Rituelle Klänge und Instrumente

  • Grüße euch,


    Ich würde gerne einmal wissen ob ihr für eure Rituale auch irgendwelche Instrumente benutzt um das Ritual auch klanglich zu unterstützen?


    Für mich sind Klänge, beim Ritual in Kombination mit Feuer und Räuchern untrennbar verbunden.


    Wobei ich unter rituelle Klänge auch den Runengesang einordne. Selber nütze ich ein verziertes Rufhorn(3 mal in jede Himmelsrichtung gestoßen um das Blót zu beginnen und auch zu beenden), wobei ich immer wieder festelle, das viele Heiden keines verwenden. Dabei waren rituelle Rufhörner bei den Naturvölkern sehr weit verbreiten(auch heute sind sie das noch). Stattdessen scheinen viele eher eine Schamanentrommel zu benützen um das Ritual zu unterstützen. Was natürlich auch möglich, wobei ich denke das in unseren heidnischen Ahnen eher Rufhorn und Runengesang/gemurmel, Anwendung fanden.


    Wie mach ihr das? Hat noch jemand etwas zu der Thematik beizusteuern 8)





    Lg

  • Hallo Aranrúth,


    bis jetzt verwenden wir keine rituellen Klänge und Instrumente bei unseren Blóts. In erster Linie weil noch keiner bei uns die Idee geäußert hat, soetwas bei den Ritualen zu verwenden. Zum anderen vermute ich auch aus Hemmung, was zu mindest auf mich zutrifft.
    Aber die Idee das Ritual mit einem Rufhorn einzuleiten finde ich interessant. :) 
    Magst du da noch ein bisschen zu erzählen, wie das bei dir im Ritual abläuft und wie es sich auf das Ritual und deine Empfindung während des Rituals auswirkt? Das würde mich sehr interessieren.


    Heidnische Grüße


    Hrotgar

  • meine schmananentrommel nutze ich ausschließlich schamanisch, da ich nichts davon halte verschiedene konzepte in einen topf zu werfen.
    beim vergangenen julblót habe ich mich daran versucht zum anlas passende verse aus der Völluspa zu singen während ich und mein gast unsere opfergaben dargebracht haben.
    ein weniger hierran angelehnt:
    http://www.youtube.com/watch?v=xisBERxHJ6g
    gesungen habe ich in altnordisch, mußte aber vom blat ablesen weswegen ich es wohl beim nächsten mal wohl auf deutsch vortragen werde.
    laut dem eldarring war es wohl auch damals üblich das ein kultredner (Thul/Thyle) in ähnlicher weise die zeremoniellen texte rezitirte wobei das aber auch eher die diese richtung tendieren könnte:
    http://www.youtube.com/watch?v=Ffj476DjVlE
    wobei das hier auch ein harmzauber ist und kein ritualtext.

    Ich binn nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das was ihr versteht!!!
    Wenn ich meine Meinung abgrenze darf dieses gerne wörtlich genommen werden

  • Welche Trommeln verwendet man eigentlich in den Ritualen und bei den Bloths ?
    Ich persönlich finde ja die Bodhran-Trommel sehr ansprechend, aber ich muss gestehen, das ich
    nicht weiß welche Trommeln bei unseren Ritualen verwendet werden ( können ). ;(


    Hoffe ihr könnt mich aufklären....


    Grüße


    Sjard

  • Hallo Sjard!


    "Verwendet werden können" ist sehr relativ, wenn sie dir gefallen und zusagen, kannst du auch die Bodhran-Trommel verwenden. Ich kenne viele Leute, die sich ihre Trommel selber gebaut haben, du kannst sie dir aber auch fertig kaufen. Nur nicht zu viel über vermeintliche Reglementierungen nachdenken, die machen nur schlechte Laune und existieren meist eh nicht im Bezug auf die Götter. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Götter nur den Klang ganz spezieller Trommeln mögen..


    Viele Grüße,
    Philipp

  • Rituelle Musik und gerade auch ritueller Gesang finde ich auch sehr schön und können das Blót auch sehr bereichern. Da ja gerade Musik sehr stark dazu in der Lage ist uns in andere Bewusstseinszustände zu versetzen. Auch denke ich, das Götter gefallen an solch schönen Klängen finden. Jedoch muss man ja immer auch schauen, wie es dann tatsächlich zu den jeweiligen Ritualen passt.


    Zitat

    nütze ich ein verziertes Rufhorn(3 mal in jede Himmelsrichtung gestoßen um das Blót zu beginnen und auch zu beenden), wobei ich immer wieder festelle, das viele Heiden keines verwenden.


    Also das solch ein Rufhorn in der GdG keine Verwendung findet, bisher zumindestens, liegt an zwei Gründen: 1. Ist die Teilnehmerzahl bei dem Blóts so gering, das nicht zu Ruhe "gerufen" werden muss bzw der Anfang des Rituals nicht deart angezeigt werden muss und 2. Wäre ein ein solches Horn sehr weit zu hören und würde möglicherweise Personen anlocken, die schlicht nicht erwünscht sind. Ganz allgemein, finde ich es aber schon eine schöne Art, ein Blot zu beginnen.


    Grüße
    Ancarus

  • Zitat

    Magst du da noch ein bisschen zu erzählen, wie das bei dir im Ritual
    abläuft und wie es sich auf das Ritual und deine Empfindung während des
    Rituals auswirkt? Das würde mich sehr interessieren.

    Nun ja, ich werde versuchen, es so gut wies es geht, zu schildern. Im Prinzip, stelle ich mich ohne Schuhe in die Mitte der Einhegung. Zu meinen Füßen liegt eine aus großen Ästen geformte Eihwazrune, dann stoße ich im Uhrzeigersinn (Norden, Osten, Süden, Westen), je dreimal in mein großes Horn, welches mit einer Othalarune und der Irminsul verziert ist. Meist bricht der Schall des Hornes, das rege Treiben des Waldes, die Vögel verstummen für kurz. Mein Platz liegt in einer Klamm auf einem Felsenrücken, das Horn hört man sehr weit und manchmal auch das Echo, je nach Windrichtung und Stärke des Windes. Danach spreche ich laut die Worte "Ruhe gebiete ich allen Kindern Midgards, höheren und niederen Nachfahren Heimdalls"..... und das Blot beginnt.


    Für mich verkörpert diese Stille nach den Hornstößen diesen Beginn.




    Das Dies, Fremde anlockt, ist mir egal bzw. glaube ich nicht. Denn die Götter wachen über mich....
    Ich wurde beim Blot auch schon von einer Gruppe Wanderer überrascht (am Platz eines Freundes), aber wir haben uns daran nicht stören lassen, sondern weiter gemacht. Die Wanderer trauten sich aber erst nach dem Ende des Blots näher zu kommen, beobachteten uns aber die ganze Zeit. Als sie dann näher kamen, haben wir uns sogar noch mit ihnen unterhalten und das wars dann auch.


    Wenn man das Blót richtig macht, der Platz eingehegt und geweiht ist, sind die Götter anwesend und dulden keine Störung. Dieser Akt untersteht dann dem göttlichen Schutz und niemand wird näher kommen, selbst wenn er das Horn vernahm.


    Lg