Asatru Ritual - Die Natur des Bloths

  • Ein sehr gutes Video.
    Was mich allerdings verwirrt ist die Sache mit dem Met.
    Der Met ist nicht das Geschenk, sondern die guten Wünsche, die Stärkungen etc. für die Götter. Soweit so gut.
    Nur dachte ich, dass eben (auch) der Met das Opfer ist und man auch mit den Göttern gemeinsam von dem Met trinkt. Also bzw. natürlich ein wenig auf den Boden schüttet aber halt auch trinkt.


    So wie er das erklärt, könnte man ja auch Wasser nehmen. Das "leitet" zwar nicht so gut wie Met aber wäre, nach seiner Erklärung, auch möglich.

  • Zitat

    Der Met ist nicht das Geschenk, sondern die guten Wünsche, die Stärkungen etc. für die Götter. Soweit so gut.
    Nur dachte ich, dass eben (auch) der Met das Opfer ist und man auch mit den Göttern gemeinsam von dem Met trinkt.


    Man opfert die Energie des Opfer-Gegenstandes bzw teilt diese mit den Göttern. Opfert man also Met, dann opfert man nicht die alkholoische Verbindung, sondern man gibt, wofür der Met steht --> Weisheitsmet --> Edel


    "Stephen McNallen sagt ja auch, das wir keine Sklaven der Götter sind, sondern sie unsere Freunde sein."
    Mir gefällt die Wortwahl nicht. Natürlich sind wir nicht die Sklaven der Götter, doch sind wir ihnen zur Gefolgschaft verpflichtet ---> Im Sinne der alten Bedeutung. Die Götter sind nicht unsere Sauffreunde.


    Grüße
    Ancarus

  • Man opfert die Energie des Opfer-Gegenstandes bzw teilt diese mit den Göttern. Opfert man also Met, dann opfert man nicht die alkholoische Verbindung, sondern man gibt, wofür der Met steht --> Weisheitsmet --> Edel


    Genau, man könnte aber rein theoretisch damit auch Wasser als Zeichen für Leben(skraft) als Verbindung nutzen? Natürlich nicht Leitungswasser oder Wasser aus dem Supermarkt aber vielleicht frisches Quellwasser.
    Mit diesem Aspekt muss man ja nicht zwingend Met nehmen bzw. ist nicht Met auch automatisch das Beste Mittel?

  • Zitat

    Genau, man könnte aber rein theoretisch damit auch Wasser als Zeichen für Leben(skraft) als Verbindung nutzen? Natürlich nicht Leitungswasser oder Wasser aus dem Supermarkt aber vielleicht frisches Quellwasser.
    Mit diesem Aspekt muss man ja nicht zwingend Met nehmen bzw. ist nicht Met auch automatisch das Beste Mittel?


    Es kommt (auch) darauf an, welchem Gott du was opfern möchtest und welche Verbindung du selbst aufbauen kannst. Als Zeichen für die Kraft des Lebens selbst, würde ich selbst wohl auch kein Met opfern, sondern tatsächlich Quellwasser oder Äpfel. Met steht da doch eher für die belebende Kraft, im Sinne von aufputschend ---> Ekstase


    Wenn man möchte, kann man da sehr fein "arbeiten".


    Grüße
    Ancarus

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    Zitat

    "Stephen McNallen sagt ja auch, das wir keine Sklaven der Götter sind, sondern sie unsere Freunde sein."


    Mir gefällt die Wortwahl nicht.

    Und mir auch nicht. Erstmal geht es darum, was man unter einem Sklaven versteht. Ein unfreier Mensch, der zum unterwürfigen Schuften angehalten ist? Nun, in diesem Sinne sind wir es nicht. Würde man unter Sklaven allerdings wiederum einen Gefolgsmann oder Vasallen verstehen, dann sollte man zustimmen. Freund passt im heutigen Sprachgebrauch beim besten Willen nicht mehr.


    In gewisser Weise geht aus der Beschreibung der Erschaffung der ersten Menschen hervor, dass sie nicht zweckgebunden geschaffen werden. Anders als z.B. in biblischen Mythos oder in anderen, bei denen Menschen zur Arbeit und für die Opfer an Götter erschaffen werden. D.h. die Götter leben in germanischen Vorstellung nicht von den Opfern, sondern es sind freundliche Gaben. Im babylonischen Mythos wird sogar davon erzählt wie die Götter Hunger litten, nachdem sie mit einer Sintflut (daraus wurde die Geschichte von Noah schlicht geklaut) die Menschheit fast ausgelöscht hatten.


    Ich würde es so sagen: Die Götter sind unsere Verbündeten oder andersherum wir sind Verbündete der Götter. Mancher erinnert sich vielleicht daran, dass die Götter im heidnischen auch als "die Bindenden" bezeichnet werden. Bündnis und verbünden stammen ja aus dem verbinden, binden, gebunden sein. Wir sind also an sie gebunden, durch sie gebunden. Aber nicht so eng, dass wir erdrückt würden, sondern so nah, dass wir ein gutes Leben in ihrem Licht führen dürfen (wenn wir das Licht denn sehen und zu schätzen wissen)...

    „Hver er þessi Lögsögumaðr? Hann er einn maðr.“


    - „...og hann stendr á helgan stein.“