• Das ist eine gute Frage.


    Aber ich glaube dass das Heidentum die von Natur aus dem Menschen angestammte Religion ist.


    Somit unterliegen auch alle Menschen den selben Regeln. Auch haben die verschiedenen Naturreligionen alle sehr ähnliche Ansichten was dies anbelangt.


    Einige Beispiele:


    Die Aufnahme in Walhall oder Folkwang, muss man sich verdienen. Bei den Griechen gehen die Auserwählten in das Elysion, welches wohl Walhall entspricht.


    Der Helweg entspricht wohl auch dem griech. Tartaros und aus dem Helweg oder Helsreich/Nilfheim, wurden die christlichen Höllentore bzw, die Hölle. Bei den Finnen gehen die Toten nach Tuonela, bei den Ägyptern ins Totenteich Duat, dem gegenüber liegt das Lichtreich Sechet-iaru.


    Sogar im ursprünglichen Christentum gibt es ähnliches, was auch bedeutet das Jesus wohl der agyptische Gott Osiris (Gott der Wiedergeburt) ist und Osirsi entspricht wieder Balder.


    Das Reich der germanischen Wiedergeburt ist demnach wohl Gimle, der Ort des reinen Lichtes. Nur die reinsten Seelen werden sich dort neben den Göttern einfinden.


    Daher wird es wohl mehr auf uns selber ankommen wo wir landen und weniger auf unsere religiösen Ansichten.


    Dies bedeutet folglich, das es auf unsere Taten, unseren Lebenswandel sowie auf das Stadium unserer geistigen Reife und der Reinheit unser Seelen ankommt. Wer sich den Göttern zuwendet und den Weg des Lichtes geht, wird auch im göttlichen Licht aufgehen. Wer den Weg der Dunkelheit einschlägt, wir auch Dunkelheit bekommen. Vermutlich kommen dem die Buddhisten und Hinduisten mit der Lehre der Inkarnation am nächsten.


    lg

  • EDIT:


    Wir dürfen hierbei auch nicht die Nornen vergessen. Die Nornen entsprechen wohl den römischen Parzen und den keltischen Moiren.


    Wenn wir davon ausgehen das Sie den Lebensfaden spinnen, werden hierbei auch unsere früheren Leben eine Rolle dabei spielen, ob der Faden zum Guten oder zum Bösen gesponnen wird. Daraus resultiert das Schicksal, welchem wiederum alle Menschen unterworfen sind. Wobei uns das wieder zum Thema Reinkarnation führt.


    lg

  • Hallo Sverker,


    nix zu danken. Was mir zu dieser Thematik noch einfällt ist die Frau Holle. Die Frau Holle ist die mitteldeutsche Entsprechung der Perchta und diese wiederum ist ja niemand geringeres als die Göttermutter Frigg. Wobei viele ja die Frau Holle wiederum als Hel deuten und Hel könnte ja ein Aspekt der Frigg als Totengöttin sein.


    Interessant ist jedenfalls, das sie als Frau Holle, Perchta, Frau Else, Frau Ellhorn etc, in unserer Kultur erhalten blieb. Somit hat das Volk eigentlich nie den Glauben an die Erdgöttin/die große Göttin verloren und unswissend immer weiter praktiziert.


    Die große Göttin ist doch unsere Mutter Erde, aus ihr kommen wir und zu ihr kehren wir eines Tages zurück.



    Hier spielt zum Beispiel der Hollerstrauch eine wichtige Rolle. Dieser gilt als Verbindung in die Anderswelt und in das Totenreich.

    Der Hollunder gilt sowohl als Lebensbaum als auch als Todesbaum.


    Für mich deutet sich das so, das die Menschen eigentlich nur den Helweg gehen können, es sei denn man ist dafür auserwählt nach Walhall zu gelangen.


    Wolf-Dieter-Storl schrieb:

    Sie, ist es die die Seelen der toten Tiere und Menschen ebenso wie die Samen der Pflanzen in ihr unterirdisches Reich hinabnimmt und diese dann wieder in einem neuen Zyklus, in eine neue Verkörperung.


    Darin sehe ich die Göttermutter Frigg. Die Göttin sieht mit dem Spinnrocken bzw, das drehen des Fadens das Schicksal aller Menschen voraus. Vielleicht teilt sie in ihrer Form als Totentgöttin die Seelen der Toten, nachdem diese ins Totenreich gelangt sind wieder auf neues Leben auf?

  • Für mich ist Frau Holle die Urmuttter.
    Die dreieine Göttin, Freya die Jungfreuliche, die empfangende, der Frühling ; Frigg die mütterliche, die gebärende der Sommer und der Herbst ; Hel die am Ende den Tot bringt, den Winter. Aus dem dann das Neue entsteht.

    Das sehe ich auch so.

  • Sverker schrieb:

    Für mich ist Frau Holle die Urmuttter.Die dreieine Göttin, Freya die Jungfreuliche, die empfangende, der Frühling ; Frigg die mütterliche, die gebärende der Sommer und der Herbst ; Hel die am Ende den Tot bringt, den Winter. Aus dem dann das Neue entsteht.

    Da stimme ich dir völlig zu.


    Ich lehne mich jetzt erstmal etwas weiter aus dem Fenster..... Ich persönlich glaube nicht das Walhall für unsere kontinental und südgermansichen Vorfahren diese starke Bedeutung hatte wie später für die Wikinger.


    Bei den Wikingern schien der Wille/Wunsch nach Walhall zu gelangen ja schon fanatisch gewesen zu sein, ich denke das dies wohl dem Konflikt mit dem Christentum geschuldet ist.


    Außerdem ist ja Walhall nicht unbedingt ein Totenreich, sondern werden jene auswählten ja eigentlich vom Tod befreit indem sie bzw. ihre Seelen von Midgard in das Reich der Götter eintreten dürfen. Somit bleibt ihnen der Helweg also erspart und die

    Einherjar erlangen damit eine Art von Unsterblichkeit !?




    Neben Helheim gibt es ja zum Beispiel auch noch Nifhel.



    lg

  • Hallo zusammen,

    danke Wolfbald für deine großartigen Ausführungen!


    Für mich deutet sich das so, das die Menschen eigentlich nur den Helweg gehen können, es sei denn man ist dafür auserwählt nach Walhall zu gelangen.

    In den Sagas gehen auch Helden den Helweg, sogar Baldr. So bedeutet den Helweg zu gehen, schlicht, das man stirbt. Hel ist ein sehr vielschichtiger Begriff. Ich sympathisiere ja mit der Vorstellung, das Hel das Totenreich insgesamt ist und alle anderen Orte, wie Walhall, Folkwang usw befinden sich innerhalb von Hel.


    Ich lehne mich jetzt erstmal etwas weiter aus dem Fenster..... Ich persönlich glaube nicht das Walhall für unsere kontinental und südgermansichen Vorfahren diese starke Bedeutung hatte wie später für die Wikinger.

    Ich denke durch die Heldensagas ist der Blick auf Walhall etwas verzehrt wurden. Valhall ist die Halle der Erwählten. In der Wahrnehmung der Wikinger (vielleicht ja sogar nur der Nordgermanen die wirklich auch auf viking gefahren sind) hat sich dann die Bedeutung Richtung der "Schlachterwählten" verengt. Somit kommen natürlich auch die Schlachtoten nach Valhall, aber auch andere "Erwählte".


    Außerdem ist ja Walhall nicht unbedingt ein Totenreich, sondern werden jene auswählten ja eigentlich vom Tod befreit indem sie bzw. ihre Seelen von Midgard in das Reich der Götter eintreten dürfen. Somit bleibt ihnen der Helweg also erspart und die

    Einherjar erlangen damit eine Art von Unsterblichkeit !?

    In der "Endschlacht" erscheinen die Einherjar wieder auf Midgard und kämpfen an der Seite der Götter und fallen auch wieder für die Götter. Ich würde aber diesen "Kampf an der Seite der Götter" tatsächlich auch weiter ausdeuten und so denke ich, das auch Einherjar wiedergeboren werden -> Es gibt Menschen (natürlich auch heute noch) welche sich durch enormes Kampfgeschick und Mut beweisen, welches in die "Wiege gelegt" wurde. Eine weitere Möglichkeit der Deutung wäre, das dieser "Kampf" welche ja auch in der Edda beschrieben wird, der Lebenskampf ist. Das die Einherjar also sich "täglich im Kampf üben" eine Umschreibung für ihre ständigen Wiedergeburten ist. Denn letztendlich ist es doch das Leben selbst, welches uns lehrt und auch stählt.


    Nach meiner Auffassung ist der Ort, an den jene kommen, welche nicht mehr wiedergeboren werden, Gimle.



    Grüße

    Ancarus

  • Wenn wir Heiden gestorben sind,kommen wir nach Walhalla. Endweder zu Wotan oder in Freiya`s Hallen oder zu Hel. Aber wohin kommen unsere nichtheidischen Verwanten?

    Diese Aussage ist so pauschal nicht richtig.

    Spontan fällt mir da noch ein, dass die Ertrunkenen zu Ran kommen.

    Die Jungfrauen und Unverheirateten zu Gefion.

    Die Kranken und im Bett sterbenden kommen zu Hel.

    Wenn ich mich richtig erinnere, dann gibt es auch noch weitere Totenreiche.


    Die nichtheidnischen Verwandten kommen natürlich selbstverständlich in die gleichen Reiche. Es gibt ja nichts anderes. Wo sollen sie sonst hin?

    Es gibt nicht diese Bestrafungsart für "nichtgläubige".

  • Ganz wie Snoopy schrieb: Die Totenreiche sind universell. Das Menschen anderer Konfession in eine Strafhölle kommen, ist eine Erfindung der abrahamistischen Religionen. Hel ist kein Strafort. Das die "Strohtoten" nach Hel kommen ist da auch eher eine etwas überspitzte Drohung für Krieger, welche unbedingt nach Walhall streben (sollen).



    Grüße

    Ancarus

  • Ich mach das daran Fest ob sie mit dem Schwert in der Hand sterben und nach Wahlhalla gehen. Oder nicht das

    heist ohne Schwert in der Hand nach Frayas Hallen gehen.

  • Die nichtheidnischen Verwandten kommen natürlich selbstverständlich in die gleichen Reiche. Es gibt ja nichts anderes. Wo sollen sie sonst hin?

    Es gibt nicht diese Bestrafungsart für "nichtgläubige".

    Danke für deine Ausführung,Snoopy.


    Nächste Frage. Wo kommen die Islamisten hin ? Doch nicht auch in unsere Totenreiche ?

  • Voluspa 42


    Einen Saal seh ich, der Sonne fern

    In Nastrand, die Türen sind nordwärts gekehrt.

    Gifttropfen fallen durch die Fenster nieder;

    Mit Schlangenrücken ist der Saal gedeckt


    Voluspa 43


    Im starrenden Strome stehn da und waten

    Meuchelmörder und Meineidige

    (Und die Andrer Liebsten ins Ohr geraunt)

    Da saugt Nidhöggr die entseelten Leiber,

    Der Menschenwürger: wißt ihr was das bedeutet?


    Nastrand ist der Strafort der Totenwelt und Vers 43 zählt auf, wer an diesen Ort muss. Wobei auch dieses Totenreich nicht endgültig ist, auch hier werden die Seelen wieder reinkarniert, kehren also nach Midgard zurück.


    Nächste Frage. Wo kommen die Islamisten hin ? Doch nicht auch in unsere Totenreiche ?

    Es sind halt nicht unsere Totenreiche, sondern die Totenreiche und auch die Islamisten werden sich dort wieder finden. Sie sind den gleichen göttlichen Gesetzen unterworfen, wie wir alle. Auch sie werden so lange wieder geboren, bis sie sich ihren Platz im Gefolge der Götter verdient haben.


    Wenn ich nach den bekannten Schriftengehe müsten wir das den Nornen (altnordisch nornir) überlassen.

    Welche Schriften oder Textstellen meinst Du da?


    Grüße

    Ancarus

  • Danke für deine Ausführung,Snoopy.


    Nächste Frage. Wo kommen die Islamisten hin ? Doch nicht auch in unsere Totenreiche ?

    Selbstverständlich kommen sie dorthin. Nochmal: Nach meiner Auffassung gibt es nichts anderes.
    Grundsätzlich gibt es mit Sicherheit eine Art "Strafe"; sprich sie werden als etwas "niederes" wiedergeboren. Vielleicht werden sie auch als Juden wiedergeboren und müssen dann mit den Islamisten klarkommen um so zu lernen.


    Edit: Ancarus war etwas schneller... Ich habe vergessen abzusenden.

  • Selbstverständlich kommen sie dorthin. Nochmal: Nach meiner Auffassung gibt es nichts anderes.
    Grundsätzlich gibt es mit Sicherheit eine Art "Strafe"; sprich sie werden als etwas "niederes" wiedergeboren. Vielleicht werden sie auch als Juden wiedergeboren und müssen dann mit den Islamisten klarkommen um so zu lernen.


    Edit: Ancarus war etwas schneller... Ich habe vergessen abzusenden.

    Die Idee, dass Islamisten als Juden wiedergeboren werden finde ich gut! :D Ich glaube sowieso inzwischen begründet an Wiedergeburt bzw. Reinkarnation, denn ich kenne jemanden, der Rückführungen in frühere Leben gemacht hat. ;)

    Friede und langes Leben!

    (Sochya eh dif!)


    Kol-ut-shan

    (Vulkanisch (Star Trek) für: Unendlichen Möglichkeiten in unendlichen Kombinationen)