?

    Aber wenn es da draußen im All tatsächlich intelligentes Leben gibt, dann wird es dort wohl auch die Vorstellung, von einer göttlichen Schöpferkraft geben.

    Der nächste logische Gedanke wäre dann wohl, sich eben diese durch bestimmte Kulthandlungen geneigt zu machen (beten, opfern) bzw. diese Macht/ Mächte, nicht durch falsches Verhalten (Tabus) gegen sich aufzubringen.


    Gruß: Widulf

  • Aber unabhängig von alldem: Die mögliche Existenz von außerirdischen Leben hat überhaupt keinen Einfluss auf unseren Glauben bzw auf unsere Religion.


    Grüße

    Ancarus


    Grüß dich :) !


    Ja und nein - ich finde es hat keine Auswirkung auf den persönlichen Glauben, aber doch auf das große Ganze. Wenn ich davon ausgehe, dass alles Leben einen göttlichen Ursprung hat der durch die Natur wirkt und ich finde dann außerirdisches Leben, muss dieses auch göttlichen Ursprungs sein.


    Interessant finde ich dabei vor allem die Auswirkung auf unsere Riten. Einige haben ganz strenge und genau Vorstellungen, wie gewisse Riten abzuhalten sind bzw. wie heidnische Verhaltensweisen aussehen. Ich will damit nicht sagen, dass die bekannten Wege falsch wären. Wenn es allerdings für andere Lebewesen Methoden gibt, göttliches Wirken zu erwirken oder zu spüren, dann bin ich sicher das es euch für uns mehr als nur einen Weg gibt.


    Ich denke, wir interpretieren hier die Edda unterschiedlich. Denn ich sehe in der Edda keine Limitierung der Götter.

    Das sehe ich genauso - für mich ist Göttlichkeit allgemein etwas unlimitiertes.


    Außerirdische spielen den Überlieferungen keine Rolle, weil es eben keine Rolle spielt, ob es da draußen noch anderes Leben gibt. Auf der anderen Seite lässt sich in den Überlieferungen "Midgard" nicht nur als Planet Erde verstehen, sondern auch als Kenningar für unsere Existenzebene.

    Ich glaube dass hierbei dazu kommt, dass unsere Ahnen nicht viel über das Universum außerhalb unserer Atmosphäre wussten. Zumindest nicht so viel wie heute bekannt ist.


    Es ist durchaus möglich, dass es in einem Paralleluniversum oder einfach neben unserem Universum noch weitere Erden gibt. Die Neun Welten, die beschrieben werden müssen doch nicht zwanghaft auf unserer Metaebene liegen (das tun sie sogar ganz sicher nicht).

    Servus Snoopy!


    Uhh schwierig. Eine Metaebene ist ein derartig dehnbarer Begriff, dass die Neun Welten je nach Auslegung sowohl darauf liegen können, als auch nicht. (Klingt fast nach "Schrödingers Metaebene")

    Wir kennen noch nicht alle Energien oder Teilchen auf dieser Welt (Letztes Beispiel war das gefundene Higgs-Boson). Es ist durchaus möglich dass diese Welten aus etwas bestehen, dass uns noch nicht bekannt ist aber dennoch auf unserer Metaebene liegt. Vor dem 19 Jhdt. kannte auch noch kein Mensch Röntgenstrahlen, trotzdem waren sie da.

    Es gibt zwar Billiarden von Sternen und Planeten im Universum aber wir wissen nicht genau wie Leben entsteht. Also können wir auch nicht abschätzen wie wahrscheinlich es ist, dass Leben auf anderen Planeten entsteht.

    Naja. Wie leben nach unserer Definition entsteht, wissen wir schon. Auch wissen wir, wie leben auf anderen Planeten entstehen könnte und sogar in welchem Bereich um einen Stern Leben möglich ist, ansonsten könnten wir ja gar nicht Erden-ähnliche Planeten deklarieren.


    Die Wahrscheinlichkeit das Leben wie auf der Erde entsteht ist extrem gering (aber nicht bei 0) - Stephen Hawking hat das sogar berechnet. Bildlich gesprochen ergibt seine Berechnung, dass all die Umstände so wenig Toleranzspielraum bieten, als ob man mehrere Rasierklingen auf einander stapelt und darauf dann einen Bleistift mit der Spitze voran balanciert. Es wirkt so - als wäre das Universum genau für uns gemacht worden :).



    Meine grundsätzliche Meinung:

    Göttliches Wirken = natürliches Wirken. Das intelligente Design der Natur ist so unglaublich Komplex und genial, dass es für mich die Göttlichkeit widerspiegelt. Alle Vorgänge sind die logischen Konsequenzen ihrer vorausgegangenen Aktionen. Doch das es überhaupt soweit kommen kann das logische Vorgänge geschehen, sich Naturgesetze entwickeln etc. hat für mich klar einen göttlichen Ursprung - eine göttliche Energie.


    Die Natur und das Wirken, dass wir Wahrnehmen, findet für uns in unserer Atmosphäre statt. Der Planet Erde ist jedoch ein unbedeutend, kaum vorstellbar kleiner Ort im Vergleich zum gesamten Universum, in dem es auch etliche Vorgänge und Stoffe gibt. Es ist für mich also nur logisch, dass die Götter überall im Universum wirken müssen.


    Wir alle bestehen aus einer Zusammensetzung verschiedener Atome. Diese gibt es auch im Weltall, wenn ich also der Meinung bin, dass die Götter auf diese Atome (also auf mich) wirken, wirken sie auch auf die, die sich außerhalb der Erde befinden.


    Wie steht es aber um die Seele? Bei unseren Göttern geht es ja nicht nur um Materie, sondern auch um spirituelle und geistige Angelegenheiten. Haben "außerirdische" Lebewesen eine Seele, oder sogar nicht-Lebewesen? Ich weiß es nicht, aber ich gehe davon aus.


    Grüße!

  • Heil.

    Alles was natürlichen Ursprungs ist

    ( z.B. kein Kunststoff, oder so), ist nach animistischer Auffassung auch beseelt, bzw. wird von einem oder auch mehreren Geistwesen " bewohnt ". Das würde demnach bedeuten, das wir außerirdisches Leben bereits gefunden haben- egal ob Planeten, Sonnen, Kometen: alles lebt!!!

    Bei dem Thema ausserirdische Religion, fällt mir gerade unweigerlich der Animationsfilm " Avatar" ein.


    Gruß: Widulf