Örtliche Feste

  • Da ich bei meinen Untersuchungen zum Erbe unserer Ahnen (der unmittelbaren hier im südlichen und mittleren Germanien, sowie der mittelbaren im nördlichen und nördlichsten Germanien) auf unterschiedliche Variante von Festen, Bräuchen und anderem gestoßen bin, wollte ich mal anfangen einige Fest zusammenzutragen, die aller Wahrscheinlichkeit nach, eher lokal begrenzt begangen wurden.




    Beginnen möchte mit dem Þorrablót.




     


    Worum handelt es sich dabei? Nun, zunächst mal um ein typisch isländisches Fest. Dort wird das Þorrablót im tiefsten Winter begangen (allerdings muss man sagen: wieder, denn bis Anfang des 19. Jahrhunderts war das Fest nahezu ausgestorben). Was hat es dabei mit dem Namen auf sich: Auf Island sind noch die alten Monatsnamen überliefert (wie auch teilweise bei uns im Süden/der Mitte durch die Bauern). Darunter ist auch der Monat Þorri, der Ende Januar beginnt (die germanischen Monate sind nicht 1:1 in Deckung zu bringen mit den römischen/christlichen) und in früheren Zeiten begann mit diesem Monat Þorri eine schwere und lebensfeindliche Zeit. Denn in dieser Zeit, wo das Ende des Winters noch lange nicht in Sicht war (man muss sich das Jahr im Norden deutlich härter vorstellen), drohten Kälte und durch sich zu Ende neigende Vorräte auch der Hunger. Þorri ist auch der überlieferte Namen eines norwegischen (mythischen) Königs, so in der Orkneyinga saga. Da er der Sohn eines gewissen Snær ist, der seinerseits von Riesen abstammt, kann man auch für Þorri eine riesische Abkunft annehmen. Und das passt auch, denn was könnte lebensfeindlicher sein als ein Reif-Riese, der im Winter mit Schnee und Sturm wütet? So leitet sich auch der Namen Þorri sehr wahrscheinlich von altnordisch Þurr "dürr, trocken" ab und wäre somit als der Verdorrer oder der Verdorrte benannt ein Synonym für den gefrorenen Schnee unter dem kein Leben mehr wächst.



    Aber wie wurde dieses Fest begangen? Bei Tische wurde Essen gereicht, das man bereits Monate zuvor eingelegt, gesäuert, geräuchert hatte. Dazu gehörten und gehören auch heute wieder: versengter Schafskopf samt Augen und Ohren (svið), eingelegte Hoden eines Schafsbocks (hrútspungur), Schwartenmagen (svinasulta), Trockenfisch (harðfiskur), Schweinsfett (lundabaggi), Blutwurst, manchmal auch sauer eingelegt (blóðmör), geräuchertes Lamm (hangikjöt) und mein absoluter Liebling, den ich unbedingt mal probieren möchte, trotz aller Gerüchte: Fermentierter Hai (hákarl). Hierzu wurde und wird ein süßlich schmeckendes Roggenbrot (rugbrauð) und/oder eine Art Fladenbrot (flatkökur) gereicht. Nicht fehlen, darf natürlich Brennivín, der einheimische Branntwein. Er schmiert die Kehlen und manchmal werden bei einem Þorrablót-Mahl auch Gedichte rezitiert oder es wird gesungen (was bei einer heidnische Gemeinschaft niemals fehlen dürfte). Es ist jedenfalls traditionell eine gesellige Angelegenheit, die man heutzutage als Isländer entweder im Kreis der Familie oder mit Freunden mindestens einmal in dieser Zeit feiert. 



    Bei diesem Fest hat man natürlich sehr regionales und in diesem Falle speziell Isländisches dabei. Es ist eben auf die Landschaft und die geographische Jahreszeit ausgerichtet. Andernorts würde man wohl eher keinen hákarl oder harðfiskur reichen, z.B. in den Bergen oder in einer reinen Talgegend ohne Seen und Flüsse. Mit dem Gott Þorr ist das Fest übrigens nicht verbunden, jedenfalls dem Namen nach nicht. Ein blót für Þorr wäre schon sprachlich ein *Þorsblót und kein Þorrablót. Wie auch der Name des Monats nicht von Þorr stammt, denn allgemein wurden keine Monate bei den Germanen nach Göttern benannt. Sonst würde auch der März (der immerhin nach dem römischen Mars benannt ist) mit Sicherheit als *Týrsmánaðr erscheinen. Aber das hindert heutzutage niemanden daran, dass Fest auch mit einer Bitte an Þorr zu verbinden (was wiederum sehr sinnvoll ist, will man doch den Schutz des Lebensbewahrers und des Riesenbekämpfern an seiner Seite, in diesem schlimmen Frostriesen-Monat).




    Also ich hoffe, ich konnte manchem hiermit etwas mitgeben. Je nachdem werde ich noch weitere örtliche Fest hier einstellen. Für Kritik und Anmerkungen bin ich gerne zu haben.

    „Hver er þessi Lögsögumaðr? Hann er einn maðr.“


    - „...og hann stendr á helgan stein.“

  • So und wieder ist ein Fest an der Reihe damit dargestellt zu werden:




    Diesmal das Völsablót.




    Für Nordnorwegen ist für die Winternächte das Völsablót (Phallusfest; an. vǫlsi = Geschlechtsteil des Hengstes) im Flateyjarbók beschrieben: Es geht um eine Familie, die auf einer abgelegenen Landzunge Norwegens lebt. Von ihnen heißt es zunächst: Sie hatten keinerlei Kenntnis vom heiligen Glauben. Wir haben es also mit echten Heiden zu tun. Weiter heißt es dann: Gegen Ende eines Herbstes geschah es, dass das Zugpferd des Mannes starb. Das war sehr fett, und da heidnische Menschen Pferdefleisch als Nahrung verwendeten, wurde das Pferd zubereitet und verzehrt. Die Verbindung zu den alten Kulten ist also bereits durch den Verzehr von Pferdefleisch gegeben (in christlichen Zeit dann nach und nach geächtet). Zurück zum Text: Zu Beginn, als das Fell abgezogen wurde, schnitt der Knecht dem Pferd nur den Körperteil ab, den diese Art von Tieren gemäß ihrer Beschaffenheit zur Fortpflanzung benutzt, so wie andere Tiere, die sich untereinander vermehren. Hernach wandert der Völsi dann hin und her und schlussendlich übernimmt die alte Frau des Hausherren: Sie ging nach vorne und trocknete [...][ihn] so sorgfältig wie möglich, wickelte ihn in ein Leintuch und legte Lauch und andere Kräuter dazu, sodass er nicht verrotten konnte, und legte ihn in ihre Truhe. Der Herbst verging nun auf die Art, daß die Alte ihn jeden Abend unter irgendeinem Spruch zu seiner Verehrung hochhob. Es kam so weit, dass sie ihm ihren gesamten Glauben zuwendete, ihn für ihren Gott hielt und ihren Mann, die Kinder und das ganze Hausvolk mit in diesen Irrglauben hineinzog. Hier nimmt die christliche Sicht natürlich langsam überhand. Festhalten können wir: Der Phallus war von großem symbolischen Wert und galt als Fruchtbarkeitszeichen, vermutlich für den Pferdegott Freyr.




    Durch die Kraft des Teufels wuchs er und wurde gestärkt, sodass er bei der Frau steif werden konnte, wenn sie es wollte. Nachdem dies geschehen war, begann die Alte den Brauch, dass sie ihn jeden Abend in die Stube trug und über ihm eine Strophe sprach. Als erstes gab sie ihn dann dem Bauern und danach jedem der anderen, bis er am Schluss zur Magd kam, und jeder sollte über ihn eine Strophe sprechen. Es ergab sich aus den Äußerungen eines jeden, wie er darüber dachte. Was für Inhalte hier genau gemeint sind, bleibt eher vage. Vermutlich waren es sexuelle Verse. Erwähnt werden die Verse erst später, als in der Geschichte König Olaf zum Hof hinzukommt.




    Der Pferdephallus wurde in einer Kiste, in der er mit Lauch, Krautern und Leinen eingewickelt war, gelagert. Zwischen den Beiträgen wird die Spruchformel Nimm, Mörnir, dieses Opfer an verwendet. Nach jedem Vers endet der Spruch mit: Aber du, [Rang oder Name], nimm/greif/drück/schau auf Völsi zu dir/an dich.


    Das Ritual wird von der Hausfrau geleitet. Mit dem Wort „Mörnir“ ist vermutlich ein/e Riese/in gemeint. Selbst ein Maskulin ist die Bedeutung vage und könnte auch den Phallus selbst meinen. Da es auch in der Bedeutung Schwert auftaucht, könnte es auch ein untergegangener Name für Freyr selbst sein. Auch wenn die Flateyjarbók erst Ende des 14. Jahrhunderts niedergeschrieben wurde, so ist der Text altertümlich und wird daher für weitaus älter gehalten (auch z.B. von John A. Lindow).




    Da Pferde dem Gott Freyr als heilig galten, könnte der Völsi ihn darstellen und das Ritual eine sogenannte Hieros gamos (himmlische Hochzeit) zwischen Freyr und einer Riesin darstellen. Die neuere Forschung hat ihr Augenmerk stärker auf die Riesinnen gelenkt. Sie waren mächtige Kräfte und stellten den eisernen Griff des Winters dar und mussten zu bestimmten Zeiten verehrt werden. Der Penis wurde in Lauch und Leinen gewickelt aufbewahrt. Nördlich von Bergen wurde ein Schaber aus Knochen gefunden, auf denen Runen aus dem 5. Jahrhundert eingeritzt sind; „LinalaukaR“ (Leinen und Lauch). Der Schaber wurde sicher zum Reinigen der Tierhaut bei der Schlachtung verwendet. Dem Lauch wurde konservierende Kraft beigemessen (hat er tatsächlich) und symbolisierte vermutlich das Maskuline, das Leinen symbolisierte wahrscheinlich das Feminine. In einem Frauengrab wurde ebenfalls ein solcher Völsi gefunden.




    Festzuhalten bleibt: Im Winter (ohne 100%ig sichere Zeitangabe) wurde dieses Ritual abgehalten. Der Pferdepenis wurde von einem alten, mächtigen Pferde genommen und das Ritual insgesamt oblag einer weisen Frau (vermutlich eine Gydja analog zum Godi). Wer kein Rökkatru mag, kann hier die Anrufung Freys sehen und seine Beschwichtigende Macht auf Reifriesinnen, die er mit seinem Schwert (in doppelter Bedeutung) zu bezwingen mag. Wer Rökkatru-Anhänger ist, kann hier ein Riesenritual sehen, in welchem ein Riese Mörnir beschwichtigt wird.

    „Hver er þessi Lögsögumaðr? Hann er einn maðr.“


    - „...og hann stendr á helgan stein.“

  • Festzuhalten bleibt: Im Winter (ohne 100%ig sichere Zeitangabe)

    du hast den entspredhenden text vorliegen?
    Ist die genaue formulierung "zum winter hinn" ?
    das würde mmn. dieses blót mit dem haustblót in verbindung bringen. interesantes thema auf jeden fall.
    heutzutage lässt sich entsprechendes vieleicht durch einen holzphallus umsetzen der entsprechend präpariert wird.

    Ich binn nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das was ihr versteht!!!
    Wenn ich meine Meinung abgrenze darf dieses gerne wörtlich genommen werden

  • Den entsprechenden Text habe ich vorliegen, je nach Bedarf kann ich ihn auch vollständig hier hereinstellen.


    Ich muss gestehen die Formulierung gibt es nicht "Zum Winter hin". Genau genommen gibt es keine nähere Beschreibung der Jahreszeit. Allerdings ist König Olaf zu Schiff unterwegs zu den Leuten, also würde ich den Spätherbst für wahrscheinlich halten. Es wird geschrieben, dass er nahe am Land blieb mit den Schiffen.


    Deine Idee für eine Umsetzung finde ich gut.

    „Hver er þessi Lögsögumaðr? Hann er einn maðr.“


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  • 1. Hefst Völsadýrkun andnesmanna


    Eftir því sem í einu fornu kvæði vísar til, byggði á einu andnesi norðarliga í Nóregi, þar sem góð langskipa höfn var undir, fjarri meginbyggðinni ok svá þjóðleið, einn bóndi ok húsfreyja, nökkut öldruð. Þau áttu tvau börn, son ok dóttur, at því sem í upphafi kvæðisins segir ok svá hefr:


    Karl hefir búit
    ok kona öldruð
    á andnesi
    einu hverju.
    Átti son
    við seima Bil
    drengr ok dóttur
    drjúgskýrliga.


    Þar var ok þræll ok ambátt. Bóndi var spakr maðr ok óhlutdeilinn, en kerling var svarkr mikill ok réð mjök fyrir hýbýlaháttum dagliga. Bóndasonr var kátr og gleðifullr, glensugr ok uppivöðslumikill. Bóndadóttir var eldri, næm ok náttúruvitr, þó at hon hefði eigi við fjölmenni upp vaxit. Bóndi átti etjutík stóra, er Lærir hét. Engar skynjar höfðu þau á heilagri trú.
    Svá bar til á einu áliðnu hausti, at eykhestr karls dó. Var hann mjök feitr, ok með því at heiðnir menn höfðu hrossakjöt sér til fæðu, var hestrinn til gerr ok nýttr. Ok í fyrstu, er fleginn var, rak þræll af honum í einu þann lim, sem eftir skapan náttúrunnar hafa þess kyns kvikendi til getnaðar sem önnur dýr, þau sem aukast sín á milli, ok eftir því, sem fornskáldin vísa til, heitir vingull á hestum. Ok svá sem þrællinn hefir hann af skorit ok ætlar niðr at kasta á völlinn hjá sér, hleypr bóndason til hlæjandi ok grípr við ok gengr inn í stofu. Þar var fyrir móðir hans, dóttir hennar ok ambátt. Hann hristir at þeim vingulinn með mörgum kallsyrðum ok kvað vísu:


    Hér meguð sjá
    heldr röskligan
    vingul skorinn
    af viggs föður.
    Þér er ambátt
    þessi Völsi
    allódaufligr
    innan læra.


    Ambáttin skellir upp ok hlær, en bóndadóttir bað hann út bera andstyggð þessa. Kerling stendr upp ok gengr at öðrum megin ok grípr af honum ok segir, at hvárki þetta né annat skulu þau ónýta, þat sem til gagns má verða, gengr fram síðan ok þurrkar hann sem vandligast ok vefr innan í einum líndúki ok berr hjá lauka ok önnur grös, svá at þar fyrir mætti hann eigi rotna, ok leggr niðr í kistu sína.
    Líðr nú svá á haustit, að kerling tekr hann upp hvert kveld með einhverjum formála honum til dýrkunar, ok þar kemr, at hon vendir þangat til öllum sínum átrúnaði ok heldr hann fyrir guð sinn, leiðandi í sömu villu með sér bónda sinn ok börn ok allt sitt hyski. Ok með fjandans krafti vex hann svá ok styrknar, at hann má standa hjá húsfreyju, ef hon vill. Ok at svá gervu tekr kerling þann sið, at hon berr hann í stofu hvert kveld ok kveðr yfir honum vísu fyrst manna, fær síðan bónda ok svá hverr frá öðrum, þar til sem kemr at lokum til ambáttar, ok skyldi hverr maðr kveða yfir honum vísu. Fannst þat á hvers þeira ummælum, hversu hverju þeira var um gefit.



    2. Óláfr konungr hitti andnesmenn


    Þat hafði verit einhverju sinni, áðr en Ólafr konungr varð landflótta fyrir Knúti konungi, at hann helt skipum sínum norðr með landi. Hann hafði frétt af þessu andnesi ok þeiri ótrú, er þar fór fram. Ok með því at hann vildi þar sem annars staðar fólkinu snúa til réttrar trúar, segir hann fyrir leiðsögumanninum, at hann skal af víkja leiðinni ok til þeirar hafnar, er liggr undir fyrrgreindu andnesi, því at byrr var hægr. Koma þeir síð dags í þessa höfn. Lætr konungr tjalda yfir skipum, en segir, at þeir skulu á skipum liggja um nóttina, en hann vill ganga heim til bæjar ok biðr fara með sér Finn Árnason ok Þormóð Kolbrúnarskáld.
    Þeir taka sér allir grákufla ok steypa útan yfir klæði sín ok ganga svá heim til bæjar um kveldit í húmi, víkja af til stofu ok setjast á bekk annan ok skipa svá sessum, at Finnr sitr innstr, þá Þormóðr, en konungr yztr, bíða þar, til þess er myrkt er orðit, svá at engi maðr kemr í stofu. Ok eftir kemr innar kona með ljósi, ok var þat bóndadóttir. Hon heilsar mönnum ok spyrr þá at nafni, en þeir nefndust allir Grímar. Hon gerir þá upp ljós í stofunni. Hon sér jafnan til gestanna, ok lengst horfir hon á þann, er yztr sitr. Ok svá sem hon býst fram at ganga, verðr henni ljóð á munni ok mælti svá:


    Ek sé gull á gestum
    ok guðvefjar skikkjur
    Mér fellr hugr til hringa.
    Heldr vil ek þing en ljúga
    Kenni ek þik, konungr minn.
    Kominn ertu, Óláfr.


    Þá svarar hann tilkvámumaðr, sá er yztr sat: "Lát þú kyrrt yfir því, þú ert kona hyggin."
    Ekki skiptust þau fleirum orðum við. Gekk bóndadóttir fram, ok litlu seinna kemr inn bóndi ok sonr hans ok þræll. Sezt bóndi í hægsæti, sonr hans upp hjá honum, en þræll yfir lengra frá honum. Eru þeir kátir við gestina af kyrt þeiri.
    Síðan er snúit hýbýlum á leið ok tekit borð ok settr matr fram. Bóndadóttir settist upp hjá bróður sínum, en ambátt hjá þræli. Grímar sitja allir samt, sem fyrr var sagt. Síðast kemr innar kerling ok berr Völsa í fangi sér ok gengr at hægsætinu fyrir bónda. Ekki er þess getit at hon kveddi gestina. Hon rekr af dúkana af Völsa ok setr á kné bónda ok kvað vísu:


    Aukinn ertu, Völsi,
    ok upp of tekinn,
    líni gæddr,
    en laukum studdr.
    Þiggi mörnir
    þetta blæti,
    en þú, bóndi sjálfr,
    ber þú at þér Völsa.


    Bóndi lét sér fátt um finnast, tók þó við ok kvað vísu:


    Mundi eigi,
    ef ek um réða,
    blæti þetta
    borit í aftan.
    Þiggi mörnir
    þetta blæti,
    en þú, sonr bónda,
    sé þú við Völsa.


    Bóndasonr greip við honum ok yppir Völsa ok vindr at systur sinni ok kvað vísu:


    Beri þér beytil,
    fyrir brúðkonur.
    Þær skulu vingul
    væta í aftan.
    Þiggi mörnir
    þetta blæti,
    en þú, dóttir bónda,
    drag þú at þér Völsa.


    Hon gerir sér heldr fátt um, en varð þó at fylgja hýbýlaháttum, tók heldr tæpt á honum ok kvað þó vísu:


    Þess sverk við Gefjun
    ok við goðin önnur,
    at ek nauðig tek
    við nosa rauðum.
    Þiggi mörnir
    þetta blæti,
    en, þræll hjóna,
    þríf þú við Völsa.


    Þrællinn tekr við ok kvað:


    Hleifr væri mér
    hálfu sæmri,
    þykkir ok ökkvinn
    ok þó víðr,
    en Völsi þessi
    á verkdögum.
    Þiggi mörnir
    þetta blæti,
    en þú, þý hjóna,
    þrýstu at þér Völsa.


    Ambáttin tekr við honum mjök blíðliga, vefr hann at sér ok klappar honum ok kvað vísu:


    Víst eigi mættak
    við of bindask
    í mik at keyra,
    ef vit ein lægim
    í andkætu.
    Þiggi mörnir
    þetta blæti,
    en þú, Grímr, gestr várr,
    gríp þú við Völsa.


    Finnr tók þá við ok helt á. Hann kvað þá vísu:


    Legit hefk víða
    fyrir andnesjum,
    snævgum höndum
    segl upp dregit.
    Þiggi mörnir
    þetta blæti,
    en þú, Grímr, griði minn,
    gríp þú við Völsa.


    Hann fekk þá Þormóði. Tók hann við ok hugði at allglöggliga, hversu Völsi er skapaðr. Brosti hann þá ok kvað vísu:


    Sakat forðum,
    þó hefk farit víða,
    flennt reðr fyrri
    fara með bekkjum.
    Þiggi mörnir
    þetta blæti,
    en þú, Aðal-Grímr,
    tak enn við Völsa.


    Konungr tók við ok kvað vísu:


    Verit hefk stýrir
    ok stafnbúi
    ok oddviti
    allra þjóða.
    Þiggi mörnir
    þetta blæti,
    en þú, hundr hjóna,
    hirtu bákn þetta.


    Hann kastaði þá fram á gólfit, en hundrinn greip þegar upp. En er kerling sá þat, þá var hon öll á flugi. Brá henni mjök við ok kvað vísu:


    Hvat er þat manna
    mér ókunnra,
    er hundum gefr
    heilagt blæti?
    Hefi mik of hjarra
    ok á hurðása,
    vita ef ek borgit fæ
    blætinu helga.


    Legg þú niðr, Lærir,
    ok lát mik eigi sjá,
    ok svelg eigi niðr
    sártíkin rög.


    Konungr kastar þá af sér dularklæðunum. Þekkist hann þá. Telr hann þá trú fyrir þeim, ok var kerling treg til trúarinnar, en bóndi nökkuru fljótari, en með krafti guðs ok kostgæfi Óláfs verðr þat at lykðum, at þau taka öll trú ok eru skírð af hirðpresti konungs ok heldu vel trú síðan, er þau urðu áskynja, á hvern þau skyldu trúa, ok þekktu skapara sinn, sáu nú, hversu illa ok ómannliga þau höfðu lifat ok ólíkt öllum öðrum góðum mönnum.
    Má þat í slíku sýnast, at Óláfr konungr lagði allan hug á at eyða ok af má alla ósiðu ok heiðni ok fordæðuskap einn veg á inum yztum útskögum Nóregsveldis sem í miðjum heruðum meginlandsins. Hafði hann á því mesta hugsan at draga sem flesta til réttrar trúar. Er þat nú ok auðsýnt orðit, at hann hefir svá gert þessa hluti ok alla aðra, at guði hefir líkat.


    Das ist soweit der gemeinfreie Text, eine Übersetzung gibt es hier: http://www.wikinger.org/wikinger2/volsa.htm und vielleicht reiche ich eine eigene Übersetzung bisweilen noch nach.

    „Hver er þessi Lögsögumaðr? Hann er einn maðr.“


    - „...og hann stendr á helgan stein.“

  • vielen dank. sehr aufschlußreich.
    :thumbsup:
    P.s.:
    til á einu áliðnu hausti...
    Gegen den einen späten Herbst[tag]...


    möglicherweise zum haustblót hin oder in vorbereitung darauf.
    nach snori (heimskringla) steht dieses ja ohnehinn mit segen für Gutes jahr und fruchtbarkeit zusammen.

    Ich binn nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das was ihr versteht!!!
    Wenn ich meine Meinung abgrenze darf dieses gerne wörtlich genommen werden

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Asgrimm () aus folgendem Grund: stelle gefunden ^^

  • Zitat

    til á einu áliðnu hausti...
    Gegen den einen späten Herbst[tag]...


    Ja, aber das bezieht sich ja auf den Tod des Hengstes. Es kann natürlich gut sein, dass damit die ganze Feierlichkeit gemeint ist, keine Frage. Ich wollte den Satz nur nicht aus dem Kontext ziehen und als perfekte Markierung der Festzeit präsentieren ;-)

    „Hver er þessi Lögsögumaðr? Hann er einn maðr.“


    - „...og hann stendr á helgan stein.“