Krieg und Frieden im Heidentum oder was ist Kriegertum

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    Ancarus schrieb: Es ist ja da die Frage, wie man hier "Mörder" und Plünderer" definiert? Das Töten eines Feindes im Zweikampf ist kein Mord. Stichst Du jemanden hinterrücks ab, dann ist das Mord. Ersteres widerspricht nicht der göttergewollten Ethik. Das zweite sehr wohl und zweiteres führt einen dann auch nicht nach Walhall (jetzt als isolierte Tat betrachtet).


    Zweikampf oder töten als Selbstverteidigung sind sicher kein Mord. Meiner Meinung handelt es sich auch beim Kampf zwischen zwei Armeen nicht um Morden, das ist eben Krieg.


    Zitat

    Ancarus schrieb: Das mit dem Plündern finde ich schwierig: Ich selbst finde es nicht, das man solch eine Lebensweise anstreben sollte und es fällt mir auch schwierig darin etwas ehrenhaftes zu finden. Doch geht es ja dabei um das Urteil der Götter und nicht meine persönlichen Vorlieben. Ich denke das es auf den ganzen Kontext angeht: Wer wird geplündert? Warum wird geplündert? Was passiert mit dem Plündergut?

    Ich denke, das die germanisch heidnische Ethik nicht so platt ist, wie es zum Beispiel die christliche ist.

    Ich meinte damit explizit die geplanten Raubzüge der Westskandinavier auf England zum Beispiel.


    Dabei ging es nicht um Ehre oder solche Dinge, hier ging es ja einzig darum, Gold, Silber usw. zu erbeuten und das die Wikinger oftmals wahllos gemordet haben ist ja archäologisch mit unzähligen Funden belegt.


    Der Krieger hat natürlich seine Daseinsberechtigung, aber die liegt meiner Meinung danach, für seine Sippe, seinen Stamm oder sein Land zu kämpfen bzw. dieses zu Verteidigung.


    Angriffskriege zu führen, Zivilbevölkerung zu ermorden um Angst und Terror zu verbreiten, gehören damit meiner Meinung nach nicht dazu.



    lg