• Grüß euch,


    Ich würde gerne einmal das Thema Opfergaben an sich ansprechen.


    Welche Opfergaben sind angemessen? Was kann ich welcher Gottheit opfern?


    Ich denke je mehr erbeten wird desto mehr muss geofpert werden. Am besten selbstgemachtes oder gesammeltes.


    Mir fällt follgendes ein:


    Weizen, Weizengebäcke, Gerste,Hafer, Brot, Ähren, Hirse, Blumen, Wildbret vom Eber ? (für Freyr) Honig, Honigwaben, heimische Früchte, und Obst, Blumen, gebunde Sträuse, Schafskäse, Ziegenkäse, Eier, Milch, Bier, Met u.v.m.



    Ich denke es ist auch wichtig die Gaben richtig vorzubereiten und zu weihen etc.


    Vielleicht könnten wir ja auch eine art Liste oder Übersicht zusammenfassen wo die einzelnen Opfergaben, der Gottheit zugeordnet werden, für die sie am besten als Gabe geeignet sind.
    Lg

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    I - Far Beyond the Quiet

  • Hallo zusammen,
    Opfergaben ist ein Theme, in das man sich total vertiefen kann. Denn das Thema ist/kann sehr komplex sein.


    Zuerst muss man ja wissen, warum wir überhaupt opfern sollten?


    Die einfachste Antwort ist: Weil das Opferritual wohl so alt ist, wie die Menschheit selbst, das Opferritual über jede Kulturgrenze hinweg praktiziert wird und unsere religiösen Überlieferungen das Opfer zwingend vorschreiben. So ist zum Beispiel eine alte Selbstbezeichnung der germanischen Heiden "Blótamen" --> Opfermänner/leute. Das Opfer ist also die zentrale rituelle Handlung unserer Religion.


    Doch natürlich lässt sich das Thema noch viel weiter vertiefen: Tatsächlich ist es so, das dass Opfer mehrere "Funktionen" erfüllt und daher ist es dann nämlich auch nicht egal, was man opfert (in gewissen Rahmen gilt aber: Lieber falsch opfern, als gar nicht opfern). Auch muss man wissen, das beim Opfer nicht der Gegenstand selbst geopfert wird, sondern die mit ihm verbundende Energie/Kraft und jeder Gegenstand besitzt eine eigene Qualität an Energie/Kraft.


    - So ist dann auch eine Funktion des Opfers das Bereitstellen von Energie. Je nachdem, was man mit dem Opfer erreichen möchte, muss dann auch das passende Opfer ausgesucht werden. Ein Beispiel:


    Ich möchte Freya um Erfolg in der Liebe bitten --> Also opfer ich Freya Rosen. Rosen sind das Symbol für Liebe. Absolut kontraproduktiv wäre es, wenn ich Freya statt Liebe einen Dolch opfern würde, steht der Dolch doch für Kampf, Zwietracht oder sogar Verrat.


    - Denn eine weitere Fuktion des Opfers ist es, ein Umfeld zu schaffen, wo die Götter dann auch wirken wollen, sei es persönlich oder durch ihre Helfer (also Geistwesen, wie Disen zum Beispiel). Wenn wir also beim obigen Beispiel bleiben: Freya ist u.a. die Göttin der Liebe und so findet sie auch und die mit ihr verbundendne Geistwesen gefallen an Dingen, welche mit Liebe verbunden sind. Insofern könnte die Opferung eines Dolches möglicherweise sogar als Affront verstanden werden.
    Dabei ist nämlich auch zu beachten, das Eisen in Verbindung mit dem Blót immer eine schwierige Sache ist: Eisen ist kalt und lebensfeindlich -->vgl Eisenwald in unseren Überlieferungen. Also auch besonders bei einem Freya opfer also völlig unpassend.


    - Eine weitere Funktion des Opfers ist die eigene Konditionierung auf den heiligen Moment des Opfers. Wir schaffen mit dem Opfer nicht nur für die Götter und guten Geister ein positives Umfeld, sondern auch für uns selbst. Wir selbst assozieren ja die Rose auch mit Liebe, wir fühlen also ja auch selbst diese Energie. Durch das Opfern der Rose und der damit einhergehenden Beschäftigung mit der Symbolik, fällt es uns sehr viel leichter uns auf die gewünschte Liebe zu konzentrieren und damit öffnet sich unser Geist viel leichter gegenüber Freya. Wir strahlen dadurch, in gewisserweise, selbst die richtige Energie aus. Das hat dann für uns selbst den Effekt, das wir magisch in die richtige Richtung wirken und nach außen ist der Effekt, das wir dann auch ganz selbst zum richtigen energetischen Umfeld für die Geister und Götter beitragen.


    -Und umso öfters und regelmäßiger wir opfern, so stärker und reiner wird die Energie, die wir aussenden und umso reiner und stärker diese Energie ist, umso lieber suchen gute Geister unsere Gesellschaft. Was wiederum die Opferrituale stärkt, welche wir durchführen und umso leichter können wir uns gegenüber den Göttern öffnen.


    Soweit ertmal meine spontanen Gedanken zum Thema :D


    Grüße
    Ancarus

  • Zitat

    Ist Met ein gutes Opfer ?

    Ich finde es sehr gut und noch besser wenn er selbst gemacht ist!



    Viele sind der Meinung das Met vor allem ein Opfer für Wotan oder auch Donar ist. Ich persönlich finde Met, eigentlich für alle Götter geegnet, sowie zb. auch Honig. Genauso wie Honig ist Met ein hochwertiges Lebensmittel und ein göttlicher Trank, dem die Kraft der Natur inne ist. Die Bienen bestäuben einen großen Teil der Bäume und Pflanzen und sind somit wichtiger Teil des Lebens. Für die Vegtation oder das Leben ansich sind Bienen von essentieler Wichtigkeit.


    Daher finde ich Met, neben Honig auch einen sehr gute Opfergabe für alle Götter und eben auch für Freya als Vegetationsgöttin.


    Außerdem bedeutet ihr Name ja auch Herrin und einer Herrin ist ein edler Met als Opfer angemmessen.


    Lg

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  • Hallo Sverker,
    ich schliesse mich da Aranrúths Einschätzung an. Met ist das Getränk der Götter und damit fast immer eine gute Wahl.



    PS: Das Du Freya, als deine Herrin bezeichnest zeugt von bewundernstwerten Respekt. Dafür hast du meinen tiefempfundenen Respekt.


    Grüße
    Ancarus

  • Hallo Ancarus

    Das Du Freya, als deine Herrin bezeichnest zeugt von bewundernstwerten Respekt.

    Ich hoffe ich verärgere die anderen Göttinnen und Götter dadurch nicht.An Freya wende ich mich in allen Angelegenheiten.Bitte Sie um Beistand für meine Familie,um einen schönen Tag,das Sie die Sonne scheinen läst, das der Frühling kommen soll.

  • Ich denke nicht das du die anderen Göttern verärgerst. Jeder hat eine Gottheit die er besonderst verehrt oder zu der er sich hingezogen fühlt.


    Außerdem bedeut ihr Name ja auch Herrin. Falkwang ist nicht umsonst ihr Sitzt.


    „Volkwang ist die neunte: da hat Freyja Gewalt


    Die Sitze zu ordnen im Saal.


    Der Walstatt Hälfte wählt sie täglich,


    Odin hat die andre Hälfte."


    Ich denke das die Freyja Verehrung früher ein sehr hohen Stellenwert inne hatte und es ist gut das es noch Menschen gibt, die sich der hohen Heiligeit der Göttin bewusst sind und sie auch auf diese Weise ehren.


    Lg

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  • Auch hier kann ich mich Aranrúth nur anschliessen :D


    Es ist ganz natürlich, das man sich zu gewissen Göttern besonders verbunden fühlt und deswegen braucht man auch da kein schlechtes Gewissen haben. Nichtsdestotrotz kann man ja auch mal ein Ritual für die Götter allgemein abhalten.


    In der GdG wird beim Sumbel immer auch einmal auf die Götter insegesamt das Horn erhoben.



    Grüße
    Ancarus