Varblot- Varthing/Ostara wie feiern ?

  • Grüßt euch,


    wollte mal wissen wie ihr das nächste heidnische Fest am 20 März den Varblot-Varthing feiert ?
    Ich selber habe bis jetzt Jul und die Sommersonnenwende für mich gefeiert, andere
    germanisch-heidnische Feste noch nicht, aber das will ich ändern.


    Asenheil


    Sjard

  • Hallo Sjard,
    wie hast du den Jul und die Sommersonnenwende gefeiert?


    Grüße
    Ancarus

    Naja ein Blot läuft doch immer gleich ab, natürlich hat jedes Fest noch speziele Bräuche (zb. Wasserschöpfen etc. ) und einen eigenen Festmythos, aber der Akt bleibt der Gleiche.




    Lg

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  • Hallo Ancarus,


    die Sommersonnenwende habe ich mit meinen Eltern und meiner Schwester im Garten gefeiert.
    Wir haben ein Sonnenwendfeuer angezündet, Beifußranken zu Kronen zusammen gedreht
    und sind dann damit über das Feuer gesprungen und haben den Beifußkronen ins Feuer geworfen.
    Danach haben wir noch gegrillt. Meine Eltern, vor allem mein Vater ist dem germanischen
    Heidentum auch aufgeschlossen.
    Meine Mutter auch ein wenig, sie interessiert sich sehr für das
    damalige Pflanzenheilwissen und stellt auch selber Pflanzensalben her.


    Im Dorf meiner Eltern machen die jungen Leute auch immer ein Sonnenwendfeuer mit Grillabend,
    wo ich auch mal war, aber ein Ritual wie das gemeinsame Feuerspringen wird dort natürlich
    nicht zelebriert. Aber man sah Kinder mit Blumenkränzen im Haar, was für mich auf heidnische
    Tradition hin deutet.


    Jul habe ich für mich mit Julleuchtern, einem geschmückten Baum
    und schöner germanischer Musik zelebriert.


    Wie hast du denn diese Feste gefeiert ?


    Grüße


    Sjard

  • Zitat

    Wie hast du denn diese Feste gefeiert ?


    In der GdG gibt es zu den Festen immer ein Blót, welches prinzipiell immer nach dem gleichen Muster abläuft. Davon ab versuche ich mich einfach auf die jeweiligen Götter zu besinnen und mich gezielt mit ihnen auseinanderzusetzten.


    Grüße
    Ancarus

  • Wenn ihr uns den Festmythos vom Fest ansehen, welches ja auch Ostara und Frühlings Tag und Nachtgleiche heißt, wird ersichtlich, dass das wiedererstarkte Licht eine zentrale Rolle des Festes spielt. Dies spiegelt sich auch in den Bräuchen der Osterfeuer und dem Feuerräderrollen wieder.


    Mit dem erstarkten Licht, werden die Tage wieder länger und wärmer. Die göttlichen Käfte obsiegen über die rießischen Winterkräfte. Schneefall weicht dem Regen (hier gibt es das Wasserschöpfen), durch Regen und Licht, kehrt die Fruchtbarkeit zurück. Die Vegetation beginnt wieder zu ergrünen, zu erblühen und auch die Tierwelt erwacht zu neuem Leben. Vor Allem der Feldhase, welcher im März in einen Höhepunkt in der Rammelzeit hat, verkörpert die wieder erstarkte Zeugungskraft.


    Im Mittelpunkt des Feste stehen also die Fruchtbarkeits und Vegetationsgötter. Frôwa/Freyja, Donár/Thor, Sib/Sif, und da es auch ein Thing ist, Zio/Týr.


    Lg

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  • Ich möchte hier mit dem Post das Thema und das Fest noch einmal in Erinnerung rufen, da es bis zum 20 März nicht mehr weit ist. :thumbup:

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  • Hallo liebe Mitheidinnen und -heiden,


    passend zum Fest möchte ich hier ein neues Thema eröffnen.
    Ich möchte gerne, auch für zukünftige neue Mitglieder, ein paar Informationen zu Ostara bereitstellen und lade euch ein, diese Informationen zu erweitern, zu vervollständigen bzw. zu korrigieren.
    Auch zum Feiern des Ostarafestes kann hier gerne etwas niedergeschrieben werden.



    Erstmal zur Göttin Ostara selbst:
    Ostara wird in der Edda nicht direkt genannt. Es wird einmal in der Skáldskaparmál von einer "ásta-guð" in Bezug auf Freya gesprochen. Dieses "ásta-guð" könnte auf ein älteres (oder späteres) Ostara deuten.
    Da Freya, die Asin wanischen Ursprungs, die Göttin der Liebe aber auch des Frühlings und der Furchtbarkeit ist, liegt es Nahe, dass wir von einer und der selben Person sprechen.
    100% ist es allerdings nicht.


    Das Ostarafest (welches der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche entspricht) findet immer am 20. oder 21. März statt.


    Was feiert man eigentlich an Ostara?
    Wir feiern die Erneuerung der Natur. Die Sonne wird immer stärker und endlich fangen auch die ersten Blumen an zu blühen. Die Natur wird quasi zu neuem Leben erweckt. Das wird symbolisch mit einem Ei bekräftigt, da das Ei von jeher für Fortpflanzung und Wachstum steht. Daher werden zu Ostern(Ostara) Eier verschenkt. Urprünglich wurden die Eier rot bemalt, was für die Regelblutung der Frauen stand. Eine Frau die zu Ostara ihre erste Blutung bekam wurde besonders verehrt und für besonders fruchtbar gehalten (vgl. dazu die "Unreinheit" im späteren[christlichen] Mittelalter). Im späteren Verlauf der Zeit wurden aus der roten Farbe dann die Farben der Natur. Daher sind die heutigen Eier bunt.
    Der Hase gilt Ostara als heilig, weil er eben auch besonders fruchtbar ist. Daher dann auch der Osterhase.


    Was kann man Ostara/Freya opfern?
    Als erstes natürlich Eier, Osterwasser oder auch Gebäck (z.B. Kuchen in Lamm oder Hasenform)
    Weiterhin lassen sich Blumen opfern (eher auf Freya bezogen)
    Für Thor, auf den man für einen guten Frühling nicht verzichten kann, lässt sich Met opfern oder auch Gebäck in Tierform.

  • Ich füge hier noch relevante Zita von J. Grimm hinzu :thumbsup: 

    Auch der Name Ostarrîchi, für jenen Teil des bairischen Herzogtums, welcher heute Österreich heißt, zeigt eine Verbindung zum Namen der Göttin.Wobei ich aber die Meinung teile, das es sich bei der Göttin Ostara um Frowa/Freya handelt.


    Lg

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  • Das Ostarafest (welches der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche entspricht) findet immer am 20. oder 21. März statt.


    Sorry aber dem muß ich wiedersprechen.
    in den historischen quellen wird bei der datierung des frühlingsfestes (in seinen verschiedenen bezeichnungen) lediglich angegeben das es "zu frühlingsbeginn" oder besser "zu beginn des sommerhalbjahres" gefeiert wurde.
    Beda Venerabilis ist der aprill der "Eosturmoath" in dem zu ehre der Eoste ein festabgehalten wurde.
    nach der alten lunisolarregelung müßte das ostarafest auf den 4. vollmond nach der wintersonnenwende fallen.
    dieses jahr ist das der 15. april.
    Sicherlich ist der 20. märz nach aktuellem kalender frühlingsanfang aber ich denke für uns "historisierende" heiden hat die lunisolarregelung den höheren stellenwert.

    Ich binn nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das was ihr versteht!!!
    Wenn ich meine Meinung abgrenze darf dieses gerne wörtlich genommen werden

  • Zitat

    in den historischen quellen wird bei der datierung des frühlingsfestes (in seinen verschiedenen bezeichnungen) lediglich angegeben das es "zu frühlingsbeginn" oder besser "zu beginn des sommerhalbjahres" gefeiert wurde.


    Richtig, das ist immer entweder am 20.03 oder am 21.03. der Fall.


    Zitat

    Sicherlich ist der 20. märz nach aktuellem kalender frühlingsanfang aber ich denke für uns "historisierende" heiden hat die lunisolarregelung den höheren stellenwert.


    Wir begehen die Tag- und Nachtgleiche feierlich und die ist nun mal am 20/21. März. Unseren Ahnen werden die Tag- und Nachtgleiche auch gefeiert haben, an dem Zeitpunkt, wo sie stattgefunden hat.


    Grüße
    Ancarus

  • Zitat

    Beda Venerabilis ist der aprill der "Eosturmoath" in dem zu ehre der Eoste ein festabgehalten wurde.


    nach der alten lunisolarregelung müßte das ostarafest auf den 4. vollmond nach der wintersonnenwende fallen.


    dieses jahr ist das der 15. april.

    Und genau hier liegt der Fehler, weil Ostara nämlich kein Mondfest ist, sondern ein Licht und Sonnenfest. Das Fest des Frühlings / der Frühlings-Morgenröte und dieses wird zu jenem Tage gefeiert an dem der Tag und die Nacht gleich lange dauern bzw, die Sonne den Erdäquator überquert. Wenn die Morgröte der Frühlingssonne im Osten aufgeht und hier kommt auch Frowa als die Göttin der Morgenröte ins Spiel.


    Und dies ist wie schon richtig erwähnt wurde immer der 20 oder 21 März und ist der exakte Frühlingsbeginn.


    Würde man das Fest nun nach dem Mond berechnen, würde der ganze Festmythos keinen Sinn mehr machen. Denn das Fest versinbildlicht die Vereinigung der Sonne und der Erde und dies ist auschließich der Tag der Frühlings Tag und Nachtgleiche.


    Bei den Christen beginnt das christliche Osterfest, am Sonntag nach dem Vollmond, welcher in den Frühling fällt.(die ist der 4 Vollmond im neuen Jahr)


    Dem Gegenüber steht unser Herbstfest (Hausblot, Erntedank etc.) welches selbstverständlich auch immer zum exakten Zeitpunkt des Herbstanfangs, um den 22./23. September, stattfindet.

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  • Ich argumentiere dagegen:

    Zitat

    Über kleine dinge berathen die hohen, über kleinere alle.(...) die gemeinde versammelt sich wenn nichts unerwartetes oder plötzliches eintritt zu den fristen da der mond anfängt oder voll wird; denn für die behandelung aller angelegenheiten halten sie dieses für den glückbringendsten anfang. Übrigends rechnen sie nicht wie wir die zahl der tage, sondern der nächte; so geben sie bestimmung, so zusage; die nacht scheint dem tag vorrauszugehen. (...)
    -Tacitus.

    aus anderen quellen (wie z.b. isländische kalender)wissen wir auch das thing und festtag häufig ineinander übergingen oder sehr zeitnah zueinander begangen wurden.
    auch aus dem umstand das sämmtliche beschreibung von festlichkeiten die mir bekannt sind in den abendstunden beginnen und in selbigen begangen werden legt den rückschluß nahe das der mond, und insbesondere sein auftauchen essenziell für den zeitpunkt des festes ist.
    Entsprechen dieser feststellung die ich noch weiter untermauern werde kann nicht die sonne ausschlaggebend für die berechnung der (meisten)feste sein.


    Mit dem monat verhält es sich wie mit den tagen.
    sie werden von der neumondzündung bis zum darauffolgenden neumond (altnordisch vom Ny (neu) zum Nið(nieder)) gemessen.
    auch dieses stützt die annahme die ich zuvor äußerte.

    Da es eine gewisse diskrepanz zwischen dem sonnenjahr und den mondumläufen gibt haben auch unsere ahnen bereits schaltregeln gehabt die dazu dienten den gebräuchlichen mondkalender im sonnenjahr zu verankern.
    mir persönlich ist es zu viel arbeit hier jetzt sämmtlichen schaltregeln harklein zu erklären aber im wesentlichen läuft es darauf hinaus das entweder im sommer nach der sommersonnenwende und/oder im winter nach der wintersonnenwende in bestimmten jahren (hier greifen dann die regeln) schaltmonate eingefügt wurden die dafür sorgten das die feste in ihren jahreszeiten blieben.
    so wird z.b. nach einer regel ein schaltmonat nötig wenn der julmond in die rauhenächte fällt.


    bereits vor beginn der aggresiven christianisierung haben germanische stämme damit angefangen die in den schaltregeln deutlich einfacheren römischen soli kalender zu übernehmen. die feiertage wurden jedoch auch weiterhin mit mondbezug gefeiert wie wir von beda und auch aus anderen quellen wissen.
    der themin das julfest z.b. war in skandivavien langezeit ein zankapfel zwischen kirche und traditionalisten bis es schlieslich dem an den römischen solikalender angebundenen chistigeburtsfest angegliedert wurde. (wohl wegen der symbolischen ähnlichkeit zwischen der chr.weihnachtsgeschichte und dem Baldrmythos der in der mütternacht ja auch eine regionale solarbindung hatte).


    aus diesem grund halte ich eine primäre orientierung der feiertage am solarkalender zwar nicht grundlegend für falsch, jedoch nicht für historisch vorgegeben.
    ich gehe eher von der lunarbindung der feiertage aus da sich für eine solche weitaus mehr indizien finden lassen.

    Ich binn nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das was ihr versteht!!!
    Wenn ich meine Meinung abgrenze darf dieses gerne wörtlich genommen werden

  • Zitat

    aus anderen quellen (wie z.b. isländische kalender)

    Der Isländische Kalender unterscheidet nur zwei Jahreszeiten und die treten jeweils mit, wie schon gehabt, der Frühlings und der Herbst Tag und Nachtgleiche ein.



    Im Übrigen ist es völlig egal, es bleibt das Selbe.


    Mond und Sonnenzyklen, regeln sich nicht nach menschlichen Kalendersystemen sondern bleiben jedes Jahr gleich (oder willst du mir erzählen das sich Umlaufbahn von Sonne, Mond und Erde, nach menschlichen Kalendersystemen anpassen :?: :!: 8o 8o ) völlig egal nach welchem Kalender man rechnet. Das sind astronomische Tatsachen. Die Frühlings Tag und Nachtgleiche findet, jedes Jahr zur selben Zeit statt, fertig aus. Gleich verhält es sich mit der Winter und der Sommersonnewende etc.


    Unterschiede, in den Terminen finden wir nur, wenn wir die Sonnenfeste hier in Abrede stellen (wie du scheinbar) und deren Existenz in frage stellen bzw. rein von Mondfesten sprechen. Denn wäre es von Bedeutung zu welchem Mond das fest nun statfindet und hier würde es natürlich eine Rolle spielen, nach welchen Kalender man rechnet. Das dies aber nicht so ist, beweisen die Überlieferungen und Mythen, die Tatsache dass das Heidentum eine Lichtreligion ist und Sol und ihrem Schein ebenso von Bedeutung sind wie Mani.


    Weder ohne Sonne, noch ohne Mond, gäbe es Leben auf unserem Planeten.


    Daher auch die Mond und Sonnenfeste.


    Die 4 Sonnen und 4 Mondfeste finden immer zur gleichen Zeit statt und können so auch exact und astronomisch richtig berechnet werden. Dafür das Unsere Ahnen in der Lage wahren die Sonnenwende auf das Genaueste zu berechnen, gibt es genug klare Beweise.


    Du willst mir also erzählen das ein Naturvolk, welches sich an den Gestirnen und dem Geschehen in der Natur orientiert, die Frühlings Tag und Nachtgleiche einen Monat später zu einem Vollmond gefeiert hat :cursing: und somit auch die "Hochzeit" des Lichtgottes mit der Erdgöttin einem Monat später feierte, zudem dann auch die Vegatstionsentwicklungen des Frühlings, welche ja von essenzieler Bedeutung sind und auch zu diesem Festmythos gehören, schon ein Stadium weiter sind. Der Vollmondtermin stammt aus dem 4 Jhd. und wurde von den Christen eingeführt.



    Was du hier machst, ist nicht nur zu sagen, unsere Feste stimmen nicht,sondern viel mehr unsere Sonnenfeste gibt es nicht :!: Denn du sagst unsere Feste wurden rein nach den Monden berechnet. Das heisst also, du willst sagen, Mittsommer, gab es nicht? Wintersonnenwende? Sonnenfeste gab es nicht?







    Zitat

    mir persönlich ist es zu viel arbeit hier jetzt sämmtlichen schaltregeln
    harklein zu erklären aber im wesentlichen läuft es darauf hinaus das
    entweder im sommer nach der sommersonnenwende und/oder im winter nach
    der wintersonnenwende in bestimmten jahren (hier greifen dann die
    regeln) schaltmonate eingefügt wurden die dafür sorgten das die feste in
    ihren jahreszeiten blieben.

    Ich wollte im Übrigen sehr genau, auf deinen Ausführungen oben eingehen, aber es ist mir ehrlich gesagt zu Mühsam, mich durch dein Kauderwelsch ohne Groß und Kleinschreibung sowei Punkt und Kommer zu mühen.


    Lg



    Edit: zum Thema Ostara, hier das ganze Zitat, Bedas, bezüglich Ostara.

    Zitat

    „Der April hieß bei den Angelsachsen „esoturmonath“ nach einer Göttin
    Eostre, der zu Ehren man in diesem Monate Feste feierte; mit dem einmal
    gebräuchlich gewordenen Worte eines Brauches bezeichnen sie die Freuden
    des neuen Festes.“ Beda Venerabilis

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  • Mond und Sonnenzyklen, regeln sich nicht nach menschlichen Kalendersystemen sondern bleiben jedes Jahr gleich (oder willst du mir erzählen das sich Umlaufbahn von Sonne, Mond und Erde, nach menschlichen Kalendersystemen anpassen :?: :!: 8o 8o ) völlig egal nach welchem Kalender man rechnet. Das sind astronomische Tatsachen. Die Frühlings Tag und Nachtgleiche findet, jedes Jahr zur selben Zeit statt, fertig aus. Gleich verhält es sich mit der Winter und der Sommersonnewende etc.

    Zitat

    Da es eine gewisse diskrepanz zwischen dem sonnenjahr und den
    mondumläufen
    gibt haben auch unsere ahnen bereits schaltregeln gehabt
    die dazu dienten den gebräuchlichen mondkalender im sonnenjahr zu
    verankern.

    Lesen hilft.
    ich habe nie bestritten das beide ihre rolle für den jahresumlauf spielen, ich habe lediglich fachlich fundiert und durch quelltexte gestützt die argumentation geführt das die berechnung der jahresfeste (die bei weitem nicht so klar in den quellen definiert sind wie du zu glauben scheinst) von einem lunisolarkalernder (Mond-und-sonne-kalender) ausgeht.

    Zitat

    Der Isländische Kalender unterscheidet nur zwei Jahreszeiten und die
    treten jeweils mit, wie schon gehabt, der Frühlings und der Herbst Tag
    und Nachtgleiche ein.

    von welchem der überlieferten kalender gehst du dabei aus?
    sowohl in island als auch im rest skalndinaviens haben sich verschiedene kalender aus verschiedenen zeiten erhalten.
    neben dem zweigeteilten jahreskreis gibt es auchnoch einen dreigeteilten (winter, var und sommer) und den heute üblichen viergeteilten.
    ich bezog mich bei dem betreffenden satz übrigends darauf das in einem der isländischen kalender der themin für das althing auf eine woche nach mittsommer festlegt, worinn ich eine bestärkung der aussage sehe, dass thing und feiertage zeitnah und teilweise aneinander angrenzend stattfanden.

    Zitat

    Du willst mir also erzählen das ein Naturvolk, welches sich an den
    Gestirnen und dem Geschehen in der Natur orientiert, die Frühlings Tag
    und Nachtgleiche einen Monat später zu einem Vollmond gefeiert hat

    Ich würde eher sagen das unsere ahnen vieleicht den beginn des frühlings und nicht die tag und nachtgleiche gefeiert haben.
    dafür würde sprechen das in den vorhandenen überlieferungen gesagt wird das fest würde zu beginn des sommerhalbjahres oder zu frühlingsbeginn gefeiert.

    Zitat

    Ich wollte im Übrigen sehr genau, auf deinen Ausführungen oben eingehen,
    aber es ist mir ehrlich gesagt zu Mühsam, mich durch dein Kauderwelsch
    ohne Groß und Kleinschreibung sowei Punkt und Kommer zu mühen.

    Dann versuche ich mal es für dich mit korrekter Groß- und Kleinschreibung neu und etwas übersichtlicher zu forumlieren:
    Die Schaltregeln gleichen durch einschieben von Schaltmonaten (die sich von Systhem zu Systhem unterscheiden) die Abweichung des Mondkalenders zum Sonnenkalender halbwegs aus.
    Diese Schaltmonate werden nach der Sommersonnenwende und/oder nach der Wintersonnenwende eingefügt.
    Würde dieses nicht gemacht, und somit die Lunarmonate nicht im Sonnenkalender verankert werden, so würden sich nach dem Ablauf von mehreren Jahren alle Jahresfeste um einen Monat verschoben haben.

    Zitat

    Was du hier machst, ist nicht nur zu sagen, unsere Feste stimmen nicht,sondern viel mehr unsere Sonnenfeste gibt es nicht :!:
    Denn du sagst unsere Feste wurden rein nach den Monden berechnet. Das
    heisst also, du willst sagen, Mittsommer, gab es nicht?
    Wintersonnenwende? Sonnenfeste gab es nicht?

    Wie Ich nun hoffentlich verständlich darlegen konnte sind die Sonnenwenden als Fixpunkte unerlässlich und keineswegs unbedeutend.
    es ist lediglich so, dass sich die jahresfeste am für den alltag gebräuchlichen mondkalender (für dessen gültigkeit und bedeutung meines empfindens nach ausreichend belege turch tacitus und edda zitate angebracht habe) ausrichten.

    Zitat

    Der Vollmondtermin stammt aus dem 4 Jhd. und wurde von den Christen eingeführt.

    Für eine solche behauptung solltest du in einer disusion mit mir besser belege anführen.
    Ich berufe mich in meinen aussagen zentral auf das was ich im "gebundenen monkalender der germanen" gelesen habe.
    der autor hat sich über längere zeit und sehr ausführlich mit dem thema befasst und ich halte (bei allem respekt) die aussage eines "experten" schlichtweg erst einmal für glaubwürdiger als deine.
    ausschließlich aufgrund seiner in diesem fachgebiet durch studium erreichten expertiese.


    Abseits dessen was wir hier fachlich fundiert diskutieren solltest du nicht vergessen dass sich viele quellen und mythologische symboliken unterschiedlich verstehen und auslegen lassen.
    Was die verständnisgrundlage angeht werde ich hier im forum keine diskusion anfangen da ihr euer verständnis habt (welches mir soweit bekannt ist) und ich habe meins.(weswegen ich auch kein mitglied der GdG binn)


    Mir ging es in meinem post lediglich darum, das was ich an belegbarem wissen habe zur verfügung zu stellen da sich die GdG (sofern ich das richtig verstanden habe) ebenfalls als überlieferungsbasiert versteht.
    Sollte das ander rübergelommen sein tut mir das leid.


    Btw. danke für das vollständige Beda-zitat. dieses zitat wird in meinem buch zwar erwähnt jedoch nicht abgedruckt.
    dafür aber ein anderes:

    Zitat

    Der Eosturmonath einen Namen, der heute als Passamonat übersetzt würde.
    Er leitet sich ursprünglich von einer Göttin ab, welche Eostre genannt wurde und zu dehren Ehren Feste in diesem Monat gefeiert wurden.
    Jetzt benennen sie die Passahzeit mit ihrem Namen, womit die Freuden der neuen Feierlichkeit [das christliche Ostern] mit dem Namen der altehrwürdigen Göttininverehrung gewürdigt werden.

    Des weiteren heist es in meinem buch das bereits zuvor die zuordnung Eosturmonath=Aprill erfolgte.
    warscheinlich meinte er damit dein zitat.

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  • Zitat

    Für eine solche behauptung solltest du in einer
    disusion mit mir besser belege anführen

    Im Übrigen habe ich in meinem vorangenagenen Posts oben schon genug Belege zu Ostara anegführt.


    Das Osterdatum wurde im 4 Jahrhundert vom Ersten Konzil von Nicäa, welches von Kaiser Konstantin I. einberufen wurde, ein deutig beschlossen und vereinheitlicht.


    Hierbei, wurde festgelegt, dass das Osterfest am ersten Sonntag nach dem Frühlingsbeginn (dies war auch schon nach dem julianischen Kalender so) und am ersten Sonntag nach dem Passahfest gefeiert zu werden hat. Des weiteren wurde vom Konzil verfügt, das dieses Datum jährlich vom Bischof von Alexandria zu berechnen ist.


    Außerdem wurde Unter Kaiser Julian, vom jüdischen Patriarchen Hille dem 2, der jüdische lunisolare Kalender auf den julianischen Kalender
    übertragen und hat für die Kirche bis heute Bedeutung.(trotz des Gregorianischen)


    Bis zum 3. Jahrhundert feierte man Ostern als einen Festtag, im 3. Jahrhundert wurde dann die Woche vorher, die Karwoche, als Vorbereitungszeit zur Fastenzeit; im 4.Jahrhundert wurden die "drei heiligen Tage" von Gründonnerstag Abend bis Ostersonntag Morgen als Höhepunkt des Kirchenjahres eingeführt


    Heißt es bei den Christen doch auch heute noch so schön: „Man bestimme den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling“

    Zitat

    Wie Ich nun hoffentlich verständlich darlegen konnte sind die Sonnenwenden als Fixpunkte unerlässlich und keineswegs unbedeutend.
    es ist lediglich so, dass sich die jahresfeste am für den alltag gebräuchlichen mondkalender (für dessen gültigkeit und bedeutung meines empfindens
    nach ausreichend belege turch tacitus und edda zitate angebracht habe) ausrichten.

    Alles klar, aber berechnet man die Feste nach dem Sonnenzyklons, so ist es egal, welchen Kalender man verwendet, also zB: Zwischen Mittsommer und der Herbst Tag und Nacht-gleiche, liegt auch immer dieGleiche Anzahl, an Mondabfolgen, weil astronomisch durch die Umlaufbahnen fix sind.

    Zitat

    von welchem der überlieferten kalender gehst du dabei aus?

    Das ist egal, weil die Tag und Nacht-gleich immer zu diesem Tage ist, an dem die Sonne den Erdäquator überquert. Das ist eine astronomische Tatsache.


    Zu unterschiedlichen Festterminen kommen wir nur, wenn wir sagen, das Feste nur zu Vollmonden gefeiert wurden.


    Das glaube ich aber nicht, da die Sonnenfeste die Hauptfeste waren.


    Dem Winter steht der Sommer Gegenüber und sie stehen sich Kampfe gegenüber wie der Tag und die Nacht.


    Der Tag, ist Dagr Sohn des Dellingr und wie sein Vater Licht und schön, Ihm gegenüber steht die dunkle Nacht.


    Tag und Nacht, treten genau wie Winter und Sommer auf, göttliche und rießische Kräfte stehen im Wettstreit.


    Hier kommt wieder die Tag und Nachtgleiche ins Spiel. Sie markiert den Sieg des Götter über die Riesen, den Sieg des Sommers über den Winter und den Sieg des Tages über Nacht.


    Licht kämpft und siegt und dieses Licht ist die morgenröte des 21 März, welchen Frowa versinnbildlicht und der Sieg ist die Tag und Nachtgleiche.


    Die Angst, das die Sonne, aber auch der Mond, verschlungen werden und die Dunkelheit siegt, finden wir auch in Sköll und Hati, welche
    Sonne und Mond verfolge und einst einholen, verschlingen.(Ragnaröck)


    Das heißt die Gestirne sind ebenso göttlich und daher wurden, wohl die Feste auch direkt nach den Gestirnen und deren Laufbahn berechnet.


    Daher haben Sonnenfeste auch eine besondere Rolle gespielt. Hier finden wir ja auch die Verehrung des Sonnenrades wieder, welches in der Edda fagrahvel
    heißt. Andere Stellen berichten von der Sonne als eine Art goldener Schild:

    Zitat

    „an dero wintersrun truog er einen roten skilt, wanda selbiu diu sunna einemo skilte gelih ist“ Notke

    Zitat

    „über die Suionen hinaufwärts lasse die untergegangene sonnen so lichten glanz hinter sich, das er bis zum Morgen die Sonne bleiche“ Tacitus Cap. 45

    Zitat

    „Zweimal des jahrs wendet die sonne ihren lauf, im sommer um zu sinken im winter um zu steigen. Diese sonnwenden begieng das heiligtum auf das feierlichste.“


    „Tacitus sagt bloss dass die Germanen ihre versammlungen zur zeit des neuen oder vollen mondes hielten, nicht ob diese Perioden
    für alle unternehmungen ohne unterschied ob sie gleich günstig erachtet wurden. Vermutlich eigneten sich gewisse dinge sich für den
    neumond, andere für den vollmond, der neumond regte durch seine frische, der vollmon durch seine fülle an.“ J. Grimm Deutsche
    Mythologie

    Wir erkennen hier also auch, welche Heiligkeit der Sonne zukommt und daher scheint es einfach unwahrscheinlich und falsch. das solch ein Fest zu einem Vollmond gefiert wurde.
    Im Übrigen finden wir den Festmythos auch in der Edda wieder,etwa im Lied von Lied von Fiölswinn oder des Hammers Heimholung.


    Weiter heisst es: "Feuer ist das beste der Erdgeboren und der Sol schein"



    Ostara ist wie erwähnt, die Vereinigung des Lichtes und Erde, und dies ist nunmahl der Tag der Frühlings Tag und Nachtgleiche.


    Zitat

    Was die verständnisgrundlage angeht werde ich hierim forum keine diskusion anfangen da ihr euerverständnis habt (welches mir soweit bekannt ist) und ich habemeins.(weswegen ich auch kein mitglied der GdG binn)

    Im Übrigen bin ich kein Mitglied der GDG :D





    Lg

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  • Deine argumentation beweist schlüssig das im 4. jahrhundert die christliche kirche den noch heute üblichen termin für ihr Hochfest zur auferstehung festgelegt hat.
    Währe ein lunisolarkalender für den germanischen und den nordischen raum nicht nachweisbar würde mir deine argumentation möglicherweise ausreichen.
    Nur ist es so das der lunisolarkallender (oder besser die Kalendae, da es mehrere bekannte gibt) durch archäologische funde wie z.b. den berliner goldhut und durch historische quellen wie verschiedene erhaltene kalendae aus skandinavien oder auch die schriften von beda der uns ja freundlicherwerse den Lunisolarkalender der angelsachsen überlieferte (so ca. um das jahr 700 der christlichen zeitrechnungn).

    Alles klar, aber berechnet man die Feste nach dem Sonnenzyklons, so ist es egal, welchen Kalender man verwendet, also zB: Zwischen Mittsommer und der Herbst Tag und Nacht-gleiche, liegt auch immer dieGleiche Anzahl, an Mondabfolgen, weil astronomisch durch die Umlaufbahnen fix sind.

    Ich erlaube mir erneut darauf hinzuweisen das der mondkalender eben nicht paralell zum Sonnen kalender verläuft sondern im gegenteil stark von diesem abweicht.
    Diese abweichung kann während eines ca. 19 jährigen zykluys bis zu einem monat bestragen, weswegen ja auch die sonnenwenden, besonders jedoch die wintersonnenwende als fixpunkte unabdingbar für den germanischen lunisolarkalender sind. (http://de.wikipedia.org/wiki/Meton-Zyklus)


    Davon unabhängig:
    In den historischen quellen werden zwar zahlreiche festlcihkeiten genannt, jedoch lassen sich sich nur vier jahresfeste klar uns aus mehreren quellen bestimmen.


    davon sind für zwei feste eindeutige zuordnungen zum mondkalender erhalten geblieben da diese beiden auf für die berechnung der schaltregeln wichtig waren.
    dabei handelt es sich um die sonnenwendfeste.
    diese waren durch regelungen fest an die sonnenwenden gebunden. und für beide ist ein lunartermin angegeben.
    in der edda wird mehrfach(Vafþrunðnismál 22-25, Völluspa 6,Alwismál 14) der mond als "jahreszähler" genannt.
    Dieses lässt sich auch durch tacitus und (mit zugegebener maßen ein wenig gutem willen)cäsar bestätigen.
    auch Beda Venerabilis benennt für die angelsachsen eine lunisolar regelung.
    ausgehend von der überlast dieser belege für eine allgemein lunisolare regelung von leben und feiertagen, kann ich den reinen solartermin nciht als unumstritten stehen lassen.
    die anderen feste sind entweder situationsgebunde (wie z.b. das sigrblót) oder
    werden mit verschiedenen jahreszeiten in verbindung gebracht (wie z.b.
    alfablót und disablót)

    Zitat

    Im Übrigen bin ich kein Mitglied der GDG :D

    Dann will ich mal ein offenes wort wagen in der hoffnung, dass es nicht als angriff verstanden wird, sondern einfach als meine persönliche meinung:


    Mir geht es bei diesem thema um primär um die klärung des sachverhaltes.
    für mich als anhänger der firnen sitte ist die kentnis der überlieferungen essenziell für mein religiöses sebstverständnis.
    es ging mir nicht darum jemandem in sein religiöses selbstbild zu spucken sondern ich wollte etwas das ich neu gelernt habe teilen, zum allerseitigen wohl.


    Ich kann ja verstehen das bei einem solchen thema die emotionen hochkochen und mir persönlich macht das auch nichts aus, aber ich möchte dir trotzdem gerne mitteilen was ich dabei wahrnehme:
    Ich habe mir obwohl ich seit mehr alseinem monat kein internet mehr habe die mühe gemacht von einem freund aus einen ausführlichen beitrag zu posten bei dem ich mir jede mühe gegeben habe meine quellen so exakt wie möglich wiederzugeben.
    Ich habe versucht meine meinung durch quellverweise und zitate zu begründen, aufdass sie verstanden werde.
    ich sehe zwischendurch noch mal rein, sehe einen langen gegenpost und freue mich auf ne gute diskusion...
    und sehe eine aussage die in meinen quellen eindeutig wiederlegt ist und die begründung:

    Zitat

    [dann] würde der ganze Festmythos keinen Sinn mehr machen.

    ich meine im ernst...
    Du bringst dein persönliches verständnis komplexer symboliken (die durchaus auch andere ansätze zulassen) als primäres argument in einer diskusion über Historisch nachweisbare fakten.
    wie soll ich da noch argumentieren ohne dein persönliches verständnis anzugreifen. oder dich als person.
    das du konsequent meine richigstellungen von ausdruckbedingten missverständnissen ignorierst (wie z.b. die deinerseitige unterstellung der lunisolar kalender richte sich ausschlielich nach dem mond) macht es auch nicht unbedingt leichter sachlich zu bleiben.


    nun zu deinem thema:
    Die mythologische einordnung der feste.


    (wie gehabt, nur meine persönliche ansicht) - du lobpreist die heiligkeit der sol und willst mani die gleiche bedeutung verwehren?
    die hochfeste können also nur sonnenfeste sein? vieleicht bin ich da ein bischen zu östlich geprägt aber für mich sind die beiden nur teil eines ganzen.
    Sol definiert das jahr als solches, mani unterteilt es in die zeiten. sol bringt kraft und veränderung, mani bringt ruhe und erholung.
    ein gläubiger mag seine vorlieben für die eine haben, doch das schmälert noch lange nicht die andere.
    die mythen sind offen genug verfasst um ausreichen spielraum für eine anpassung des verständnisses zu lassen ohne selbiges gleich von grundauf zu dekonstuieren.


    Ar og Friðr

    Ich binn nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das was ihr versteht!!!
    Wenn ich meine Meinung abgrenze darf dieses gerne wörtlich genommen werden

  • Zitat

    das du konsequent meine richigstellungen von ausdruckbedingten missverständnissen ignorierst

    Welche Richtigstellungen? Mutmaßungen, sonst nichts.


    Sehe es wie du willst, das ist dein gutes Recht. Aber ich teile dein Meinung nicht und du wirst mich auch nicht überzeugen.

    Zitat

    und sehe eine aussage die in meinen quellen eindeutig wiederlegt ist und die begründung:

    Freilich wenn du das glaubst, dann glaube es ruhig, das fällt unter Meinungsfreiheit:D Was du machst ist nichts anderes als Eins zu Eins, dem Autor, deines Mondkalenders, welchen du uns an die Brust legen willst, nachzulabern. Mache das, aber verschone mich bitte damit.


    Welcher übrigens auch zu "eurer" Firnen Sitte gehört. Somit steckt hinter deinen Beiträgen und der Werbung für dieses Buch auch System. Somit ist es für meinen Teil auch um die Seriösität dieser Diksussion geschehen. Verbreite die Lehren deiner Firnen Sitte bitte woanders und versuche mich nicht weiter davon zu überzeugen.


    Sofern du nicht hier zugehörigt bist, was ich aber stark annehme, bitte ich um Verzeihung : http://www.firne-sitte.net/


    @Forenadministration
    Ich bitte diesen Unterton meinerseits hier zu entschuldigen, aber wenn hier nicht mit offen Karten gespielt wird und jedes Gegenargument einfach strickt ingoriert wird, finde ich dies nicht in Ordnung.


    Zitat

    Wenn jemand Wikipedia als Quelle angibt, dann kann ich leider nur schmunseln.


    Zitat


    es ging mir nicht darum jemandem in sein religiöses selbstbild zu spucken sondern ich wollte etwas das ich neu gelernt habe teilen, zum allerseitigen wohl.

    Ok das respektiere ich. Ich würde sagen wir einigen uns darauf das wir uns nicht einigen können. Jede weitere Diksussion, würde sich nur zum negativen, für das Klima hier im Forum wenden.

    Zitat

    Die mythen sind offen genug verfasst um ausreichen spielraum für eine
    anpassung des verständnisses zu lassen ohne selbiges gleich von grundauf
    zu dekonstuieren.

    Das trennt mal wieder den tradtionellen Heiden vom Neuheiden und zeigt wo die Firne Sitte einzuordnen ist. So hat also jeder seine Ansicht und es bringt nicht den anderen von seiner Eigenen Meinung überzeugen zu wollen. :thumbup:


    Für meinen Teil hat es sich damit erledeigt.




    Lg


    Ps: tut mir leid für das viele editieren, das Inet funktioniert hier wieder mal nicht richtig und muss die Beiträge auf mehrere Anläufe verteilen.

    See the ravens fly there
    Circling in the storm
    Hidden from the new world
    Where the spiritless are born


    I - Far Beyond the Quiet

    Dieser Beitrag wurde bereits 9 Mal editiert, zuletzt von Wolfbald ()

  • quote]Ich würde eher sagen das unsere ahnen vieleicht den beginn des frühlings und nicht die tag und nachtgleiche gefeiert haben.[/quote]
    Die Tag- und Nachtgleiche ist der Frühlingsbeginn. Davon ab halte ich es für äußerst unwahrscheinlich, das unsere Ahnen solch ein bedeutendes Naturereignis einfach ignoriert haben.


    Zitat

    Währe ein lunisolarkalender für den germanischen und den nordischen raum nicht nachweisbar würde mir deine argumentation möglicherweise ausreichen.


    Die Wahl des Kalendersystems ist doch da überhaupt nicht wichtig. Die Feste von Naturreligionen orientieren sich an den Naturerscheinungen und wann diese stattfinden, finden auch die Feste statt. Kalender helfen dabei, diese Daten zu ermitteln, sie legen sie aber nicht fest, das tun alleine die Götter.


    Zitat

    Ich berufe mich in meinen aussagen zentral auf das was ich im "gebundenen monkalender der germanen" gelesen habe.
    der autor hat sich über längere zeit und sehr ausführlich mit dem thema befasst und ich halte (bei allem respekt) die aussage eines "experten" schlichtweg erst einmal für glaubwürdiger als deine.
    ausschließlich aufgrund seiner in diesem fachgebiet durch studium erreichten expertiese.


    Mal ganz allgemein: Ich empfehle ganz stark, sich nicht zu stark auf Sekundarliteratur zu stützen. Natürlich kann sie hilfreich sein, nur sollte man sie nicht überhöhen und als alleingültig ansehen.


    Zitat

    ich bezog mich bei dem betreffenden satz übrigends darauf das in einem der isländischen kalender der themin für das althing auf eine woche nach mittsommer festlegt, worinn ich eine bestärkung der aussage sehe, dass thing und feiertage zeitnah und teilweise aneinander angrenzend stattfanden.


    Natürlich ist das so. Unsere Ahnen (egal ob Isländer, Sachsen oder sonstwer) sind bzw mussten ja zu den Festen anwesend sein und dann hat man das halt auch gleich genutzt und auch von der Heiligkeit der Feste profitiert und ein Thing abgehalten.


    Zitat

    aus dem umstand das sämmtliche beschreibung von festlichkeiten die mir bekannt sind in den abendstunden beginnen und in selbigen begangen werden legt den rückschluß nahe das der mond, und insbesondere sein auftauchen essenziell für den zeitpunkt des festes ist.


    Es wurde eher zum Tag hin gefeiert. Natürlich hat der Mond eine essenzielle Bedeutung, genau wie die Sonne oder der Himmel insgesamt. Schliesslich sind wir alle Anhänger einer Naturreligion


    Zitat

    für mich als anhänger der firnen sitte ist die kentnis der überlieferungen essenziell für mein religiöses sebstverständnis.


    Auch wenn das natürlich richtig ist, hab ich mittlerweile echte Probleme mit diesem Argument: Die GGG, der Wodanserben e.V. und viele andere Nutzen diesen Satz um gegenseitig Krieg zu führen. Man kann sich auf historische Fakten stützen und trotzdem zu verschiedenen Schlussfolgerungen kommen.


    Zitat

    Mir ging es in meinem post lediglich darum, das was ich an belegbarem wissen habe zur verfügung zu stellen da sich die GdG (sofern ich das richtig verstanden habe) ebenfalls als überlieferungsbasiert versteht.
    Sollte das ander rübergelommen sein tut mir das leid.


    Die GdG versucht sich an den Göttern zu orientieren und die Überlieferungen unserer Ahnen sind der beste Wegweiser, nach unserer Überzeugung.


    Zitat

    Was die verständnisgrundlage angeht werde ich hierim forum keine diskusion anfangen da ihr euerverständnis habt (welches mir soweit bekannt ist) und ich habemeins.(weswegen ich auch kein mitglied der GdG binn)


    Zitat

    Im Übrigen bin ich kein Mitglied der GDG


    Das ist doch vollkommen egal, wer der Diskussionsteilnehmer nun Mitglied der GdG ist oder nicht.


    Zitat

    Sehe es wie du willst, das ist dein gutes Recht. Aber ich teile dein Meinung nicht und du wirst mich auch nicht überzeugen.


    Idealerweise legt jeder seine Sichtweise dar und überlässt es dem oder den anderen sich dieser Meinung anzuschliessen oder auch nicht.


    Zitat

    Welcher übrigens auch zu "eurer" Firnen Sitte gehört. Somit steckt hinter deinen Beiträgen und der Werbung für dieses Buch auch System. Somit ist es für meinen Teil auch um die Seriösität dieser Diksussion geschehen. Verbreite die Lehren deiner Firnen Sitte bitte woanders und versuche mich nicht weiter davon zu überzeugen.


    Jeder hat seine Überzeugungen und solange diese mit Respekt und zielführend geäußert werden, ist das absolut in Ordnung. Auch habe ich nicht den Eindruck, das Asgrimm da missionierend wirken will.


    Zitat

    Sofern du nicht hier zugehörigt bist, was ich aber stark annehme, bitte ich um Verzeihung :


    Aktuell ist es so, das hier niemand außer mir, jemanden aus dem Forum deligiert :D 
    Ich teile Asgrimms Meinung auch öfters nicht, er ja meine auch nicht, dennoch haben wir uns schon prima ausgetauscht. Zumal ich denke, das Asgrimm die Linie des Forums absolut respektiert.


    Zitat

    @Forenadministration
    Ich bitte diesen Unterton meinerseits hier zu entschuldigen, aber wenn hier nicht mit offen Karten gespielt wird und jedes Gegenargument einfach strickt ingoriert wird, finde ich dies nicht in Ordnung.


    Im religiösen Bereich läuft das mit der Argumentation und der Gegenargumentation immer etwas anders, als zb in einer Diskussion über mathematische Gleichungen. Für jeden von uns ist Religion und Glauben eine herzenssache und bitte das stets zu beachten.


    Zitat

    Das trennt mal wieder den tradtionellen Heiden vom Neuheiden und zeigt wo die Firne Sitte einzuordnen ist.


    Können wir uns darauf einigen, diese Art der Argumentation zu begraben? Hier geht es um die Götter, nicht darum festzulegen, wer zu welcher Strömung gehört und welche die "geilste" ist.


    Grüße
    Ancarus