Was unseren heidnischen Ahnen genommen wurde

  • Hallo miteinander,


    ich habe mir mal ein paar Punkte notiert die nach meinem derzeitigen Kenntnisstand unseren
    heidnischen Ahnen genommen wurden. Ich würde mich freuen, wenn das Thema auf konstruktive
    Weise ergänzt wird. In diesem Thema will ich ansprechen was unseren heidnischen Ahnen in
    Folge der Missionierierung durch das Christentum genommen wurde und was vorher anders war.



    1. Die Beseeltheit der Natur und allen Lebens


    In der Religiosität unserer heidnischen Ahnen war alles beseelt, vom
    Stein bis zum Baum und vom Gewässer bis zum Gebirgsgipfel.
    Auch alle Tiere und Lebewesen waren beseelt.
    In den Sagen unserer Ahnen findet man auf den Wiesen tanzende Elfen,
    in Seen lebenden Nixen, in Sträuchern wohnenden
    Holdern, im Erdreich wohnenden Gnomen, Zwerge und Wurzelmännchen.


    1.1. Die Beseeltheit nach der Christianisierung


    Was sich nach der Christianisierung außerhalb der Kirche befand, war nicht
    mehr göttlich und war ohne Seele. Tiere hatten laut Kirche keine Seele mehr
    und der Glaube an die Naturgeister, Elfen, Nixen und Holdern wurde
    in Hexenspuk und Aberglaube umgedeutet.



    2. Die Stände bei den Germanen


    Der Bauer war bei den Germanen Garant für Gerichtsbarkeit, Wehrhaftigkeit und Kultur.
    Er war der erste Stand in der Gesellschaft der Germanen.
    Die Edelsten des Landes beriefen den Thing ein und berieten über alle Angelegenheiten.



    2.1. Die Stände bei den Germanen nach der Christianisierung


    Die Edelsten des Landes wurden in Folge der Christianisierung oft ermordet, meistens
    nachdem sie waffenlos zum Thing gekommen waren.
    Die Bauern waren nach der Christiansierung der letzte Stand geworden und von ihnen
    wurde der Kirchenzehnt als Steuerabgabe erhoben und die Gliederung der Stände umgekehrt.
    Mönche und Nonnen, die in der neuen christlichen Gesellschaft eine gewisse
    Bildung erlangen konnten, wurden zu Enthaltsamkeit und Unfruchtbarkeit erzogen.
    Armut wurde als Tugend gelehrt. Jeder war bereits als "Sünder" geboren.
    Das Seelenheil aller christlich missionierten Völker wurde himmelwärts ausgerichtet und
    das Leben im Diesseits wurde dem vollkommen hinten angestellt.


    3. Das Heldentum


    Die germanischen Helden waren z.B. Widukind, Siegfried und Hagen.



    3.1. Das Heldentum nach der Christianisierung


    An Stelle der altüberlieferten Helden der Germanen trat das
    orientalische Heldentum von Moses und David, das der Mentalität der
    Germanen völlig fremd war, aber akzeptiert und als Vorbild
    anerkannt werden musste.



    So weit erst mal. Wenn euch noch weitere Gegenüberstellungen dieser Art einfallen,
    wäre ich gespannt wenn ihr diese hier postet.



    Asenheil,



    Sjard

  • Das Thema kann sehr interessant werden. Vielen Dank für die Vorarbeit und die Idee, Sjard.


    Ich habe da nur zwei Bitten: 1. Bitte aufpassen, das dass Thema nicht zu sehr ins "Christen-Bashing" abgleitet
    2, Wo möglich, sehr gerne Quellen nennen



    Grüße
    Ancarus

  • Hallo Ancarus,


    geht in Ordnung.


    Mir ist noch ein Punkt eingefallen:




    4. Die Verehrung der Ahnen und der eigenen Sippe


    Die Verehrung der Ahnen und der eigenen Sippe hatte in allen germanischen
    Gesellschaften einen hohen Stellenwert.



    4.1. Die Verehrung der Ahnen und der eigenen Sippe nach der Christiansierung


    Diese Verehrung lies spürbar nach denn Aussprüche von Jesus wie "Ich habe keinen Vater und keine Mutter"
    und "Lasst die Toten ihre Toten begraben" ( nachdem ein Jünger ihn fragte, ob er zu einer
    Beerdigung eines Verwandten verreisen könne ) kann man als klare Absage an die
    Stammestraditionen und die Verehrung der Ahnen sehen.



    Grüße,


    Sjard

  • Zitat

    4.1. Die Verehrung der Ahnen und der eigenen Sippe nach der Christiansierung


    Diese Verehrung lies spürbar nach denn Aussprüche von Jesus wie "Ich habe keinen Vater und keine Mutter"
    und "Lasst die Toten ihre Toten begraben" ( nachdem ein Jünger ihn fragte, ob er zu einer
    Beerdigung eines Verwandten verreisen könne ) kann man als klare Absage an die
    Stammestraditionen und die Verehrung der Ahnen sehen.


    Die Kirche hat von Anfang an hart daran gearbeitet, Macht aufzubauen. In gewisser weise war die Sippe ja für unseren Ahnen "Kirche". Durch die Auflösung des Ahnenkults hat die Kirche ein Vakuum geschaffen, in welches sie selbst gestoßen ist.


    Ähnlich wie Punkt 1,1

    Zitat

    Was sich nach der Christianisierung außerhalb der Kirche befand, war nicht
    mehr göttlich und war ohne Seele. Tiere hatten laut Kirche keine Seele mehr
    und der Glaube an die Naturgeister, Elfen, Nixen und Holdern wurde
    in Hexenspuk und Aberglaube umgedeutet.


    Da nur noch die Kirche heilig ist, kann auch nur die Kirche Heil bringen. Das ist natürlich eine völlig absurde Idee. Nur, wie wir ja leider sehen, ein weiteres mächtiges Werkzeug der Kirche(n). Leider hält sich dieser Unglaube ja sogar in einigen heidnischen Gemeinschaften.



    Genau wie die Idealisierung der Armut ist auch dieser Punkt reines Machtinstrument der Kirche.


    Deine Punkte zeigen sehr ansehnlich auf, das die Kirche sich sehr viel Mühe gemacht hat, jeden Aspekt der Spiritualität unserer Ahnen zu zerstören, welche sie stark gemacht hat. Mit Stark meine ich hier, die seelische und geistige Stärke. Die ganze kirchliche Theologie lässt sich doch eigentlich auf eines hinunterbrechen: Unterdrückung und Abhängig machen.


    Was natürlich völlig im Widerspruch zum Heidentum steht.


    PS: Ein Literaturtipp wäre da: Hamburgische Kirchengeschichte von Adam von Bremen


    Grüße
    Ancarus

  • Zitat

    Sogar unsere Götter wurden als Hexen und Hexenmeister devarmiert.


    Genau so, wie die Kirche Heiler und Heilerinnen verteufelt hat. Ich glaube wir können gar nicht ermessen, wie viel Wissen unserer Ahnen dadurch vernichtet wurde.


    Grüße
    Ancarus

  • Ja, insbesondere was die Beseeltheit der Natur angeht, aber auch so ziemlich alles andere stimmt soweit. Die Anhänger meiner Religion haben leider, was speziell diese Dinge angeht, sehr viel falsch gemacht, oft weil falsch verstanden...


    Gerade wegen der Umweltzerstörung, die vor allem in der westliche, christlichen Welt stattfindet (aber auch in Fernost, das sollte nicht unterschlagen werden), wäre es weise, wenn die Christen von ihren heidnischen Vorfahren lernen würden! Und auch von den Naturvölkern, die leider zum Teil heute noch als "Wilde" bezeichnet werden!


    Dass die Bauern bei den heidnischen Germanen der erste Stand waren, wusste ich bis jetzt nicht! Auch hier zeigt sich eine Weisheit, die leider verloren ging! Heute ist es ja noch immer so, dass die Arbeiterklasse eher schlecht bezahlt wird, und die Sesselpuper an den Schreibtischen die besser bezahlten sind!


    Was die Ahnenverehrung angeht, so ist es interessanter weise so, dass dies von Kirche zu Kirche sehr unterschiedlich ist! In der Neuapostolischen Kirche zum Beispiel gibt es ein sehr ausgeprägtes Entschlafenenwesen. Und in meiner Kirche wird, wie in der RKK, Allerseelen gefeiert und in jeder Eucharistiefeier für die Verstorbenen gebetet. Und der Pfarrer meiner Gemeinde sagt bei der Einleitung zum Gloria, dass wir dieses "mit den bereits verstorbenen" singen
    Was die beiden Zitate angeht, so möchte ich hier keinen Theologischen Exkurs machen. Nur so viel: Beide Zitate müssen im Zusammenhang gelesen werden (wie jedes Zitat aus einer Heiligen Schrift!) und werden oft falsch verstanden (wie wohl auch hier)!


    Grüße
    Pierre

    Friede und langes Leben!

    (Sochya eh dif!)


    Kol-ut-shan

    (Vulkanisch (Star Trek) für: Unendlichen Möglichkeiten in unendlichen Kombinationen)

  • Zitat

    Nur so viel: Beide Zitate müssen im Zusammenhang gelesen werden (wie jedes Zitat aus einer Heiligen Schrift!) und werden oft falsch verstanden (wie wohl auch hier)!


    Ganz unabhängig von der jeweiligen Konfession, sollte man mit Begriffen wie "Richtig" und "Falsch", in Bezug auf die Auslegung von (heiligen) Schriften, ganz vorsichtig sein. Selbst in Religionen wie dem Christentum oder dem Islam, die ja sogar "nur" eine "heilige" Schrift haben, gibt es anscheinend genug Interpretationsspielraum, das es da unzählige Splittergruppen gibt. Fakt ist auf jeden Fall, das der Ahnenkult, wie ihn die Germanen kannten, so heute nicht mehr praktiziert wird. Natürlich mag es so sein, das die christlichen Kirchen auch der Verstorbenen gedenken. Trotzdem ist das meilenweit von einem Ahnenkult entfernt.


    Grüße
    Ancarus


  • Ganz unabhängig von der jeweiligen Konfession, sollte man mit Begriffen wie "Richtig" und "Falsch", in Bezug auf die Auslegung von (heiligen) Schriften, ganz vorsichtig sein. Selbst in Religionen wie dem Christentum oder dem Islam, die ja sogar "nur" eine "heilige" Schrift haben, gibt es anscheinend genug Interpretationsspielraum, das es da unzählige Splittergruppen gibt. Fakt ist auf jeden Fall, das der Ahnenkult, wie ihn die Germanen kannten, so heute nicht mehr praktiziert wird. Natürlich mag es so sein, das die christlichen Kirchen auch der Verstorbenen gedenken. Trotzdem ist das meilenweit von einem Ahnenkult entfernt.


    Grüße
    Ancarus


    Besser und treffender hätte man es nicht ausdrücken können.


    Grüße,


    Sjard

  • Natürlich mag es so sein, das die christlichen Kirchen auch der Verstorbenen gedenken. Trotzdem ist das meilenweit von einem Ahnenkult entfernt.

    Ja, es stimmt, dass es heutzutage kaum noch einen Ahnenkult gibt, oder genauer, es gibt keinen Kult mehr, "nur" noch ein Gedenken. Ich denke wenigstens in jedem Gottesdienst an die Verstorbenen, die ich persönlich kannte, und wenn ich nur kurz ihren Namen im Geiste denke. Besonders an meine Großmutter väterlicherseits denke ich viel, da ihr Tod für mich ganz besonders schlimm war... Ich war 9, und sie war sechs Jahre lang Großmutter und Mutter in einem...

    Ganz unabhängig von der jeweiligen Konfession, sollte man mit Begriffen wie "Richtig" und "Falsch", in Bezug auf die Auslegung von (heiligen) Schriften, ganz vorsichtig sein.

    Ja, Du hast völlig recht! Letztlich ist alles Glaube und Auslegung!
    Aber nach dem, was ich gerade über diese Textstellen gelernt habe, sollte man sie nicht einfach wörtlich nehmen (wie alles, was in einem Heiligen Buch steht), sondern muss sich immer vor Augen führen, dass eine solche Aussage eine Bedeutung hat, die man oft nicht erkennt, wenn man nur die Worte liest!
    In der Edda gibt es doch sicher auch Textstellen, die umstritten sind, und von denen die einen diese Bedeutung behaupten, und die anderen jene!
    Und gerade bei der Aussage von jemandem wie Mose oder Jesus in der Bibel, Odin, Thor oder Sigurd in der Edda oder Mohammed im Koran, sollte der Leser sich immer fragen, was der Sprecher gemeint haben könnte, als einfach den Text so hinzunehmen. Denn oft handelt es sich um eine Art Gleichnis, Rätsel, Metapher, oder einer sonstigen Aussage, die bildlich, im übertragenen Sinne oder als Denkanstoß gemeint ist.



    Ich würde gerne wissen, wie der Ahnenkult der alten Germanen und Skandinavier ausgeschaut hat. Vielleicht kann jemand hier mal einen informativen Text zum Thema erstellen und veröffentlichen! Es gibt sicher noch mehr Leute im Forum, die sich über sowas freuen würden!


    Grüße
    Pierre

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    Kol-ut-shan

    (Vulkanisch (Star Trek) für: Unendlichen Möglichkeiten in unendlichen Kombinationen)

  • Meines Wissens gibt es schon Gleichnisse in der Bibel aber nur von Jesus und die sind auch als solche bezeichnet.
    Es ist nicht so, das dass Überlieferte der Propheten und Apostel der Bibel in Gleichnissen, Metaphern und Rätseln
    zu verstehen ist. Vieles ist schon sehr unmissverständlich formuliert.


    Was mir auffiel, war das Propheten wie Moses einerseits gepredigt haben
    "Du sollst nicht töten" ( nachdem er die 10 Gebote erhielt ) aber dann im alten Testament deutlich nachzulesen
    ist, das Moses mit 18 Jahren einen Ägypter, der einen seiner Glaubensbrüder misshandelte, erschlug,
    so das Moses ausser Landes fliehen musste und sein Mord ungesühnt blieb.
    Das nennt man wohl Doppelmoral......


    Grüße,


    Sjard

  • Ich lehne mich hier mal aus dem Fenster und sage, mit dem d sollst nicht töten,ist nur Ihresgleichen gemeint. Die so genannten Heiden, nach deren Vorstellung Satansanbeter, zu töten betrifft dieses Gebot nicht, ganz im Gegenteil sogar.

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    I - Far Beyond the Quiet

  • Zitat

    Die so genannten Heiden, nach deren Vorstellung Satansanbeter, zu töten betrifft dieses Gebot nicht, ganz im Gegenteil soga

    r.
    Das ist sehr gut möglich. Analog gibt es ja im Koran ein Gesetz/Stelle wo davon gesprochen wird, das Christen und Juden toleriert werden, sofern sie eine Sondersteuer zahlen. Für "Heiden" ist solch eine Sonderregel nicht vorgesehen, laut Sharia sind wir also nicht schützenswert.


    Beim Christentum verhält es sich ja auch sehr ähnlich: Warum ist Äthopien das einzige Land Afrikas, welches nicht kolonisiert wurde? Weil es schon christlich war, bevor die europäischen Christen ihre Finger nach Afrika ausgestreckt haben.


    Grüße
    Ancarus

  • Zitat

    Das ist sehr gut möglich. Analog gibt es ja im Koran ein Gesetz/Stelle
    wo davon gesprochen wird, das Christen und Juden toleriert werden,
    sofern sie eine Sondersteuer zahlen. Für "Heiden" ist solch eine
    Sonderregel nicht vorgesehen, laut Sharia sind wir also nicht
    schützenswert.

    Vor allem gehen die Christen, Juden und Moslems ja davon aus, das sie den Gleichen Gott verheren.

    Zitat

    h: Warum ist Äthopien das einzige Land Afrikas, welches nicht
    kolonisiert wurde? Weil es schon christlich war, bevor die europäischen
    Christen ihre Finger nach Afrika ausgestreckt haben.

    Jap. Und das Christentum, oder deren Hass auf das Heidentum ist auch der Grund, warum man Afrikaner wie Vieh behandelt hat und die indigenen Menschen und ihre Kulturen, gnadenlos ausgerottet wurden (Maya, Azteken etc,). Denn die "Wilden" waren ja "Heiden", gottlose und im "Namen Gottes", hat man sie dan ermordet, versklaft etc. ("Gott will es so").


    Gerade, die heidnischen Rituale und die heidnische/naturverbundene Lenbensart der Südamerikaner, Afrikaner, Australier etc., waren es womit die Eroberer ihre Brutalität /Kriegsverbrechen (Völkermord, Versklavung, Enteignung, Landraub etc.)gerechtfertig hatten. Jene Ureinwohner die sich christianiesren liesen, wurden nacher auch annähernd menschlich behandelt, wobei hier noch keines Falls von Menschenwürde/menschenwürdig zu verstehen ist.


    Lg

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    Dieser Beitrag wurde bereits 4 Mal editiert, zuletzt von Wolfbald ()

  • Gerade auch in Südamerika sind ja zahllose heilige Gegenstände zerstört wurden, weil sie einfach zu Goldbarren geschmolzen wurden sind. Ich denke, man kann nicht ermessen, was dort alles vernichtet wurde. Selbst die Sprache und teilweise ja auch die Schriftsysteme der südamerikanischen Heiden wurde ja ausgelöscht. Ich weiß es natürlich nicht, aber ich vermute das es südamerikanischen Heiden noch sehr viel schwerer fällt an ihren heidnischen Wurzeln anzuschliessen, als es bei uns der Fall ist?


    Grüße
    Ancarus

  • Das glaube ich ehrlich gesagt, trozelledem nicht. Da es dort ja heute noch Naturvöker gibt und auch einige Staaten mit hohen indigenen Bevölkerungsanteil. Auch gibt es heute nocht heidnische Priester in Form von Schamanen, wo das heidnische Wissen bis heute mündlich von Generation zu Generation überliefert wurde. Bei uns gibt es das nicht.

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  • Zitat

    Auch gibt es heute nocht heidnische Priester in Form von Schamanen, wo das heidnische Wissen bis heute mündlich von Generation zu Generation überliefert wurde. Bei uns gibt es das nicht.


    Das stimmt natürlich, das hatte ich gerade nicht bedacht.

  • Hallo

    aber ich vermute das es südamerikanischen Heiden noch sehr viel schwerer fällt an ihren heidnischen Wurzeln anzuschliessen, als es bei uns der Fall ist?


    Ich glaube ,das in Süd- wie auch in Nordamerika viele Leute indianischer Abstammung ihren alten Glauben weiterleben.Gerade wegen der Unterdrückung durch den Weißen Mann und seinem christlischen Glauben.In Südamerika ist der heidnische Glaube mit dem christlischem Glauben verbunden.Ähnlich wie bei uns. Nur das die Christen ihre Feiertage über unsere heidnischen gelegt haben,zB.Der Marienglaube ist aus der Verehrung der Göttin Freya entstanden.Die Linde als Baum der Göttin und auch Marias,Marienkafer-Freyavögelein,usw.Die Frauen zur Zeit der Christianisirung,wusten sich so zu helfen um nicht verfolgt zu werden.
    Die Indios hingegen haben ihren Glauben über den christlischen gelegt.


    In Nordamerika,wo die Verfolgung noch nicht so lange her ist,ist der heidnische Glaube noch eher erhalten geblieben.Es gibt eine schamanische Linie bis Heute.Stammesfeste werden gefeiert,wenn auch als Folklore getarnt.Nicht Allle sind zu Säufern gemacht worden.Viele leben nach den Regeln der Götter und der Ahnen.

  • Hallo Sverker


    hast du dafür eine Quelle, das der Marienglaube aus der Verehrung von Freya stammt ?
    Das ist mir neu. Maria war eine Jüdin und die Mutter von Jesus.
    Folglich hätte Freya die Mutter von Balder ( ihn sehen manche als germanisch-heidnische Entsprechung von Jesus )
    sein müssen, was sie aber nachweislich nicht war.


    Asenheil,


    Sjard

  • Hallo Sjard,
    ich erlaube mir mal die Verwirrung aufzulösen:


    Gerade im süddeutschen Raum gibt es viele germanische Heiden, die Freya mit Frigg gleichsetzen. Maria ist ja der christliche Ersatz für Mutter Erde bzw die Göttermutter, welche ja Frigg ist.



    PS: Ich persönlich setze nehme Frigg und Freya als zwei unterschiedliche Wesenheiten wahr. Dennoch erachte ich die Gleichsetzung von Freya und Frigg als legitime Deutungsmöglichkeit, da es schon Anhaltspunkte in den Überlieferungen gibt, die dies Möglich erscheinen lassen.




    Grüße
    Ancarus