• Da bald das nächste Jahresfest mit dem 15.02 vor der Tür steht, möchte ich das Fest hier zusammenfassen.


    Froblot ist ein Fruchtbarkeits und Mondfest in dessen Mittelpunkt die Verehrung des Ing-fro/Fro/Freyr und der
    Stärkung und Erneuerung des Lichts bzw. der Licht und Fruchtbarkeistkräfte stehen.
    Also das göttliche fruchtbar machen/die Fruchtbarkeit stärken, wodurch der Winter weicht.


    Neben dem Gott Ing-Fro, sind aber auch noch Frowa/Freyja, Njörd, Skadi, und Nerthus wichtig. Auch die Disen stehen
    im Mittelpunkt dieses Festes, da es sich hierbei auch um eine großes Disenopfer handelt.


    Zeitpunkt des Festes errechnet sich nach dem Mondzyklos und der Termin, ist der erste Vollmond nach dem ersten Neumond nach Jul.


    Im Übrigen gehören auch Fasching/Fasnacht und die damit verbunden Umzüge zu diesem Fest, da auch mit diesen
    der Winter und die Wintergeister ausgetrieben werden sollen.


    Wer noch etwas zum Thema beisteuern, ergänzen und/oder verbessern will, immer nur zu :thumbup:

  • Blót kommt vom germanischen Begriff "blòtan" und bedeutet die Götter/ die Göttlichen Kräfte durch das Opfer welches man erbringt zu stärken/zu unterstützen.,


    Althochdeutsch: "bluozan,pluozan red.v. nur in alten obd. Gl.:, als Opfern, als Opfer darbringen" (Vandenhoeck & Ruprecht, Etymologisches Wörterbuch des Althochdeutschen, Band 2)

  • Froblot ist ein Fruchtbarkeits und Mondfest in dessen Mittelpunkt die Verehrung des Ing-fro/Fro/Freyr und der
    Stärkung und Erneuerung des Lichts bzw. der Licht und Fruchtbarkeistkräfte stehen.

    mal aus wisseschaftlichem interesse nachgefragt:
    auf welche quellen beziehst du dich?
    mir sind bislang nur jul und das haustblót als "schwerpunktfeste" freyrs bekannt.

    Ich binn nur für das verantwortlich was ich schreibe und nicht für das was ihr versteht!!!
    Wenn ich meine Meinung abgrenze darf dieses gerne wörtlich genommen werden

  • nur Zb.

    Zitat

    "Damit die Götter ihm wieder ihre Gnade zuwandten, opferte er dem Gotte
    Frö schwarze Opfertiere. Diese Art des Opfers wiederholte er im
    jährlichen Umlaufe der Tage und hinterließ sie auch der Nachwelt zu
    Nachachtung. Fröblot nennen die Schweden dieses Opfer"
    (Saxo Grammaticus,Gesta Danorum)

    Auch in der Edda (Skirnirs Fahrt), finden wir eine Vernbindung zu diesem Fest, welches im übrig mit dem keltischen Imbolc ident, ist.

  • Saxo Grammaticus berichtet:


    Damit die Götter ihm (Könnig Hading) wieder ihre Gnade zuwandten, opferter er dem Gotte Fro schwarze Opfertiere. Dieses art des Opfers wiederholte er im jährlichen Umlfauf der Tage und hinterließ sie auch der Nachwelt zur Nachachtung. Froblot nennen die Schweden dieses Opfer.


    Grüße
    Ancarus

  • Heil.

    Ich hätte da noch ein paar Ergänzungen.

    Auch wenn diese sich eher auf das keltische Imbolc beziehen, dürfte es sich von der Symbolik her eigentlich decken.

    Im Vordergrund stehen dabei die Themen

    Anfang/ Neuanfang und Reinheit/ Reinigung. So soll der traditionelle Frühjahrsputz etwa auf diese Festzeit

    (Ende Januar, Anfang Februar) zurückgehen. Mit einem Besen aus Birkenreisig, wird nicht nur der Schmutz, der sich während der dunkelen Jahreszeit angesammelt hat, sondern auch der Winter selbst ausgefegt und mit ihm die Geister des Winters bzw. des vergangenen Jahres, sowie auch alles negative.

    Das Haus wird ausgeräuchert und auch der Mensch unterzieht sich einer spirituellen Reinigung, z.B. einer rituellen Waschung- wobei zuerst die Füsse, dann die Hände und anschließend der Kopf mit

    (Quell-) Wasser gereinigt werden.

    Das Haus wird mit Birkenzweigen geschmückt, da die Birke als der erste Baum des Jahres gilt, der Knospen trägt und somit auch als Baum des Anfangs oder des Neubeginns. Die Birke gilt als sehr weiblicher Baum, welcher den Fruchtbarkeits- und Muttergöttinnen geweiht ist, besonders der Göttin Frigg, bzw. im kelt. der Göttin Brigid, welcher das Imbolc- Fest ja auch geweiht ist. Von daher kann auch der Charakter dieses Festes, als sehr weiblich beschrieben werden. Im germ. Neuheidentum z.B. werden die Nornen und Disen mit Gaben bedacht, aber auch den Alben und Hausgeistern wird geopfert.

    Als Opfergaben, oder auch für das Festessen, eignen sich besonders weisse Lebensmittel, die einen Bezug zum Thema Fruchtbarkeit haben: Eier, Mehl, Milch, helles Gebäck. Typische Speisen sind auch für den Winter haltbar gemachte Lebensmittel (eingemachte Früchte, gepökeltes Fleisch oder eingelagerte Äpfel).

    Zu dieser Zeit ist es Brauch, nach den zurückkehrenden Zugvögeln Ausschau zu halten, welche als Boten des Frühlings gelten.

    In Nordfriesland wird zu dieser Zeit in etwa, das Biikebrennen veranstaltet. Dort werden grosse Feuer entfacht um den Winter auszutreiben und früher auch, um die Walfänger zu verabschieden, da das Meer nun wieder befahrbar war.

    Das typische Symbol dieses Festes ist in Irland das Brigittenkreuz (brigids Cross)

    - ein aus Stroh geflochtenes hakenkreuz- oder triskelähnliches Sonnenzeichen.


    Gruß:Widulf